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Äbend-Ausgabe

Verlag: Laiiggasse 27

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1893

Mittwoch, dc» 16. Anzug

Po. 380

I

Zur Frage der Antwerpener Welt-

AnssteLmrg

Wie dieBerliner Politischen Nachrichten" dieser Tage

etc.

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1532S au$ um Erzeugnisse des deutschen Knust- und Klein­

gewerbes. Bisher sind in Belgien deutsche Erzeugnisse

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in der bessere« belgischen Gesellschaft noch immer den Nnf,

T M Ctapelartikel ß]|, | sichren. Bes

ztvar solider, aber wenig gefälliger Art zu

Bestimmend hierfür war das Üeberwicgcn des

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legenheit feilte« Laitdcrhunger zu stillen, auch in beit höchste» Breiten, wo die Robbe nnt Eismeer ihr stumpfsinniges Dasein fuhrt, fühlt sich der nordische Bär sehr leicht auf bie Füße getreten. So ist denn auch die Behri ngs- mecr-Frage zu einer langwührenden Streitfrage zwischen den verschiedenen bethciligtenMächten geworden. Ein in Paris zusainmengetreteneS Schiedsgericht hat nun gestern sein Urtheil gefällt. Dasselbe besagt: 1) Rußlanb hat niemals bis zu diesem Augenblick Alaska oder das ausschließliche Recht der Robbenfischerei in deni Behriugsmeer jenseits der gewöhnlichen Grenzen des Küstengebiets an die Vereinigten Staaten von Amerika abgetreten. 2) Großbritannien hat Rußland geginiber das Recht einer ansschließlichen Gerichts­barkeit über die Fischerei im Behringsmeer weder anerkannt noch bewilligt. 3) Das Behringsmeer ist einbezogen in den BegriffGroßer Oceau", welcher in dem Ver­trage vom Jahre 1825 zwischen Großbritannien und Ruß­land näher bcstimmt wurde und nach welchem Vertrage Ruß­land weder das ausschließliche Recht der Jurisdiktion im Behringsmeer, noch das ansschließliche Recht der Robben­fischerei außerhalb der gewöhnlichen Grenze« des Küsten­gebietes aiisgeübt oder besessen. 4) Alle Rechte Rußlands in dem Theile des Behringsmeeres östlich der in dem Ver­trage zwischen den Vereinigten Staaten und Rußland vom März 1867 festgestellten Seegrenze sind vollständig an die Vereinigten Staaten übergegangen. 5) Den Vereinigten Staaten steht feilt Recht des Schutzes oder des Eigenthums zu auf diejenigen Robbe«, die sich auf den den Vereiitigten Staaten gehörigen Inseln im Behringsmeer aufhalten, wenn diese Robben sich außerhalb der gewöhnlichen Grenze von drei Meilen befinden. Das Schiedsgericht setzt so­dann in mehreren Artikeln ein Reglement fest zum Schutze und zur Erhaltung der Robben int Behringsmeer außer­halb der Grenzen der Jurisdiktion der respektive» Re- giernngeii.

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bester Gute wenn man absehen will von Eau de Cologne, Etollwerckseher Chokolade u. dcrgl. ziemlich unbekannt geblieben. Der so bedeutende deutsche Ezchorthandel genießt

Pariser Geschmacks. Aber auch in diesen Gcschmackssragcn äußert sich die Politik.

'mttheilten, hat die rheiuisch-westphälische Industrie in ihrer überwiegenden Mehrheit abgelehnt, die int nächsten Jahre in Antwerpen stattfindende Welt-Ausstellung zu beschicken. Die Ausstellungsmüdigkeit unserer Industrie ist bekannt ettb erklärlich genug; im vorliegenden Falle aber ist sie ßhr bedauern, und wir hoffen, daß die Weigerung keine llidgültige fein werde. Wenn es je ans fremdem Boden eine Ausstellung gegeben hat, deren Beschickung int dentsch- : nationalen Interesse lag, so ist es diese Antwerpener. Die Verkennung dieser Thatsnche ist nur ans dem voll-

Eine gutgeleitete deutsche Kunst- und Gewerbe-Ab­heilung auf der Antlverpener Ausstelluug könnte da viel rkeu.

Wir freuen uns deshalb zu hören, daß der Allgemeine rutsche Verband auf die Anregung seiner Antwerpener rtsgruppeu hin beschlossen hat,int Hinblick auf die rderuug, welche der Stellung unserer Landslente in giert aus einem glänzenden Gelingen der deutschen Ab­heilung dieserAntwerpener Welt-Ausstellung erwachsen muß", as Unteritehincn mit allen Kräften zu unterstützen. Ein s den Ortsgruppen des Verbandes und namhasteit 'industriellen bezw. Parlamentariern bestehender Ausschuß ist der Bildung begriffen. Es wäre recht dringend zn wünschen, daß dieser sich zn einem bleibende« Ausschuß ürusmachsen möchte, der endlich einmal eine Regelung des Sanzen Ausstellungswesens nach einheitlichen und weit» i blickenden Gesichtspunkten, entsprechend den dcutscheit ; Interessen, herbeiführte.

E Seine nächste Aufgabe allerdings wird einfach sein. Es km die ausgesprochene Abficht des AntwerpenerAnsstellnngs- 1 Ausschusses, die von Chicago heimkehreiiden Ausstellnngs- »«cgenstände nach Antwerpen zu ziehen. Dem entsprechend k^währt der Antwerpener Geschäftsplan bett' Chicagoer putschen Ausstellern besonders günstige Bedingungen. Wir Wßten nicht, warum man deutscherseits den Antwerpener Wünschen nicht entgegenkommen sollte. Wenn dem von runderer Seite entgegengehalten wird, daß es sich mit

9t iung, itet.

er,

ständigen Mangel an einheitlicher Leitung und zielbewußter Initiative zu erklären, der sehr im Gegensätze zu ein­zelneu Bundesstaaten, nameiulich Württemberg in der Reichsregierung bezüglich des Ausstellnngswesens herrscht. W Der glänzende deutsche Erfolg auf der Chicagoer Wclt- " usstellung, dessen politische Bedeutung wir ja nicht ver­kennen wollen, wird schwerlich zu praktischen Ergebnissen führen, die im Verhältniß zu de« ungeheuren ausgeivandten - Kosten stehen. Hingegen bietet Belgien gerade in seiner fetzigen Stellung zu Frankreich und Teutschlaiid einer ulscheit Beschickung der Antwerpener Ausstellung die ürgschaft glänzeuden praktischen Erfolges. Frankreich hat es abgelehnt, die Antwerpener Ausstellung zn beschicken, und diese französische Ablehunug hat erfreulicher Weise aufs Reue dazu beigetrageu, BelgieusAnfmerksamkeit 'auf Dcnlsch- lanb zu lenken.

> Es braucht ferner nur daran erinnert zu wurden, daß rch den Tarif Mellin der belgischen Industrie der fran- sische Markt völlig abgeschniiten ist. Die Nückwirknngen önnen unmöglich ausbleiben und luerbcn sich in einer erdränguug französischer durch deutsche Artikel äußern, wenn Deutschland cs versteht, den Augenblick zn nützen und dem belgischen Bedürfniß richtig eulgegenziikommen. Es wird sich dabei nicht lediglich nm Erzeugnisse groß- industrieller Masseiidarstellnng handeln, soiideru insbesondere

is. Jahrgang.

Erscheint in zwei AnSgnbcn. Vezugs-Preiü-. 50 Pfennig monatlich für beide Ausgaben zusammen. Der Bezug kann jederzeit be­gonnen werden.

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Die Herbstparndr

leitet auch in diesem Jahre die Manöver ein und hat am gestrigen Vormittag wieder halb Berlin auf die Beine gebracht. Die zur Parade befohlenen Truppen ans Potsdam, Spandau, Lichterfelde waren schon vorgestern in die Hauptstadt eiumarschirt und hatten die Bürgcrquartiere im SW. der Stadt bezogen. Schon uni77z llljr Morgens begannen die einzelnen Negimeuter nach dem Paradefeld, das in der Frühe schon durch eine endlose Kette von Sprengwagen von allem Staub befreit war, zn marschiren, und etwa um 8 Uhr wimmelten alle zum Tempelhoser Felde führenden Wege von Truppengaitnugeii aller Art im Paradeanzng mit aufgesetztem Helm­busch und weißen Beinkleidern, die Ulanen mit leuchtendem Brust­latz, Kürassiere mit ihrem blitzenden Kuraß und dem fliegenden Adler auf dem Helme, die Niesen des ersten Garderegiments zu Fuß mit den hohen Blechmützen ans der Friderieianischcii Zeit. Das Wetter, das sich vortrefflich hielt und kühl genug war, um nicht ein Schwitzbad in der Menschenmenge befürchten zu lassen, hatte viele Tausende auf die Straßen gelockt, welche die Truppe»' passiren mußten. Namentlich hatten sich in der Bellealliancestraße und am SteuerhänSchen große Menschenmassen angesammelt, die Tribünen der Bockbranerei waren gefüllt, auf der Westseite der Chaussee war die übliche Wagenburg von Kremsern ansgefahren, auf deren Dächern die Insassen, nach allen Nichtungen spähend, standcn; kurz. Alles war zur Parade bereit. Die Truppen batte» unter dem Kommando des Generallientenants v. Winterfeld in zwei Treffen Aiifstellnng genommen, im ersten die Jnfaiiterie-Negimenter, im zweiten die Kavallerie, die Artillerie und der Train. Der Kaiser und die Kaiserin fuhren vom Schloß aus in einer offenen Equipage nach der Kaserne der ersten Gardedragoner, wo die Reitpferde für die allerhöchsten Herrschaften bereit standen. Wenige Minuten nach 87- Uhr ritt die Kaiserin in weißem, Reitkleide, mit der Uniform ihrer Pasewalker Kürassiere, dem weißen, federgeschmückte» Rembrandihnte und angethau mit dem orangefarbenen Bande des hohen Ordens vom' Schwarzen Adler unter Eskorte ihrer Leibgarde, während der Oberstalliueister ihr vorauf ritt, in kurzem Trabe dem Felde zu, wobei sie für die enthnsiastischeil Kundgebungen der freudig erregten Menge mit huldvollem Neige» des Kopfes dankte. Die hohe Fran sah ungemein frisch und wohl aus und entzückte, wie immer, durch ihr leutseliges Lächeln. I» einem 5 la Dumont bespannten vierspännigen Wagen folgte die Prinzeß Leopold mit einer Hofdame. Etwa zehn Minuten nach seiner Genialilm ritt auch der Kaiser, von einer glänzenden Suite gefolgt, den Tempelhoser Berg empor nach dem Steucrhänschcn zu. Der Monarch trug die Uniform des 1. Garderegiments zu Fuß nnt dem Band und der Kette des Schwarzen Adlerordens und grüßte dankend nach allen Seiten. Seinem sonnenverbrannten außerordent­lich gesund ausschauenden Gesicht sah man namentlich die Freude über die Hurrahs der vielen Kinderstimmen an, die nicht müde wurden, ihrem Enthusiasmus lauten Ausdruck zu geben. Hinter dem Herrscher ritten in einer Reihe die Flügeladjutanten, während' als Letzter in dem glänzenden Zuge der greife Generaloberst v. Pape folgte. Als bjr Kaiser das FAd erreicht hatte, intonirte» die Negimeiitskapellen den Präsentirmarsch, der Kriegsherr nahm den Frontrapport entgegen und ritt an der Seite seiner hohen Gemahlin, von eineni glänzenden Gefolge von Offizieren aller Staaten umgeben, die beiden Treffen ab, indem er jedem Regiment einenGuten Morgen!" bot, das jedesmal mit einem dröhnendenGuten Morgen, Majestät!" erwidert wurde. Tomi begab sich der Kaiser nach der Paradepappel, das Gefolge nahm hinter ihm Aufstellmig, dahinter die mit Zntrittskarten Der» fehenen Equipagen, und nun folgte der Vorbeimarsch der Truppe» brigadeweise. Das erste Treffen mnrfdiirte in Compagniefront, das zweite in Eecadronfront mit halbem Tiefenabstand im Schritt vor­bei, während die Regiments-Kapellen jedesmal vor dem Kaiser ab- schwcnktcn und ihm gegenüber Aufstellung nahmen, um sich dann

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unserer Würbe nicht vertrüge, eine uiib bieselbe Ausstellung an zwei Otten zu zeigen, so erscheint uns bieser Grnnb etwas doktrinär.

Wer hat beim eigentlich die Chicagoer AiiSstclliing ge­sehen? Ilm eine in ben letzten Tage» bes Reichstags in ben Wanbelgänge» beliebt gewordene Antwort zu ge­brauchen: die Aankees, die Gauchos und die Chinese»! Der Besuch von europäischer Seite ist doch recht spärlich gewesen.

Diesen Grünbeu werbe« sich hoffentlich auch bie Industrielle« nicht entziehen. Freiherr v. Stumm dürfte wohl in Berücksichtigung derselbe» gehandelt habe», als er dem Antwerpener Ausschuß seine Zusage gab, die Ausstellung in geeigneter Weise zu beschicken.

Hoffentlich bleibt fein Beispiel nicht ohne gute Nach­folge. Insbesondere aber sollte cS sich bie beutsche Küustler- schaft allen voran bie Düsseldorfer angelegen sei» lassen, in Antwerpen geschlossen auf ben Platz zu treten.

Politische Tages-Rundschan.

In Bezug auf bie jüngste Ausführung in No. 376 besWiesb. Tagblatt" über bie Verhältnisse in ben pol­nischen Gegcnbcn bes preußischen Ostens wirb uns von ber betreffenben Seite noch eine Ausführung zngesaubt, ber wir Folgeubcs entnehmen:

Anstattgeschäftliche" muß cs heißengeschichtliche" Ent­wickelung. Die Geschichte sollte mehr unfere Lehrmeisterin werden. Als durch den Naud Ludwigs XIV. das Elsaß z» Frankreich kam, wurde die deutsche Sprache und Gesittung vergewaltigt. Der Sozial­demokrat Bebel sagte im Ncichstag im Juli d. I., daß der Friede Europas Mchcrt wäre, wenn Etsaß-Lothringeii a« Frankreich äittücfgegeben würde. Ern iuteruntiounler Sozialer denkt nicht an die 100,000 btutfeben 53riäicr, die 1870.71 mit ihrem Blute deutsches Land von Frankreich zurückeroberten. Es giebt mehrere Tausend fast nur polnisch redcndxr Rekncken in der preußischem Armee. Die Pole» miissM Deutsch lernen. DaSwürde ihnen wesentlich erleichtert werden, wen« sie in der-Schnle ordentlich deutschen Unterricht gehabt hätten. Der Pole und Russe lernt leichter Deutsch, als der Deutsche Polnisch ober Russisch. Die deutsche Schutztruppe in Ost- und West­afrika, die Sudanesen, die Snaheli lernen Deutsch und werden nach deutschen Kommandos befehligt. Von einer Vergewaltigung, wie in den deutschen Ostfeeprovinzen Nußlands, ist bei uns leine Rede. Nichts destoweniger muß die Negierung Manches, was seit einem Jahrhundert in den polnischen Distrikten versäumt wurde, nachzu­holen suchen. Dazu sind auch die 100,000,000 Mk. gegeben zu deutscher Ansiedelung. Guter von polnischen Bankerotteuren wurden zu verhältnißmäßig hohem Preise angekauft, parzellirt und deutschen Ansiedlern zu billigen Bedingungen überlassen. Die deutschen Katho­liken wurde» von den römischen Priestern polnischer Nationalität so bevormnndet und geleitet, daß wir es bei den letzten Neichstags- wahlen erleben mußten, daß deutsche Ansiedler römischer Konfession einen Polen wählten."

Gegenwärtig versetzt bie bekannte Straßentafelasfaire die Gemiithcr ber Prager in hochgradige Aufregung. Wührcnb einerseits bie Tschechen darüber erbittert sind, daß bie Lanbes- regieruug mit Hinweis auf ben Artikel 19 der Staals- gruiibgesctze bie Verfügung getroffen hat, baß ber famose Beschluß bes Prager Stabtverorbneten-Kolleginms, biezwei- sprachigeu Gassen-Anfschrifteu einfach burch tschechische zu ersetzen, zu sistireu unb der frühere Zustaub herznstellen sei, erblicken bie Dentschliberaleu in bieser Verfügung ber böh­mischen Statthalterei ein Zitgestänbtiiß und einen Triumph für ihre Partei. Die Dentschnationalen sollten sich aber, wie bie Sache gegenwärtig liegt, einer gewissen Besorgnis; nicht erwehren, beim es ist unbestreitbar, baß ber Hinweis auf den Artikel 19, welcher von der Glcichberechtigiing ber Nationalitäten spricht, in seinen Konsequenzen für das beutsche Sprachgebiet in Böhmen ganz unabsehbare Folgen nach sich ziehen kann. Die subtile Fassung biescs Artikels gestattet nämlich auch wie berTägl. Rmibsch." ge­schrieben wird die Auslegung in bei« Sinne, daß bie Zweisprachigkeit auch in rein beutsche» Bezirken, wo nur eine ganz verschwinbenbe Minderheit anderssprachiger Elemente wohnt, cingeführt unb in Anwendung gebracht werden kau». Mit der den Tschechen eigenrhümlichen raschen Auffassungsgabe haben sie cs auch bald verstanden, diese Kon­sequenz herausznfinden, unb bie tschechischen Blätter fordern bereits, ungestüm alle nationale« Vereine bes Landes auf, durch Stiirmpctitione« bie Negierung zn veranlassen, in alle« bentschen Bezirken, wo einige Abkömmlinge Libnssas Hansen, die Doppelsprachigkeit eiiizusühren. Wie weit ber Wahn­witz ber jnngtfchechischen Exaltabos geht, kann man am leichteste« barans ermesse«, baß sogar ber nationalpolitische Verein ber Tschechen in Wien eine Eingabe an bie borttge Statthalterei gerichtet hat, in Wien zweisprachige Gassen­tafeln anzubriugen. In dcntschnationalen polnische« Kreisen niacht sich bie Besorgniß geltenb, baß bie böhmische Landes­regierung nicht ohne Hintergedanken ben Gassentafel-Erlaß in solch viclbeutigcr Weise motivirt hat. Jebenfalls darf man gespannt fein, wie sich in bieser Angelegenheit bie nächste Zukunft gestalten wirb.

Rußland krakchlt nicht nur mit besonderer Vorliebe mit seinen asiatischenAnliegern" herum, um bei Ge-

i>vk, Wer Belgien kennt und seine Angen offen hält, der cbend ts ^ird den Rückgang der französischen Sympathicen in der :: H-B ^Bevölkerung und namentlich auch in ben besseren Gesell- Fnßbod» Mqstskrcisen nicht 'unterschätzen. Antwerpen insbesondere fit seinen 46,000 einflußreichen Deutschen und seinen cn - tiefgreifende« Handelsbeziehungen zn nus ist nicht nur ' tatsächlich ein rheinischer Hafcuplatz, sondern auch seine ^esdelt ^^stifche Vevölkernng ist durchaus germanisch in ihrem sganze« Denken und Fühlen. Was aber hat Teutschlaiid Profpsit gethan, um diese starke vläinische Bewegung, bet all Aermaait |«nfere Herzensaniheilnahme gehören sollte, zu unterstützens

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