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Abend-Ausgabe

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...... Verlag: Lauggasie 27. Anzeigen-Preisr

Erschein ii' zwc. Ausgaben, - Bezugs-PreiS: d Die einspaltige Petitzeile für locale «ureigen

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zusammen. Der Bezug kann jederzeit be­

gonnen werden.

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Dottnerstag, den 20. April

1893

* - Kongreß über Armenwesen, Verhütung von j ..und Philanthropie (The international Congress

L)>e einspaltige Petitzeile für locale Auz« 15 Psg., für auswärtige Anzeigen 25 Psg. Nectamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Psg-, für Auswärts 75 Psg.

iLi9 Armenpflege in Staaten und größeren und treu Gemeinden und über die Mittel zür Verhütung Serk Ianttunß verhandelt werden. Als Spezialpunkte der ^.Handlungen werden u. a. hervorgehoben: das Gebiet die Aufgaben der freiwilligen Wohlthätigkeitsgesell-

, Aus den uns vorliegenden Spezialprogrammen heben wir vier wichtige Kongreffe hervor, welche sich vorzugsweise wzialen und volkswirthschafllichen Gegenständen, mit Armenfrage, Arbeiterfrage, Gewinnbetheiligungsfrage w mit der Statistik, beschäftigen.

1. Der Kongreß über Armenwesen, Verhütung von

Preußischer ßattdtag.

O gerillt, 19. April.

Abgeordnetenhaus.

Das Abgeordneteiihaus setzie heute die zweite Bcrathung des Ergänzungssteuergesetzes fort. Die von der Kommission beschlossene Streichung der Deklarationspflicht wurde bestätigt, nach­dem der Finanzminifter sich bamiteuibcrftanben erklärt halle, wenn er auch gewünscht hätte, diese Bestimmungen wären aufrecht erhallen worden. Eine längere Debatte rief ein Antrag Friedberg (nat.- lib.) zu § 38 hervor, wonach Inhaber von Bankgeschäfte» und deren Angestellte zur Ablegung eines Zeugnisses über die Vermögens­verhältnisse ihrer Kunden nicht gezwungen werden können. Von verschiedenen Rednern ans dem Hause sand der Antrag Unter»

schäften, der Kirchen und der Privatwohlfhätigkeit und ihre wechselseitigen Beziehungen; ferner die Besuche von Armen­pflegern und Helfern, die Wahl und Vertheilnug der Be­sucher nach Distrikten. Unter ben Hülfsmitteln gegen Ver­armung sollen die Fragen über Arbeiterkolonien, Arbeits­stätten in Städten und über die Beschäftigung von Armen überhaupt sowie über Sparkassenwesen, Genossenschafts­wesen, Vorschußsysteme und über die den Armenpflegern obliegende Erziehung der Armen z»n> Haushalten näher besprochen werden. Von Deutschland ist für diesen Kongreß u. a. ein Bericht über die Organisation und Verbindung der amtlichen und nichtamtlichen Armenpflege erbeten und zugesagt.

2. Der Kongreß über die Arbeiterfrage (Labor-Question) vom Standpunkte der ökonomischen und sozialen Wissen­schaften soll vom 28. August 1893 an stattfindcn. Es sollen dabei u. a. folgende Fragen erörtert werden: der Fortschritt der Arbeiterbewegung bis zum Jahre 1893; die industrielle Lage der Frauen und Kinder in den verschiedenen Ländern der Welt; die Arbeitsstatistik; die Litteratnr über die Arbeiterbewegung; die Philosophie der Arbeiterbewegung; die industriellen Organisationen; die Arbcitergesctzgebung; die brennenden Fragen der Arbciterbcivegung; die Streitig­keiten zwischen Arbeit und Kapital; die Heilmittel gegen auftauchende Schivierigkeitcn nnd die Mittel zur Sicherung des weiteren Fortschritics innerhalb der Grenzen der Gesetze, der Ordnung und des Friedens.

3. Der Kongreß über Gewinnbetheiligung, welcher von der Gesellschaft für Verbreitung der Geivinnbetheiligung (The Association for the Promotion of Profit sharing) be­rufen und geleitet wird, soll im Anschluß und in Verbindung mit dem Kongreß über die Arbeiterfrage im Anfang Sep­tember abgehalten wecken.

4. Die Konferenz des internationalen statistischen Insti­tuts soll Mitte September 1893, aber nicht innerhalb des Rahmens der von der Weltkongreß-Hnlfsstcfle berufenen Kongresse statlfinden, weil das internationale statistische Institut seine besondere Verfassung und festbestimmteu Auf­gaben nnd eine feste Zahl von gcivählten oder besonders ciugeladcneu Mitgliedern hat.

Möge cs diesen Weltkongressen, die sich die hohe Auf­gabe gestellt haben, die Entwickelung des Menschengeschlechts zu fördern, an Erfolg nicht fehlen I

Derrlscher Reichstag.

G gerillt, 19. April.

In »och nicht zwei Stunden hat der Reichstag beute seine ganze Tagesordnung erledigt. Es waren altbekannte Anträge aus dem Hause. Der vom Abg. Rintelen eingebrachte Gesetzentwurf über die Wiederaufnahme des Verfahrens foiuie die Entschädigung für unschuldig erlittene Strafen war bereits in einer früheren Sitzung berathen worden, welche Berathiing jetzt formell zum Abschluß ge­bracht wurde. Denselben Gegenstand behandelte ein Antrag Mu nckel, betreffend die Entschädigungspflicht des Staates für Entziehung oder Beschränkung der persönlichen Freiheit sowie für unrechtmäßig vollstreckte Strafe. Angesichts der in der früheren Dernthung des Antrags Rintelen vom Staatssekretär des Rcichs- justizamtS abgegebenen nnd heute erneuerten Erklärung, daß Gesetz­entwürfe wegen Einführung der Berufung und der Entschädigung für unschuldig erlittene Strafen ausgearbeitet würden, zog Abg. Träge r diesenAntrag, mit Riickfichtanf die im AntragRintelen bereits erfolgte Bcrathung der Angelegenheit zurück. Abg.Stadthagen (Soz.) nahm ihn jedoch wieder auf, schon deshalb, weil er, im Unterschiede vom Antrag Rintelen, auch die Entschädigung für unschuldig er­littene Untersuchung?- und Polizeihast umfasse. Außer den sozial­demokratischen Abgeordneten Heine und Stadthagen »ahm Niemand an der Debatte theil. Fernerhin standen zur ersten Berathung die Anträge Mnnckel und Rcichensperger, weich' letzterer vom Abg. Spahn ivieder ausgenommen war, wegen Einführung der Berufung von den Urtheilen der Strafkammer. Auch hier erübrigte sich nach der Erklärung des Staatssekretärs Hanauer ein weiteres Eingehen auf die Sache. Rur die erwähnten sozialdemokratischen Redner er­gingen sich auch hier in mehr oder weniger seltsamen Ausführungen. So war Abg. Heine gegen jede Berufung, weil zu befürchten fei, daß das llrtbeil noch immer schärfer werde. Höchstens dann wollte er mit der B rnsung einverstanden fein, wenn die Einlegung der­selben nur dem Berunheilten, nicht auch dem Staatsanwalt zn- stände. Endlich blieb »och die erste Berathung des Antrags Mnnckel tvegen Abänderung der für das Vorverfahren und für das Ver­fahren erster Instanz geltenden Bestimmungen der Strasprozeß- ordnnng. Derselbe wurde nach einer kurzen Ausführung des Abg. Träger einer Kommission überwiesen. Morgen 1 Uhr: Schutz der Waarenbezeichunngen, Wuchergesetz, Reichsseuchengesetz.

Dir Weltkongresse in Chirngo.

Es ist der Menschheit recht heilsam und nothwendig, daß sie von Zeit zu Zeit über das kleinliche Parteigezänk in engen Gemeinden oder kleinen Staaten emporgehobcn und an die großen gemeinsamen Aufgaben aller Kultur­völker erinnert wird. Obwohl unser ganzes Erwerbs- und Geistesleben schon lange einen internationalen Charakter angenommen hat, obwohl die Mehrzahl der Kulturmenschen in der Weltrcligion des Christenthums erzogen und von Jugend auf angeleitct wird, die Mitmenschen als Brüder und Schwestern zu lieben, so macht unser soziales Leben doch den Eindruck eines erbitterten Klassenkampfes, während das öffentliche Leben den Anschein erweckt, als seien die - verschiedenen Nationen dazu anserschcn, sich entweder mit den Waffen in der Hand, oder durch künstliche Schlagbäume nud hohe Zölle gegenseitig zu bekämpfen und das Leben schwer zn machen, anstatt in Frieden nnd Eintracht neben­einander zu leben und durch gemeinsames Arbeiten nnd Anstanschen ihrer Arbeitsfrüchte nnd Geistesprodukte zur Erhöhung ihrer materiellen und geistigen Wohlfahrt bcizn- lragen nud nach Gesittung und Tugend zu streben. Es ist hohe Zeit, daß der Geist der nationalen Abschließnng wieder der Sehnsucht «ach internationaler Annäherung weicht. Eleveland hat durch seine Präsideuteu-Botschaft ein erlösendes Wort gesprochen, und in Chicago rüstet man sich gegenwärtig zu dem großen Fricdenswerke der Welt- ansstellung und zu einer Reihe von Weltkongressen, welche neben den Erzeugnissen des Bodens und Gcwerbcflcißes die wichtigsten Ergebnisse des geistigen und sittlichen Lebens der Nationen vor Angen führen und von den idealen Be­strebungen der GeMUwart Zengniß ablegen sollen.

Diese Weltkongresse, welche vom Mai bis September 1893 abgehalten werden sollen, erstrecken sich auf fast alle Gebiets des menschlichen Wissens und Könnens, Forschens und Ver­suchens. Es besteht für dieselben eine besondere, von der Hauptleiinug dcrColnmbischenWeltansstcllnng mit Vollmacht ansgcrüstcte nnd von der Negierung der Vereinigten Staaten anerkannte Wcllkongreß-Hülfsstelle, deren Vorsitzender Karl C. Bonncy und stellvertretender Schriftführer Clarence C. Joung in Chicago U. 8. A. (Worlds Congress Head- | quarters) sich auch au den deutschen Reichskommissar, den M Kaiserlichen Geh. Rcgicrungsrath Ad. Wermuth in Berlin, Wilhelmstraße 74, mit der Bitte um Förderung der Kon­gresse gewendet haben. Infolgedessen hat der Preßausschuß des Deutschen Rcichskommissariats für die Weltausstellung in Chicago durch das Rcichstagsmitglied Or. Lieber in Berlin, Niederwallstraße 8 und 9, Einladungsschreiben an säinmt- liche deutschen gelehrten und Kiinstgesellschaften und Fach- zcitschriftcu mit Abdrücken der vorläufigen Veröffentlichungen ergehen lassen. Alle Dicscnigeu, welche in den Besitz solcher Abdrücke gelangen und an einem oder mehreren der Welt­kongresse theilnehmcn ober ihrem Leserkreise Kunde von ' diesen Bestrebungen geben wollen, seien hiermit auf die obige Adresse des Deutschen Preßausschusscs nufnieiffnm gemacht.

Tas Wcltkougreßwerk theilt sich in 16 Haupt- muheilnugtn: 1. Ackerbau, 2. Kunst, 3 Handel und Finanzen, Erziehuugswesen, 5. Ingenieur- und Maschinenwesen, b Rcgicrungswesen, 7. Lilteratur, 8. Arbeit, 9. Heilkunst unb Wissenschaften, 10. Moralische und soziale Reform, » kl- Tonkunst, 12. Presse, 13. Religion, 14. Wissenschaft und Philosophie, 15. Mäßigkeit und Enthaltung, 16. Haupt- uotheilnng für alle Kongresse, die nicht anderweitig eingc- ordnet sind. Jede dieser Hauptabtheilnugen zerfällt wieder in Unterabtheilungen, Kapitel und Sektionen. ,j-lc Frage der Sonntagsruhe soll außer in der 13. Haupt- ubtheilung (Religion) auch noch auf einem besonderen Stongrefi in ihren physiologischen, in den wirthschaft-

Un®) geschäftlichen, staatlichen und obrigkeitlichen, gesell- ichaftlichxn und sittlichen und endlich auch in ihren reli- gwseu Bcziehnngcn besprochen werden. Auch über die c rt r a uen frage werden eingehende Verhandlungen stalt- fwdcn.

Volttische Tages-Rundschau.

Die Reise des deutschen Kaiserpaares zur Theiluahme an der Feier der silbernen Hochzeit des Königs Humbert von Italien und seiner Gemahlin steht derzeit im Vordergründe des Jntereffes. Der Besuch, obgleich er auf Anlaß eines Familienfestes erfolgt, hat doch auch eine tiefere politische Bedeutung, und es ist bcmerkenswerth, was das offiziöseste Blatt Deutschlands, der NcichSanzciger, darüber bemerkt. Er schreibt:

.Die innigen Freundschaftsbeziehuiigen, welche zwischen ben beiden Monarchen und den Häusern Savoyen und Hoyenzolleru be­stehen und eine kräftige Slütze für bie gemeinfamen politischen Inter­essen der beide» verbündeten Staaten bilden, kommen, wie schon so ost und noch zuletzt im vorigen Jahre, wo die Kaiserlichen Majestäten durch den Besuch Ihrer Königlich italienischen Majestäten in Pots­dam erfreut wurden, auch jetzt in der Theiluahme an dem Familien- Jubelsest des italienischen Königspaares zu überzengendem Ausdruck. Auch das deutsche Volk nimmt regen Antheil an dem Fainilienfest in dem Königlich italienischen Haufe und sieht in seinem Kaiser den erhabenen Dolmetscher für die Gefühle der Verehrung, die es für den Freund Deutschlands, den König Humbert, und Allerhöchstseiue Gemahlin bei Allerhöchstderen sünsundzwanzigjährigem Ehejubiläum empfindet und die es in dem Wunsche zusammensaßt, daß das hohe Paar noch lange sich des Glückes erfreuen möge, das ihm bisher beschieden, daß König Humbert noch lange zum Segen seines Volkes an der Seite seiner er­habenen Gemahlin das schöne Land regieren und daß die Vor- ehnng die hohen Ziele der Verwirklichung entgegenführen möge, die sich König Humbert für das Glück seines Volkes und für die Erhaltung des Friedens gesteckt hat. Das deutsche Volk begleitet die Kaiserlichen Majestäten auf der Fahrt nach Rom mit um so dankbareren Gefühlen, als es darin de» erneuten Beweis für die Festigkeit des Bandes erblickt, das die beiden Staaten unter einander und zugleich mit Oesterreich-Ungarn verbindet." Weiter chreibt derReichsauz.":Wie wir hören, bestätigt es sich, daß Ihre Kaiserlichen Maiestäteu Sonntag, den 23. April, Sr. Heilig­keit dem Papst einen Besuch abstatte» werden. Dieser Besuch toirb ich in denselben Formen bewegen, die bei dem ersten Besuch be­obachtet wurden, welchen S. M. der Kaiser und König dem Papst im Jahre 1888 abgestattet hat."

Diesem Besuch des deutschen Kaiscrpaares beim Papste wird auch vielfach eine große Bedeutung beigelegt. Die klerikalen Blätter Italiens scheinen eine scharfe Hctz- oolitik zu treiben, und die offiziöse Opinione richtet unter dem TitelFriede, Friede, Friedel" eine sehr scharfe Ver­mahnung an sie, in der es u. A. heißt:

In diesen Tagen wird Rom überströmen von Fremden; zum Theil mit dem Pilgerstabe, zum Theil mit der trikoloren Kokarde' versehen. Sie werden alle in denselben Hotels wohnen, sich auf ihren Besuchen der Sehenswürdigkeiten begegnen und an Hunderten von Orten treffen. Rom wird wieder eine Kosmopole geworden ein, die sie Alle anfnehmen wird. Und alle diese Leute, aus den verschiedensten Gründen gekommen, den verschiedensten Nationen gn- gehöreitd, mit den verschiedensten Ideen und Ansichten ausgestattet, werden neben einander leben, ohne sich an einander zu stoßen. Dir Situation wird dadurch noch nut so intereffanter, al« in dieser Woche auch die französischen Pilger nach Rom kommen, deren Sym­pathien für Deutschland ja bekannt sind. Die Probe, weicher Rom in diesen Tagen unterzogen wird, ist eine der ernstesten, der es bis­her ausgesetzt war; aber seine Geschichte, der Charakter seines Volkes bürgen dafür, daß Ruhe und Ordnung aufrecht erhalten Meibtn werden, es fei beim, daß Jemand aus Bosheit oderMuthwillcit sie stört. Dies möchten zur Schande der Bürger, aber

I stützung, wurde aber von denRegierungsvertretern lebhaft bekämpft nnd schließlich abgelehnt. § 51 ist von besonderer Wichtigkeit. Er handelt von der Erhöhung bezw. Herabsetzung der Steuertarifsätze, je nachdem das Veranlagnugssoll des Jahres 1895'96 die Summe von 35 Millionen um mehr als 5 pCt. übersteigt oder nicht er­reicht. Hierzu lagen verschiedene Abänderiingsanträge vor. Die Freisinnigen beantragten, dafür folgende Bestimmung zu setzen: Die Höhe der zn erhebenden Ergänzungssteuer richtet sich nad) dem jeweiligen Staatsbedarf. Im Staatshaushalt wird lahrlich festgestellt, wie viel Monatsraten der verlangten Ergänznngsstener für das betreffende Etalsjahr zur Er­hebung kommen." Abg. Kieschke (wild.-llb.) beantragte, statt des 8 51 die Bestnmunng zu treffen, daß der etwaige Mehr­ertrag der Vermögenssteuer über 35 Millionen hinaus zur Tilgmig von Staatsschulden zn verwenden sei. Ein uationalliberaler Antrag wollte Herabsetznng des betr. Betrages von 35 auf 32 Millionen, ein frtifonferbaliber Antrag forderte, daß die Erträge der Ein­kommensteuer über 80 Millionen hinaus zn einem besonderen Fonds vereinigt werden sollen, dessen Zinsen znr Deckung der Anssälle der Ergänznngssteuer, bezw. zu Schiilbanten verwendet werden. In der Debatte wurde vom Abg. R i ck e r t und anderen freisinnigen Rednern entschieden auf die Gewährung konstitnlioneller Garantieeu und die Aufrechterhaltung des Bndgetrechts des Abgeordnetenhauses ge­drungen, unter lebhasten Ausfällen gegen den Finanzminister. Stach einem von der Kommission eingeschalteten § 51a sollen die Zinsen der Ueberschüffe aus der Einkoinmenstener, soweit sie nicht zur Deckung eines Miuderertroges der Ergänzungssteuer dienen, zn Beihülfen für Volksschnlvanten verwendet werden. Mit diesen Paragraphen zusammen wurde über 8 1 des Gesetzes, betreffend die Verbesserung des Volksschnlwesens nnd des Diensteiukouimens der Volksschnllehrer, verhandelt. Der Finanzmiiuster bat dringend um Annahme der Koininissionsbeschlüsse und legte dem Abg. Rickert gegenüber dar, warum die Forderung nach einer Ouotisining jetzt nicht erfüllt werden könne. Redner des Centrums und der Kon- servativen, auch Abg. Euncecerns (nak-lib.) sprachen sich gegen die Abänderiiugsanträge nnd für die Koinmissionsvorschläge aus. Die Berathung wurde ans morgen vertagt.

Herrenhaus.

Das Herrenhaus nahm heule den Antrag Adickes, betreffend die Erleichterung von Stadterweiternngen, an. Morgen kleine Vor­lagen. Mangels genügenden Arbeitsstoffs soll bann wieder eine kurze Vertagung stattfinden.

Charitieg, Correction and Phiianthropy) soll in den .gen vom 12.17. Juni 1893 ftattfinben, und cs soll in der 6. Sektion über die Organisation und Aus-