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liche Zollbehandlung der russischen Getreide-Einfuhr an und für sich schtver durchführbar ist und jedenfalls für den Handel der Ostseestädte von dem größten Nachtheil sein würde, bestand ursprünglich die Absicht, auch Rußland die neue Zoll-Ermäßigung gegen entsprechende Zugeständnisse von seiner Seite einzuräumcn. Die russische Negierung aber versagte jedes Entgegenkommen und suchte das Zustande­kommen der Handelsverträge zu hintertreiben durch eine Reihe von Ansfuhrverboten, welche neben der Wirkung gegen den eigenen Nothstand zugleich in Deutschland einen wirth- schaftlichcn Nothstand herbeiführen sollten. Der Reichs­kanzler ließ sich jedoch das wirksame Compcnsations-Objcct der Getreidezölle nicht entwinden, und heute muß die russische Regierung mit den neuen Handelsverträgen und dem neuen mitteleuropäischen Zollbund als mit einer vollendeten That- sache rechnen. Es wäre wohl nun möglich, daß Herr von Giers den Auftrag hätte, den abgerissenen Faden wieder anzuknüpfen, soweit derlei wirthschaftliche Fragen in Be­tracht kommen; dagegen hält man es für ausgeschlossen, daß die Reichsregierung die Hand dazu bieten könnte, den rus­sischen Werthen und den Finanzkünsten des russischen Finanzministers Wischnegradsky wieder freien Spielraum auf dem deutschen Markte zu verschaffen. Die Regierung würde dabei auf einen entschlossenen Widerstand stoßen. Die Berliner Börse hätte am Mittwoch gern ein Bischen Hausse gemacht; aber die nüchternen Erwägungen behielten die Oberhand und bewirkten sogar ein weiteres Fallen der russischen Noten. Der Besuch des Herrn v. Giers war übrigens schon vor einigen Wochen in Berlin angemeldct worden.

* Berlin, 25. Nov. Caprivi besuchte Vormittags 11 Uhr Giers imHotel Continental" und verweilte längere Zeit. Um 1 Uhr erhielt Giers den Besuch des Staatssecrctärs Maischall. (W. B.)

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* Berlin, 25. Nov. DieVolkszeitung"berichtet, die Unter­redung des Ministers v. Giers mit dem Kaiser habe kamn 10 Mi­nuten gedauert; v. Giers habe vorher im Stcrucnsaale 10 Minuten gewartet, wo Gras Pöckler und Major Scholl ihn unterhielten, v. Giers trug den schwarzen Gesellschafts-Anzug mit dem Baude des Schwarzen Adlcr-OrdcnS. Nach der U n t c r r c d n ng habe er sehr er nst a» sgesch e n.

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* Berliu, 26. Nov. Giers ist gestern Abend 11 Uhr mit dem Königsberger Zuge abgereist.

Locales.

Nachdruck der Orignialcorrespoudenzen unr unter beutliter Quellenangabe gestattet.1 Wiesbaden, 26. November.

= Ein gräßlicher UnglnckvfaU trug sich heute Vor­mittag kurz nach 10 Uhr in der Wilhelmstraße zu. Der int Dienste der Dampf-Straßenbahn stehende 37 Jahre alte Streckenwärter Philipp Enk, Plattcrstraße 26 wohnend, war an der Haltestelle Bahnhöfe" ans den von Biebrich kouimendcu Zug der Dampf- Straßenbahn gestiegen, um in die untere Wilhelmstraße zwischen Louisen- und Friedrichstraße zu fahren. Statt nun an der Halte­stelle am Museum erst abzufteigcn, sprang Enk schon iu der Nähe

der Friedrichstraße von dem in voller Fahrt begriffenen Zuge. Er that dies gegen alle Regel der Bahnbcamten vom Perron aus uud wohl infolge AnSgleitens von dem nassen Tritibrctte so unglücklich, daß er mit beiden Beinen unter die Räder des Persoucnwageus gerieth. Der Zug hielt alsbald, aber das Furchtbare war bereits geschehen: dem Verunglückten waren an beiden Beinen kurz ober­halb der Knöchel die Füße bnchstäblich abgetrenut, sic hingen nur noch an schwachen Fasern. Sofort traf man Anstalten zur Bergung des Schwerverletzten, indem der Wagen gehoben und der schrecklich jaiumerude Verstümmelte darunter hcrvorgcholt und in das nahe­gelegene- St. Josephs-Hospital (Schwesternhaus) gebracht wurde. Dort wird eine Amputation erfolgen müssen, die der Unglückliche indcß kaum lauge überleben dürste. Enk war erst seit 17. Oktober d. I. im Dienste der Straßenbahn-Gesellschaft, ist vcrheirathet und Fainilicnvatcr. Das bcklageuswerthc Vorkommniß ist leider wiederum auf die sträst'che Unsitte zurückzuführen, von deu in der Fahrt begriffenen Wagen der Straßenbahnen jeglichem Verbote zuwider abzuspringcn. Hütte der heute aus so schauerliche Weise zum Krüppel gewordene Mann noch eine Strecke von nur 100 Schritten zurückgelcgt, so würde das Unglück nicht geschehen sein. So hat er seinen Leichtsinn mit dem Verlust seiner Glieder, vielleicht auch mit dem Leben zu bezahlen. Möchte man sich doch endlich solche Vorfälle zur Warnung dienen lassen.

= Wilder' Minter. Ans verschiedenen Anzeichen will man auf einen milden Winter schließen. Eine alte Wetterregel sagt: Trägt der Baum das Laub gar laug, wird's vor dem Winter nicht sehr baug." Dieses Jahr aber haben trotz des letzten Frostes noch viele Bäume ihr Laub. Wenn der Ameisenhaufen um die jetzige Zeit noch nicht völlig znr Ruhe gekommen ist, sollen Eis und Schnee nicht gar zu lange dauern ; in den Ameisenhaufen aber herrscht noch Leben. Ein alter Förster will aus dem dünnen Pelz und der dünnen Fettschicht der Dachse auf einen gelinden Winter schließen. Mögen diese Prophezeiungen sich nur bewahrheiten, das ist der Wunsch eines Jeden, besonders aber der Armen, die ob der thenren Zeiten mit Bangen dem Winter entgegeiffehen.

* Die Kohlen werden billiger. Nach Meldungen aus dem Kohlengebiet sollen jetzt Kohlenabschlüsse zu 85 M. gegen früher 95 Mk. gethätigt werden. Minderwerthige Kohlen, ite früher 90 Wk. notirten, sollen jetzt zu 80 Mk. verkauft werden.

= Die Daranzen-Liste für Militär-Anwärter Ao. 47 liegt au unserer Expedition Interessenten nnentgeltlich zur Einsicht offen.

Firmenregister. Bezüglich der Firma Travers & ($o. hier wurde nachstehender Eintrag gemacht:Das Geschäft ist nach Zweibrücken verlegt."

Dostverkehr. Als unbestellbar ist zitrückgekommen: ein aut 10. November hier bei dem Postamt No. 4 aufgelieferter Ein­schreibbrief 5 Mk. enthaltend, No. 867 an den Lithograph E. Grothe in Berlin, Weberstraße 22 (Schmiede-Herberge). Der unbekannte Absender dieses Briefes hat sich innerhalb 4 Wochen zu melden und, nach erfolgtem Nachweise seiner Berechtigung, den Brief in Empfang zu nehmen, widrigenfalls derselbe mich Ablauf der Frist an die Kaiserliche Ober-Postdirectioii in Frankfurt a. M. zum weiteren Verfahren cingesaudt werden muß.

= Kleine Uolixrn. Ter Schüler Etz fand heute in einem Garten der Frankfnrtetstraße einen fidelen Maikäfer, der sich in feinem Käferhirn die Feuchte und Weichheit des Erdbodens irrthümlich mit dem Einfluß eines Mailüfterls znsammeiigercimt haben mochte.

P.-B. Diebstähle. Gestern Abend wurden ans einem Schalt­kasten in der Albrcchtstraße mehrere Paare Dameustiefeln enlwedet. Sofortige Nachforschutigen ergaben, daß dieselben in verschiedenen

Abend-Ausgabe.

39. Jahrgang«

Erscheint in zwei Ausgaben. Bczngs-PreiS: In Wiesbaden und den Länderten mit Zweig» ' Expeditionen 1 Mk. 50 Pfg., durch die Post P 1 Mk. 60 Pfg. für das Vierteljahr.

, 327.

Herr von Giers in Berlin

Verlag: Langgasse 27.

13,000 Abomterrieu.

Donnerstag, den 26. Dovember

Lltizeigeit-PreiSr

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. Reklamen die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

1891.

Herr von Giers, der russische Minister des Auswärtigen, ist, wie schon gemeldet, in der Nacht zum Mittwoch in Nerlin eingetroffen und durch die Mitglieder der russischen Botschaft von dem Bahnhof nach dem nahegelegenenHotel Continental" geleitet worden. Von der Regierung war Nie­mand zur Begrüßung erschienen, was sonst bei der Ankunft befreundeter Staatsmänner nicht verabsäumt zu werden pflegt. Herr von Giers konnte bei seiner Kenntniß der allgemeinen politischen Verhältnisse darauf nicht rechnen, und wenn er es gleichwohl gethan haben sollte, wird er jedenfalls klug, genug feilt, es nicht merken zu lassen. Mittwoch Vormittag 10'/, Uhr wurde er vom Kaiser int Schlosse empfangen. Der Minister wurde nicht durch einen Hofwagcn abgeholt, sondern benutzte den Wagen der russischen Botschaft. Der Empfang ging in den einfachsten Formen vor sich. .Anscheinend wurde Alles vermieden, was auf einen politisch bedeutsamen Vorgang hätte Hinweisen können. Herr von Giers, welcher die rnssische Minister- Uniform und den Schwarzen Adler-Orden mit dem Bande und dem Brillantstern angelegt hatte, wurde nur von dem üblichen Hofdienst an der Treppe empfangen und, oben an- gekommen, von dem Flügel-Adjutanten in das Audienz­zimmer des Kaisers geleitet. Die Unterredung dauerte etwa zwanzig Minuten. Eine längere Zeit war von vorn herein überhaupt nicht in Aussicht genommen, da der Kaiser bereits für die elfte Stunde seine Anwesenheit zu der Nekrutcn - Vereidigung in dem Exerzierhause an der. Karlsiraße zugesagt hatte. Von der russischen Botschaft begab sich dann später der Minister zu dem Reichskanzler von Caprivi, in dessen Palast um 1 Uhr ein Frühstück stattfand. Bemerkenswertster Weise waren dazu : von hohen Beamten nur die Minister Miquel und Freiherr v. Berlepsch, sowie der Staatssecretär des Auswärtigen Amtes, - Keiherr v. Marschall, geladen, also gerade diejenigen Per­sonen, welche mit der obersten Vertretung der finauz- und handelspolitischen Interessen sowie der auswärtigen Angc- legeitheiten betraut sind. So wenig Neigung in Berlin und besonders im übrigen Deutschland nach wie vor vorhanden j ist, Rußland nachzulaufen, so läßt doch, wie dieKöln. Aolksztg." meint, diese Auswahl von Frühstücksgästen darauf schließen, daß die Bereitwilligkeit zu neuen Anknüpfungen mit Rußland auf hiesiger Seite noch immer besteht, voraus­gesetzt, daß Rußland den Anfang macht uud mit annehm­baren Vorschlägen kommt. Die Zurückhaltung der deutschen Regierung ist nicht nur erklärlich mit Rücksicht auf die Ge- sammtlage der europäischen Politik, sondern auch wegen der Zurückweisung, welche vor längerer Zeit den deutschen Son- dirungen in St. Petersburg zu Theil geworden ist. Die neuen Handelsverträge mit Oesterreich und Italien sind fertiggestellt: aber noch immer herrscht völlige Unklarheit darüber, wie es in Zukunft mit dem Getreidezoll gegen­über Rußland gehalten werden soll. Da die Unterschied-

Nachdruck verboten.

Elektrische Menschen.

(Eigener Aussatz desWiesbadener Tagblatt".)

Es wurde in diesem Blatte vor einigen Tagen bereits von dem neuesten Wunder in London berichtet, von demkleinen Magnet von Georgien", einer magnetischen Dame, welche in der Alhambra, jener berühmten Londoner Schau­halle, vor einem großen Publikum erscheint. Von kleiner, behender Figur und nicht ganz hundert Pfund wiegend, be­sitzt die hübsche, kaum dreißigjährige Amerikanerin eine außerordentliche, räthselhafte Kraft, von welcher sie vorletzten Samstag, wie wir noch einmal Iviederholen wollen, vor einer kleinen, ans Männern der Wiffenschast und Vertretern der Preffe zusammengesetzten Gesellschaft erschöfende Beweise 1* ablegte. Anscheinend ohne besondere Anstrengung hob der

Beine Magnet" die anwesenden Herren zu Zweien, zn Dreien, zu Vieren und zu Fünfen in die Höhe, während die ver- i einten Bemühungen des ganzen Comite's den Stnhl, auf welchem die Dame saß, auch nicht einen Zoll zu heben ver­mochten. Sie ergriff ferner ein Billardgnene, welches die «»wesenden zu Boden zu ziehen versuchten, und hob es un­geachtet des Gegendruckes wie eine Feder in die Höhe. Sie legte ihre Hände ans das Haupt einiger Herren, diese mit 8'oßter Leichtigkeit emporziehend. Mrs. Annie Abbott besitzt ^»scheinend auch die Gabe, ihre Kraft in gewissem Grade nach anderen Personen mitzuthcilen, wie sie an einem Shtoben Aemonstriite, den sie durch bloßes Händeauflegen in einen so narren Zustand versetzte, daß zwei Personen ihn nicht attfzu- tzebeit vermochten.

wissenschaftliche Welt steht der geheimnißvollen Kraft "sjtztg gegenüber. DieTimes" enthält in ihrem Sprechsaal MsM weniger als drei Zuschriften, welche sich nist dem Räthsel "eschastigeu. Ter Verfasser des erstenEingesandt", ein her­vorragender Elektriker, John B. Versitz, schreibt:Die inte= ^lautesten Versuche waren für mich diejenigen, in welche» °ic «rast sich nicht direkt auf das Object äußerte. So ost «nur a »ging, brachte ich meine Handfläche zwischen die Hand von Mrs. Abbott und den Stuhl oder Cueue, so nB die Dame den Gegenstand nicht berühren konnte.

Durste meine Hand' sich auch nicht bewegen, so bemühte ich mich doch, der Dante den äußersten Gegendruck entgegenzusetzen. Als sie die beiden Stühle mit den 6 schweren Männern in die Höhe hob, empfand ich in meiner Hand ein Zittern nicht unähnlich dein, welches ich in der Nähe einer mächtigen Dynamomaschine verspüre. Die ganze Vorstellung rief einen tiefen Eindruck bei mir hervor und ich fragte mich auf dem Heimwege, ob Mrs. Abbott etwa unbewußter Weise die Mittel gefunden habe, die imtnense Kraft dienstbar zu machen, die nach Professor CrookeS in jedem Cubikfuß des den Welten raum erfüllenden Aelhers enthalten ist." lind einer der ersten Londoner Aerzte, Lennox Brolvne, äußert sich über denselben Gegenstand wie folgt:Ich gestehe offen meine Un­fähigkeit ein, einen Schlüssel zur Lösung der Kraft an dieser außerordentlich klugen Sarne" zu finden, neige mich jedoch der Ansicht zu, daß die Kraft feinemagnetische" ist, da ein Magnet weder auf Holz, noch auf den Kleidungsstücken um­gebenen Körper eiiizttwirken vernmg. Und ferner würde es, wenn die Kraft eine elektrische märe, undenkbar sein, daß ein Taschentuch je nach deut Willen des Darstellers den Strom übertragen oder nnterbrecheti könnte." Schließlich er­klärt noch der langjährige Direktor derAlhanibra", John Hollingshead:Ich habe, soweit es mir möglich war, fest- gestellt, daß die Kraft, von welcher Seite sie auch kommeit möge, von keiner Vorkehrung in, auf oder unter der Bühne ausgeht und daß sie sich auf jedem Theil der Bühne be- iljättgen konnte." Soweit die Auslassungen der Presse. (Vor­stehendes ist eine Original-Correspondeuz derFranks. Ztg." aus London.) Die sensationelle Begebenheit schien uns wichtig genug, um einen mit diesen Dingen vertranten Schriftsteller, de» neuerdings durch seine umfangreicheGe­schichte des Ocultismus" auch in weiteren Kreisen bekannt gewordenen Herrn Carl Kiesewetter, zu beauftragen, über diese Sache ein Feuilleton für dasWiesbadener Tagblatt" zu schreiben, welchem wir nachstehend Raum geben.

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Londons neuestes Wunder, Mrs.. Abbott,der kleine Magnet von Georgien", ist nichts wcniger'als ein neues Wunder; im Gegentheil hat sie schon als Mädchen vor sechs bis sieben Jahren ihre nicht gerade allzusclten vor- kommetlde Begabnna vor einem staunenden und zahlenden

Publikum gezeigt. Im Jahre 1884 tauchte sie in Paris auf, wo sie ganz ähnliche Productionen wie in London ansführte. Als Zeugen derselben wurden E. Arago, Cholet uud Meunter angeführt.

Ein Jahr später bereiste sie alsclectrische Georgierin" die vereinigten Staaten und wurde u. A. von dem be­rühmten Astronomen Newcomb beobachtet, welcher in der ZeitschriftScience" einen auch in das deutsche Journaldie neue Zeit" übergegangencn Artikel über dieselbe veröffent­lichte. In demselben berichtet Newcomb folgende Ana­logien zu den Productionen der jetzigen Mrs. Abbott: Ein leichter Stab wurde von einer der kräftigsten Personen aus der Zahl der Zuschauer festgehalten; es genügte Fräu­lein L., diesen Stab mit ihren Fingern zu berühren, um den, welcher ihn festhielt, unmittelbar darauf um den Saal herumzuschleudern und ganz erschöpft in einen Winkel niederfallen zu lassen. Darauf ergriff ein anderer Zu­schauer den Stab; Fräulein L. berührte das eine seiner Enden mit den Fingern, worauf der Stab sofort mit einer solchen reißenden Schnelligkeit und großen Gewalt kreis­förmig zu schwingen begann, daß die Person in Folge der durch das Festhalten nöthig gewordenen Kraftanstrengung sich die Haut von den Händen rieb."

Sodann wurde einer der Anwesenden, ein Mann von kräftigem Körperbau, eingeladen, sich auf einen Stuhl zu setzen; die junge Dame legte ihre flache Hand unter den Sitz, und alsbald wurden Mann und Stuhl emporgehoben. Hierauf bat man eine Person, ihre Hände unter den Stuhl zu legen, unter welche wieder Frl. L. die ihrigen legte auf eine Weise, daß es unmöglich war, durch einen Trick den Stuhl zu erheben. Aber auch in diesem Falle erhob sich der Stuhl sofort, nachdem Frl. L. die Hände aufgelegt hatte. Drei Personen wurden gebeten, eineu Stuhl zu halten; die Dame berührte ihn leicht an verschiedenen Stellen und der