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Donnerstag, 31. Dezember xsl*.

Utnen ist zu beachten, daß die Hälft e der SteueraLgaLe ow.foldje Räume nicht erhoben wird, die für gewerbliche oder 77^ltlche Zwecke bestimmt sind. Sind gleichzeitig noch für Zwecke, z. B. als Wohnung, Räume vermietet, so ist J^ttB.e&en, wie viel von den: Niietzinse auf die Überlassung r r ^"ume für gewerbliche und berufliche Zwecke entfällt. Er- wigt diese Trennung des Mietzinses bis zum 31. Januar nicht, I kann sie nicht berücksichtigt werden, und die Steuer wird m "Eem Betrag erhoben.

D ?eöüglich der Versteuerung der Aut o m a t c n und 7 uiikwerke wird darauf hingewiesen, daß bei Musik- di^m Anschaffungspreis, gegebenenfalls ihr Wert, für e Versteuerung maßgebend ist, und daß bei Warenautomaten "Zugeben ist, wie viel Warcnbehälter sie haben.

Ein Wink für stellenlose privatangestellte.

. Alle durch den Krieg oder sonstwie stellenlos ge- ordene Angestellte, für welche im Lauf des Jahres 1914 ^ bniger als 8 Monatsbeiträge an die R e i ch sv e r s i ch e- für Angestellte gezahlt worden sind, seien darauf aus- uksam gemacht, daß jetzt der Verfall der Ansprüche "dieser Versicherung verhindert werden muß. Es kann ws geschehen allein dadurch, daß für jeden an 8 Beitrags- ^.ouaten fehlenden Monat mindestens je 1 M. 60 Pf. noch vor .^"uf des Monats Dezember per Postanweisung andie d bchsversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin-Wilmers- r ° r f eingezahlt werden. Auf dem Postabschnitt ist ent- ^bchender Vermerk zu machen. Die Postguittung gilt so lange s, Quittung, bis von der Versicherungsanstalt die Empfangs- ^Ichernigung eintrifst.

Militärische Vorbereitung der Jugend.

Man ersucht uns um Aufnahme des folgenden Berichts: ahrend der Feiertage fallen die Übungen aus, die im ver- l vssenen Vierteljahr einen für die Jungmannschaften selten ^regenden und belehrenden Abschluß gefunden haben. Gleich- 1 Belohnung für den guten Geist, den sie im Dienste der .^Mrchen Sache betätigen, wurde ihnen einKriegsbild" ^nstester Art vorgeführt. Dank der Verwendung des ober­en militärischen Leiters der Jungmannschafien für den Rc- üeruugsbezirk Wiesbaden, Generalleutnant Exzellenz R u ch (Wiesbaden), war es gelungen, die Genehmigung des "Mmandeurs des Pionierbataillons zu Kastel zur Besichti- lm"g der von diesem Bataillon auf seinem Übungsplatz ange- Ate,, Feldbefestigungen durch die Jungmannschaften der Wiesbaden-Stadt und -Land zu erlangen. Obgleich ^ zur Besichtigung angesetzte Tag unter dem Zeichen unauf- hrv& ,etl fabeiir egcnä stand, waren die jungen Leute

°°ch so zahlreich zur Stelle, daß Generalleutnant Schuch in Achtel, wohin die einzelnen Kompagnien mit der Bahn besör- worderi waren, stattliche Kompagniefronten abschreiten wnnte. Offiziere und Unteroffiziere des Pionierbataillons hotten die Führung durch die Feldbefestigungen übernommen, ihre erläuternden Vorträge ergänzten den Junginann-- schaften das anschauliche Bild deutscher Pionierkunst. Wie weit ~} e Bereitwillißkeit der erklärenden Offiziere ging, zeigte die Vreisgube eines kunstvoll ausgebauten Schützengrabens. Ein Mszier führte dort die Wirkung einer Handgranate vor. ^achdem noch Brückenbauten verschiedener Ausführung be-sich- Pt waren, ging es unter den Klängen der Pionierkapelle zu kr Kaserne des Bataillons, wo der Wiesbadener Magistrat hatte abkochen lassen. Heißer Kaffee, Wurst und Brötchen laten den jungen Soldaten nicht minder gut als den führenden arten Soldaten". Mit der Bahn traf die Jungmannschaft über Kastel gegen 7 Uhr abends wieder in Wiesbaden ein, zog Unter Vorantritt der Musikkapelle des hiesigen Landwehr- oataillonsin festem Schritt und Tritt" zum Schlosse, wo- wlbst vor dem Rathaus zum Dank für die gastliche Bewirtung ^urch die Stadt Wiesbaden ein Parademarsch den lehrreichen ^ag beschloß. Die erste Übung der Jungmannschaft im neuen "odhre findet am 3. Januar statt. W. A.

DieTagblatt"-Sammlungen.

, Bei dem Verlag desWiesbadener Tagblatts" gingen wrner ein: für das Rote Kreuz : Jakob Zedlin 6 M., ein hwldwcbelleutnant 10 M., aus einer Anzeige Walkmühlftratze M. 20 Pf., A. R., von einer Weihnachtsfeier, 10 M., zusam­men bisher 21 252 M. 77 Pf.; für Kohlen für Arme: §"8o^ Feder 10 M., Frank 50 M., zusammen bisher 555 Ai. l: df.; für Frühstück armer Kinder: Hugo Feder ,7 M., zusammen bisher 166 M.; für Speisungbedürf- kger Kinder: F. Strauß 10 M., zusammen bisher ^4 M. 62 Pf.; für das Paulinenstift: M. F. 20 M osau A. W. .5 M., F. Strauß 20 M., zusammen bisher 166 M.;

die Kinderhorte: F. Strauß 20 M., zusammen bis­her 17g M,- sür die K i n d e r b c w a h r a n st a l t : F. Strauß 0 M., zusammen bisher 222 M.; für die Augenheil- st a l t: F. Strauß 20 M., zusammen bisher 180 M.; für das M er f o r g u n g § fi a u § für alte Leute: Hugo Feder 10 M., ^ Strauß 10 M., zusammen bisher 367 M.; für das tl e t t u n g s h a u s : F. Strauß 20 M zusammen bisher M.; für die Blindenanstalt: Hugo Feder 10 M., A. W. 5 M., F. Strauß 20 M., zusammen bisher 585 M.; l"r den A r m e n v e r e i n : Frank 50 M., zusammen bisher «2 M.; für die Krüppelfürsorge: Hugo Feder 10 M., Mammen bisher 55 M.; für die Herberge zur Heimat: F. Strauß 10 Ai., zusammen bisher 00 M.

^ Die Höchstpreise nicht übcrbicten! Die Kömgl. Re­

gung steht auf dem Standpunkt, daß ein Käufer, der einen Verkäufer zur Überschreitung der Höchstpreise veranlaßt, ver­antwortlich gemacht werden kairn, da die Höchstpreise Taxen im ^>nne des § 5 der Gewerbeordnung darstellen, bei dessen Über- r-tung nur der Gewerbetreibende, der Verkäufer strafbar ist. MNr, sich aber auch der Käufer rechtlich nicht strafbar macht, J®. ist er doch moralisch für die aus seine Veranlassung oder seiner Unterstützung von dem Verkäufer vorgenommene Überschreitung der Höchstpreise verantwortlich. Das trifft "Erlich auch für die Beamten der Militärverwaltung, 0l| f die Behörden und ebenso auf die Händler zu, welche hohe Preise bieten. Der Herr Regierungspräsident hat ®"ber das stellvertretende Generalkommando des 18. Armee- °kps sowie die Handelskammer ersucht, den Militärbehörden Händlern entsprechende Anweisung zu geben und vorkom- "Edenfalls für Abhilfe zu sorgen.

Hafcrslvcke» als tägliche Nahrung. Die Verwendung Haferflocken bei der Beköstigung der Gefangenen in den Strafanstalten ist vom Minister des Innern seit einiger Zeit ?"gernein angeordnet. Auch sonst werden Haferflocken für die ("gliche Nahrung zur Sicherstellung der Volksernährung von E Behörden empfohlen. Insbesondere ist es den Verwal- !""gen der Gemeinden und Gemeindeverbände nahegelegt Worden, für ihre Anstalten ähnliche Anordnungen in @r= "ägung zu nehmen, wie für die Strafanstalten. Die Ge-

Wiesbadener Tagblatt»_

meinden sind auch veranlaßt worden, mit den Wöhlfahrtsein- richtungen, dem Roten Kreuz, dem Vaterländischen Frauen­verein u. a. wegen Vertvendung von Haferflocken in den Volks- nnd Notstandsküchen und ähnlichen Anstalten in Verbindung zu treten.

DerNaffauischc Biehhänblervcrein" hielt gestern in der Wirtschaft des Schlacht- und Viehhofs zu Wiesbaden seine ordentliche Generalversammlung ab. Sie war aus allen Teilen Nassaus gut besucht. Aus dem vom Vorsitzenden Isaak Kahn (Bielbrich) erstatteten Jahresbericht sei folgendes hervorgehoben: Das abgelaufene Jahr war infolge des Krieges für den Viehhandelsstand ein wenig befriedigen­des. Auch die Geißel des Viehhändlers, die Maul- und Klauenseuche, hat dem Handel gewaltig zugefetzt, so^ daß er immer wieder und wieder erklären muß: Nur die Siall- kontrolle bei dem Züchter kann zur erfolgreichen Bekämpfung der Seuche führen. Durch die enorm hohen Fnttermittelpreise besteht die Gefahr, daß die Viehbestände verringert werden. Mit allen Mitteln muß dieser Verringerung entgegengewirkt werden. Der Viehhandel geht mit geringer Hoffnung aus Besserung in das neue Jahr. Der Jahresbericht gab Anlaß zu einer längeren Aussprache; es wurde beschlossen, bei dem Magistrat der Stadt Wiesbaden zu beantragen, Markt­tage, die auf israelitische Feiertage fallen, zu verlegen, und bei Ausbruch der Maul- und Klauenseuche auf dem Schlacht- uud Viehhof den Markt jeweils am Eingang des Hofes abzu- hatten. Sodann soll das Kreisamt Mainz ersucht werden, zu gestatten, bei herrschender Maul- und Klauenseuche Fettvieh nach dem Wiesbadener Schlachthof durch Mainz-Kastel zu treiben. Schließlich fand ein Antrag des Siegfried Rosenthal (Bierstadt) Annahme, der den Eintritt desNafsauischen Vieh- händlervereins" in denBund der Viehhändler Deutsch­lands" bezweckt. Die Versammlung stellte 100 M. zur Un­terstützung für bedürftige Familien im Felde stehender Ver­einsmitglieder bereit und bewilligte weitere 50 M. zur Unter­stützung einer bedürftigen Familie im Untertaunuskreis, deren Ernährer sich unter den Fahnen befindet. 100 M. wurden für das Rote Kreuz bewilligt. Die zum Schluß -vorgenommene Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Isaak Kahn (Biebrich a. Rh.), 1. Vorsitzender, Peter Schmidt (Wiesbaden), 2. Vorsitzender, Leopold Kronenberg-er (Wiesbaden), Schrift­führer, Hermann Lefkoivitz (Erbenheim), Kassierer, Gustav Rosengarten (Wiesbaden), Gustav Kaufmann (Wiesbaden), Karl Ohlenmacher (Wörsdorf), Simon Nassauer (Wehen), Jakob Heyum (Rückershausen), Isidor Meier (Holzhansen ü. 21.), Theodor Hensler (Limburg), Siegmund Rosenthal (Bierstadt) und Karl Kahn (Schierstein), Beisitzer.

Frühjahrs-Handwcrkerprüfungcn. Die Frühjahrs- Nieisterprüfungen im B a u h a n d w e r k Maurer, Zimme­rer und Steinmetzefinden im Februar statt. Die Anmel­dungen sind rechtz-eitig vorher an die zuständigen Vorsitzenden einzureichen. Zuständig sind je nach dem Wohn- bezw. Be- schaftigungsori des Prüflings die König!. Bauräte Bleich (Homburg v. d. H.), Taute (Wiesbaden), Polizeidirektion, und Beilstein (Diez a. d. L.). Im Zweifel sind die Anmeldungen an die Handwerkskammer zu richten. Im D a m e n s ch n e i d e r- handw-erk finden die Frühjahrsprüfungen vom 15. Januar bis 15. Februar statt. Bezüglich der Anmeldung gilt dasselbe, was bei den Prüfungen im Bauhandwerk gesagt ist. Zustän­dig sind hier Schneidermeister Adolf Müller (Frankfurt a. M., Goethestraße 15), Jakob Herrchen (Wiesbaden, Goldgasse 19), Karl Rösch.(Limburg a. d. L-, Salzgasse 8), und Philipp Meckel (Dillenburg).

Wiesbadener Lazarette. Aus der Verwundetenltste der Auskunftsstelle über int Felde stehende Nassau siche Soldaten in der Loge Plato: Infanterie-Regiment 113: Wehrmann

Abel (Obertiesenbach) im Hotel Prinz Nikolas. Infanterie- Regiment 88: Reservist Koch (Mittelheim) im Prinz Nikolas' Feldwebel Bergmann (Werdohl) im Hotel Metropol; Wehr­mann P. Tönsmann (Linne) im Kathol. Gesellenhaus.^ Reserve-Jnfanterie-Regrment 223: Reservist L. Alter (Wies­baden) im Garnisonlazarett; F. Scheffler (Ostrich) im Kathol. Gesellenhaus; Unteroffizier d. Res. F. Scheidt (Dotzheim) im Kathol. Gesellenhaus.' Infanterie-Regiment 80: van

Baßhuhsen (Frankfurt a. M.) im Heilig-Geist-Hofpital; Reser­vist ?l. Eschenhof (Fachingen) im Paulinenstift; W. Hardt (Rothenberg) im Paulinenstift; W. Helbig (Wiesbaden) im Kathol. Gesellenhaus; M. Hopfinger (Preising) im Paulinen­stift; Wehrmann I. Hoftnann (Hochheim) im Garnsionlaza­rett; M. Müller (Wiesbaden) im Garnifonlazarett; E. Scholz (Volkringhausen) im Garnifonlazarett; Schott (Lingersheim) im'Kathol. Gesellenhaus; K. Schnurr (Eiserfeld) im Garni- fonlazareti. Res ervc-J nfanterie-RegiinPit 80: Wehrmann A. Fischer (Dausenau) im Paülineisikift; Gefreiter K. Seibel (Holzheim) im Garnifonlazarett; Leutnant d. L. A. Schneider (Kloppenheim) im Gärnisonlazareit; Gefreiter ^ S. Wagner (Ostrich) im Paulinenstift. Landwehr-Jnsanterie-R-egiment 80: Wehrmann I. Hönig (Birkenau) im Garnifonlazarett. Landwehr-Gvenadier-Regiment 8: Hornist St. Lüsch (Nendorf) im Paulinenstift. Pionierbataillon 21: F. Meurer (Schier­stein) im Hospital zum Heiligen Geist. Festungskonipagnie 62: Eesatzreservsit R. Petry (Breithardt) im Garnifonlazarett. Feldartillerie-Regiment 3: W. Richter (Belzig) im Pauli­nenstift. ^- Landsturm-Ersatzbataillon Wiesbaden: Landsturm­mann F.i Walter (Rothenrain) im Garnifonlazarett.

Neusahrswunsch-Ablösung. Die städtische Armen- verwaltung gibt bekannt:Auf die Lösung der Nenjahrs- Wunsch-Mläsungskarten, welche für den Erwerber den Zweck hat, die Glückwünsche zum Neuen Jahr unter Verzichtleistung auf solche darzubringen, wird in diesem Jahre ganz besonders aufmerksam gemacht. Abgesehen davon, daß der Erlös nur zu wohltätigen Zwecken Verwendung findet, liegt es vor allem im vaterländischen Interesse, die Postanstalten, welche durch chie Feldpostsendungen besonders stark in Anspruch genommen sind, zu entlasten. Das Hauptverzeichnis wird am 31. Dezember veröffentlicht. Der Nachtrag erscheint am 3. Januar in den hiesigen Tageszeitungen. Karten sind noch Marksitraße 1/3, Zimmer Nr. 22, von vormittags 8ssi>- bis 1 Uhr und nach­mittags von 3 bis 61/2 Uhr zu haben."

Wcihnachtsverlosung des Kreiskomitees vom Roten Kreuz. Dringenden Wünschen entsprechend sind die Besich­tigungstage der Ausstellung noch -einmal verlängert worden, so daß außer dem 1. nun auch am 2. und 4. Januar zu den bisher üblichen Stunden der kleineKunsksalon" geöffnet >st. Für den 1. Januar ist Loseveririeb auf den Straßen durch jugendliche Helfer und Helferinnen vorgesehen. Hoffentlich ist das Wetter dem Verkauf günstig. Auch das Konzert der Schutzmannskapelle amWarmen Damm" ist wieder in das Tagesprogramm ausgenommen. Am 5. Januar findet im Festsaal des Rathauses die Verlosung unter polizeilicher Auf­sicht statt. Ziehungslisten werden im giat-haus und in den Ver­kaufsstellen aufgelegt und werden in den Tagesblättern ver-

Morgcn-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite Ek

öffentlicht. Die Listen können auch käuflich bezogen werden. Die Ausgabe der Gewinne erfolgt in dem Ilusstellungslokal.

Personalnachrichtcn. Dem Landgerichtspräsidenteu a. D. Geh. Oberjustizrat H a h n in Wiesbaden ist der Rote Adlerovden 2. Klasse mit Eichenlaub verliehen worden.

Kus dem vereinsleben.

vorberichte, Vere,nsver>arnmlungen.

* DieW i ch e r n v e r e i n i g u n g" läßt den im Anfang der Monate von ihr veranstalteten Kricgsabenden noch zwei weitere folgen Am Sonntag und Dtontag wird P.o- fessor Dr. Dunkmann aus Greifswald sprechen über:Der Weltkrieg und das Alte Testament" undDer Weltk ieg und Jesus". Duukmann steht noch vom vorigen Winter hec hier in mttem Andenken Die Vorträge finden diesmal im Luther- saal der Lutherkirche statt, abends 8si« Uhr. bei f.eiem Eintntl. vereinsfeste. cAufnahine frei bis zu 20 Zeilenz

* DerJugendvcrein 1 der Ringkirche" beging am vergangenen Sonntag auf derAlten Adolfshöhe" feine diesjährige Weihnachtsfeier, verbunden, mit vom 4. Krregs- abend. Der große Saal er faßt 600 Personen war übe: füllt, so daß er geschlossen werden mußte. Den Abend leitete und eröjfnete der stellvertretende .1. Vorsitzende Herr Gg. Christian. In seiner kurzen Begrüßungsanspvcrche wies er darauf hin. daß es das erstemal sei, daß der noch innge Verein in einen öffentlichen Saal gehe. Ferner reUte er zur Freude aller eine kurze Feldpostkarte des Herrn Pfarrer Veidr mit, die weiter nichts als die kurzen Worte enthielt:Hurra, JUngens, das Eiserne Kreuz". Als Festredner des Ilbends war Herr Pfarrer Merz gewonnen worden. Redner sprach mit markigen und gehaltvollen Worten überWeihnachten und Krieg". Ovcheste.Vorträge' unter Leitung des Herrn Koster und Rezitationen wechselten ab und führten zu dem Festspier des Abends:Schlesische Weihnachten". In der Kaffeepause fand eine Verlosung -statt. -Dar Höhepunkt des 2. Teiles war das treffliche Stück:Seemannslos". von den jugendlichen Darstellern sehr wirkungsvoll gespielt.

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk, Wiesbaden.

Neuhof. 28. Dez- Gestern nacht brannte das An­wesen des Gastwirts Adolf B i e r 0 d zum Teil nieder. Nur das Wohnhaus blich verschont._

Neues aus aller Welt.

Explosion in einer franzossichen Sprengstoff-Fabrik.

Berlin. 29. Dez. In der Sprengstoff-Fav.ik von Cheddes, fünf Kilometer von St. Ge.vais ^(Dep. Haute-Savoyen). er­folgte gestern sine gewaltige Exvlofion. In dieser Fabrik wwd der Sp. engjkoff Chchdite in großen Mengen für die franzomche Armee hevgestellt. Seit einiger Zeit wird dort auw zrurpinil angefertigt. das seinen Namen von seinem Erfinder Lurpin bat Die Fab ik beschäftigte bisher etwa 500 Arbeiter. ^ Die französischen Militärbehörden wandten sich nach.der Explonoir an die Genfer Ärzte, um Hilfe. Dr. Marchand und zwei andere Ärzte fuhren nach Cheddes. Die Fabrik lieferte in letzter Zelr täglich bis zu 44 Kisten Turpinit an die ivanzossiche Armee. Lheüdes liegt an der Straße nach Chamwnix. Die w stschen Mürtärbebörden bemühen sich, die Ursache des Unglücks oon Cheddes zu. ve.Meiern. ^ ,

Pfarrer Mirbt. Berlin. 30. Dez. Pfarrer Mrrbt von >er Kirche zum Heilsbronnen in Schöneberg, dessen tan- ireuungen seinerzeit Aufsehen erregten,, ist m der Cha rte. vohin er zur Untersuchung seines Gel,teszu,tandes gebracht vorden war. völlig zusammengebrochen. Alle Slnzeichen sprechen >afür daß der ehemalige Geistliche schwerer Krankheit ver­fallen ist. Das Kmisistovium und auch der Obe>nrchenr<U haben eine Strafverfolgung abgelehnt, da Mirbt sofort nach seiner Verhaftuira in Dresden feine Amtscntlastung beantragt and erhalten hatte. ,,

Eine lobenswerte Wette. Hamburg, 30. Dez. Hier hat ein Mann infolge einer Wette innerhalb, acht Tagen bei wr Reichsbank 50000 M. in Gold gegen Scheine eingetauscht .

Letzte vrahtberichte.

Eine austcrordentlichc Bundcsratsverordnung.

Bi- Berlin, 30. Dez. (Eig. Drahtbevicht. Ktr. Mn.) Eine autzerordentüche Bundesratsverordnung enthäll das neuesteReichsgesetzblatt". Sie lautet: Der Bun­desrat hat auf Grund des 8 3 des Gesetzesf^utzer die Ermächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maß­nahmen usw. vom 4. August 1914 folgende Verordnung erlassen: 8 1- iDie in den 88 ^96 und 197 des Bürger­lichen Gesetzbuches bezeichnten Ansprüche, die noch nicht verjährt sind, verjähren nicht vor dem Schluß des Jahres 1915. 82. Die Verordnung

tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung rn Kraft.

Bruno Garibaldi im Argonnerwalde gefallen.

Rom, 30. Dez. Bruno Garibaldi, ein Enkel des Volkshelden, ist bei einem Sturrn auf die deutschen Schützengräben im Argonnerwalde gefallen. Dies war -das erste Gefecht, an dem das italienische Frei- willigenkorps teilncch-ni.

Zu dem Vrandunglück in der Gräflich-Dürkheimschen Brauerei.

München, 30. Dez. Bei dem Brande der Gräflich- Dürkheimschen Brauerei in Steindagen wurden durch einen stürzenden Kamin der^ Braumeister Klein, der Brauereibuchha-lter Eng-elmaier und zwei Feuer- wchrleute getötet. Von den Schwewer-letzten, unter denen sich der Gräfliche Gutsverwalter Keerl befindet, ist' iwch ein Feuerwehrmann gestorben, so daß bis jetzt fünf Tote zu verzeichnen sind.

Vriefkasten.

(Die Schrfftlritunst bvS Wiesbadener Taablatts beantwortet nur stdrMiche Avkragen im Briefkasten, und zwar obn? Recbttzverbindlichkeit Nesvr-'chungeo tünnen niltu aewäbri werden »

Name unleserlich. Wir haben von der betreffenden, ln sensationeller Form mitgeterlten Meldung deshalb reine Notiz genommen weil es sich n i ch t um eine neue Tatsache handelte, sondern anscheinend nur um eine irrtümliche Auslegung eines weiter zurückliegenden Teil Vorgangs. Die betreffende Gefangenenzahl dürfte in die schon in Den Festtagen berichteten österreichischen Summen etnzu- rechnen sein.

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