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Abend-Ausgabe.

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41. Jahrgang.

Verlag: Lauggasie 27.

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128,000 Kkormrutrn

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418.

Dottnerstag) derr 7. Septem!«er

1803.

Weshalb braucht Deutschland Kolonieen.*)

Wer die politischen Verhältnisse in Deutschland und die Ansichten unserer öffentlichen Meinung kennt, wird die obige Fragestellung vollkommen begreifen. Es ist zweifellos, daff es in unserem Vaterlande zur Zeit noch eine zwar ab­nehmende, aber immerhin beachtenswerthe Minorität giebt, die für Deutschland keine Kolonieen wünscht.

Soweit man bei unserem jetzigen Reichskanzler ein festes politisches Programm überhaupt erkennen kann, gehört Graf Caprivi gleichfalls zn den Gegnern der deutschen Kolonial­politik. Sollte eigene Tüchtigkeit und ein gütiges Geschick das Deutsche Reich erhalten und ausbreiten, so werden schon unsere Kinder diesen ablehnenden Standpunkt nicht mehr verstehen. Polirisch aber und für das Vorwärtskommen seines Volkes kann nur der eine werthvolle Bedeutung er­langen, der die Bedürfnisse der Gegenwart mit denen der Zukunft verbindet, nicht wer mit Rücksicht ans die Ver­gangenheit die Gegenwart zu hemmen versucht, wie Lenau singt:

Das Licht vom Himmel läßt sich nicht versprengen, Noch läßt der Sonnenaufgang sich verhängen.

In Deutschland trat eine zielbewnffte Kolonialpolitik erst hervor mit der Erwerbung Ostafrikas, und hieraus erklärt es sich auch, daß diese Kolonie dauernd im Vordergründe des Interesses steht. Hätte Deutschland sich mit Kamernn, Lüderitzland, Neu-Guinea und mit den Triebfedern und Motiven begnügt, die diese Kolonieen schufen, so besäßen wir die deutsche Kolonialpolitik nicht, deren wir uns zur Zeit erfreuen. Dieser neue koloniale Geist war auf seiner Höhe, als die deutsche Flagge von Berbern am Golfe von Aden um das Kap Gnardafni über Hohenzollernhafen bis zum Rovuma und auf den Komoren wehte. Freilich bereitete ihm die europäische Diplomatie einen schweren Rückschlag, dessen Wiedereinholnug zur Zeit aussichtslos ist.

Wer aber wollte leugnen, daß durch diesen neuen kolonialen Geist ein Zug ins Große in die Nation kam? Diese koloniale Ausbreitung war nur eine Fortführung der 1870 belhäligten Selbständigkeitsbestrebungen. Auf den Schlachtfeldern gegen Frankreich hatten wir uns die politische Einigung, den Kaiserthron und das Reich errungen. In Europa war damit der politische Traum unserer Väter er­füllt. Wir aber, die Söhne, mußten weiter hinanssehen über die Grenzen unseres Erdlheilcs. Ohne eigene Kolonieen blieb das Deutsche Reich wirthschaftlich unfrei, und ein sehr großer Theil unseres Nationalvermögens floß für koloniale Produkte au fremde Völker ab. Die Handelsstatistik weist hier ganz beträchtliche Zahlen auf. Genau wie die anderen Völker mußte sich Deutschland, wollte es nicht von jenen abhängig bleiben, in eigenen überseeischen Gebieten die un­entbehrlichen kolonialen Erzeugnisse zu schaffen entschlossen fehl. Linus meint, homo hospitatur sub novercante Cerere; in unseren Zonen lebe der Mensch als ein Fremdling, unter den Palmen sei seine eigentliche Heimath: habitat inter tropicos. Unsere volkswirthschaftliche Entwicklung giebt dem großen Forscher Recht, insofern wir für unsere Lebens­bedürfnisse eine große Menge tropischer Produkte einfach gar nicht entbehren können. Wirthschaftlich frei ist Deutschland aber erst, wenn es sich diese Produkte in eigenen Kolonieen selber baut.

Die eigenartige Entwickelung im Deutschen Reiche und die militärpolitischen Rücksichten auf unsere geographische Lage haben die Einleitung und Fortführung einer deutschen Wohlfahrtspolitik bisher wesentlich gehemmt. Die Wirlh- : schaftspolitik des Fürsten Bismarck beschritt zum ersten Male zielbewußt diese Wege. Dieselben sind aber seit dem Früh­jahr 1890 wieder verlassen, und von dieser Zeit an ruht der schwere Druck auf Handel und Wandel. Damit sinkt die Ernährungsfähigkeit Deutschlands für die durch die Ueberzahl der Geburten rasch zunehmende Bevölkernngsziffer. Die deutsche Auswanderung kann also nicht aufhören.

• ■; Geht diese Auswanderung in eigene deutsche Kolonial- fitbiete, so bleibt sie politisch und wirthschaftlich dem Mnlter- lande erhalten. Ohne großen Schaden zu leiden, kann also Deutschland, auch aus diesem Gesichtspunkte, eigene große überseeische Gebiete gar nicht entbehren. Nichts ist seit der Begründung des Deutschen Reiches wohl stiefmütterlicher behandelt worden, als die Auswanderungssrage. Am Rande unseres kleinen Kontinents erhoben sich bereits die Schranken unserer Staatskunst; darüber hinaus wurde der Blick nicht gewagt. Wie unter dem Banne der Ueberbleibsel früherer Zeit verzettelte man seine Kraft und sein Geschick an der Beeinflussung und Leitung möglicher Machtverschiebungen

t *1 Den vorstehenden Artikel hat der bekannte Kolouialpoliiiker Dr. Schroeder-Poggelow für den im August ds. IS. erschienene». Vom „Allgemeinen' deutschen Verbände" durch Karl Pröll heraus- Hegebenen „Kalender aller Deutschen" versaßt. Der Kalender, der vom Geiste eines warmen Patriotismus durchweht ist, wird sich lewiß viel Freunde erwerben.

in Europa; einen kühnen Griff in die Welt machte unsere Staatskunst nicht.

Mit kühler Resignation erlebten wir die Entstehung der Monroö-Doktriu, desPanslavismusund des Greater-Britain. Leichte Regungen eines Pangermauismus mürben von oben als verderblicher Chauvinisuius gebrandiuarkt und von der Opposition gleichzeitig lächerlich zn machen versucht. Und dennoch kann nur eine stolze, rein deutsche Politik uns Alle retten. Daß diese fehlt, erklärt allein den Wirrwarr unserer Tage. Würde die deutsche Reichspolitik, durchdrungen von dem Gefühle nuferer ßeiftuitgeti iit den letzten dreißig Jahren, das Deutschthnm auf der Erde wie eine Rasse zusammen­zufassen vermögen und zielbewußt demselbeu den nöthigen Ellenbogeiiraum zn verschaffen sich anschickeu, so würde auch unser häuslicher Hader verschwinden, und mit neuen, er­weiterten Aufgaben käme eine neue Zeit herauf.

Politische Tages K«ndschorr<

— Vorgestern hat im WahlkreiseKa ttowitz-Zabrze eine Ersatzwahl zum Reichstag stattgcfnuden. Sie hat, wenn auch, die Zahlen noch nicht vorliegen, ohne Zweifel mit großer Mehrheit für den bisherigen Vertreter, das Centrnmsmitglied AmtsgerichtSrath Lei och a entschieden. Nur ein sozialdemokratischer Gegenkandidat kam einiger- maffen ernstlich in Betracht. Der Wahlkreis war in den siebziger Jahren zweimal freikonservativ, sonst immer kerikal vertreten. Die jetzige Ersatzwahl war infolge der Vorgänge bei der Entscheidung über das Militärgesetz nothwendig geworden. Herr Letocha fehlte, obwohl im Hause anwesend, bei den zwei entscheidenden Abstimmungen, worauf er, im Zwiespalt mit vielen seiner Wähler und wohl auch seinem eigenen politischen Gewissen, fein Mandat niederlegte.

— Ein interessanter Versuch mit einem neuen Wahl­system tritt jetzt in Bel gicn mit der Verfassnngs- Revision ins Leben. Bisher war dort das Wahlrecht zum Abgeordnetenhanse von einem Census von mindestens 43 Frs. direkter Steuer abhängig. Jetzt wird das allgemeine Wahlrecht ohne Rücksicht aufSteuerleistniigeu eiugeführt, wodurch das bisher auf eine mäßige Zahl be­schränkte Wahlrecht allen volljährigen, ansässigen und un­bescholtenen Bürgern erlheilt wird. Dem steht ober eine sehr bebeuteube Beschränkung in der Gleichheit des Wahl­rechts gegenüber. Zwei bis drei Stimmen stehen den Familieuhänptcrn, den Besitzern von Grundstücken oder Sparkassenbüchern von einem bestimmten Werth sowie den Inhabern von Zeugnissen über den Besuch mittlerer und höherer Schulen zu. Die Stimmabgabe ist obligatorisch. Es ist ein merkwürdiger Versuch, die Forderuirg des all- gemciuen Wahlrechts mit der Rücksicht auf einen stärkeren Einfluß von Bildung und Besitz in der parlamentarischen Vertretung in Einklang zu bringen. Das Gesetz ist nach langjährigen großen Schwierigkeiten mit bedeutender Mehr­heit zn Stande gekommen.

— Im englischen Streikgebiet kam es gestern zn schweren Ausschreitungen. In Mexbro (Iorkshire) zogen 600 ausständige Bergleute nach der Wath-Grube, vertrieben die dort beschäftigten Arbeiter unb drängten die Polizei zurück. Darauf zertrünimerlen sie die Fenster, zerrissen die Grnbenbüeher, verbrannten die Möbel in den Bureaus und zündeten schließlich die dort lagernden Kohlenhanfen an. — In Farnley mißhandelten die Streikenden den Grubendirektor mit Stockschlägen, auch ein anderer Mann wurde schwer verwundet. Die Polizei zerstreute die Menge, wobei ein Polizeiageirt verwundet wurde. Rach zahlreichen Ortschaften von Derbyshire, Notthingham, Dorkshire, wo Ausschreitungen befürchtet werden, sind Polizeiverstärkungen und Militär entsandt. In Mexbro zogen die Streikenden vor eine Wirthschaft, deren Eigenthümer mehrere Tonnen Bier preis­gab, und machten darauf einen neuen Angriff auf die Gruben von Walh. Sie zündeten alle Grubeugebände an und versuchten die Schächte in Brand zu setzen, indem sie brennende Eimer hinabwarfen. Die Verluste werden auf mehrere Tausend Pfund Sterling geschäht. Es wurden zehn Verhaftungen vorgeuommen. — Nach einer Meldung des „Berliner Tageblatt" ans Pontypridd ist der Streik in Süd-Wales beendet. Die Bergleute nahmen am Mitt­woch die Arbeit wieder ans.

Nom Kaiser-Manöver.

Metz, 6. Sept. Nachdem in der Nacht ein Zusammenstoß mit Kavallerie bei Bnsendorf stattgefuudeu, wurde» beute die Manöver nördlich Tetercheu fortgesetzt. Der Kaiser hatte sich mittels Souüerzugs von llrville dorthin begeben, die Fürstlichkeiten waren mit einem Zuge von hier aus nach dem Manöverfeld ge­fahren. Das erste Zusammentrefien fand um 10 Uhr Vormittags statt. Das 8. Corps versuchte von Tromborn aus die günstige Stellung, welche das 16. Corps nördlich von Teterche» inne hatte, zu forciren, wurde jedoch abgewieseu. Hauptsächlich fand Artillerie­kamps statt, schließlich ging das 8. Corps zum Bajonettangriff über, der abgeschlagen wurde. Um 12 Uhr war Kritik, bann wurde das

Gefecht abgebrochen. Die Kavallerie kam bei dem für sie un­geeigneten Gelände zu keiner Verwendung in größer»: Maßstabe. In Teterche» waren Bahnhof, Straßen und Hänser reich geschmückt. Um 2 llhr fuhren die Fürstlichkeiten »ach Metz zurück. Der Kaiser begab sich wieder nach llrville.

* ... *

Der Trinkspruch des Kaisers bei der gestrigen Pruuk- tafel nach dem Manöver hatte folgende» Wortlaut: „Der gestrige Tag, meine Herren Generale, führte uns mit dem größte» Theile Ihres Coips zunächst zu der ernste» Stunde des Feldgottesdieustes, in welchem wir unfern Dank dem Lenker der Schlachte» aus- sprache», daß er uns bis hierher geführt, de» Dank, daß er uns geholfen und dieses schöne Stuck Erde, dereinst Deutschland ge­hörig, bei» Deutschen Reiche wieder eüiberkibt hat. Sodann zogen wir hi» zu dem Denkmal Kaiser Wilhelm? I. Die ernsten Blicke der Mannfchasteu zeigte», wie tief ergriffe» sie von dem Momente wäre»: vor uns die alte» Höhen, mit ihre» Besten gen Himmel ragend, und ringsherum ein blutgedüngter historischer Bode». Am heutigen Tage hat das 16. Armeecorps seinen Ehrentag gefeiert, indem es ans die eifrige, unermüdliche Friedensarbeit in der Parade feine Krone setzte. Ich wiiniche Ihnen, mein lieber Gras Häseler, Glück zn dem heutige» Tage und danke Ihne» unb dem gefnmmteu Armeecorps für ben hingebenben Eifer unb Fleiß, den Sie daran gewandt habe», nm z» dem schönen Ergebnisse zu komme». Sie habe» die Ehre gehabt, nicht nur meine Zufriedenheit sich zu er- luerbeu; das Corps hat vor de» Augen durchlauchtigster Pettern von mir vorbeibefiliren dürfen, darunter zwei Heerführer, denen es vergönnt war, unter dem Oberbefehl meines hochseligen Herrn Großvaters den Feldmarschallstab vor dem Feinde sich zu er­werbe», das Herrlichste, was einem Soldaten blühen kann. Indem ich für die erfolgreiche Arbeit dem Corps meine vollste Anerkennung und meinen kaiserlichen Tank ausspreche, ergreife ich zn gleicher Zeit die Gelegenheit, dem Corps meine besondere Zufriedenheit zu erkennen zu geben, und um auch unter den Lothringern em Regiment z» haben, welches in unmittelbarer Verbindung mit meiner Person steht, erkläre ich mich hiermit zum Chef des aller- jüngste» Regiments meiner Armee, des 145., welches am heutigen Tage besonders gut bestanden hat. Sie möge» daraus erkennen, daß das 16. Corps, welches die Ehre bat, die Wacht au der Grenze der Marken z» halten, meinem Herze» »ich: weiter steht als jedes andere. Ich erhebe mein Glas und trinke auf das Wohl des Kommandirende» und der sämmtlichen Truppe» des 16. Armeecorps. Hurrcch! — nochmals Hnrrah! — unb zum dritte»Mal Hnrrahl"

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Vemerkenswerth ist die Rede, welche der B i scho f von Metz beim Empfange in llrville hielt. Sie lautet: „Eure Kaiserliche Majestät mögen mir gnädigst gestatten, Allerhöchstderselben im Namen der Geistlichkeit der Diözese Metz und in meinem eigenen Namen unsere Hnldigmig darzubringen. Die Ehre, welche unserem Lande durch ben Besuch des deutschen Kaisers zu Theil wird, schätzen wir nmso Höher, well Eure Majestät eilten eigenen Wohnsitz in Lothringen haben wollen, und wir freuen uns dieses Umstandes wegen ganz besonders, weil Eurer Kaiserlichen Majestät die Gelegen­heit dargeboten wird, mit unserem Volke in engere Beziehung zu treten, dessen friedlichen, arbeitsamen und religiöse» Sinn kennen zu lernen und demselben Allerhöchst Ihr väterliches Wohlwollen eut- gegeuznbringe». Was die GeistlichkeitLothringeiiS anbetrifft, möchte ich Eure Kaiserliche Majestät bitten, uns nicht nach dem, toaS scindlich gesinnte Blätter gegen uns in die Welt ansstreuen, sondern nach unserer Handlungsweise gütigst benrtljeilen zu wollen. Unser vorzügliches Bestrebe» geht dahin, jene verderbliche» Lehren, welche die menschliche Gesellschaft untergraben, und was dazu führt, wie Genußsucht und Zügellosigkeit, von unserem Volke fernziihalten durch die Pflege der Religion unb der guten Sitten. Dadurch hoffen wir, dem Deutschen Reiche nach Vermöge» »ützlich zu werden und die hohe Anerkennung unseres Kaisers zu verdienen." Der Kaiser dankte daraus, besonders sürdas, was der Bischof von dem Wirke» der Geistlichkeit gegen die sozialen Umtriebe gesagt hatte. Seine Unterhaltung mit bcm Papste bei ber letzten Rom- reife habe sich auch vorwiegend um diese Frage gedreht. Die llm- sturzlehreu vom Volke sernznhalteu, sei sei» vorzüglichstes Ziel, er fei Jedem dankbar, der ihm dabei behülflich fei.

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Wie schon in Kürze telegraphisch initgetljeilt wurde, brachten am Dienstag Früh 200 italienische Arbeiter, welche der Architekt Becker in Metz bei den ihm übertragenen Kasernenbanten beschäftigt, dem Kronprinzen von Italien eine Huldigung dar, kurz bevor der Prinz sich zur Kaiserparade begab. Die Arbeiter ent­sandten eine Deputation von fünf Mann, die vom Kronprinzen von Italien gleich in Audienz empfangen wurde. Der Sprecher der­selben überreichte eine Adresse folgenden Inhalts in italienischer Sprache: „Ew. Königlichen Hoheit nahen sich die in unb um Metz lebenden italienische» Unterthanen mit der nnterthäuigsten Bitte, dem Sohne ihres Königs und Thronerben ihres Vaterlandes ihre ehrfurchtsvollen Grüße barbriiigeti zu dürfen. Seit Jahren wenden sich unsere Landsleute in großer Zahl nach dem gastfreundlichen Deutschland, wo sie unter dem Schutze einer mächtigen und wohl- wolleudeti Regierung lohnende Arbeit finden. Dieses Fernsein von der Heimath beeinträchtigt jedoch in keiner Weise ihre Verehrung unb Treue zum angestammten Herrscherhanse nnd ihre Liebe zum Vaterlande. An dem Tage, da wir so glücklich sind, Ew. Königl. Hoheit an ber Seite des mächtige» Bundesgenossen^ Italiens zu sehen unb zu begrüßen, drängt es uns, dielen Geiuiunugen be­sonderen Ausdruck zn geben. Wir bitten daher Ew. Kömgl. Hoheit gehorsamst, Sr. Majestät nnserm König von diese» uniern Ge­sinnungen Kenillniß zu geben, zugleich aber and: Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm II. den Ausdruck unseres aufrichtigen Dankes für den mächtigen Schutz, dessen sich untere Landsleute in allen Theilen des großen Deutschen Reiches zu erfreuen haben, zu übermitteln. Ew.'Königl. Hoheit aber wünschen wir, daß die Tage, an denen Hochdieselben innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches weilen werden, eine Fülle von Freuden bringen und Gottes mächtiger Schutz Sie auf Ihrem ganzen Lebenswege begleiten möge.“ Der Kronprinz zeigte sich sehr erfreut über den sinnigen Huldignngsakt. Er dankte den Arbeitern, die in ber Fremde sich treuen Unter» thanensinn bewahrt hätten, und gab die Zusicherung, seinen könig­lichen Vater unb dessen hohen Verbündeten, den deutschen Kaiser, von der ihm dargebrachten Huldigung inKeuntniß setzen yt wollen. Bald darnach, auf dem Wege zur Parade, fuhr der Kronprinz die Reihen der seiner harrenden Arbeiter ab nnd erwiderte mit freund­lichem Gruße die stürmischen Evvivaruse, die ihm dargebracht wurden.