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Seite 10.

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Bekanntmachung.

lieber das Eigentum an der von den eigenen Truppen und vom Feinde verschoffenen Munition und an erbeuteten Gegenständen sind Zweifel hervorgetreten. u wird

Hierzu gegeben: m? in

folgendes bekannt

Alle im Eigentum der deutschen Heeresverwaltungen stehendenGegen- stände bleiben im Inland wie . im Ausland auch dann in deren Eigen­tum. wenn sie verloren oder wie zum Beispiel auch Munitionsteile, bei irgend einer Gelegenheit und aus irgend einem Grunde zurückgelasien werden.

Den berufenen staatlichen Organen steht ferner für das Inland wre für das Ausland di>e ausschließliche Be­fugnis zu, das Aneignungsrecht an derKriegsbeute", d. h. an der Aus­rüstung des Feindes und an den von ihm zurückgelassenen Munitions­teilen, auszuüben.

Ebenso wie deshalb der Soldat, der femdliches Eigentum erbeutet, oder die Behörde, die es beschlag­nahmt, zur Ablieferung verpflichtet ist, muß jeder, der solche Gegenstände im Jnlcaid oder in den: von deutschen Truppen besetzten Ausland an sich nimmt, sie unverzüglich an die

nächste Mlitär- oder Zivilbehörde abliesern, die ihrerseits verpflichtet ist, alle Beutestücke den zuständigen Beutesammelstellen zuzuführen. Für das 18. Armeekorps ist sie in Darm­stadt.

' Wer als Privatperson Fundstücke Von der Ausrüstung der kämpfenden Truppen abliefert, hat -im Inland Anspruch auf den gesetzlichen Finder­lohn: im feindlichen Ausland wird ern Finderlohn in der Regel zuge- brlligt werden.

. Nach dem Reichsstrasgesetzbuch muß iede widerrechtliche Anergirung von Beute- oder Fundstücken als Dieb- stahl (8§ 242 ff.) oder Unterschlagung (8 246), nach dem Militärstrafgesetz­buch gegebenenfalls alseigenmäch- trges Beutemachen" (8 128) mit harter Gefängnisstrafe, unter Um­ständen sogar mit Zuchthausstrafe belegt werden, und zwar nach 88 7 und 161 des Militärstrafgesetzbuches auch dann, wenn die. Tat tu einem von deutschen Truppen besetzten aus­ländischen Gebiet begangen wird.

Wer sich widerrechtlich Beute- oder Fundstücke aneignet, erwirbt selbst rein Eigentum daran und kann es auch nicht durch Verschenken oder Verkaufen arr andere Personen übertragen. Die Militär- u. Zivil­behörden sind deshalb zur Beschlag­nahme befugt. Wer solche Gegen­stände durch Geschenk oder Kauf cm

der

sich bringt, kann sich dadurch Hehlerei schuldig machen.

Es wird daher vor Aneignung und Kauf dringend gewarnt und hiernftt me Aufforderung verbunden, alle bisher aus Rechtsunkenntnis ohne Anzeige eigenmächtig in Verwahrung gehaltenen oder erworbenen Beute- cegenstände unverzüglich an die

ülitär- oder Ortspolizei-Behörde, im Auslarid an die nächste Militär­

behörde, abzuliefern. Wer ohne Be­fugnis nn Besitze solcher Stücke be­troffen wird, setzt sich und die mi der Aneignung etwa Mitbeteiligten der Gefahr iMnachsichtlicher strafrecht­licher Verfolgung aus.

Frankfurt a. M., den 18. 12. 1914. Stellvertretendes Generalkommando.

18. Arincekorps.

Der kommandierende General: gez.: Freih. v. «lall, Gen. der Inf.

Bekanntmachung.

Der in letzter Zeit zunehmende Un­fug durch das Auslüschen und die Be­schädigung von Straßenlaternen durch die Jugend veranlaßt mich, an die Eltern hiernftt das öffentliche Er­suchen zu richten, die ihrer Aufsicht unterstehenden Kinder nochdrücklichst vor derartigen Ausschreitungen warnen zu wollen.

Die Aufsichtsorgane sind ange­wiesen, Uebertrctungen rmiiachsichtuch Zwecks Bestrafung zur Anzeige zu

brrrcgsn,, wobei ich darauf Hinweise, daß bei Ueberkretungen, die von Kucderri oder sonstigen straf- um. mündigen Personen begangen werden, deren gesetzliche Vertreter zur Verantwortung gezogen werden können, *

Wiesbaden, den 23. Dezember 1914.

Der Polizei-Präsident, v. Schenck.

Bekannftnachung.

Die für sämtliche Gast- u. Schank­wirtschaften des Stadtkreises Wies­baden auf 12 Uhr nachts festgesetzte Polizeistunde >oird hiermit für den 31. d. M. (Silvestcrtag) bis 1 Uhr nachts verlängert.

Wiesbaden, den 16. Dez. 1914.

Der Polizeipräsident, v. Schenck.

Verdingung.

Die Ausführung von schmiede­eisernen Türen für den Neubau des Museums hierselbst Los 1 bis 14 soll im Wege der öffent­lichen Ausschreibung verdungen werden.

Verdinsiungsunterlagen und Zeich- mmgen können während der Vor­mittagsdienststunden im Verwal­tungsgebäude Friedrichstraße 19, Zimmer 13, eingesehen, die Ange- bctsunterlaaen ausschließlich Zeich­nungen auch von dort gegen Bar­zahlung oder bestellgcldfreie Einsen­dung von 60 Pf. bezogen werden.

Verschlossene und m,t ^ht.uae schrittH. A. 133 Los . . . versE Angebote sind spätestens bis

Samstag, den 2. Januar W 3 , vormittags 9 Nhr, hierher einzureichen.

SMe Eröffnung ^der

folgt unter Einhaltung bet ", Losreihenfolge in Gegenwa» etwa erscheinenden Anbietertcn mit schriftlicher Vollmacht versah Vertreter. .

Nur die mit dem vorgeschpl^-^r- und ausgefüllten Verdingung^^c- mulare eingereichten Angebote den berücksichtigt. ;

Zuschlagsfrist: 30 Tage.

Wiesbaden, den 16. Dez. liAJf Städtisches H-chbaiMk-"

Bekanntmachung.

® Gouvernement der Mainz hat durch Befehl vom Awiü für den Befehlsbereich der 'fi Ab« Mainz den Verkauf und da>^ so- brennen von Feuerwerkskörpc^t3^^^^« wie jegliches Schießen mit . v pätronen streng verboten. . M Zuwiderhandlungen werde,' ^z>v. Grund des 8 367 Ziffer 4, 5, 8^-S- des 8 368 Ziffer 7 des R.-St?.^ mit Geldstrafe bis zu 150 mit Haft bis zu 14 Tagen bfai.

Wiesbaden, den 3. Dezbr. twjftet* Der Regicrungsprässdcnt. v. »p Wird hiermit bekannt gemÄr'.t, Der aWagf"

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