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zaiit Sctöifintliäiunqcn unter diclcr Ucbtrfaitifl übernimmt die iiltMUton keinerlei Serontmoriunc,.) . ,

* Schicrstkin. Die eingetretene müde Witterung ruft allseitige Thätigkeii wach. Bis jetzt war man fiter vollauf beschäftigt dte Wasser­schäden auszubessern, zumeist vrovisorisch, da gründlichere Arbeit so gen muß. Es sind dem Gemeindesäckel sehr empfindliche, autzergewohnliche Kosten erwachsen, und man wird weiterhin noch viel tiefer tn denselben hineingreisen müssen. Mancher größere Schaden hatte recht gut vermieden werden können, wenn man a priori die dringend itotfiroenbtgen Ver­besserungen an Kanälen re. rechtzeitig vorgenommen hatte, zu welchen man sich nun a posteriori gezwungen sieht. Nun kommen die Ausgaden haufen- weise, und tun Murren febltS nicht. Wie leicht hätte das Alles vMUteden werden können, wenn die Gemeindeverwaltung die längst als unaufschiebbar erkannten Arbeiten nach wohlerwogenem Plane Jahr für Jahr in schick­lichen Abtheilunqen zur Ausführung gebracht hätte! Das Gemetiidebudget wäre kaum empfindlich berührt worden; man wäre langst am ;-,te!e, Alles befände sich in guter Ordnung, und die herankommenden Gewässer waren nimmer zu so großen Ausschreitungen gezwungen gewesen, Man be­trachte sich nun die Resultate dieser Verzögerungen! Die verschwemmten Gebäude mit ihren verschütteten Brunnen, verwüsteten (Sorten und dem Einsturz nahe gebrachten Mauern führen eine zu deutliche Sprache. Un­aufgeklärt ist bis zur Stunde: warum eigentlich die tm vorigen Spät­sommer durch GeineinderathSbeschlntz zur Ausführung genehmigte jur Submission bereits ausgeschriebene Arbeit nicht zur Erledigung tarn', schon ans Gerechtigkeitsgefühl hatte man den permanent gewordenen, immer mehr sich steigernden Nothstand aus der Welt schaffen sollen, ^enn der unparteiisch Urtheilende wird und kann nicht verkennen, dass die westlich [ verhaftet, der Rheinstraße gelegenen älteren Gebäude, welche seit Jahrzehnten au Gebäudesteuern eilte beträchtliche Summe zur Geineindekasse gezahlt haben, und für welche in dieser langen Zeit zis ihrer Sicherung Seitens der Ge- meinbeßerroaltuna auch nicht das Mindeste geschehen ist ein wohl­erworbenes Anrecht darauf hatten, von der bestehenden yh;ere befreit zu werden. Darzuthun, wie die betreffenden Besitzer in ihrer Bedrängnis; weder nach unten noch nach oben nichts unversucht gelassen haben, wie tiamentlid) in einem an den Gemeindevorstand gerichteten, an maßgebender Stelle am 19. April 1892 abgegebenen Bittgesuch alles Das saft wörtlich vorausgesagt ist, was jetzt buchstäblich eingetroffen, das führt uns heute zu weit und bleibt einer späteren Gelegenheit Vorbehalte». Sapienh sat.

er eilte - Nachrichten.

(flutje, sachliche Berichte werde» bereitwiNigft unter dieser Ueberschrist auiginoinmen.)

* Die GesellschaftEdelweiß" veranstaltet heute wieder emen ihrer Io beliebten Ausflüge nach Mosbach (Stadt Wiesbaden). Den Besuchern stehen wieder amüsante Stunden bevor. «nx«,,.,,

* In der nächsten Monatsversammsttng desEv. Manner- und Jünglings-Vereins" (Platteritraße 2,1 St ), Montag den 6 d Ms | Abends 8*/> Uhr, wird Herr Pfarrer Grein eine Ansprache halten und sodann Vereinsmittheilungen machen. Neue Mitglieder werden auf- genommen. Gästen steht der Zutritt frei.

* Die nächste Sitzung desNassauischen filtert-,ums Vereins" findet am Mittwoch, den 8. März, Abends 6 Uhr, Gast­hofZum grünen Wald" statt. Vorträge werden halten Herr Direkto: a D. Fischbach überLudwig Lindenschmitt als yorberer des DeuffchthumS Alachruf)", sowie Herr Oberst v. Cohanseu überneue FuNd"on römischem Schmelzschmuck in Mainz und über eine Serie alteghptischer ^itratts . Gäste sind wie immer willkommen. Eine letzte «itznng wirdam2S.dM. im Museumssaale stattfinden; es wird auf dieselbe noch besonders aut- nächsten, bereits Mittwoch, den 8. März er., tut Saale bet ) eÄutartof ftattfinbenben Vortragsabend Herrn Kurdirektor yetb. Heh l als Redner -u gewinnen. lieber Herrn Heh'l als Redner Worte zu verlieren, durste unnütz sein; der beste Beweis, welchen Anklang und welche Zusinnmung seine Vorträge finden, ist die stete UeberfüUuHg ber eale bet icmcii ^or= trägen, sowohl hier, wie auswärts. Herr Hey'l hat dieses Mal - n n den Vortrag auch für Damen zu einem recht spannenden und nnterhalteuden zu gestalten ein Thema von allgemeinem Interesse:Deutscher Humor m Inschriften" gewählt. Der Vortrag ist, durchaus humoristischen Inhaltes und dürste solcher unterstützt durch die ausgezeichnete Vortrags­weise des Herrn Hey'l allseitigen Anklang und lebhaften Beifall hüben itnb so den Besuchern ein recht genußreicher Abend tu Aussicht stehen. Gäste sind willkommen. Eintritt frei.

Zwischen einem Offizier und einem Studenten fand in Freiburg ein Pis?ole nduell statt, in dem Ersterer gefährlich verwundet wurde. Näheres ist unbekannt. , ,,

DemNeuen Wien. Tagbl." zufolge hat die Polizei, tn Bukarest er­mittelt, daß nictst weniger als hnnbertfünfzig Briefträger von Bukarest eine Diebsgesellschaft bildeten, dte Briefe und Postsendungen systematisch stahl. Bei hundert Briefträgern habe man entwendete Post­sendungen gefunden.

Wie dieA.R.-C." aus Madrid erfährt, geht der Herzog von Veregua, direkter Nachkomme von Christoph Columbus, im April als Vertreter Spaniens auf der Weltausstellung nach Chicago. Den ersten Monat fernes Aufenthalts in Amerika ist der Herzog offizieller Gast der Vereinigten

Kleine Chronik.

In Neumünster ist die Sagersche Tuchfabrik n teberge br aiint Der Schaben ist bedeutend.

Der Bergmann H. Häffken aus Niederwenigern bet Hattingen (a. d. Ruhr) war tm vorigen Zähre wegen Sittlichkettsverbrechens zu einem Jahre Gefäugnitz oerurtheilt worden. Nachdem derMann nenn Monate verbüßt hat, ist er, derKöln. Volksztg. zufolge als unschuldig aus der Haft entlassen und die Denunziantin gefänglich einge^ogeii^wo^ä^ Insterburg ist ein Mord verübt worden. Ein Händler kam auf dem Heimwege durch einen Forst. Da er hungrig war, Inb er sich bei drei Holzsälleru zu Gast und mehrere Kartoffeln und einige Stücke Häring. Trotzdem er hierfür reichlich zahlte, wollten die Leute noch Geld zu Schnaps. Es kam znm Streit, und einer der Ar­beiter erschlug den Händler mit der Axt. Die noch warme Leiche wurde von einem Förster unter einem Reisighausen gesunden. Die Leute sind

E. Wehen, 3. März. Ihr (B-Korresp. aus Nassau hat die Nach­richt gebracht, der KreiSanSschuß des Untertanim-kreyeS habe den Regierungsvorschlag in Betreff der Lehrergehälter nickt bedingungslos angenommen. Es' ist dies ein Jrrthnm. Gerade im lliitertaunnskreis hat man beim KreiSanSschuß einstimmig das Bedürfniß zur Ausbesserung der Lehrergehälter anerkannt und demgemäß eine Skala von 10001600 Mk., erreichbar nach 25 Dienstjahren, bedingungslos angenommen ^11 der Stadt Langenfchwalhach genehmigte man eine Skala von 900 -1800 Mk. und Wohnnngszufchutz mit Stufen von 3 Jahren und je 100 Mk. Zulage.

* Mainz, 4 März. Wie bereite mitgetfieilt wurde, schweben noch immer Beleidigungsklagen gegen Redakteure wegen Besprechung der be­kannten militärischen Säbelasfatre (Lybhecker-HeyN. Unbekannt geblieben ist aber bis jetzt, daß zwischen dem Lieutenant Leydhecker und dem von ihm verletzte» Architekt Hehl, der auf Schadenersatz geklagt hatte, eine Einigung zu Stande gekommen ist. Der Letztere bat sich mit einer Abfindungssumme von 4500 Mk. einverstanden erklärt, wahrend bte nicht unbeträchtlichen Gerichts- rc. Kosten sie sollen ang-Äich 1400 Mk. be­tragen je zur Hälfte getragen werden.

Aus Kunst und Keven.

= Kurst ans. In dem heute, Sonntag, den 5. März, Nachmittags 4 Uhr ftattfinbenben Symphonie-Konzert des städtischen Kur-Orchesters unter Leitung des Kapellmeisters Herrn, Louis L u st 11 e r koinnien zt 1 Auffühtung: 1) Symphonie, G-dur, in einem Satze von Mozart, 2) Konzert für Streichinstrumente und Oboe, G-moll von Handel, 3) ^tnn- »hoitie No. 1 in D-dur von Lassen. . ,

* Aachlas; König Ludwig» I. Wenn dieAllg. Ztg. die Mel­dung be- M N. N.", die Eröffming einer Kiste ans dein Nachlaße König Ludwins I. siehe bevor, naehbem bietestamentariich dafür angesetzte Zeit cinqetreten, vollständig grundlos bezeichnen zu bürten glaubt, io befindet sie sich dennoch im Widerspruch mit den zuverlässigen Angaben Dr Karl Theodor Heigels, der in seinem bekannten biographischen Werke Ludwig 1., König von Bayern" (Leipzig 1872), für welches ihm die ü»beschrankte Einsicht in das ganze vorhandene, reiche Qnellenuiateiial gestattet war, auf Seite 378 also schreibt:Ein Artikel d-s Testaments König Ludwigs I. verfügt, daß seine in sieben Koffern verwahrten Prwat- papiere 50 Jahre lang int Hausarchive verschlossen bleiben, mithin erst im Jahre 1918 der Oeffenttichkeit übergeben toerben Men; nur eine ebenfalls mit Dokumenten gefüllte Kiste darf schon nach 25 Jahren (also int Jahre 1898) geöffnet Werdern"

Wiesbabeaer Gagblatt (Margerr-Airsgav-). Verlag: Langgasse Kette 4U.

Deutsches Keich»

* Narlameirtarifch-s. Die Steuer-Kommission des Abge- orbnetenfiaufes nahm bas Kommunalabgabengesetz tn zweiter Lesung mit mehreren Abänderungen mit allen gegen drei Stimmen au. ......

uevöüdtiifici-* Mufflöst. lieber den in Jinanweiler ver- hasteten inzwischen aber nach Feststellung der Persönlichkeit wieder srei- aelaffenen französischen Marinelieutenant Gabriel Lahier wird der Straßb P°st"baus Metz u. A. geschrieben: Der.ehrliche derbe Seebar so nennt man ja wohl mit Vorliebe die Martne-Osfiziere ist - etwa deshalb sesigel,alten worden, weil er keinen Paß besaß, sondern deshalb, weil er sich dem ®renäboIiäe^fflommiffar tn

über eines sitlschen Namens beinente und semen Staud verheunlichte. Er stellte sich nämlich dem Grenzpolizei-Koinmissar als Weiiihandler Arthur Pierron ans Verdun vor, der sti Geschaffen nach1 Metz "ise Ja er besaß auch Legitimationspapiere auf dleseii Namen, und das ve w ckc te die Sache noch etwas. Er kann also, recht dankbar lein daß man ihn ohne Anwendung des Strafgesetzes wieder über die Grenze entlassen ha. Jedenfalls braucht er sich nicht zu beklagen, wenn man ihn für einen Spion angesehen hat.

Staaten.

Fräulein Julia Force, welche, wie gemeldet, in Atlante ihre beiden Schwestern ermordete, hat in einem Schreiben an die Polizei als Be­weggrund ihrer That angegeben, daß ihre Eifersucht et regt worden sei durch die Aufmerksamkeiten, welche ihre Mutter und ihre Brüder den beiden Schwestern zu Theil hätten werden lassen. Das Schriftstück soll deutlich zeigen, daß man es mit einer Verrückten zu thun habe.

Im Alter von 111 Jahren starb in Brudno bei Warschau ein gewisser Dominik Gorzynski. Derselbe war am 11. Marz 1782 tn Tremessen (Provinz Posen) geboren.

Vermischtes.

* Ui'.oerfvovcn. Einen argenReinfall" haben Spitzbiiben sich bereitet, welche im Laufe der vorigen Woche dem Restaurateur Sch. in Berlin ein Fatz Bier entführt hatten. Herr Sch. hatte beim Bn- stecken de» besagten Fasses wahrgeiiommen, daß dessen Inhalt verdorben sei, daher den Spund wieder etngeschlagen und das Gesäß auf den Fluh