Abend-Ausgabe
iksbadenrr Sagblatt
41. Jahrgang.
Erscheint in zwei Ausgabe«. — Bezugs-Preis: fl» Pfennig inenatlech für beide Ausgaben zusammen. — Der Bezug kann jederzeit begannen werden.
Verlag: Langgafle 27.
t2,OOO Abonnenten.
Anzeigen-PreiS r
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.
K-. 413.
Montag, den 4. September
1893.
IHr den Wloncrt September!
Der Berug
des täglich in zwei Ausgaben erscheinenden
„Mlesstadeuer Tagstlatl"
mit seinen 7 Gratis-Beilagen (darunter die „Illuftrirle Kinder-Zeitung") = monatlich 50 Pfennig == kann jrdrrrrik begonnen werden. Man bestelle sofort.
Politische Tages-Rundschau.
— Die Sedanfeier ist in einer großen Reihe von deutschen Städten in der üblichen Weise festlich begangen worden. Das Wölfische Telegraphen-Bürean bringt Festberichte aus Potsdani, Breslau, Posen, Dresden, Leipzig und Weimar. Auch in zahlreichen anderen Städten und Ortschaften ist der Sedantag in gleicher Weise gefeiert worden.
— Der vor einigen Tagen in Stuttgart abgehaltene allgemeine Verciustag der dentschen landwirthschaftlichen Genossenschaften hat ein recht erfreuliches Bild von dem fruchtbaren Wirken des Genossenschaftswesens in der Landmirthschaft und von der stetig fortschreitenden Verbreitung desselben gegeben. Es ist dies umso be- merkenswerther, als die neuerdings auch in den landwirih- schaftlichen Kreisen durch eine theilweise mit höchst demagogischen Mitteln arbeitende Agitation gepredigte Lehre von der WundeMiacht der staatlichen Gesetzgebung wohl die Befürchtung «egen konnte, daß dadurch die Bestrebungen zu einer VerbeAerung der Lage der landwirthschaftlichen Bevölkerung a»s eigener Kraft gelähmt werden würden. Der unbefangene Beurtheiler wird sicherlich nichts dagegen einwenden, wenn die Landwirthe sich zusammenthun, um den Gang der Gesetzgebung möglichst in ihrem Interesse zu beeinflussen; aber es würde der Landwirthschasl und insbesondere der bäuerlichen Bevölkerung zu schwerem Schaden ausschlagen,« wenn man sich daran gewöhnen wollte, alles Heil von der Gesetzgebung allein zu erwarten. Unter dem Beifall der in Stuttgart Versammelten hat der hessische Kreisrath und Landtags- Abgeordnete Haas dem „freudigen Bewußtsein" Ausdruck gegeben, „daß die genossenschaftlich-organisirte Selbsthülfe immer noch eins der besten Mittel zur Hebung der Land- wirthschaft sei", und er hat sogar den Satz aufgestellt: „Inder deutschenLandwirthschaft wird starkes Genossenschaftswesen sein, oder die deutsche Landwirthschaft wird nichts sein." Daß diese hohe Werthschätzung des landwirthschaftlichen Genossenschaftswesens nicht etwa auf grauer Theorie beruht, zeigen die aller Welt bekannten Thatsachen. Nicht nur die Bildung von landwirthschaftlichen Kreditvereinen und Genossenschaften zu gemeinsamem Bezug von Rohstoffen, namentlich von Dungmitteln und Samen, hat einen erstaunlichen Umfang gewonnen, sondern auch die auf dem Gebiete des Handwerks und der Industrie mit so großen Schwierigkeiten und Hindernissen umgebene Form der Produktivgenossenschaft hat in der Landwirthschaft zu den schönsten Erfolgen geführt. Ueberaus lehrreich war das in der Stuttgarter Versammlung gegebene Bild von der großartigen Entwickelung, welche das land- wirthschaftliche Genossenschaftswesen in Württemberg im Laufe zweier Jahrzehnte gewonnen hat, lehrreich besonders deshalb, weil man es dort ganz überwiegend mit einer Bevölkerung von selbständigen Bauern zu thun hat. Der Großgrundbesitzer als solcher hat an dem Genossenschaftswesen naturgemäß ein geringeres Interesse; überall aber, wo die Verhältnisse ähnlich liegen wie in Württemberg, kann das Beispiel dieses Landes nicht genug empfohlen werden. Je umfassender und kräftiger die landwirthschaftlichen Genossenschaften sich entwickeln, umso vielseitiger wird auch ihre Fruchtbarmachung für die verschiedensten Zwecke werden. Die in Stuttgart angenommenen Resolutionen über die Berwerthung der Genossenschaft zur Erzielung eines rationellen Viehverkaufs, zur Viehvcrsicherung, zum gemeinschaftlichen Butterverkauf find Fingerzeige dafür. Möge die Zuversicht, welche die Stuttgarter Versammlung beseelte, eine gute Vorbedeutung für den weiteren segensreichen Fortgang des Genossenschaftswesens sein!
— Während noch im Laufe des Septembers die Be- rathungen über die vom Bundesrach zu erlafienden Ausnahmebestimmungen für die Sonntagsruhe in Industrie und Handwerk diesen beschäftigen sollen, sind, wie die „Berl. Pol. Nachr." mittheilen, einzelne Regierungen von Bundesstaaten bemüht, einheitliche Grundlagen aufzustellen für die künftigen Erlasse der höher» Verwaltungsbehörden, die sich auf die Ausnahme für Gewerbe beziehen sollen, deren vollständige oder theilweise Ausübung an
Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesem Tage besonders hervortretender Bedürfnisse _ der Bevölkerung erforderlich ist. So wird im preußischen Handelsministerium gegenwärtig an diesen Grundlagen gearbeitet, nachdem eine zweimalige Befragung der Provinzialbehörden und die Besprechungen dieser mit den Interessentenkreisen vorhergegangen sind. In andern Bundesstaaten wiederum und namentlich in den kleinern gehen die Verwaltungsbehörden unmittelbar mit der Befragung der Interessenten über von ihnen selbst entworfene Vorschriften vor. Jedenfalls ist auch nach dieser Seite hin, bei der hauptsächlich Gewerbszweige wie Bäckerei, Barbier- und Friseurgeschäfte, Buchdruckerei, Schlächterei, Gärtnerei u. a. in Frage kommen, dafür gesorgt, daß, bevor die in Aussicht genommenen Ausnahmebestimmungen von der allgemeinen gesetzlichen Anordnung in Kraft treten sollen, den Interessentenkreisen Gelegenheit gegeben wird, sich zu den Vorschriftenentwürfen zu äußern.
— Eine Kieler Zuschrift au die „Magd. Zig." warnt davor, die bekannte Spionenangelegenheit vorzeitig ernsthaft zu nehmen: Die Durchsuchung der Kajüten und Reiseeffekten der Verdächtigen habe keineswegs das belastende Material ergeben, das ohne Weiteres die Schuld der Verhafteten derart darthue, daß eine erfolgreiche gerichtliche Prozedur außer Frage stände. Photographische Platten mit Aufnahmen beispielsweise seien nicht gefunden worden, sondern nur photographische Apparate zur Herstellung von Negativaufnahmen. Der Fund der Polizei beschränke sich auf eine einzige, überall im deutschen Buchhandel erhältliche Karte von Helgoland, ans der eine flüchtige Bleistiftskizze die Befestigungsanlagen auf Helgoland an- beilte. Ferner seien kleine Papierabriffe gefunden, die ebenfalls äußerst fliWige Bleistiftskizzen aufwirsen, die anscheinend Befestignngslinien darstellteu, von französischen, bislang unaufgeklärten Notizen begleitet.
— Die Wuih der Franzosen über die Abreise des Prinzen von Neapel nach Deutschland äußert sich in immer widerwärtigerer Weise. Ein großes Pariser Blatt ist schon dazu gelangt, daß es in einem Leitartikel das Haus Savoyen als „untergehende, moralisch verkrüppelte Rasse" zu kennzeichnen versucht. Dieses ebenso alberne wie gemeine Vorgehen wird wenigstens das eine Gute haben, daß es den Italienern über die Gesinnungen der Franzosen durchaus keinen Zweifel mehr läßt, — wenn das nach den bekannte» Vorgängen der letzten Wochen überhaupt noch erforderlich sein sollte.
— In Belgien ist das Gesetz über die Umgestaltung der Verfassung nunmehr unter Dach und Fach gebracht. Nachdem zwischen beiden Kammern ein Kompromiß abgeschlossen worden war, erledigte nunmehr der Senat die Frage seiner eigenen Reform. Der Census für die Wählbarkeit wurde auf viertausend Francs rednzirt. Die Provinzial- räthe haben schließlich freie Wahl für ein Drittel der Senatoren, die sie zu wählen haben.
— Wie schon gemeldet, hat das englische Unterhaus die Homerule-Bill Gladstones, jenes Gesetz, welches den heißblütigen Irländern das seit Jahrzehnten stürmisch verlangtepolitische Selbstverwaltungs-Systemgewährleisten soll, unter dem Jubel der Anhänger des „großen alten Mannes" endgültig angenommen. Im Oberhaus wurde das Gesetz in erster Lesung zwar ebenfalls genehmigt, jedoch hält man es für sicher, daß die Lords schließlich zu einem ablehnenden Votum kommen werden. Was dann werden wird, ob eine Auflösung des Unterhauses folgt, oder in welcher anderen Weise Gladstone seine Pläne durchzusetzen Willens ist, muß abgewartet werden.
— Das Revolutiönchen in Spanien, die in den baskischen Provinzen vor einigen Tagen stattgefundenen Straßenkrawalle, hatte seinen Grund darin, daß einige alte, nicht mehr zeitgemäße Vorrechte derselben endlich aufgehoben werden mußten, womit die Bevölkerung jedoch nichi einverstanden war. Die Regierung spricht den Unruhen zwar jede politische Bedeutung ab, aber Andere wittern hinter den Vorgängen einen carlistischen Putsch. Inzwischen wird von Madrid aus versichert, daß die Erreguiig in Navarra sich vollständig gelegt habe. Die Königin-Regentin hätte in San Sebastian eine Spazierfahrt unternommen, wobei ihr Huldigungen dargebracht wurden. In Burgos und Leon, wo die Einführung von Generalkapitän-Bezirken verfügt wurde, hätten Kundgebungen zu Gunsten der Regierung stattgefunden. In Valencia herrsche völlige Ruhe.
Non den Kaiser-Manöver» bei Trier und M-h.
Trier, 2. Sept. Trotz des stolzen Sinnspruchs an einem der ältesten Bauten: „Ante Romani Treviria stetit annis mille trecentis. Perstet et aetema paee fruatur. Amen“ (Eher als Rom stand Trier um tansenddreihimdert der Jahre. Möge es fürber besteh'«, ewigen Friedens sich freu'«) hat sich die altehrwürdige Moselstadt Trier
und ihre Umgebung seit einigen Tagen in ein bunt bewegtes „Kricgslager" des 8. (rhein.) Armeecorps verwandelt, das jedoch gottlob nur dem „Krieg im Frieden" angchört und sonnt dazu beitragen kann und wird, obigem Distichon am „Rothen Hause" auch fürderhin in seinem Schlußsatz seine schöne Wahrheit zu verleihen. Leider hat jedoch der heutige Kaisertag Triers in Bezug auf das „Kaiserwetter" nicht seinem altbewährte» Ruf Ehre gemacht. Seit dem frühen Morgen rieselte ein seiner, und gerade deshalb nnangenehnl wirkender Landregen auf die dcni nahen Paradcfeld bei Euren zuströmeuden Truppenkoloniien im Paradeschmuck und die sie zn Tausenden begleitenden, von Nah und Fern herbcigeeilten Zuschauer hernieder. Erst gegen 10 Uhr hatte der Himmel ein Einsehen und klärte sich gerade während des Einzugs des Kaisers in Trier an der Spitze der Fahnencompaanie — um 1 Uhr — insoweit auf, daß die Sonne die Schäden, welche oer Rege« der Paradegarnitur und den Festgewänderii von Kriegervereinler», Ehreninngfrauen und Honoratioren von Stadt und Land verursacht, noch wieder heilen konnte. Wir dürfen bei unfern Lesern das Bekanntsein mit der eigentlichen Parade-Ausstellung und den mannigfachen Bestinnnungen und Vor- kchriiugeii einer Kaiserparade vorausznsetzen und möchten daher hier nur in kurzen Zügen ein Bild des aliziehendeu Schauspieles, das in allen seinen Tljeileu programmmäßig verlief, entwerfen. Wohl selten giebt's und kann es einen passenderen Paradeplatz geben, als den etwa drei Kilometer westlich Trier bei Eure« im ebenen, von hohen und bewaldeten Usern eingcrahmte» Moselthale. So bot denn auch die in zwei Treffen formirte Parade-Ausstellung mit ihren laugschimmernden Linien und den im Winde flatternden Lanzenfähnchen von sechs Kavallerie-Regimentern, den weithin schallenden Marschweijen und den Hurrah-Rnfen von Tausenden von Soldaten einen imposanten Anblick dar. Kaiser und Kaiserin, letztere hatte cs sich nicht nehmen lassen, trotz des Regenwetters zn Pferde zn erscheinen, trafen pünktlich uni 9'/- Uhr vor dem rechten Flügel der Truppe« ein nnd ritten in langsamem Schritt die Honneurs erweisenden Fronten ab. Ueberaus glänzend nahm sich die Suite aus, in der besonders die fremdländischen Offiziere anffielen. Gleich seinem kaiserlichen Gastgeber hatte auch der Kronprinz von Italien über seiner Husaren-Unifornr den grauen Paletot angelegt. Während der Kaiser prüfenden Aicaes Haltung und Aufstellung der Truppen mnsterte, hielt sich der Prinz von Neapel an der Seite der Kaiserin. Dem Abreite« der Fronten schloß sich der Vorbeimarsch der Truppen an, bei welchem der Kaiser, den Sabel ziehend, das dem Armeecorps zugetheilte Königin Angnsta-Garde-Grenadier- Regiment, dessen Uniform der Herrscher auch angelegt hatte, seiner hohen Gemahlin vorführte. Regiment ans Regiment folgte und zog mit entfalteten Feldzeichen vor dem Kaiserpaar und seinem hohen Gaste vorüber. Besonders feierlich gestalteten sich immer die Momente, wo hohe Chefs ihre Regimenter vorbeiführten. So Fürst Leopold von Hoheuzollern das Füsilier-Regiment Fürst Anton von Hohcnzollern Nr. 40, dessen Parademarsch und Haltung besonders vortheilhast anffiel; so der Grobherzog Karl Alexander von Sachsen-Weimar sein Kürassier-Regiment Graf Geßler Nr. 8; so der Prinz Leopold von Bayer» sei» Dragoner-Regiment Nr. 7 nnd der greise General der Infanterie v. Strubberg das Infanterie- Regiment Graf Werder. Auch beim zweiten Vorbeimarsch der Infanterie, welcher in Regimentskolonne mit den drei Feldzeichen vor der Front erfolgte, sprengte der Kaiser, von tausendstimmige» Hochs von Seite» dcrTribü»e»bes»cher begrüßt, vor das Regiment feiner hochseligen Kaiseriu-Großmiitter nnd führte eS dröhnenden Schrittes der Kaiserin und der de» oberste» Kriegsherr» salutirendcn Suite vor I» flottem Trab-Tempo schlossen dann der Infanterie die Laiizen- reiter nnd die Artillerie sich an, bei denen Ruhe im Tempo und Haltung von Pferd und Reiter gleich vortheilhast auf den Zuschauer wirkten. Der Parade folgte eine längere Kritik des Kaisers, von der wir höre», daß sie außerordentlich anerkennend und schmeichelhaft für die Truppen ausgefallen ist. Nachdem der Kaiser dann noch die auf dem Platze aufgestellten Kriegerveceine — ein Theil derselben säumte auch die Chaussee «ach Trier ei» — begrüßt, ihre langgezogenc Front abgeritten und an viele der alte» Krieger, etwa 4000, huldvolle Worte gerichtet hatte, erfolgte der Einzug des Kaiserpaares in die geschmückte Augusta Treverorum. Während die Kaiserin sich zu Wagen in die Stadt begab, um im Hanse des Regierungspräsidenten die Toilette zu wechseln, zog der Kaiser an der Spitze der Fahnencompagnie der 16. Division, von Tausende» bearüßt und uuijauchzt, in die Stadt ein. Der Durchzug des Kaiserpaares durch die Stadt war großartig. — Der Oberbürgermeister macht durch Anschlag den Dank des Kaisers bekannt.
* * *
Coblen», 8. Sept. Der Kaiser ist gestern bei strömendem Rege» um 4 Uhr 20 Minute» von Trier hierher zurückgekehrt. — Der Kronprinz von Italien, dessen Besuch ursprünglich 8 Tage dauern sollte, bleibt bis zum 14. d. M. nnd besucht auch Karlsruhe. — Der Kaiser ist mit seinem ganzen Gefolge um 6"/« Uhr nach Metz abgereift. Die Kaiserin besuchte den Gottesdienst in der Schloßkirche und fuhr um 8 Uhr 40 Mi», nach Homburg v. d. H. * *
Metz, 3. Sept. Ter Kaiser kam mit dem Krouprinzeu von Italien um 10»/« Uhr in Devaut les Ponts au und wurde auf dem Bahnhöfe vom Großherzog von Baden, dem Prmzregeuten Albrecht von Braunschweig, dem Prinzen Leopold von Bayern und dem Reichskanzler Graf Caprwi, welche kurz vorder mitSonderzug daselbst eingetroffc» waren, empfangen. Ferner waren zum Empfange der Statthalter Fürst Hohenlohe, der kommandireude General des 16. ArmeecorpL, General der Kavallerie Graf v. Haefeler, und die Generalität anwesend. Der Kaiser trug Garde-Hnsaren-Umform, der Kronprinz von Italien diejenige des 1. Hessischen Hnsaren- Regimeuts Nr. 13. Nachdem der Kaffer die Ehrencompagnie des 17. Regiments abaeschritten nnd vor dem Bahnhofe der Vorbeimarsch derselben erfolgt war, bestieg er mit dem Kronprinzen den Wagen nnd fuhr, gefolgt von den anderen Herrfchaste», unter den Zurufen der zahlreich zusammengeströniten Bevölkerung nach dem Exercierplatz Ban St. Martin znm Feldgottesdienste. Daselbst waren etwa 8000 Mann in feldmarschmäßiger Ausrüstung im Viereck aufgestellt. I» der Mtte des Viereck«, dem Kaiserzelt gegenüber, war ein Altar errichtet. Der Kaiser und die anderen fürstliche» Personeu woh»tcn im Kaiserzelt stehtnd dem bis 11'/-Uhr währende» Gottesdienste bei. Der Kaiser setzte sich alsdann an die Spitze der Truppe» und hielt unter dem Geläute sämnttlicher Glocken nnd unter den Hochrufen der Bevölkerung den Einzug in die Stadt. 7000 Schulkinder und 4000 Mitglieder von Vereinen
