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Seite 4. Morgen-Ausgabs. Erstes Blatt.

deskreis bieten! Selbst wenn nicht immer alles glatt geht, wenn es gilt, sich durchzukämpfen durch innere und äußere Nöte, durch körperliches und seelisches Leid: das Be­wußtsein der abgeklärten sittlichen Gemein­schaft mit denen, die uns nahestehen, ist doch die schön st e-H immelsgabe, die uns zuteil werden kann. Schon sind vier Monate vergangen, seitdem wir Abschied nahmen. Viel hat sich ereignet, Großes und Erhebendes, Ernstes und Trauriges. Mir ist die Zeit wie im Fluge ver­gangen. Die neuen Eindrücke und neuen Pflichten, die jeder neue Tag bringt, lassen einem das Maß der Zeit fast aus den Augen verlieren. Ich muß mich immer erst besinnen, wenn ich mir klar machen will, an was für einem Tage der Woche wir gerade leben. Der Sonntag ist wie jeder andere Tag. Wenn man sich gerade darauf besinnt, daß Sonntag ist, wird man mehr als sonst von Heimatgedanken heimgesucht. Gottesdienst findet von Zeit zu Zeit einmal statt, an irgend­einem Tage der Woche, wie es die Lage gerade erlaubt. Auch das ist immer ein Erlebnis eine wundersame Insel der Ruhe in dem bewegten Strome einer rauhen Wirklichkeit."

Sin, Neusahrserlatz der Kaiserin.

W- T.-B. Berlin, 29. Dez. lNichtamtlich.) Folgender Erlaß der Kaiserin und Königin wird veröffentlicht:Beim Jahreswechsel gedenke ich mit besonderer Innigkeit und Dankbarkeit aller, die im Vaterland in Einmütigkeit und treuester Opferwilligkeit mitgeholfen haben, unseren tapferen Kriegern durch Liebesgabsn und den Verwundeten durch sorgsame Pflege eine Erleichterung zu schaffen. Die Staats- und Gemeindebehörden haben Hand in Hand mit Vereinen und einzelnen in nie rastender Arbeit sich bemüht, auch für dw zurückgebliebenen Frauen und Kinder zu sorgen, um den vor dem Feinde stehenden Soldaten damit die Zuver­sicht zu geben, daß in liebevoller Weise Ihrer gedacht wird. Ich bitte, von der sonst üblichen Wsendung von Glückwünschen an meine Person im Hinblick auf den Ernst der Zeit diesmal freundlich abzusehen und in deutscher Treue auszuharren und lo e i t e r z u b a u e n an unseren Li e b e s w e r k e n zum Segen des teuren Vaterlandes bis zu einem ehrenvollen Frieden, zu dem uns Gott bald führen möge.

Berlin, 27. Dez. Auguste Viktoria I. R."

Eine deutsche WcihnachtSspende für die Armen van St. Quentin.

Zur Kennzeichnung der Art, wie sich die deuischeuBar­baren" tnt Feindesland betätigen, wird derKöln. Ztg." von hochgeschätzter Seite von St. Quentin,. 24. Dez. 1914, folgen­des mitgeteili: Gelegentlich des Weihnachtsfestes Hai General­leutnant Exzellenz v. Nieder, Etappen-Jnspekteur der zweiten Armee, der französischen Stadtverwaltung von St. Quentin die Summe von 5999 M. für ihre Armen und Notleidenden zur Verfügung gestellt.

Ein Notschrei aus russischer Gefangenschaft.

8- u. II. Danzig, 26. Dez. Von folgendem Notschrei aus russischer Gefangenschaft erhalten dieDanz. N. N." Kunde: In Kurzebrack bei Maricnwerder ist von einer Frau, die an die Weichsel gegangen war, um Strauch zu sammeln, eine Flaschenpost gefundsn worden. Der hiervon benach­richtigte zweite Lehrer in Kurzebrack las zu seinem großen Staunen den folgenden, mit Bleistift flüchtig zu Papier ge­brachten Hilferuf seines ehemaligen Thorner Seminar­genossen:Befinde mich in Warschau. Bin von den Russen gefangen genommen. Ich flehe Euch an, befreit mich. Morgens und abends gibt es nur Brot und Wasser, des Mittags ungeschälte Kartoffeln und etwas Salz. Morgen soll c3 weiter nach Sibirien gehen. Hilfe tut nötig. Mit fünfzig Kameraden sitze ich in einem elenden Raume. Füttcrer, Lehrer. Infanterie-Regiment 128, 3. Kompagnie. Warschau, den 2. Dezember 1914."

Mehr Zuversicht!

DaS stellvertretende Generalkommando des 7. Armee­korps, der kommandierende General Frhr. v. Gayl, schreibt: Im Zeichen des gewaltigster Krieges der Geschichte endet das alte Jahr seinen Lauf. WaS wird an Ereignissen das neue bringen- Niemand weiß es. Das eine aber ist sicher: Der Sieg wird unser sein, wenn wir ausharren und weiter ver­trauen auf unser Recht und die Kraft unseres Schwertes. Ist es wahr, daß dieses Vertrauen hier und da zu wanken be­ginnt? Daß Schwarzseher am Werke sind, um in ihren Kreisen flau zu machen und die frohe Zuversicht zu dämpfen? Sollte dem so sein, dann mag es mit aller Deutlichkeit gesagt werden: Weder jetzt noch je haben wir irgendwelche Ursache, in dem Vertrauen auf den glücklichen Ausgang des Krieges uns beirren zu lassen. Vor 44 Jahren hat unser Schwert sieben Mpnake hindurch nicht gerastet; heute aber sind dieVerhältnisse der Kriegsfübrung, die Zahl der Kämpfer, die Ausdehnung der Fronten ins Ungemessene gewachsen. .Und Feinde ringsum! Die Abrechnung mit ihnen, au der uns treue Verbündete helfen, ist aber wahrlich im besten Gange. Im Sturme'haben wir, dem Gebote der Notwehr folgend, Belgien erobert; unsere Truppen stehen unbe- zwinglich i n W e st u nd O st auf fremdem Boden, unsere Schiffe sind der Schrecken der Feinde. Ein Krieg freilich, in dem jeder Tag eilten neuen Sieg brächte, in dem es keinen Wechselfall, keinen Rückschlag gäbe, wäre in der Tat ein merkwürdiger Krieg! Die beste Gewähr für einen glücklichen Ausgang ist der herrliche Geist unserer Truppen. Je näher au den Feind, desto stürmischer ihr Kampfesmut, ihre Be­geisterung, ihr Wille zum Siege. Und unter uns, die wir hinter der Front wie im Schatten des Friedens leben, sollte einer verzagen? Tue ein jeder in erhöhtem Maße seine Pflicht urid helfe er vor allem wirtschaftlich mit an der Stärkung unserer Kriegsrüstung: dann dürfen wir alle mit fester Zuversicht auf den Sieg unserer guten Sache hinübertreten ins neue Jahr!

Gott schütze Kaiser und Reich!

wieviel ttraftwayen sind im Kriege?

Die Bedeutung des Kraftwagens für den modernen Krieg erhellt am besten aus den Mengen von Kraftwagen, die auf beiden Seiten Verwendung gefunden haben. Zwei Tage vor ihrer Kriegserklärung an Deutschland erließ die französische Regierung ein Ausfuhrverbot für Kraftwagen, aus dem hervorgeht, wieviel Kraftwagen der französischen Heeresverwaltung bei Kriegsausbruch zur Verfügung stau» den. Militärautos aller Art, darunter solche zur Befinde» rung von Geschützen, Munition und Flugzeugen, gab es 18 090. Von Privatautos konnte die Militärverwaltung 50 090 requirieren. 1190 Autoomnibusse hatte die Omnibus» gesellfchaft der Stadt Paris zu stellen. Außerdem waren noch mehrere hundert Sonderfahrzeuge mit Scheinwerfern,

Wresbadenrr Tirgblanr«

mit Stationen für drahtlose Telegraphie und solche zum Filtrieren und Befördern von Wasser vorhanden. Alles in allem verfügte also das französische Heer über einen Automobilpark von 70 009 Fahrzeugen. Die Zahl der deutschen, im Felde befindlichen Kraftwagen wird von einer amerikanischen Fachzeitschrift etwas niedriger, nämlich auf nur 55 900 eingeschätzt. 30 090 davon sind eigentliche Militärfahrzeuge, wozu noch 10 000 Anhängewagen an die großen Militär-Lastautomobile kommen. Dagegen soll die Zahl der eingestellten Privatautos nur halb so groß als in Frankreich sein, also nur 25 000 betragen. Es wird dies darauf zurückgeführt, daß das Automobil in Deutschland noch nicht die Verbreitung wie in Frankreich besitzt. Die Eng­länder haben gegen 2 0 0 0 0 Automobile aller Art auf den europäischen Kriegsschauplatz geschickt, davon 1000 Lon­doner Automobilomnibusse. Allein die drei Armeen Deutsch­lands, Frankreichs und Englands verfügen nach diesen Schätzungen über rund 1 50 000 Kraftfahrzeuge aller Art, wobei die verbrauchten Wagen so weit wie möglich ständig durch neue ersetzt werden. Schätzt man doch den Verbrauch an Kraftfahrzeugen im Kriege so hoch, daß nach Friedensschluß allein die deutsche Automobilindustrie Auf­träge über 100 000 neue Wagen erhalten dürfte!

Das Eiserne Kreuz.

Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielten: Hauptmann d. R., Regierungsbaumeister Hans Dörpfeld aus Berlin; der Geffeite in einem Jägerbataillon Franz Kämmer aus Werneuchen; die Hauptleute Bergers (Vallendar) im In­fanterie-Regiment Rr. 99; Laeis (Koblenz) im Fuß- artillerre-Regiment Nr. 7, jetzt beim 8. Reservekorps; Unter­offizier Hillesheim (Güls bei Koblenz) im Pionier- Bataillon Nr. 8; Major im Generalstab der 13. Division v. Platen (Koblenz).

Das erste Marmorgrabmal im Kriege 1914.

Rostock, 26. Dez. Das erste dauernde Denkmal für Ge­fallene des Krieges 1914 ist jetzt zur Aufstellung gelangt. Der Großherzog von Mecklenburg hat auf den frau. zösischeu Schlachtfeldern es sich ganz besonders am Herzen liegen lassen, für die Gräber seiner gefallenen Landeskinder Sorge zu tragen. So hat er auf dem ffanzösischen Friedhof in N o y o n für die Mecklenburger ein marmornes Grab­denkmal errichten lassen, auf dem sämtliche Namen der beigesetzten Krieger aus Mecklenburg verzeichnet sind. Der Gedenkstein trägt oben auf dem Kreuz die Inschrift:Set

getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des ewigen Lebens geben" und unten am Sockel die Zeilen: Seinen

treuen Mecklenburgern ihr dankbarer Landesherr." Der Großherzog hat auch die Absicht ausgesprochen, für die Ange­hörigen des 9. Armeekorps, soweit sie Mecklenburger und Hanseaten sind, in Gemeinschaft mit den Senatoren der Hansestädte auf dem deutschen Friedhof ein ähn­liches Denkmal zu setzen. Doch schweben über diesen Gedenk­stein noch Verhandlungen.

Ein kaiserliches Geschenk für opferwillige Kinder.

Ein Leser schreibt derK. Ztg.":Meine drei Kinder der Älteste ist ^Sextaner stifteten ihre Ersparnisse für die Hinterbliebenen der gefallenen Helden von Tsingtau. Das Christkindchen brachte ihnen -nun eine Photographie des Kaisers, die nicht allein die eigenhändige Unterschrift, sondern auch noch die von Seiner Majestät selbst geschriebene Widmung trägt: Den braven Kindern, die ihre Ersparnisie dem Vaterland in schwerer Zeit bereitwilligst geopfert haben! Gott vergelt'S!"

Ein mitteleuropäischer wirtschaftsverein.

Die Anregungen mehren sich, die einen wirtschafts- politischen Zusammenschluß der mitteleuropäischen Stauten fordern und durch ihn eines der großen Ziele verwirklichen wollen, die wir in diesem Kriege erreichen müssen, damit der Preis wüvd-ig der -davge- brachten Opfer wird. Der Weltkrieg ist nicht bloß aus dem AufeinaNderpvallen wirtschaftspolitischer Gegensätze entstanden, aber wirtschaftliche Interessen sprechen bei seinem Ursprung und bei seinem Verlanfe mit, vor allem zwischen uns und Eng I a n d. Propter invidiain", wie es Fürst Bismarck einmal igenannt hat (freilich nicht mit der ja damals fernliegen- den Beziehung auf England), hat Großbritannien das Unglück dieses ungeheuren Mrmpfes über die Welt ,ge- bracht, aus g e m e i n e m Neid aus unseren politischen und wirtschaftlichen Aufschwung, und wenn ' es den Engländern gelänge, uns niedevzuzünngen, so würden sie uns wirtschaftspolitisch so gründlich zur Wer lassen, daß wir nur gerade iwch das nackte Leben behielten. Sie werde n uns aber nicht niederzwingen. Gleich­wühl -müssen wir der Wirklichkeit ins Gesicht sehen und sie nicht nach unseren Wünschen, sondern nach ihrer sachlichen Beschaffenheit prüfen, und wenn wir «das tun, so. müssen wir uns sagen, daß auch bei einem vollkommenen Siege unserer Massen die Aufgabe, uns gegen die immer mehr sich festigenden Weltwirtschasts- systeme anderer Staaten zu behaupten, gerade nach dem Kriege, auch nach einem erfolgreichen, doppelt schwer sein wird. Wir haben u. a. in Rechnung zu ziehen, daß wir in dem wichtigsten aller entwicklungsfähigen Wirtschaftsgebiete der Welt,- in O st a s i e n, durch die Niedertracht des englisch-japani­schen Anschlages auf unsere dortigen.Stützpunkte dazu gezwungien sein werden, gewissermaßen wieder von vorn anzufangen, und dabei werden wir es um so schwerer haben, je eifersüchtiger nicht bloß Eng­land, sondern auch die amerikanische Union auf die Wahrung ihrer eigenen, durch Japan bedrohten Handels- und Jndnstrieinteressen badacht sein werden. Diese Staaten können zunächst in Peking anders auf- treten als wir, denn sie haben Stützpunkte in jenen Gebieten, und wir haben die unsrigen eingebüßt. Wenn wir uns diese Zusammenhänge klarmachen, (und hätte doch keinen Sinn und Zweck, sich über sie wegzu­täuschen), so tritt mit so mahnender die Forderung an uns heran, unsere wirtschaftlichen Kräfte durch den Ein­schlag politischer Machtmittel so zu stärken und organisatorisch so gelenkig zu machen, daß wir uns einen Ausdehnungsbereich sichern können, der vor Störungen und Zerstörungen durch die feindlichen

Mittwoch, 30. Dezember 1014. Nr. 602.

Brächte bewahrt bleibt. Dies aber kann geschehen nach der Herstellung f e st e r e r als der bisherigen Beziehun­gen zu einem Teile unserer Nachbarn und darüber hinaus zu -den angrenzenden Ländern, mit einem Wort durch ein Gebilde, das nach dem Muster des Zollvereins auszugestalten wäre und für tve-lches jetzt in Ermangelung eines bestimmten Namens der Begriff des mitteleuropäischen Wirtschastsvereins gebraucht zu werden pflegt. Das, was uns vors-chwvbt, kann gewiß noch anders und besser lauten, es kommt aber selbstverständlich nur aus die Sache und nicht ihren Namen cm. Das Entscheidende ist: es muß möglich sein, die Wirtschaftsgebiete der Staaten zwi­schen der Nord see und dem Schwarzen Meer so zusanunenzusassen, daß jedes Glied in dieser neuen Gemeinschaft, imbeschadet seiner staatlichen Selbst­ständigkeit, den Willen zu einer zoll- und wirl- schaftspolitischeu Interessengemeinschaft bekundet. Was einer der Staaten dabei aufgibt, das muß ihm durch den Segen der neuen Gemeinsamkeit wieder zuwachsen, und das kann und wird geschehen, sobald nur erst der große Gedanke überall in seiner Fruchtbarkeit er­faßt worden ist. Welches auch das Schicksal B e l - gieris werden mag, so besteht wohl.Übereinstimmung darüber, daß dieser Staat w i rt s cha ft sp o l i t i s ch nicht mehr aus dem Bereiche unserer Macht ausscheiden darf. . Wie auch immer wir und die Pforte nach glücklich beendigtem Kriege die fester geknüpften Be­ziehungen noch enger machen mögen, so muß es die Ausgabe sein, die wirtschaftlichen Interessen besonders zu pflegen und auf Grundlagen zu stellen, die noch stärker und noch ganz a n d e r s als etwa in der Form von Handelsverträgen zu sichern sind. Aber darüber hinaus erwächst die Ausgabe, zu ähnlichen Formen eines neuen Wirtschaftssystems auch mit an­deren Staaten zu gelangen, vor allem mit Öster­reich-Ungarn. Bisher sind solche Forderungen bei uns nur von einzelnen weitblickenden Männern erhoben worden, nicht von wirtschaftlichen Körperschaf­ten. Wir möchten das nicht bedauern, vielmehr eher willkommen heißen, weil sich jetzt der erfreuliche Vor­gang abspielt, daß die erste fruchtbare Anregung zu einem Wirtschaftsverein zwischen uns und dem Donau- reiche von drüben statt von uns kommt. Der Nie- deröstereichische -Gewerbeverein, eine der leitenden In­teressenvertretungen Österreichs, hat kürzlich an die be­freundeten wirtschafftichen Körperschaften des Deut­schen Reichs, den Kriegsausschutz der deutschen In­dustrie, den Hansabund, den Handelsvertragsverein und den Mitteleuropäischen Wirtschastsverein, eine Kundgebung gerichtet, in der die Hoffnung ausge­sprochen wird, daß das politisch-militärische Bündnis zwischen beiden Reichen die wirtschaft­liche Freundschaft stärken und vertiefen möge, und daß nach dem siegreichen Kampfe auch die gemein­schaftlich erstrebten wirtschaftlichen Erfolge kommen werden. Es heißt in der Kundgebung weiter: Die Mer Reiche, welche in diesem Kriege, auf .das innigste ver­bunden, mit-, neben- und füreinander kämpfen, werden in Zukunft unmöglich mehr wirtschaftlich geson­dert bleiben können. Jene Bestrebungen, welche aus möglichst innigste Beziehungen beider Reiche abzielen« werden und müssen zu einem Erfolge führen." Dieser Ausruf ist eine Tat, und sie wird Folgen haben. Wir wollen dm genannten deutschen Wirtschafts-körperschas- ten nicht vovgreifen, aber wir können uns nicht denken, daß sie sich ablehnend Verhalten werden.

Deutsches Reich.

* Hof. und Personal-Nachrichten. Reichsgraf

von und zu Hoensbrpgch zu Kellenbarg, Köuift- > Preußischer Kammerherr, Mitglied des Prvvinziallandtage^' des Kreistages und des Kreisausschusses, starb am 26. d. Dr­in Köln im 67 Lckbensjabr.

* Ein Jagdverbot für die Geistlichen der Erzdiözese Pofen-Gnesen. Posen, 26. Dez. Erzbischof Dr. Likowski hat im Einverständnis mit dem Papst an die Geistlichkeit der beiden Erzdiözesen Busen und Gnesen eine Verordnung er­lassen, wonach derselben jedwede Beteiligung an der Jagd, in welcher Form sie immer erfolgen mag, untersagt wird.

Heer und Klotte.

Personal-Veränderungen. Roggo, Major und Linien- Komdt. in Karlsruhe, in das Jnf.-Regt. Nr. 88 versetzt WM dem Gen-Kom. des 18 Arnreekorps zur Verwendung aw Bats-Kom zur Verfügung gestellt, * Hassel man» (Höchst), Vizefeldw und Offiz.-Stellvertreter, * Schott» laender, Vizefeldw. (Hanau), jetzt beim Res.-Jnf.-Rest- Nr. 88. zu Leuts, der Reserve befördert.

Neue Dicnsfftcllen im Kriegsministerium. In der Glie­derung des Kriegsministeriums sind als neue Abteilungen während des Krieges hinzugetretcn: Beim Allgemeinen

Kriegs - Departement Zentralstelle für Kriegsbeute (Z©> beim Unterkunfts-Departement Unterkunfts-Kriegs-Abter- lung (DL); ferner Kriegsrohstoff-Abteilung (KRA).

Feldbcsoldung der mobilen Militär-Oberpfarrer. Dio Feldbesoldung der mobilen Militär-Oberpfarrer wird nur rückwirkender Kraft auf monatlich 830 M. festgesetzt.

Aus ZLaöL und Land.

Miesbadsnev Nachrichten.

Das Eiserne Kreuz.

Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden ausg^erchnet. der Feldwebelleutnant Jean L a ck e r t, ftüher Bankbewwft beim hiesigenVorschuhverein"; der bei der hiesigen Schlack)' Hofverwaltung beschäftigte Maschinenschlosser Karl Schle n> zurzeit bei der Festungs-Telegraphenbaukompagnie; pft Postsekretär Leutnant d. R. W. Peters aus Eltville: Postassistent Vizefeldwebel d. R. Georg Schmidt aus Qber- ursel; der Postassistent Vizefeldwebel d. R. Karl C h r i st > aus Diez; der Postasststent Offizierstellvertreter Andreas S e g n e r aus Bad Ems. _ ««

Hauptmann Domrzlaff im Infanterie-Regiment 1 hat das Eiserne Kreuz 1. Klaffe erhalten,