Abend-Ausgabe
WikMener Sagblatt
3». Jahrgang. Verlaq: Lauaqasse 27. Nnreigtn-PreiSr
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Mittwoch, den 14. Ortoder
Uo. 253.
1891.
Karates.
(Rachdrull her OriginaKorrewondenzen nur unter deutliterQuellenangabe geltattet.) i Wiesbaden, 14. October.
=» Die ersten Stadtverordnetenwahlen für Wiesbaden sind mit der heute stattgefundenen Wahl der 1. Abthcilung vorüber, der heiß entbrannte Kampf um die Herrschaft int Rathe der Stadt ist zu Ende und je nach dem erzielten Erfolge werden die in den Wahlstreit eingetretenen Parteien sich berechtigter Freude hingeben dürfen oder der Zukunft vertrauen muffen, welche ihnen den erlittenen Verlust wieder gut machen soll. Die gestern erfolgte Wahl der 2. Abtheilung war die für die Parteien — freisinnige und nationalliberal-conservative — entscheidende, insofern ihnen durch Ausfall derselben die Mehrheit in der Stadtverordneten-Versammlung znfiel oder ausblicb. Nach dem mit einer Mehrheit von immerhin 80 Stimmen errungenen Sieg der nationalliberal-conservativen Partei ist dieser die maßgebende Stellung in der Stadtverordneten- Versammluug gesichert und manche Wünsche der Unterlegenen werden damit zu Grabe getragen werden müssen, umsomehr, als die Gegensätze der streitenden Lager in bisher nie erlebter Heftigkeit aufeinanderplatzten und eine versöhnliche, entgegenkommende Stimmung nur allmählich wieder sich entstellen wird. Die 1. Wahlabtheilung ist der nationalliberal- conservativen Partei von vornherein ebenso sicher gewesen, als die 3. den Teutsch-Freisinnigen. Nur die 2. Abtheilung war für beide Parteien zweifelhaft. Deshalb nahm denn auch die Wahlagitation am Dienstag einen hier bei Genteindewahlen— es sei denn mit Ausnahme vielleicht der Bürgertueisterwahl — bisher nie erlebten heftigen Charakter an. Ans den Localblättern und dem engeren Kreise der Parteifreunde trat der Kampf in die volle Oeffentlichkeit. Die beiderseitigen Agitatoren entfalteten schon am frühen Morgen eine sieberhaste Thätigkeit, und als am Nachmittage die Wahlzeit zu Ende ging, wurden die Säumigen aus ihren Wohnungen herbeigeholt, in ihren Bureaux und Werkstätten ausgesucht, um sie zur Stimmenabgabe zu veranlassen. Kranke, die seit Wochen und Monaten nicht aus ihren vier Wänden gekommen, brachte man mittelst Wagen nach dem Rathhause, um ihrer Stimmen nicht verlustig zu sein, denn an einer Stimme konnte unter ilmstäuden die Entscheidung liegen, und wenn der uttterlegenen Seite Anhänger sich ebenso rührig an der Wahl betheiligt hätten, wie ihre Gegner,, so wäre die erzielte Mehrheit wohl kaum eine relativ so große geworden, als sie es ist. Nun die Würfel gefallen, ist es freilich müßig, darüber Betrachtnngen anzustellen, und nur mit den vollendeten Thatsachen wolle«« wir rechnen. Mag man je nach seinem Parteistaudpunkte mit dem Ausfall der Wahlen sympaihisiren oder darüber verstimmt sein, die Versicherung wird wohl von vornherein jeder nicht durch Partei- Haß in seinem Urtheil Vefaugene gehabt haben, daß beide Parteien nicht etwa aus bloßem Ehrgeize und purem Macht- gcliiste handelten, als sie den Sturm gegeneinander tmternahmen, sondern, daß sie als gemeinsames Endziel das Wohl der aufblühen- deu Vaterstadt im Auge hatten, bereit Wachsen und Gedeihen uns Allen in gleichem Maße am Herzen liegt. Mögen die Wogen der Partei- leidenschastcn, welche in den letzte» Tagen besonders hoch gingen, ja manchmal einen bedrohlichen Charakter annehmeu zu wollen
Nachdruck verboten.
Im Konak des Fürsten von Bulgarien.
Von cZ. non "tzempektey.
Ist dies das luxuriöse, bizarre Heim eines Fürsten der Nenaissancezcit, ist's das pittoreske, originelle Atelier eines über Millionen gebietenden Künstlers, ist's das ganz moderne, coquette „home“ eines eleganten Parisers — fiu du siede — ist's endlich das stilvoll prächtige, königlichen Luxus und hohcitsvollen Ernst mit künstlerisch heiteren Motiven wundersam vereinende Palastinterieur des Königs eines von abendländischem Comfort und morgenländischer Pracht gleich sehr erfüllten Wunderlandes?
Der Konak des Fürsten Ferdinand von Bulgarien bietet in seiner herrlichen Einrichtung von alledem ein wenig. ; . Schon das Treppenhaus, dessen Wände mit Adrianopcler Teppichen bespannt sind, von deren satten Farbentönen sich höchst effectvoll kostbare türkische und tscherkessische Waffen und bulgarische Fahnen abheben, dessen Podeste von höchst charakteristischen, aus Gebern« und Ebenholz gebildeten Statuen, die Helden bulgarischer Sagen verkörpern und von herrlichen Palmen in Porphyrkübeln belebt sind, führt uns in eine phantastische Stimmungswelt hinein. Unter weitfaltigen, seidenen, mit türkischen Arabesken in Goldstickerei übersäctcn Portieren gelangen wir von diesem nur für bett inneren Hofbienst bestimmten Treppenhause iu den sogenannten Amateursaal. Die offiziellen Besucher benützen die breite Marmortreppe rechts vom Vestibüle, die in das Adjutantenzimmer und den daraitstoßendcn Audienzsaal führt, deren Einrichtung so ziemlich dieselbe geblieben ist, toie zu Fürst Alexanders Zeiten.
An der Hauptwand des Amateur-Saales dominirt ein riesiger Divan, überragt von einem Thronhimmel aus granat
schienen, sich bald wieder glätten und die gewählten Vertreter unserer Stadt ohne Rücksicht auf ihren politischen Standpunkt in sachlicher Weise und unter voller Hingebung sich der Aufgabe widmen, die allein ihnen gestellt ist: nach bestem Wissen und Können beizutragen zur Erhaltung und Förderung unserer communalcn Sebst- ftänbigteit, zur Befestigung und Entwickelung unserer städtischen Unternehmungen und zur weisen Sparsamkeit und öconomischeu Wirthschaftung im städtischen Haushalte.
- o- Nach »er amtlichen Feststellung des Ergebnisses der zweiten Abtheilung haben 877 Wahlberechtigte 674 Wähler von ihrem Wahlrechte Gebrauch gemacht. Eine absolute Mehrheit von 338 Stimmen habe» erhalten die Herren: Rentner Holthaus (673), I. B. Wagemauu (668), M. Willet (668), G. Rühl und Jnstizrath C. Scholz (je 386), Chr. Stein (380), SanitätSrath Dr. Heyman (385), Franz Fehr und Landesrath Ang. Krekel (je 381), Aug. Will ms (378), H. Altmailu (377), E. Hces und W. Neuendorff (je 376), SanitätSrath Dr. A. Pageustecher (378), G. Schupp (374) und G. Birk (372). Die klebrigen in dieser Abtheilung aufgestellten Candidateu erhielten von 286 bis zu 304 Stimmen.
- o- Dio Stadtverordnete» - Mahl der ersten Wähler- Abtheilung wurde heute Vormittag um 9 Uhr begonnen und um 12 Uhr geschlossen. Von den 277 Wahlberechtigten dieser Abtheilung haben 206 oder 74,3 pCt. abgeftiinmt. Auf den grünen Zettel der nationalliberal-conservativeu Partei entfielen 129 und auf den rothen Zettel der deutsch-freisinnigen Parte« 66 Stimmen. Die übrigen 11 Stimmen sind zersplittert. Es sind somit die Candidateu der erstgenannten Partei als gewählt zu betrachten und bilden somit nachbenannte Herren die Vertretung der ersten Wähler - Abtheilung in der Stadtverordneten - Versammlung: 1) Appellationsgerichts-Vieepräsident a. D. Dr. PH. Bertram, 2) Rentner Friedrich Bickel, 3) Oberbergrath Rudolf Brüning, 4) Rentner Dr. Ludwig Dreyfuß, 5) Schiffsrheder Johann Faber, 6) Kanzleirath a. D. Wilhelm Fliudt, 7) Geh. Hofrath Dr. Remigius Fresenius, 8) Rentner Simon Heß, 9) Fabrikant Christian Kalkbrenner, 10) Ärchiteet Wilhelm Kaufmann, 11) Schornsteiiifeger- meifter Alex. Phil. Meier, 12) Hofapotheker Christian Neuß, 13) Oberstlieutenant z. D. Arthur v. Oidtmann, 14) Rentner Hugo Peipers, 15) Rentner Daniel Schluck, 16) Rentner Adam Schmitt.
- o- Tagesordnung für die morgende Sitzung des Ge- meinderalhs: 1) Genehmiguikg von Rechnungen. 2) Genehmigung einer Grundstücks-Verpachtung. 3) Begutachtung von Eoucessious- Gesucheu betreffs Schaukwirthschaft und Kleinhandel mit Spirituosen. 4) Vorlage betr. die Herstellung einer Wasserleitung nach dem Holzhackerhäuschen. 5) Begutachtung von Baugesuchen. 6) Vergebung von Arbeite«« und Lieferungen. 7) Gesuche und Anträge verschiedene«: Inhalts.
< 5 Vorstand»sttzmtg des Thierschuh - Vereins. Nach Verlesung des letzten Protocolls wurde für eine noch offene Stelle durch Kooptation vorbehaltlich späterer Genehmigung ein neues thätiges Mitglied dem Vorstände zugeführt. — Noch immer laufen eine Menge anonymer Zuschriften mit Beschwerden ein, welchen leider meist nicht Folge gegeben werden kann. Der Verein wiederholt seine Versicherung, daß Namen nicht genannt werden, sondern, daß er stets selbst als Kläger auftritt, um dem Publikum jede Ikii- beguemlichkeit nach Möglichkeit zu ersparen. — lieber die völlig unzureichende Fähigkeit der meisten hiesigen Personen int Fuhren eines Wagens und in der Behandlung eines ihnen anvertrauten unglücklichen Zugpferdes bleiben die Klagen und die sich wiederholenden kleineren und größeren Unfälle dieselben wie bisher. Es scheint fast, als könne die Verkommenheit eines Menschen in keinem Falle groß genug sein, um ihn nicht noch für einen Fuhrmann geeignet zu finden. Die Gefährdung des Publikums, die rohe und unverständige Quälerei des Pferdes und das Ziigrunderichteu des Materials wird dabei nicht genügenb in Rechnung gezogen. Abhilfe könnte nur eine schärfere Verordnung über die Tauglichkeit der
rothem Sammet, der auf vergoldeten Vroncesäulen ruht. Der Divan ist mit einem Wirrsal von Fellen allerseltenster Art bedeckt, die weit herabfluthen auf den herrlichen, den ganzen Saal ansfüllenden Teppich, ein Geschenk des Sultans. Schneeige Eisbärfclle, Büffel-, Löwen-, Pantherfelle, Kroko- dilhäute, alle vom Fürsten selber oder von fürstlichen Verwandten, so viele vom Bruder Philipp von Coburg und vom Prinzcu Heinrich Orleans erlegt, steigen die Panecl- wand des colossalen, bis zu dem hohen schottischen Kamin, einem authentischen Prachtstück aus Maria Stuart's Banqnct- saal in Holyrood sich erstreckenden Divans empor und bilden an dieser Divanwand ein wundervoll dccoralivcs Arrangement, das ein Panoplium aus Lanzen, Dolchen, Flinten, Helmen und Pauzerstücken krönt.
Die Wände sind im klebrigen mit Ledertapeten bekleidet, die einen wirksamen Hintergrund geben für die delicatcn Flcischtöne der Marmorstatuen, der gebräunten Holzsculpturen und das tiefe Roth der alten, sammetgebundenen Pergamente und Missas. Ein breiter Mmano- spiegel, flankirt von einem gigantischen Palmcnbaum, scheint die tiefe Perspective des Gemaches in’» Unendliche zu verlängern. Auf einem Zebrafell, inmitten eines Arrangements merkwürdig geformter, arabischer niedriger Fauteuils dehnt sich Osman, die dänische Dogge des Fürsten. Recht seltsam und bezeichnend inmitten all' dieser Kunstgcgenstände muthet auf dem Malachittische links vom Kamin eine Sammlung Miniaturmörser und Fcstuugsmodelle an. Auf einer Schildpatt-Etagöre gewahren wir ein eigenthümliches Gestell aus silberbeschlageuem Ebenholz, an dessen Mittelbalken an einem Goldfaden ein wunderthätiger Skarabäus hängt. Daneben erhebt sich auf einem Onyxpostament eine aus- gestopfte Tigerkatze, deren Erlegung den Fürsten in Lebensgefahr brachte. Die Augen find durch kostbare, riesige Goldtopase gebildet, zwischen den Pfoten balancirt ein aus
Rosseleuker herbeiführen, welcher die Fuhrwerksbesitzer selbst, so viel darüber Erkundigung eiugezogei«, gern zustimmen würden. — Der Auffahrung des ganz unverhaltuißmäßig vielen Pferde-, Vieh- und Hundefuhrwerks auf dem Mauritiusplatz, bei welch wüstem Durcheinander Menschen und Thierc beschädigt und die armen angespannten Hunde überfahre» zu werde» fortwährend Gefahr laufen, fpottet an bestimmte» Tagen jeder Beschreibung, ist einer ,,Welt- kurstadt" völlig unwürdig und erfordert für Jedermann dringend der Abhilfe. — Zu ihrem 70. Geburtstag soll der Frau v. Schwartz (Elvis Melena), der bedeutendste» Thierschützeri» Deutschlands, welche durch ihre Schriften und gebrachten Opfer sich feit Jahrzehnte» i» ganz Europa einen geachtete» Namen erworben, von allen Vereinen eine besondere Ehreitgabe überreicht werde». Der Verein bewilligt hierfür 10 Mk. — 1500 Thierschutz-Kalender sollen zu Weihnachten wieder zur Vertheilung gelangen. — Nachdem der Vorsitzende über die wünschenswerthen Endziele unserer in allen Ländern übereinstimmenden Bestrebungen bezüglich der veränderten Fassung und Verschärfung des Strafgesetzes, des Transports der Thiere auf Eisenbahnen, der verbesserten Schlachtmethoden, der ihren« Zwecke nicht mehr eutsprecheiidei« Zugthiere und des Hunde- fnhrwerks Aufklärung gegeben und nachdem er wiederholt auf die Erwerbung neuer Mitglieder hingewiesen, schloß die Sitzung.
△ Die Zimmerheilmrg. Wiederum ist die Zeit gekommen, in welcher der Ofen seine Pflicht antritt, und dürfte cs daher angebracht sein, auf die Nachtheile hinzu- weisen, welche eine zu starke Zimmerheizung auf den menschlichen Organismus hervorbringt. Eine bekannte Autorität auf hygienischem Gebiete, Professor Reclam (Leipzig), äußert sich hierüber wie folgt: Wer die Zimmerwärme über 15 Grad erhöht, wird bald bemerken, daß sein Wärmebedürfniß sich stets steigert, und werden ihm bald 17, ja 20 Grad nicht mehr genügen. Der Grund hiervon ist folgender: Bei andauernd starkem Heizen trocknen die Wände, sowie die in dem Zimmer befindlichen Gegenstände aus. Je mehr sie ihre Feuchtigkeit verlieren, umsomehr saugt die trockene Luft die Feuchtigkeit da auf, wo sie dieselbe fast nur noch allein findet, nämlich beim — Menschen. Die unmerkliche Ausdünstung der Haut und der Lunge wird gesteigert. Da nun die Verdunstung von Feuchtigkeit uns viele Wärme entzieht, so wird durch die gesteigerte Ofenwärme allmählich auch das Wärmebedürfniß gesteigert; der Ofen erscheint uns dann als der beste Freund, ist in Wirklichkeit aber unser ärgster Feind, denn in der erhöhten Zimmcrwärme dünsten auch alle anderen Gegenstände mehr aus und die Luft wird verschlechtert. In der warmen Luft athmen wir unser nothwendigstes Lcbensbedürfniß, den Sauerstoff, weniger ein, der Stoffwechsel wird dadurch langsamer und geringer; der Appclit mindert sich, es tritt mürrische Stimmung ein, der Schlaf wird kurz und unruhig, alle Verrichtungen des Körpers lassen zu wünschen übrig. Da haben wir das betrübende Bild der meisten Menschen im Winter. Nur Diejenigen, welche ihrem Ofen niemals gestatten, die Luft über 15 Grad zu erwärmen, sind diesen Leiden nicht unterworfen.
A Neubauten. Unter den neuerdings errichteten Neubauten verdienen die auf dem Grundstück der katholische«« Kirchcugemeinde, Louiseustraße 27, lobend der Erwähnung. Dieselben bestehen ans Vorderhaus mit »««gebautem Seitengebäude. Letzteres dient den Vereinszwecke» des „Katholischen Lesevereins" und enthalt außer den praktisch eingerichteten Parterrc-Localitäte» im Obergeschoß
einem einigen, selten schönen Hellen Jaspis geschnittener Ball. In diesem Amatenrsaal ist auch in drei großen, innen mit weißem Sammet bekleideten, außen mit Schildpatt und Silber ausgelegten Tresorschränke» die berühmte Jiiweiensammlung des Fürsten aufgestellt, deren Katalogi- sirung einen ganzen Baud füllt. Es sind berühmte Juwelen von historischer Bedeutung und andere durch ihre Größe ausgezeichnete Stücke von unschützbarem Werth darunter. Das glitzert und gleißt, wie eine wahrhaftige orientalische Schatzkammer aus Tausend und Einer Nacht. Zwischen zwei dem mace- dvnischen Sagenkreise entnommenen Riesen aus Holz sculpirt, die als Thürwächter die seidene Thürdraperie halten, gelangen wir, drei Stufen hinab, in eine immense Halle, das Arbeitszimmer des Fürsten. Bibelots und Karten auf großen und kleinen Tischen und Gestellen, Vitrinen voll Bücher und Broschüren, Festnngsmodelle und Reliefaufnahmen, wohin man blickt, Stühle von allerlei Formen, die oft gewaltigen Folianten und Kartenwerken als Stützpunkt bienen, wenn sie nicht gar anfgeschlagen auf dem Fußboden liegen. Auf Staffeleien hier eilte Handzeichnnng von Doro, da eilt Zug bulgarischer Truppen von Fleury, an den Wänden Marinen und bulgarische Landschaften von Aiwasowski, über dem Kamin ein lebensgroßes Porträt der Herzogin Clementine von Angely, ein Schlachtenbild von Detaille, Stillleben von Giacomclli, Jagdlandschaften von Corot und Gavarni, Chimären aus Bronze und kameengeschmückte Vasen, ein Trinkservice ans getriebenem Gold, japanische Emails, eine silberne Reiterstatuette des Fürsten — es ist unmöglich, Alles zu beschreiben.
Durch »en an das Arbeitszimmer stoßeudeit Wintergarten mit seinen Veilchenbüschen, seinen Orangen-, Palmen- und Myrthengängen, aus denen Marmorbilder gespenstisch weiß herausdämmern, vorbei an dem rauschenden Springbrunnen inmitten einer Gruppe bleicher Chrysanthemen und
