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N-. 9». I

Wiesbadener Tagblatt (Morgen-Ausgabe). Verlag: Langgasse »7.

Seite 38.

Deutsches Reich.

KÄÄM.S»

ZESOZMUM B£3-eB?s-.$äes.::=£i SSS:==SäSE habe ich bisher noch keine Zeit gesunben.

mir insinnirteunduldsame Redewendung" mit aller Entschiedenheit Ver-

Der" Bericht' über die den Antisemitismus besvrechende Versamm-- luna desChristlichen Arbeiterverein," erfordert eine Richtig,tellung. Dem Vortrag des Herrn Pfarrer Auler aus Dotzherm wurde zwar Beuall ge­zollt am Schluffe, doch fanden die Ausführungen der Antiiemtten weit lebhafteren Beifall. Die Antisemiten vertheidigten auch nicht die christliche Religion, obgleich Herr Kahn sich erlaubt hat, gegen hie Christen zu sprechen. Thatsachc ist, daß die Antisemiten nur auf wirthichaftlichem Gebiete gegen das Jndentdum vorgingen. Es stimmt auch Nicht, wenn m dem Berichte behauptet ist, Freiherr v. Eberstem habe gesagt,, erkönne Herrn Kahn zur gemeinsamen Llrbeit btt Hand reichen. Es ergiebl sich dies schon aus dem etwas turbulenten Schlußaccord, infolge denen Herr Kahn nicht mehr im Lokale verbleiben konnte.

-- Naurod, 27. Febr. Im vorigen Herbst wurde in der Obstaus- stcllung zu Schierstem Naurods Obst, das nur aus Hochstammen im freien Felde gezogen worden war, der erste Preis, die silberne Staat«* Medaille, zuerkannt. Nachdem die hiesigen Obstzuchter solche Erfolge er­reicht haben, wollen sie jetzt and, auf die İr"wbstbaumzucht ihr Augen- merk richten. Deshalb hielt Herr Kreisobitbaulehrcr Reb holz genern Abend dahier vor einer großen Versammlung einen lehrreichen^Vornag über die Anzucht und spätere Behandlung der verschiedenen ^ormobst- bäume, über Reben- und Beerenanpflanznngen. Dieser durch Zeichnungen außerordentlich gut veranschaulichte Vortrag wurde mit dem. größten Beifall ausgenommen, und mehrere Baumzuchterbe chlos,en, schon mtdiesem Frühjahr solche Anpflanzungen vorzunehmen. Sicherlich wird r« nicht bei einem schüchternen Versuch bleiben; säubern bald werden die itict- fonicit Baumzüchtcr auch auf diesem Gebiete schone Erfolge erringe... fameu Biiumz '.26 ^br. Gegenüber den sich fleis steigernden

Güterpreisen und der stetigen Erhöhung des P°LtzinseS harmomren die Klaaeu der Landwirt he, daß aus der Bearbeitung des Grund und Bodens nichts mehr heranszuschlagen wäre, schlecht, man mußte denn aiintbmeil daß die Laudwirthe Aecker kaufe» und pachten, nur um ihre Arbeit zu'vermehren. Hier ist der Preis für den Morgen (1b0 Ruthen nitirf. 05 fllri in ben letzten Jahren um 2-300 Mk. indie Hohe gegangen, und die Acckcrverpachtunqcn weisen mit jedem Jahre höhere Reinltare aus. Bei der acstern stattgehabten Verpachtung eines Guterkomplexes des Wefiaen P^rgutes wurden 146 Mr. mehr erzielt, als bei dem vorher- aebendenTurnus bei welchem der Pachtzins auch schon em ansehnlicher war 40Mk pro Morgen ist gewiß schon eine hohePacht; «eitern wurden aber eichge bevorzugw Aecker bis zu 60 Mk. verpachtet M dem Mcht- rentiren des Ackerbaues scheint es demnach doch nicht so schlecht Mt.Lt zu sein. ----------------

Ausland.

* Italien Die politischen Kreise Roms unterziehen die Haltung

mnd)* kreid). Der Panama-Prozeß kommt am 8. März vor SDSSSZ WUUZMW NrPrüdMeausbeffer^" ließ.^ die WM

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Aus Kunst und Leben.

* tiardtMi.th-Svres r. lieber beit Lebensgang uni

die feiten reiche Begabung dieser, wie gemeldet, am ^°uutag fiorbenen Künstlerin nnden wir m derGartenlaube Jet. 13 Bon w welche auch das wohlgetroffene Bildniß der verblichenen «angerm enthalt, tninpnhe Mittbeilunaeil' Hermine Spies wurde als Tochter des HM./ dfirektors auf Löhiiberger"Hütte bei Weilburg an der Lahn geboren. K«w zwei Jahre alt, verlor sie die zärtlich sorgende Mutter. Au deren «ich waltete nicht die Fremde liebeleer", sondern eine das Kind forgiam ko hütende Tante Schwester der Mutter, eine musikalisch hoch begabte£a< welche früh schon das Talent des Kindes entdeckw. .jm Hause besLain» wurde viel und gut mufizirt. So entwickelte sich der mufikalische M des Kindes sicher und in bester Richtung, und nachdem Hermine, 14^.,.

S(>ni Stillleben bei Heimath in ba§ -Oernhaibtsche ^znititüt in Wiesbaden versetzt worden war^ konnte sie, als irhniprin in hie iuohlbefannte r^ieubenbeiglche Muiikicbuie etntieiei.. i st bem"rk"i«werth daß die sttzt so berühmte Altsängerin damals ch ibiem beUen Heblidien - Sopran das Wohlgefallen, ihrer Lehrer, eng ß-rft allmählich vollzog sich die Umwandlung des Timbres, der m sm Gäteren Ar nicht wenig die früheren Lehrer in Erstaunen gesetzt W. naa flwei Jahre ftubirte sie bann bei Profeyor Sieber rn An! italienische GeiangSmethode", die jedenfalls bas Gute hatte, ber KunW : 7.. dem bei ihrem machtvollen Organ boppelt bewunbernSwerthen l«M Anian zu verhelfen. Meister Stockhausen empfing die so wodlvorbem« mit Xie ben In feiner Schule entwickelte sie alle jene L- süqe welche wir heute als bie auziehenben Eigenthümlichkeiten ih Potentes am meisten bewundern: bie Innigkeit und Tiefe ber Uuftam bas ursprüngliche Feuer unb bie hinreißende ^Egelsternng ftellui a Noch als Schülerin erprobte Hermine Spies zuerst M Leistungsfähigkeit in einer kleinen Altpartie aus dem Mufikseste zu Mu ^irn irn Ma, 1881 aber erst das Berliner Debüt im Febrmar 1883 u die ersten Leipziger'Erfolge im April desselben Jahres Eröffneten ihr Ruhmeslaufbahn. Wer vermöchte diese in den zahllosen Konzert rr, schilbern die sie im Herbst 1886 auch zum ersten Male näch t ­lichen Musikmetropole Wien führten. Ueberall führte ihr Auftreten $

neue tynartett d-s Z-rrn Mustkdi»^' ^SrSlI&'Ün^eS^.i^rn-Ä^ ässäSss ersten iBreis erhalten hat. Das mit ausaegeidnieter Kennnuß . inftrumente ausgearbeitete Werk ist in allen Sätzen mtere,sa-st es M :n ihnen eine obantaficDollc unb stets lebendig ^^tbtrnbenbe natur aus. Der im. ersten Satze ans-'«agme'l-gifch-A^A°Äsü>W $s& s äs® ä

tiniidie klagevolle Hauptmelodie kunstvoll m allen Fufirnme! 0 führen unb mit reichen Fignrationen zu umgeben verfielst. Das 'N Tbeilen musterhaft gespielte Werk ranb eine beifällige Umnahm. . Td°'k"AS-L-/st-dttt,eat-u.^ Wochen-Sme entwun. M haus 2)ienftaq, beit 28. <\cai..^oiclcr, . m

MittwoÄ d n 1. März: Zum Besten bei Pension«-und Littwen

Gewohnheit bie Liebenswürdigkeit selbst uud trug mit Eleganz em« Schlepprock aus schillerndem Dablia-Brokat über einer Robe aus gvld- - gesticktem, eremefarbigem Atlas. In ihrem schwarzen Haar glanzte eine > Diamanlen-Aigrette neben einem Pust aus Lila-Federn.

* "Xfrikc. Weiteren bei der Verwaltung des Kongostaates eiugl- lanfenen Metdungen zufolge sind deri frühere.Residentl vonKatanga-L,ppa und dessen Begleiter Debrape wahrend eines Angriffs auf die Araber getödtet worden. Lieutenant Chaltin überraschte bei der Ruj- kehr von Aruwini bie Araber bei Sadumba anb schlug sie in die Flucht Sie flohen in großer Unoibnung unter Zurücklassung bon Waffen unb Munition. Nach bent Kampfe wurden viele Araber von den Eingeboreun niederaemackt unb aditjia Silanen in »yieibcit ßeje^t.

* Amerika. Nach einer aus New-Aork emgebenben Meldung ih über bas Vermögen des bekannten amerikanischen Schutzzollners Mil Kinley bei Konkurs eröffnet worden. Derselbe hatte für etnen gutn freund Wechsel acceptirt, welche nicht honorirt worden sind MacKmlch hat seinen Posten als Gouverneur des Staates Ohw bereits mcdergklkzt -Der Schematismus der katholischen Kirche rn den<.% einigten Staaten für 1893 giebt folgende Zahlen an. EröbischoM, Bischöfe 75, Weltpriester 694o, Oibenspriester 2443, Kirchen,,84ii, Misstonsstationen 3485, Kapellen 1763, Seminare 36,Äglmge für da Weltklerus 1845, Kollegien 127, höhere Töchterschulen 6o6, Psarrschuh» 3587 Kinder in den Pfarrschulen 738,269, Waisenaiistalten -4a, Waism- tobVr in benfetoen 26,533 ; Kranken- unb sonstige Versorgungsanstalten N, katholische Bevölkerung 8,806,095 Seelen. n, .

* Australien. DemReuterschen Bureau wird aus llucklaeb gemelbtt daß der König ber Tongainsel an ^nfluenza gestorben ift

g, den 3.: tretzies «äinnierlänaerS Herrn M. Alvary:Die Meistersinger . Samll°g'ch 5- Der scherze Domino".Wiener Walzer". Sonntag. denb,S#(| 3V,"llhr:Schneewittchen". Abends Ubr: a miittrood).1

Dienstag, den 28. Febr.:Tartune'Der <Deizrge -

1. Marz:Götz v. Berlichingen". Freitag, den 3.:Die Neuverw^

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