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No. 70

Freitag, den 10. Februar

1893

t

Preußischer Landtag.

O Strltn, 9. Februar.

Abgeo rdneteuhaus.

Anslrutd-

* ®rßrrrri<f) $li>g<mt. Nach derReichswehr" werden bei dec österreichischen Kavallerie die rochen Beinkleider durch qraue und bei den Trainsoldaten durch dunkelblaue erseht. Die Ulanen erhalten nun den dunkelgrauen Waffenrock mit rothcm Binst'atz- d,e Artillerie erhält einen zweireihigen Waffeinock.

* Rußland. Herr Märtel, Mitglied der geographischen Ge- scllichatt, wird in diesen Tagen aus Paris in Odessa erwartet um iin Auftrage einer Gesellschaft französischer Geldmänner die Krim zu bereisen und die dortigen Heilquellen zu nutersuchcn. Die Ge­sellschaft beabsichtigt, diese anzukaufcn und in große Kurorte im europäischen Stile zu verwandeln Eine sibirische Ausstellung wird in Petersburg vorbereiiet und von der Negierung patronisirt.

Politische Tages-Rundschau.

Ein Theil der Panama-Sünder ist von der Strafe ereilt worden. Gestern Nachmittag hat nämlich der Ge­richtshof das Urth eil in dem Prozeß gegen die Leiter, Verwalter und Unternehmer der Panamakanal-Gesell­schaft gesprochen. Es lautet gegen Charles de Lesseps auf fünf Jahre Gefüngniß und 3000 Frcs. Geldbuße, gegen Fontane und Cottu auf zwei Jahre Gefüngniß und 3000 Frcs. Geldbuße wegen Betrugs und Vertrauensmiß­brauchs und gegen Eiffel auf zwei Jahre Gefüngniß und 20,000 Frcs. Geldbuße wegen Vertrauensmißbrauchs. Das Urtheil, so hart es klingt, scheint immerhin milde im Ver­gleich zu den Summen, welche vergeudet, zu unwürdigen Bestechnngszweckcn verwendet und' dem ' Volke durch betrügerische Vorspiegelungen entzogen wurden. Die schlimmsten Sünder und abgefeimtesten Halunken gehen am Ende frei ans. Herz erfreut sich, wie gestern mitgetheilt, in England eines sehr angenehmen Gefängnisses, Arton wimmelt mit irgend einer Courtisane in der Welt herum und schlägt den Verfolgern Schnippchen, und Reinach ist durch einen plötzlichen Tod den Händen der Gerechtigkeit entschlüpft. Gegen andere Verdächtige und Unsaubere ist regierungsseitig die Untersuchung niedergeschlagen worden, weshalb in der Presse und in der Kammer mit Recht in den letzten Tagen ein so gewaltiger Lärm geschlagen wurde, daß es am Ende wieder zu einer Ministerkrisis, wenn nicht zu Schlimmerem, kommt. Jedenfalls ist der moralische Bankerott des französischen Regimes dermaßen vor den Augen der Welt besiegelt, daß man sich über nichts mehr « wundern braucht. Bestochene Minister, eine bestochene Presse, bestochene Volksvertreter, ein bestohlenes stüttional- Bermögen, das genügt.

Der Besuch des russischen Thronfolgers läßt die Journalisten immer noch nicht zur Ruhe kommen, und er scheint ein förmliches Friedensgeläute in den Blättern hervorzurufen, was ja an sich recht angenehm klingt. Den Times" wird aus Wien gemeldet: Aus Petersburg hier «ingegangene amtliche und Privat-Berichte stellen es außer Zweifel, daß eine sichtbare Besserung der allgemeinen Lage stattgefunden hat; der Besuch des Czarewitsch in Wien und Berlin war nur die äußerliche sichtbare Bestätigung der zwischen den drei Kaiscrmächten bewerkstelligten thatsächlichen Annäherung. Die Kriegsgefahr ist mithin aus ein Minimum ceduzirt. Es mag zuversichtlich gesagt werden, während der letzten zehn Jahre war niemals weniger Aussicht auf einen Konflikt zwischen den Großmächten vorhanden als jetzt. Die Möglichkeit, die bislang die friedliebenden Mächte beunruhigte, war die Aussicht auf ein vollkommenes Einvernehmen zwischen Rußland und Frankreich; nach bestinformirten Autoritüten besteht ein solches Einvernehmen gar nicht. DemDaily Chronicle" wird, wie schon berichtet, aus Petersburg ge­meldet, die Friedenspartei habe jetzt die Oberhand am russi­schen Hofe. Möge sie die Oberhand recht lange behalten!

Die amerikanische Union hat sich nun, natürlich so uneigennützig wie möglich, der armen, verwaisten Samoa- Inseln angenommen und will den braven Kanaken ein Mter Vater sein. DasReutersche Bürcan" meldet aus Honolulu vom 1. Febr.: Heute erklärte der Gesandte der Vereinigten Staaten von Anierika auf Ersuchen der provi­sorischen Regierung das provisorische amerikanische Protektorat über die Inseln und ließ auf dem Regie- mngsgcbäude die Flagge der Vereinigten Staaten, auf den »origen öffentlichen Gebünden jedoch, sowie auf den Schiffen mr hawaiische Flagge hissen. Eine Proklamation des amerikanischen Gesandten besagt, der Zweck seines Vorgehens H, die Ordnung aufrecht zu erhalten und den Ausgang «er Verhandlungen in Washington zwischen der Regierung o« Vereinigten Staaten und den hawaiischen Abgesandten Anwälten. Es herrscht vollkommene Ruhe. Der englische «inisterresident erkannte bereits am 19. Januar die provi­sorische Regierung bis zum Eintreffen von Instruktionen stls London an. Lange wird nun wohl das endgültige Prolektorat, das Vorstadium einer gelegentlichen Annexion, uicht mehr auf sich warten lassen.

Verlag: Langgasse 27.

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Lotung eines Erlaub,lißscheiues abhängig macht. Für diesen Er- laubnitzschein ist eine Gebühr von 25000 Mk. zu entrichten Ebenso bedürfen auch nicht gewerbsmäßige Jäger, so fern sie nicht rat Dienst des Schutzgebiets oder des Deutschen Reiches oder einer un Schutzgebiet angesessenen Firma stehen, eines Erlaiibuißscheines, für den 200 -5000 Mk. zu entrichten sind.

* Rundschau im Reiche. Aus Nietleben, 9. Februar wird gemeldet: Gestern kamen zwei Todesfälle und drei cholera- oerdachtige Erkrankungen vor. DieStraßburger Post" berichtet, d'e Verwaltung der Stadt Straßburg habe wiederholt und ver­geblich oOO Arbeiter gesucht, zuerst um Schnee zu schaufeln und fortzufchaffeu, daun nm das Gelände am Hauptsriedhof zu ebnen. Von den 500 Männern, welche in der Slippnianstatt St. Marx die Armensnppen aßen mid daun in den Wärmestuben Karten spielten, wollte fein einziger irgend eine Arbeit annehmen.

Aus der heutigen Tagesordnung stand zunächst die Inter­pellation des Abgeordneten Grafen Limburg-Stirum (kons.), betreffend den Vorsührnngsbefehl der Strafkammer I, Berlin, gegen den Abgeordneten v. Hainmersiein (kons.). Nach kurzer Be- grüudnng durch den Interpellanten erklärt der Justizminister Schelling, das Kammergericht habe den Vorführungsbefehl nicht als Verhaftung-anerkannt. Hiermit ist die Interpellation erledigt. Es folgt die Berathung von Petitionen, welche nach den Anträgen der Kommissionen erledigt werden. Eine längere Diskussion ruft die Petition des Direktoriums des landivirthschaftlichen Central- Vereins für die Provinz Sachsen hervor, betreffend Stand des deutsch-russischen Handelsvertrags. Der Antrag Lieber auf Zu­rückverweisung an die Kommission wird mit 122 gegen 115 Stimmen abgelehnt, worauf Friedberg (nat.-lib.) namentliche Ab­stimmung über den von ihm eingebrachten Antrag beantragt, der die Anwesenheit des Landwirthschaftsministers bei der Berathung dieser Petition verlangt. Es sei unpassend, Angriffe gegen die Regierung zn schleudern, die am Ministertisch unvertreten fei. Dieser Antrag wird, nachdem der schleunigst herbeigeholte Finanzminister Miquel noch einmal davor gewarnt hat, daß die Einzellandtage sich in Reichsangelegeu- heiteii mischen, noch dazu in schwebende Verhandlungen, mit "197 gegen 68 Stimmen angenommen. Der Präsident wird der Regie­rung entsprechende Miitheilnng machen und setzt die Verhandlung dafür aus dm 15. d. M. an. Nächste Sitzung: Montag. Tages­ordnung : Kultnsetat. *

Die Steuerkommission des Abgeordnetenhauses be­endigte gestern die erste Lesung des Steuer-Reforuiwerkes. Am Montag beginnt die zweite Lesung der Ergänzungssteuer.

Refideu;-Theater.

Gastspiel der Balletmeisteriu und prima Bailbrina Paula ~' öliani. Zum ersten Male: DiePuppens?». AnSsiatiunoS- Pantomtine mit Ballet in 1 Akt von 3. Habreiter und F. Gaul. Musik von Joseph Bayer. In Scene gesetzt von der Balletmeisteriu Paula Tagliani. Vorher zum ersten Male: UeUy. Lustspiel in 3 Akten von Dora Dunker.

In das wohlgeregelte Junggesellcnheim der Brüder Oswald und Fritz Hammer kommt unerwartet die verwaiste Tochter einer in Amerika verheirathet gewesenen Schwester und wirft mit ihrem freien amerikanischen Wesen und mit allen den angenehmen Eigen­schaften, die sie als Wildfang und enfant terriblo entwickelt, die ganze Hausordnung um. Onkel Oswald scheint Freude an ihr zu haben, Onkel Fritz aber ist der Mißbilligung voll, entwickelt aber schon bald eine gewisse Eifersucht, als sich aus dem von der Nichte mitgebrachten Wölfchen (das zum Schrecken der mit falschen Fremdwörtern um sich werfenden Haushälterin mit Beaffleaks ge­füttert werden muß), alsbald ein Pflegebruder der Nichte, Wolf­gang Wood, entpuppt. Dies radebrechende Elephantenkiikeu jedoch wird im Verlaus der Handlung von der Enkelin des Hammerschen Geschäftsführers, Clara, so gründlich im Deutschen unterrichtet, daß im dritten Akte die Verlobung zwischen Beiden nicht ausbleiben konnte. Inzwischen haben auch Onkel Fritz und die amerikanische Nichte Nellyihr Herz entdeckt", ferner reicht der Ohm Oswald einer ins Hans aufgeuontmenen Malerin die Hand, ein altes, nnmögliches Faktotum läßt die Ab­sicht merken, daß es zwischen ihm und der Köchin auch so ziemlich in der Reihe fei, und ein Fabrikarbeiter und sozialistischer Hetzer kommt zu seiner Jette. Diese fünf Paare, welche die als Novellen­schreiberin graffireude Dichterin also mehr oder minder zum Schluß ziisammenbrachte, besagen eigentlich schon genug und zeugen von der Leistungsfähigkeit der Dame. Aber nicht genug damit, daß sie sich in so segenspendender Weise auf die Bühne wagt, sie hat auch die gefährliche Anmaßung gehabt, mit sehr bedenklicher weib­licher Logik beweisen zu wollen, wie ein Theil der sozialen Frage zu lösen sei. Der erwähnte, an sich fleißige Fabrikarbeiter hat zwar seinen guten Lohn in der Fabrik, leidet aber unter familiären Hindernissen und möchte gern heirathen. Da er nun die dazu nöthige Zulage nach den Lohnstatiiten der Fabrik noch nicht er­halten kmm, hetzt er die fleißigen und bisher zufriedenen Genossen auf, wird darauf entlassen, wird gegen den vollkommen korrekt handelnden Fabrikherru flegelhaft und gemein und erhält dafür, zur Freude der Anierikanerin, von seinem bisherigen Fabrikherrn die Mittel, sich selbständig zn machen. Für diese Lösung, die ihrem Herzen alle Ehre machte, sollte Frl. Dunker von Rechtens wegen im sozialistischen Zukunstsstaate Vorsteherin einer Geineindesnppeii- anstalt werden, zumal sie, wie dieses Lustspiel bekundet, für kraft­lose Suppen Talent zu haben scheint. Ihr Stückchen, freilich der Originalität bar, hatte einige hübsche und lustige Einfälle und gefiel thcils dieserhnlb, theils außerdein" recht gut. Dies Außer­dem war die ausgezeichnete Darstellung und Jnscenirung. In erster Linie war es Frl. Pallatscheck, die als amerikanisches enfant terrible vorzüglich spielte: kapriziös und nervös, verzogen und doch selbständig, trotzig und doch liebevoll, kurzum, ein sehr angenehmes mixtum compositum. Herr Sasse und Herr Martini gaben das bärtige, würdige Hagestolzen- brüderpaar recht wacker, und Herr Wander erntete als in der Entwickelung begriffener Uankee für fern drastisches Spiel vielen Beifall. Reizend war Frl. Frieder als Clara; das Theater hat in ihr eine sehr annehmbare frische Naive gefunden. Herr Jordan brachte den von der Rüpelhaftigkeit zur Sentimentalität und dann zur tiefsten Dankbarkeit überfonpgeuben Fabrikarbeiter Schmidt so

Deutsches Keich.

* Hof- und Prrs»ual-Uachrichten. Der Kaiser und die Hülfe rm erschienen gestern im Berliner Rathhanse, um die Modelle sur das Kaiserin Augusta-Denkmal entgegenzniiehmen. Der Kaiser besichtigte dann eingehend alle Räume de« Rathhnu es und sagte für dm MaMratz-Sibungssaal, in welchem sich die Bildniffe aller preußischen Herrscher befinden, die Verleihmig des Bildes seines Vaters, Kaisers Friedrich III., zu. General v. Loö, der gestern Abend von Berlin in Koblenz eingetroffen ist, tritt feine Reise nach Rom nut größerem Gefolge am Samstag an.

* Krrli», 10. Febr. DieKreuzztg." hält ihre Mittheilnng Mer die Aeußerung des russischen Thronfolgers, daß kein Bundmß Rußlands und Frankreichs vorhanden sei aufrecht Für den 15. d. Mts. ist eine große öffentliche K u n d g e k> u n g zu Gunsten der Militarvorlage geplant. Die Arrangeure gehören der nationalliberalen Partei an.

* Kolonialeo. lieber die Jagd auf Elephanten und Flu tz Pferde hat der Gouverneur von Kamerun eine Verordnung erlassen, welche die gewerbsmäßige Ansübung dieser Jagd von der

4L. Jahrgang»

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ßch logar mit einem sozialdemokratischen Redakteur in Verbindung gesetzt habe, der Vereinsgelder unterschlagen habe, habe das Ver­trauen der Arbeitgeber verscherzt. Daß Fabrikinspektoren mit Ar- beitcrorgaiufationeii in Verbindung treten, sei bedenklich, so lange letztere Parteipolitik trieben. Die Einfübriiiig der Sonntagsruhe für die gewerblichen Arbeiter dürfe nicht überstürzt werden. Abg. Hartmann (kons.) bezeichnet die Anregung des Abg. Hirsch bezüglich des Titels 7 der Gewerbeordnung größtentheils äls° ver­früht. Erst müsse die Wirkung des Gesetzes von 1891 abgewartet werden. Redner führt ans, an dem gegentoärtigen unbefriedigenden Verhällmß zwischen Arbeitern und tyabrifinfpeftoreu fei größten- theils die sozialdemokratische Presse schuld. Redner ersucht das Reichsaint des Innern, dafür zu sorgen, daß die gesnndhcitsschäd- licheu Wirkungen beseitigt werden, welche das Umgehen mit dena- turirtem Spiritus erzeugt. Abg. Stumm (Reichsp.) vertheidigt die in seiner Arbeitsordnung enthaltenen Srrasbestilinnuligen. Wenn die Inspektoren mit den Arbeitervereiuiguugen und den Führern der Arbeiter in Verbindung treten, so überschreiten sie ihre Aufgabe, und iiehinen Partei für Organisatioueu von zweifelhaftem Werth. Abg. Hirsch (freif.) bemängelt, daß zur Bedienung gefährlicher Maschinen immer noch jugendliche ungelernte Arbeiter der Billigkeit wegen verivendet werden, damit werde die Unfallgefahr erhöht. Er bedauert die Verzögerung der Durchführung der Sonntagsruhe für die geiverb­lichen Kreise. Staatssekretär v. Boetkicher erklärt, daß er die Entwürfe für die AusführungSbestiininuiigen zur Sonntagsruhe der gewerblichen Arbeiter, sobald sie fertiggeftellt seien, nicht sofort dem Bundesrath, sondern zuvor Sachverständigen vorlegen iverde, unter denen sich auch Arbeiter befinden wurden. Das fei iwthig nach den Erfahrungen, die man mit den Bestimmungen über die Sonntags­ruhe für das Handelsgewerbe gemacht habe. Abg. W n rm (Soz.): Das Vertrauen der Arbeiter zu den Fabrikiiispektoren werde mir dadurch herbeigesiihrt, daß Letztere sich mehr um Erstere und deren Beschwerden in den Arbeiterblätterii kümmerten. Freitag: Fortsetzniig der Berathung.

Ans derReichrtagskommission für die lex Heinze hört man, daß nach endlosen Debatten immer luieitr die Abstimmung über die einzelnen Paragraphen ausgesetzt werden muß. In zwei Sitzungen hat mau bereits über die Strafbestimniiuigen für die Verbreitung unzüchtiger Schriften und Darstellungen bebattirt, ohne zu einem Resultat zu kommen. Namentlich die ultramontanen Mitglieder find für sehr rigorose Bestimmungen gegen Alles, was sie für unzüchtig oder anstößig halten. Einer der'Herren plädirt allen Ernstes dafür, daß man mythologische Statuen und Bild­werke auch aus den Museen entferne, und ein anderer sprach das große Wort gelaflen aus, es fei an der Zeit, durch Strafgesetze der Kirnst und Litteratur neue Bahnen zu weisen.

*

Der Reichstags-Ausschuß zur Berathung des W u che r g e se tz es lehnte alle Anträge zu Artikel i ab, welcher jährliche Rechnungs­legung über noch schwebende Geschäfte verlangte. Schließlich wurde Artikel 4 selbst mit sieben gegen sechs Stimmen abgelehnt.

Deutscher Reichstag.

0 Kerstin, 9. Februar.

. In der heutigen Sitzung wurde die zweite Lesung des Etats r Reichsamtes des Innern beim Titel Gehalt des Staats- »kretärs fortgesetzt. Abg. Möller (nat-lib.)plaidirt für eine Mmehrung der Gewerberäthe und Fabrikinspektoren dafür, daß wirklich Sachverständige zu solchen ernannt werden. Z®«<r warnt vor einer Versicherung gegen Arbeitslosigkeit durch Arbeiterorganisationen und BerufSgenoffenschaften und erklärt, die Mganifahon der Arbeiter fördern, hieße den Krieg fördern. Er Stont die Bedeutung des Fabrikinfpettorats an, doch dürfe eine 1 schnelle Erweiterung der Besugniffe nicht erfolgen. Segens- lJonne es nur wirken, wenn es getragen werde vorn Vertrauen Arbeiter und Arbeitgeber. Der badische Fabrikinspektor, der