Seite 10.
Mm-gen-AuSgabe. Zweites Blatt.
MirsvaSerrer TaMaN.
Mirrwocy, 30. Dezember 1014.
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Bekanntmachung.
lieber das Eigentum an der von den eigenen Truppen und vom Feinde verschoffenen Munition und an erbeuteten Gegenständen sind Zweifel hervorgetreten. u wird
Hierzu gegeben: m? in
folgendes bekannt
Alle im Eigentum der deutschen Heeresverwaltungen stehendenGegen- stände bleiben im Inland wie . im Ausland auch dann in deren Eigentum. wenn sie verloren oder wie zum Beispiel auch Munitionsteile, bei irgend einer Gelegenheit und aus irgend einem Grunde zurückgelasien werden.
Den berufenen staatlichen Organen steht ferner für das Inland wre für das Ausland di>e ausschließliche Befugnis zu, das Aneignungsrecht an der „Kriegsbeute", d. h. an der Ausrüstung des Feindes und an den von ihm zurückgelassenen Munitionsteilen, auszuüben.
Ebenso wie deshalb der Soldat, der femdliches Eigentum erbeutet, oder die Behörde, die es beschlagnahmt, zur Ablieferung verpflichtet ist, muß jeder, der solche Gegenstände im Jnlcaid oder in den: von deutschen Truppen besetzten Ausland an sich nimmt, sie unverzüglich an die
nächste Mlitär- oder Zivilbehörde abliesern, die ihrerseits verpflichtet ist, alle Beutestücke den zuständigen Beutesammelstellen zuzuführen. Für das 18. Armeekorps ist sie in Darmstadt.
' Wer als Privatperson Fundstücke Von der Ausrüstung der kämpfenden Truppen abliefert, hat -im Inland Anspruch auf den gesetzlichen Finderlohn: im feindlichen Ausland wird ern Finderlohn in der Regel zuge- brlligt werden.
. Nach dem Reichsstrasgesetzbuch muß iede widerrechtliche Anergirung von Beute- oder Fundstücken als Dieb- stahl (8§ 242 ff.) oder Unterschlagung (8 246), nach dem Militärstrafgesetzbuch gegebenenfalls als „eigenmäch- trges Beutemachen" (8 128) mit harter Gefängnisstrafe, unter Umständen sogar mit Zuchthausstrafe belegt werden, und zwar nach 88 7 und 161 des Militärstrafgesetzbuches auch dann, wenn die. Tat tu einem von deutschen Truppen besetzten ausländischen Gebiet begangen wird.
Wer sich widerrechtlich Beute- oder Fundstücke aneignet, erwirbt selbst rein Eigentum daran und kann es auch nicht durch Verschenken oder Verkaufen arr andere Personen übertragen. Die Militär- u. Zivilbehörden sind deshalb zur Beschlagnahme befugt. Wer solche Gegenstände durch Geschenk oder Kauf cm
der
sich bringt, kann sich dadurch Hehlerei schuldig machen.
Es wird daher vor Aneignung und Kauf dringend gewarnt und hiernftt me Aufforderung verbunden, alle bisher aus Rechtsunkenntnis ohne Anzeige eigenmächtig in Verwahrung gehaltenen oder erworbenen Beute- cegenstände unverzüglich an die
ülitär- oder Ortspolizei-Behörde, im Auslarid an die nächste Militär
behörde, abzuliefern. Wer ohne Befugnis nn Besitze solcher Stücke betroffen wird, setzt sich und die mi der Aneignung etwa Mitbeteiligten der Gefahr iMnachsichtlicher strafrechtlicher Verfolgung aus.
Frankfurt a. M., den 18. 12. 1914. Stellvertretendes Generalkommando.
18. Arincekorps.
Der kommandierende General: gez.: Freih. v. «lall, Gen. der Inf.
Bekanntmachung.
Der in letzter Zeit zunehmende Unfug durch das Auslüschen und die Beschädigung von Straßenlaternen durch die Jugend veranlaßt mich, an die Eltern hiernftt das öffentliche Ersuchen zu richten, die ihrer Aufsicht unterstehenden Kinder nochdrücklichst vor derartigen Ausschreitungen warnen zu wollen.
Die Aufsichtsorgane sind angewiesen, Uebertrctungen rmiiachsichtuch Zwecks Bestrafung zur Anzeige zu
brrrcgsn,, wobei ich darauf Hinweise, daß bei Ueberkretungen, die von Kucderri oder sonstigen straf- um. mündigen Personen begangen werden, deren gesetzliche Vertreter zur Verantwortung gezogen werden können, *
Wiesbaden, den 23. Dezember 1914.
Der Polizei-Präsident, v. Schenck.
Bekannftnachung.
Die für sämtliche Gast- u. Schankwirtschaften des Stadtkreises Wiesbaden auf 12 Uhr nachts festgesetzte Polizeistunde >oird hiermit für den 31. d. M. (Silvestcrtag) bis 1 Uhr nachts verlängert.
Wiesbaden, den 16. Dez. 1914.
Der Polizeipräsident, v. Schenck.
Verdingung.
Die Ausführung von schmiedeeisernen Türen für den Neubau des Museums hierselbst — Los 1 bis 14 — soll im Wege der öffentlichen Ausschreibung verdungen werden.
Verdinsiungsunterlagen und Zeich- mmgen können während der Vormittagsdienststunden im Verwaltungsgebäude Friedrichstraße 19, Zimmer 13, eingesehen, die Ange- bctsunterlaaen ausschließlich Zeichnungen auch von dort gegen Barzahlung oder bestellgcldfreie Einsendung von 60 Pf. bezogen werden.
Verschlossene und m,t ^ht.uae schritt „H. A. 133 Los . . . versE Angebote sind spätestens bis
Samstag, den 2. Januar W 3 , vormittags 9 Nhr, hierher einzureichen. „
SMe Eröffnung ^der
folgt — unter Einhaltung bet ", Losreihenfolge — in Gegenwa» etwa erscheinenden Anbietertcn mit schriftlicher Vollmacht versah Vertreter. .
Nur die mit dem vorgeschpl^-^r- und ausgefüllten Verdingung^^c- mulare eingereichten Angebote den berücksichtigt. ;
Zuschlagsfrist: 30 Tage.
Wiesbaden, den 16. Dez. liAJf Städtisches H-chbaiMk-"
Bekanntmachung.
®aä Gouvernement der Mainz hat durch Befehl vom Awiü für den Befehlsbereich der 'fi Ab« Mainz den Verkauf und da>^ so- brennen von Feuerwerkskörpc^t3^^^^« wie jegliches Schießen mit . v pätronen streng verboten. . M Zuwiderhandlungen werde,' ^z>v. Grund des 8 367 Ziffer 4, 5, 8^-S- des 8 368 Ziffer 7 des R.-St?.^ mit Geldstrafe bis zu 150 mit Haft bis zu 14 Tagen bfai.
Wiesbaden, den 3. Dezbr. twjftet* Der Regicrungsprässdcnt. v. »p Wird hiermit bekannt gemÄr'.t, Der aWagf"
N
