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Abend-Ausgabe.

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39. Jahrgang.

Erscheint in zwei Ausgaben. — BcziigS-Preis: In Wiesbaden und den Landortcn nut Zwcig- Erpeditionen 1 Mk. 50 Pfg., durch die Post 1 Mk. 60 Pfg. für das Vierteljahr.

Verlag: Langgasse 27.

ÜT-OOO Aborrtteuterr.

Slnzeigrn-PreiS r

Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg. — Reklame» die Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg.

Uo. 263.

Dienstag den 20. Octoder

1891.

Wendigkeit einer solchen Vereinigung nicht bestreiten können. Der Anschluß an dieselbe ist allen Besitzern von Wcrtbpapiereu dringend zu enivfeblen. Nähere Auskunft ertheilt der Vorsitzende des Vereins, Herr Jnstizrath Feichtrneyer, in Berlin SW., Lindenstraße 115.

= Die Tuberkulose keim Mnde. Die Pariser medizinische Akademie beschäftigt sich zur Zeit wieder mit der Rindertuberkulose und der Anwendung des Robert Koch'schen Tuberkulins als diagnostischen Mittels. Die Gefahr, welche das Trinken »nabge- kochter Kuhmilch mit sich bringt, gab den Anlaß zu den Unter« fuchungeii. Keine Ansteckungsmöglichkeit ist activer als die durch Milch insizirter Kühe. Zwar wirkt nicht die Milch von jeder schwindsüchtigen Kuh ansteckend, sondern die Verhältnißzahl stellt sich . etwa aus eins zu zehn; aber bei dem großen Verbrauch an Milch wird auch dieses Verhältniß schon über­mäßig groß und bildet eine beständige Gefahr für alle Milchtrinker, besonders für Kinder. Ein Veteriuärarzt Namens Nocard erklärt nunmehr, daß er mit dem Koch'schen Präparat die Tuberkulose beim Rinde innerhalb einer Beobachtungszeit von zehn bis achtzehn Stunden feststellen könne. Er giebt den Thieren, je nach deren Gewicht, 25—30 Centigramm des Präparates. Ist die Kuh von der Krankheit desalleii, so zeigt sich daraufhin ein hochgradiges Fieber. Bei gefunden Thieren steigt die Körpertemperatur kaum; dahingegen wurde bet Kühen im vorgeschrittensten Stadium der Phthise auffälliger Weise gar feilte Reaction auf die Einimpfung wahrgeuommcn.

-o- Handels-Register'. In das Handels-Register ist die Firma „Heus; Söhne" neu eingetragen worden. Sttz der Gesell­schaft ist Wiesbaden. Die Gesellschafter sind die Weiuhäubler Heinrich und Friedrich Heuß, Beide zu Wiesbaden. Die Gesellschaft hat am 1. October er. begonnen.

* Fiiv Jirger. Das svgenannte rauchlose Pulver ist noch nicht in den Handel gebracht worden. Um cs für den Jagdgebrauch zugänglich zu machen, liefern die Fabriken seit Kurzem fertige Patronen, welche mit diesem Pulver hergestellt siud. Bei der außerordentlichen großen Aus- dehnungskraft, welche das neue Schicßmittcl besitzt, muß die Masse des angewandten Pulvers dem alten gegenüber natürlich viel kleiner sein. Gleichwohl ist die Verwendung von Patronen mit ranchlosem Pulver durchaus nicht unge­fährlich. Dem badischen Oberförster H., welcher dieser Tage auf der Hühnerjagd rasch hintereinander beide Läufe, welche solche Patronen enthielten, abschoß, schlug die Ladung, wie der „Schwäbische Merkur" berichtet, theilweise zu bett Schloß- thcilen heraus, riß den Verschluß auf und verbog einzelne Theile, ohne den Schützen selbst zu verletzen. Es ist dies ein Beweis dafür, daß die bisher im Gebrauch gewesenen Jagdgewehre keine genügende Widerstandsfähigkeit für die Wirkung des neuen Pulvers haben, und es sollten Alle, die zu diesem überzugehcn gedenken, sich mit einer neuen, entsprechend gebauten Waffe versehen, jedenfalls aber nicht versäumen, ihre in Gebrauch befindlichen Gewehre von Sach­kundigen untersuchen zu lassen.

+ Gegen das Kloßstrampel» kleiner Kinder, wodurch die meisten Unterleibskrankheitcn entstehen: Man nähe, entsprechend der Größe des Kindes, int Sommer von Barchent, int Winter von starkem Flanell, einen recht weiten, großen Sack, oben offen, mit Schimrvorrichtuttg. Beim Znbettcgeheu steckt matt die Beinchen des Kindes hinein, schnürt int Tailleuschluß zu und so sind dieselben sicher und warm gebettet.

— Dostverkesie. Als unbeftcöbar ist zurückgekommctt: Ein Packet an Herrn Simon Kowarskt in Minsk (Rußland), 4 Kilogr. 870 Gramm schwer. Der ttubekannte Absender dieses Packeis hat

Locales.

WaLdruck der Originaleorrespondenzen nur unter deutli-1 er Quellenangabe geltatteta Wiesbaden, 20. October.

— Kkadtnrrordneterr-Nersarnmlung. Eine gestern stati- getunbette Versammlung der Stadtverordneten 1. und 2. Klasse soll beschlossen haben, Herrn Geh. Rath Prof. Or. Fresenius als ersten Vorsitzenden, Herrn Fabrikanten Ehr. Kalkbrenner als zweiten Vorsitzenden der heutigen Stadtverordneten-Versammlung vorzuschlagen.

= Das „Conrsblatt des Wiesbadener Tagbiatt" ist ehte abermalige Erweiterung des letzteren, die von Mittwoch, den 21. d. M., an in der Morgen-Ausgabe unserer Zeitung ans der letzten Seite der „Nachrichten-Beilage" zur Morgen-Ausgabe ihren Platz finden soll. Das „Coursblatt des Wiesbadener Tagblatt" bringt die neuesten Course der nach sachmämtischem Gutachten in unserem Leserkreise gangbarsten Börsen-Effecten und wir hoffen, im Publikum mit dieser Neuerung ebenso lebhaften Beifall zu ernten, wie mit der am 1. October zur Einführung gelangten, weitgreifenden Vervollkommnung des „Wiesbadener Tagblatt" überhaupt.

t Abendrots. An mehreren vergangenen Abenden zwischen fünf und sechs Uhr hatten wir den Anblick einer prachtvollen Abendröthe. Namentlich wunderschön war der­selbe von der Biebricher Straße (Adolphshöhe) aus. Der Himmel erschien tiefblau; die an ihm schwebenden weißen Wolkenreihen, einem welligen Gefielde gleichend, waren erst rosig angehaucht, nahmen dann aber eine tiefrothe Färbung an. In den Fluthen des Rheines zwischen Schierstcin und Eltville spiegelte sich Roth und Blau und gab dem Wasser einen eigenthümlichen violetten Schimmer. Der ganze Hori­zont, vom Binger Loch bis herüber zur Platte etwa, schien in dunkle Feuersgluth getaucht, von welcher sich die blau- grünen Berge scharf abhoben; deutlich war das freiragende Riederwald-Denkmal mit bloßem Auge zu erkennen. Das ganze Schauspiel währte nur verhältnißmüßig kurze Zeit; dann versank der glühende Sonnenball hinter der „Hohen Wurzel" und nur die Ränder der ziehenden Wolken wurden an ihrer unteren Seite vom Reflex der scheidenden Strahlen beleuchtet. Die herrliche Erscheinung dürfte sich noch häufig wiederholen, da das Wetter verhältnißmüßig klar geblieben ist. Woher kommt die Abendröthe? Bei dem ans dem Ventile einer Dampfmaschine ausströmenden Wasscrdampfe bemerkt man, daß der unmittelbar über der Oeffnung befindliche ganz durchsichtig, der obere aber, der schon zu Wasser geworden, weiß ist. Zwischen beiden Zuständen befindet sich ein solcher des Ucbergangs, und dieser läßt nur die orangerothen Strahlen durch. Wenn sich also der Wasserdunst der Atmosphäre in diesem Zustande befindet, durchsichtige Klar­heit über dem Horizonte und weiße Wolken in der Höhe, dann erscheint die dazwischen liegende Luftschicht gleichwie die aufschicßenden Strahlen in röthlichem Lichte. Am Abende haben sich dann durch Nachlassen der Wärme die Wasser­dämpfe verdichtet, aber so, daß dieselben sich nach der Höhe zu verlheilen. Niederschläge sind also nicht zu erwarten. Daher nimmt man das Abendroth als Vorboten guten

(trockenen) Wetters an. Wenn aber bei Sonnenanfgang schon soviele Dämpfe vorhanden sind, daß das Morgenroth entsteht, dann werden die durch die Einwirkung der Sonne sich hinzuentwickelnden Dünste bald eine Zusammenballung zu Regenwolken bewirken. Daher deutet das Morgenroth schlechtes (nasses) Wetter an. Indessen bestätigt sich.attdj in Bezug auf die prophetische Bedeutung der Morgen- und Abendroth das Wort.: Keine Regel ohne Ausnahme.

— Das Attrrtkunrs-Mnsenm wird mit dem 25. October er. für den Winter geschloffen. — Wenn besondere Besichtigung ge­wünscht wird, wolle man sich Friedrichstraße 1, 1 Stiege, melden.

t „Tages Avdeil, Abends Gäste. Die Abende werden wieder länger und immer länger. Die herrschende Dunkelheit, oft auch die ungünstige Witterung gestatten nicht mehr, sie int Freien zuznbringen, so wie cs in der schölten Jahreszeit geschieht. Da bietet die Geselligkeit die Erholung, welche dem Menschen- nach der Arbeit so nothwendig ist, wie das tägliche Brod, wenn seine Kräfte frisch und fein Gemüth heiter bleiben sollen. Nur wenige können das vorstehende Zauberwort Goethe's befolgen und Abends Gäste empfangen, oder zu Gast gehen. Sie müssen einen billigeren und doch angenehmen Ersatz suchen, und an solchen mangelts glücklicher Weise nicht. Der Idealist und Literatnrfreiind wendet seine Schritte dem Theater zu, der Musikliebhaber besucht Opern und Concerte. Hier giebt's Lese- und Vor­tragsabende, dort öffnen sich zahlreiche oder besser zahllose Vereinslocale, um die Mitglieder angenehm zu unterhalten. Die Gesangvereine freilich verbinden mit diesem Zweck auch wieder anstrengende Arbeit, um dann das „Saure Wochen, frohe Feste" zu erfahren. Der Realist huldigt anderen Genüssen. Er sucht sich jene Stätten auf, wo Bachns fein Hauptquartier aufgeschlagen hat. Da giebt es neben dem erquickenden Naß die Kegelbahn, das Schachbrett, die Karten, die Würfel. Das Würfelspiel freilich wird selten mehr ge­sehen. Es ist vielerorts durch Mißbrauch in Verruf ge­kommen. Der Philister, der die Freude über den Besitz von vier Wenzeln und einer geschlossetren Farbe nicht kennt, bricht über das Kartenspiel oft unbarmherzig den Stab; auch sollen die Franctt nicht besonders gut auf dasselbe zu sprechen sein. Unbekümmert um das Urtheil der Welt und um den Wunsch der besseren Hälfte „mauert" der Spieler ruhig weiter. Der kommende Winter wird, nach bett eben zur Ausgabe gelangenden Programms zu fchließen, vom angesehenen Kunstinstitut bis herab zum Kegel- ober Skat­club für Unterhaltung und Erholung reichlich Sorge tragen.

A (Ein Kchntzuerein für Kesider von Werthpapieren. In Berlin hat sich unter dem Vorsitz des Justiziaths Feichtmeyer ein Verein gebildet, welcher den Zweck verfolgt, die Interessen der Besitzer von Werthpapieren aller Art — (Aetieu von Bank­instituten, Jndustiie-Gefellfchafteu, Bergwerken, Hütten, Eifen- bahnen re., Obligationen, Prioritäten, in- und ausländische Staats­papiere, Pfandbriefe, Hypothcken-Certifieate re. re.) — wichrzn- nehmeit und auf jede gesetzliche Weise zu schützen. Er ertheilt feinen Mitgliedern unentgeltlich fachmännischen Rath und übernimmt ihre Vertretung in General-Versammlungen, Prozessen re. Wer die Vorgänge der letzten Zeit und das Treiben gewisser Speculauteu mit Aufmerksamkeit verfolgt hat, wird die Nützlichkeit, ja Nolh-

Gi» zweites Theater für Wiesbaden.

Wie wir in der gestrigen Abend-Ausgabe schon mit- theilert konnten, ist das neue Lustspiel-Theater für Wies­baden gesichert; bereits am ersten Ostertage soll das junge Kunstinstitut eröffnet werden. Zwar ist vorab von einem besonderen Neubau abgesehen worden, da in den vor­nehmeren Vierteln kein geeigneter Bauplatz gefunden wurde, der gleichzeitig Raum genug zu einem in jeher Hinsicht großstädtisch eingerichteten Garten-Vergnügungslocal geboten hätte, und einstweilen soll deshalb das große und schöne Local der „Kaiser-Halle" in entsprechender Weise zu einem eleganten, kleinen Musenlempel hergerichtet werden, zu einem Kunstheim, das alle Ansprüche, selbst die des verwöhntesten Fremdenpublikums, erfüllen kann. Die Bühneit-Einrichlung wird nach dem neuesten und trotzdem technisch wie künst- Krisch schon genugsam erprobten Asphaleia-System von dem bewährten Mainzer Theater-Maschinisten hcrgerichtet, Cou- ^ssen und der ganze, auf vollkommene Ängentäuschung berechnete Bühnenapparat, Alles wird auf das vorzüglichste durchgeführt, und auch der Zuschauerraum, der aus sincm amphitheatralisch aufsteigenden Parkett und aus vielen, in Etagen umlaufenden Logen bestehen wird, soll Eleganz wit behaglicher Einrichtung der Sitze vereinigen. Daß für vollkommene Sicherheit vor Feuersgefahr in weit­gehendstem Maße gesorgt wird, ist selbstverständlich. So kann wan sich denn jetzt schon der Hoffnung hingeben, daß dieses Neue Theater in Bezug auf seine Einrichtung ein kleines Schmuckkästchen wird.

So wichtig dies an sich ist, viel wesentlicher für das glückliche Zustandekommen des Ganzen ist der Umstand, daß ber Unternehmer als ein hochangefeheuer, erprobter Thcater- Mattn gilt, der die Vorzüge eines tüchtigen geschäftlichen

Leiters mit denen eines künstlerischen Directors in seltener Harmonie vereinigt. Herr Contmissiousrath Hasentann hatte sich als Milleiter der „Komischen Oper" in Wien (von 1873—75), als Dircctor des Stadttheaters nud nachmals des Thalia-Theaters in Chemnitz (1875—82), als Leiter des Carola-Theaters in Leipzig, des fürstlichen Hoflheaters in Gera und des Lübecker Stadttheatcrs längst bewährt, als er das Wallner-Theater in Berlin übernahm und dasselbe in 5'/»-jähriger Thätigkeit wieder zu seiner einstigen künstlerischen Höhe emporhob. Ungünstige Ver­hältnisse veranlaßten den rastlosen, bei seinen Künstlern, wie bei seinem Publikum gleich beliebten Mann, die Direction dieses Instituts am 1. Juli d. I. nicderzulcgeu, ein Ereigniß, das von allen maßgebenden kritischen Organen der Reichshauptstadt auf das Lebhafteste bedauert wurde. „Wir glauben," so schrieb das „Berliner Tageblatt", „daß unser Publikum Herrn Hasemann nur ungern ans einer Stellung wird scheiden sehen, die er während 5'/s Jahre mit größter Hingebung innegehabt hat. Was wir Herrn Hasemann nicht vergessen wollen, ist, daß er das erfolg- und erinnerungsreiche Wallner-Theater in schauspielerischer Hinsicht auf der alten glänzenden Höhe erhalten hat. Wenn die Aelteren unter uns gern als laudatores temporis acti die Namen Hclmerding, Rensche, Neumann und Schramm mit wehmüthigem Tone im Munde führen, und wenn die Jüngeren gelernt haben, diese Namen, die sich in der Erinnerung wie mit einem verklärenden Nim­bus umgeben, eine an Heiligenvcrehruug grenzende Pietät zu zollen, so wird man späterhin sicherlich auch gern eines Ensembles gedenken, das Namen wie Alexander, Meißner, Guthcry und Glöckner enthielt und das seinem Dircctor dauernd in freudigster Weise zur Seite stand. Das muß diesem gelassen werden, daß er es verstand wie Einer, neben dem abgerundeten Ensemble seiner Künstler stets auch scenisch

vollkommene Bilder von anmnthendem Reiz zu geben." So bas „Bcrl. Tagebl.", uub der „Börs.-Conr." schreibt u. 91.: „Was an Auskunftsmitteln, an kühnen Versuchen nut irgend zu erfüllten war, das setzte Herr Dircctor Hasemann mit Energie in's Werk. Er hat sich ungewöhnlich erfinderisch gezeigt, er hat große Raschheit in Entschluß und That, ungewöhnliche Gewandtheit in Abschließung von Engagements, er hat großen Rcichthum an Hilfsmitteln und Geschick in der Regie bewiesen."

Kommen wir, nachdem in Hinsicht auf das Thcater- gebände und seinen Leiter dem Unternehmen nur ein günstiges Prognostikon gestellt werden kann, zu der Frage, wie sich unsere Kurstadt dieser neuen Cultusstätte einer leichten und heiteren Muse gegenüber verhalten wird, so kann man unbedenklich behaupten, daß Wiesbaden alle Ursache hat, sich dieser neuen Errungenschaft zu freuen. Abgesehen davon, daß ihm dadurch ein neuer Groß- und Weltstadtsfactor einberleibt wird, der auch ein günstiges Zengniß für bett rapiden Fortschritt unseres gelammten Gemeinbeweiens ablegt, kommt ein solches Theater ent­schieden einem „dringenden Bedürfniß" entgegen. Es liegt in der Natur ber Sache, daß sich sowohl der Kursremde, wie der Einheimische, öfter nach einer leichten und an­genehmen, sich in durchaus gesitteten Verhältnissen bewegenden Zerstreuung sehnt, eine Zerstreuung, wie sie ihm bisher hier nicht vollkommen geboten wurde. Zwar bringt das Königliche Theater mit der Jnconsequenz, die seiner Leitung eigen, die lustigsten, oft auch gewagtesten Schwänke und Possen, ja, es liefe sogar die Fee Grigolatis fliegen, aber es hüll es mit feiner Würde für unvereinbar, die viel­ersehnte Operette, diese so beliebte dramatische Kunstgattung, einzuführen. Dieser würde somit eine Stätte geboten, aber auch Gesangsposse, Schwank und Vaudeville werden uns an einer für sie besonders bereiteten, eleganten