Abend-Ausgabe.
Wiesbadener TsgM
Anzeigcn-Preis:
1891
Dsrmerstas» den 1. Ortober
Uo. 231
= Postverkehr. Die Praxis, in'Ermangeluug einer Postkarte Antwort zwei gewöhnliche Postkarten mit einer Stecknadel zu-
Vereins-Nachrichten.
Briefe Moltke's an seine Kraut.
Es ist ein scharf ausgeprägter Zug des deutschen Nationalcharakters, sich nicht mit der Kenntniß der glänzenden Außenseite seiner Helden zu begnügen, sondern auch ihr Privatleben eingehend zu studiren. Die Frage, ob dieser Zug ein guter oder ein schlechter sei, ist unzählige Male erörtert worden, an dem Zuge selbst ändern diese Erörterungen nichts. Aber auch wer gegen die Veröffentlichungen aus dem Privatleben großer Männer sich eingenommen fühlt, denen wir doch viele der prächtigsten Bücher der deutschen Literatur zu danken haben, wird nur mit innigster Freude die Briefe lesen, die Moltke an seine Braut und Fran geschrieben hat und die eben jetzt „lieber Land und Meer" zu veröffentlichen beginnt. In ihnen zeigt sich Molrke von einer ganz neuen und so überaus liebenswerthen Seite, daß diese Briefe im höchsten Grad das allgemein menschliche Interesse wecken müssen. Jeder sollte sie lesen, denn gerade in unserer Zeit, die so Vieles von unglücklichen Ehen zu erzählen weiß, haben diese Aeußerungen des gewaltigen Mannes etwas überaus Erhebendes, das auf Jung und Alt den bedeutendsten erziehlichen Einfluß auszuüben nicht verfehlen wird.
Wir geben nun mit Erlaubniß der Verlagsbuchhandlung nachstehend kleine Proben aus diesem in genanntem Blatte zum ersten Male zur Darstellung kommenden ethischen und literarischen Schatze wieder, einestheils, um den nachmaligen großen Schlachtendenker in seiner Eigenschast als liebenswürdigen, zart empfindenden Bräutigam zu zeigen, andern- theils, um speciell unfern verehrten Leserinnen einen Hinweis auf eine werthvolle und schöne Lcctüre zu geben. Diebeiden Briefe, die wir der Sammlung entnehmen, ffnd an Moltke's nachmalige Gattin, an Maria Burt gerichtet. Sie lauten:
Zur gefl. Keachturrg!
Wir machen hierdurch nochmals ausdrücklich darauf aufmerk- ,'am, daß das „Wiesbadener Tagblatt" trotz der zwei Ausgaben ohne jeden Preisaufschlag erscheint, sonach auch künftighin nur Mk. 1.50 das Vierteljahr für die beiden Ausgaben ohne Bringerlohn kostet. ${r(fl8<
fuhr; als die Sonne unterging, sah ich die schwarze Rauchsäule in den grü'nen Wiesen bei Itzehoe emporwirbeln. Mama war an der Landestelle Euch entgegen gekommen, zu Hause dampfte schon der Thee, mein Platz war leer aber Ihr gedachtet meiner freundlich und erzähltet, was Ihr in Hamburg gesehen und erlebt.
Als Du noch schliefst, rasselte unser Postwagen die Linden herauf, ich eilte in meine Wohnung, nahm mein erfrischendes Bad und machte die nothwendigen Meldungen und Besuche. Da mein Prinz nicht mehr hier war, so hatte er seinen Glückwunsch schriftlich hinterlassen. Einer meiner ersten Gänge war zu John, den ich aber nicht zu Hause traf. Heute früh hat er mich aufgesucht. Ich habe ihm aber noch viel zu erzählen, beim seine Zeit ist durch den Besuch der verschiedenen Lotten Brochdorff in Anspruch genommen, welche vorgestern hier eingetroffen sind. Ich habe die Absicht, sie morgen aufzusuchen. Sie kennen Dich, und wir können von Dir sprechen.
Wüßte ich, daß Papa wirklich zum Herbst oder früher noch nach Berlin käme, so miethele ich sogleich ein hübsches Quartier in einem großen neuen Hause neben mir an. Es ist allerdings int dritten Stockwerk, aber dafnr auch zweihundert Thaler wohlfeiler als dieselbe Wohnung im unteren G^Di'es Quartier kostet ohne Stallung (welche int 91 eben= haus) mir dreihundert Thaler, und ich glaube kaum, daß ich ein anderes, so gutes für denselben finden werde Die Zimmer vorn heraus sind sehr groß, obschon nicht sehr hoch. Holzgelaß, Waschkammer und so weiter im Keller. Die Laae ist nächst den Linden die vornehmste und gesuchteste, vor" dem Haus der Leipziger Platz, hinter demselben der Thiergarten. — Diese Wohnnng konnte, wenn ich so lange meine daneben behalte, Papa, Mama, Jeanette, die kleinen Kinder und Dienstboten anfnehmen, und ich würde he so-
39. Jahrgang.
Erscheint tu zwei Ausgaben. - Bezugs-Preis: Wiesbaden und den Sanbortqt mit Zweig- Expeditionen 1 Mk. 50 Pfg-, durch die Post 1 Mk. 60 Pfg. für das Vierteljahr.
Stimmen aus deut Publikum. ~
* In der gestrigen Abendausgabe des „Wiesbadener Lagblatt wird mit Recht der Entrüstung Ausdruck verliehen über ctmge
* Die israelitische Privat-Gesellschaft „Societas" wird zur Feier des „Simchas-Thorafcstcs" am SamSag, den 24. October t>. einen * *“* förirHikptihnf' iieYniiftdltcn unb
hat schon jet
mit Antwort zwei gewöhnliche Postkarten mit einer Stecknadel zu- sammenzuheften und diese dann abzusendein ist nach Bestimmung der Postbehörden von jetzt ab uuzulastig. Solche Karten werden nicht mehr befördert.
--Frankfurter Pferdemarkt. Die offizielle Gewinn- Ziehungsliste der Verloosnug des Franfturter Pf-rdcmarktes Dom 30. September Abends liegt tm Verlag des „Wiesbadener Tagblatt" zu Jedermanns Einsicht unentgeltlich offen.
-- Kleine Notizen. In die Collecte des Kaufmanns Herrn Heinrich Biebricher fiel der vierte Hauptgewinn der Frankfurter Pferde-Lotteric (ein zweispänniger Landaner).
= Immobilien-Geschäft. Im Monat September sind hier 19 Wohnhäuser für zusammen 1,429/750 Mk. verkauft worden. Der höchste Kaufpreis betrug 240,000 Mk., der niedrigste 24,450 Mk In demselben Monate des verflossenen Jahres betrug die Zahl der Verkäufe 19 und der Gesammt-Kaufpreis 1,569,050 Mk.
* Besitzwechsel. Das Hans des Herrn Conrad Manker Zum Fallstaff", Moritzstraste 16, Ecke der Adelhaldstraste, eines 5er elegantest eingerichteten Restaurants, gmg durch Kauf für die Summe vou 185,000 Mk. in den Besitz des Herrn Dr. mcd. Fr. Wilhelm Nisse aus Lösen über. Das Geschäft wurde vermittelt und abgeschlossen durch die Immobilien-Agentur von F Cbr. Glücklich dahier. — Herr Maurermeister,Ph. Ang. Krauß hat sein Haus Albrechtstraste 32 sür 62,000Mk. an Herrn Flafchenbierhändler Philipp Deus er hier verkauft.
— Die Vaeauzen-Liste für Militär-Anwärter No. 39 liegt an unserer Expedition Interessenten unentgeltlich zur Emslcht offen.
Verlag: Langgasse 27.
13,000 Aimmienteu
Mein süßes, liebes Mariechen!
Schon heute Abend erhältst Du einen Brief von mir, denn die zehn Minuten, die mir bleiben, kann ich nicht besser anwendeit, als Dich in Gedanken noch recht herzlich zu grüßen. Ich werde Euch morgen auf Eurer Rückreise mit meinen Wünschen begleiten. Tausend freundliche Gruße an Mama, Jeanette und Papa, und übrigens fern Sie munter, mein Fräulein. Ich freue mich auf Deinen ersten englischen Brief. „ ' „ . .
' Briese' von Mine Brockdorff, Onkel Paschen') und dergleichen an mich magst Du immer öffnen und mir den Inhalt auszugsweise mittheilen.
Nun adieu, mein Herzensliebes, my only den Mary, ich drücke Dich tausendmal an mein Herz. Dein für immer. (Ohne Datum.) Hel mut h.
Mein thenres, liebes Mariechen!
Da sitze ich nun schon zwei Tage in Berlin ohne Dich. Die Geschäfte des Tagest haben Dein liebes Bild in den Hintergrund meiner Seele gedrängt, „doch, wenn in unserer engen Zelle das Lämpchen freundlich wieder brennt, dann wird's int eigenen Innern wieder Helle, im Herzen, das sich selber kennt," dann lebst Du in meinen Gedanken, ich sehe Deine freundliche Erscheinung und glaube, daß Deine Seele mir nahe ist. . . , „
Während der Reise hierher hab ich Dich auf allen Schritten begleitet, ich folgte Dir an Bord des Damps- fchiffes, während der Eilwagen über die preußische Grenze ») Moltke's Mutter war eine geb. Paschen, Onkel Paschen ihr Bruder. (Diese und die folgenden Fußnoten rühre» von Mapor U" B-^Vom io.'Aprft')184O bis 18. October 1815 war Moltke Gcncralstabsoffizier bei dem IV. Armeccvrps. Dasselbe comman- dirte S. K. H der Prinz Karl von Preupen Chef.des General, Stabs des IV. Armcecorps war von 1840—44 Oberst Baron von Reitzcnstein, vou 1844-45 Oberst von Schlnsser.
Die einspaltige Petitzeile für locale Anzeigen 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 Pfg.." Reklame» die Petitzeile für Wiesbaden 50 Plg-, für Auswärts 75 Pfg.
einen Fesr'ball int Saale des „Hotel Schützenhof" veranstalten und hat schon jetzt zahlreiche Vorbereitungen zu einer schonen und gemüthlicheu Feier getroffen. Die Einladungen ergehen sofort nach ben israLlitischen Büßtagen.
* Für das Winterhalbjahr sind im „Dcuffchen und Österreichischen Mpeu-Verei«, Sectiou Wiesbadeit, solgendc Ver- anstalttmae» in Aussicht genommen: 1) Sonntag, den 4 Octobex: Ausflug über den Fcldberg nach FraEnrt. (Abfahrt 4cmuus- bahiihof 7 Uhr 40 Mimten, RöckfahMnte 2. Nasse nam Höchst. 2) Dienstag, den 6. October: Vortrag des Herrn Neutner SeeuriuS über „Berg- und Höhlenfahteu in Kärnten iNid Kram . Dienstag, den 10. November: Vortrag des Herrn Negiermtgs-Baumeis er Häuser über „Besteigung der Jungfrau vom Grundelwald aus mit Abstieg nach dem Eggischhoru. 4) Dienstag, den 8. December. Vortrag des Herrn Direetor Dr. Kaiser über „Bergfahrten m Sudwest- Tvrol" (Presanella, Adamello). Eine gesellige Abendimterhaltnug ist für den Monat Januar in Aussicht geiiommen.- Die Vorträge finden im Damensaale des „Nomieuhos" statt und beginnen pünktlich 8'/2 Uhr Abends. Eine erneute Anzeige derselben wird an dem jedesmal vorhergehenden Sonntag im rcdactionellen --heil des „Rhein. Knr.", sowie des „Wiesbadener Tagb att' zn finden sein: dagegen werden etwaige Abändernugen des Programms den geehrten Mitglieder» durch besondere Zuschrift bekannt gegeben werden.
* Der „Christliche Arbeiter-Verein sür Wiesbaden und Umgegend hält seine nächste Verfauimlung heute Donnerstag Abends 8 /- Uhr, Mauergaffe 4, I, ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Herrn Eontre-Admiral a.D. Werner nber „Bilder und Wkizzen au. dem deuffchen Seemamisleben". Gäste haben Zutritt.
Karates.
(REruck vir Criauialtorrefpoubcnjen nut unter deutlicher Quellenangabe gegattet.) Wiesbaden, 1. October.
= Kochbruuuen. Von heute ab sängt der Winterdienst in der Inhalation an. Die Stunden find jetzt, wie auch anhen an den Plakaten ersichtlich ist, nur Vormittags von 9—12 Uhr. Rach- mittags wird int Winter nicht inhalirt. ~
-- Dampfstraßenbahu. Wir machen an dieser Stelle nochmals besonders darauf aufmerksam, daß die Zuge der Dampf- strnßenbahli, welche nach dem Wiitterfahrplau nur an Smm-und Festtagen verkehren sollen, vorerst auch an allen Wocheutagen fahren werden. „ .
= Eisenbahn unglück. Gestern Abend 7 Uhr ist auf der Lahnbahn zwischen Laurenburg und Balduinstein am östlichen Ausgange des Cramberger Tunnels ein Pilgerzug auf den infolge defecter Maschine liegen gebliebenen Schnellzug 2'23 ansgefahrcn. Soweit amtliche Depeschen vorliegen, sind Passagiere nicht verletzt, dagegen ist der Heizer des Pilgerzuges tobt.
O Dacharbeitcu werden jetzt allenthalben ansgeführt. Es gilt, die Dächer tüchtig zu machen gegen die Einflüsse des Winters. Da ist kein Hans, dessen Bedeckung mcht hier und da einen zu beseitigenden Mangel anfznweisen hätte. Damit sind nun vielfach noch andere nöthige Arbeiten an dem Holzwerke re. verbunden, welche die Dachreparatur etwas ausdehnen. Bei dieser Gelegenheit sei auch einmal auf etwas anderes mit anfmerksam gemacht, was von ähnlicher Bedeutung ist. Unter dem Einfluß der Witterung werden vielfach die Gesimse an den Häusern morsch; tritt nach feuchtem Wetter ein Frost ein, so bekommen die vorspringenden Theile Riffe und infolge irgend eines unbedeutenden Anlasses, bei lebhaftem Winde, durch Vögel und bergt., fallen Stücke davon auf den Weg, , wodurch die Vorübergehenden arg gefährdet werden. Es erscheint deshalb sehr empfehlenswcrth, in der jetzigen Jahreszeit, in der man sich überhaupt für den Winten vorbereitet, auch die Gesimse der Gebäude einmal auf ihre Haltbarkeit zu untersncheii.
= Berichtigung. Die in No. 229 des „Tagblatt" gebrachte Notiz, welche die am Montag Abend im Saale, des katholischen Lesevereinsgebäudes stattgehabte Besprechung hiesiger katholischer Lehrer betrifft, bedarf insofern eiter Berichtigung, als der Herr Bischof am 4. dieses Monats nicht sein 25-, sondern sein 5 0 - j ä h r i g e s P r i e st e r - I n b i l ä u m begeht und die versammelt gewesenen Lehrer in der betr. Berathung keinerlei Beschlüsse faßten. Ob und wie die Lehrer sich au der bevorstehenden Bffchoss- feier betheiligen, ist vielmehr dem Ermessen des Einzelnen anheimgestellt. _______________________________________
widerlich viehische Gesellen, die das Denkmal unseres 80. Regiments am Erercirplatz verunreinigten. Lebhaft zu bedauern,ist, daß jeder elende Strolch ungehindert diesem Ehrenmale unserer tapferen Soldaten zu nahe treten kann, und daß dieses so nackt und blos dort steht, ohne ein schützendes Geländer, ja, daß es mcht einmal von hübschen Anlage» umgebe» ist. I» einige» Woche» mm feiert das Regiuient von Gersdorff das Fest seines 2o-iahrlgen Bestehens und da dürfte den» wohl eine Anregung am Platze sein, daß man su jenem Tage das noch Fehlende nachhole. Die verhaltnißmaßig geringe» Kosten zu einem eisernen, das Ganze abschließenden Zaune könnten doch ans den Kreisen der 80er Regiments-Kameraden durch Beitrags-Zeichnung leicht susainmeiigebracht werden, ja, vielleicht entschließt sich ein Wohlhabender, sich und dem Regiment zu Ehr de» uöthigen Betrag zn stiften. Las Regiment aber mußte, es sich angelegen sein lassen, etwa die innerhalb des Stakets anzubrmgeude kleine gärtnerische Anlage dauernd in gutem Zustande zu erhaltem Einige Leute sind ja leicht mehrmals be§ yaforeS zu bleiern Zweck auf einige Stunden abznconimandlreu unb unter der Mannschaft gießt es auch Schlosser genug, die,em ,m Falle gestiftetes Güter cmbriugeu können. Möge diese meine Anregung au, fruchtbaren Boden fallen, damit dem jetzigen, höchst unwürdigen Zustande des Denkmals ein Ende gesetzt werde. ™
Ei» Freund des 80. Regiments.
Provinzielles.
* Biebrich, 30. Sept. Gegen die Art ber Steinigung des Salzbachs bei der Kursürstenmühle seitens der Stadt Wesbade» hatte die Firma Lin» & Co. bei dem Ko»lgI, Landrat.)sanit wiederholt Beschwerde geführt, wurde jedoch damit unter dem Bemerken abgewiesen, daß die Reinigung auch ferner, wie seither, und zwar iur Nachtzeit geschehe» müsse. Dem gegenüber hat fedoch tm weiteren Verfolg der Angelegenheit das Kömgl. Regiermigs-Prastdiuiu, der Tagespost" zufolge, anders Verfügt, indem von demselben der Finna Sinn & Co. folgendes, vom 26. d. M. batirtes Schreiben flUQeGdncien ift; „ÖJiit Eezug ouf ihre üont 7.. d. ~u
itber die mangelhafte Reinigung des Salzbach-Mühlarabens m der Nähe der Kurfürftenmühle theile ich ^hueii im Verfolge meliies Bescheides, vom 17. v. Ni. mit, da,; ich Auorduung gmwn habe, damit die Räumung des Grabens in ieinem unteren checke bis auf Weiteres in der von Jhucn gewünschten Weise und Lei Tage Misgesührt wi>ch."
z Vom Tauuns, 30. Sept. Der „Taunns-Club", der unermüdlich thätig ist, unsere herrliche Tannuslandschaft den, Verkegr aufzuschließen und die schönsten Punkte zugänglich zu machen, verwendete im vorigen Jahre weder 1735>.M szu dieser- Zwecke». Neuerdillgs wendet er em Hauptaiigenmerk auf beit Alikomg, inbent er ben für diese» prächtigen Gipfel projectirteu Thurmbau msotern der Aiisführuiig näher gerückt hat, als er die für ben Feldberg- iburnt aufQrteu 15W Mk. dem Baustock für den Altkönig- Thurmbau unter der Bedingung überwiesen hat, daß der zu er- richteude Altkönig-Thurm nach seiner Vollendung m die Verwaltung des Clubs übergehe. Die Mitglieder des Taunus-Club gehören den verschiedensten Ständen an unb Vertheilen sich auf bie Orte Frankfurt (730 Mitglieder), Soden (72), Weilbii^ (68), Idstein (44), Cronberg (37), Königstein (35), Oberursel (28), Hoshemi G0), Schmitten (20) Schlangenbad (19), Usingen (16), Rod a. b. Weil (13) unb Neuweilnau (7).
4- Hochheim, 30. Sept. Die Obstausstellimg für den Land- kxeis Wiesbaden, welche nächste» Samstag durch Herr» Graten Matufchka, Köuigl. Landrath, eröffnet wird, scheint nach den seit aeftern ununterbrochen einlaufenden Sendungen stark beschickt zu werden. Aus allen Kreisorten sind Anmeldungen ergangen. Der Steiumler'sche Saal wird durch hiesige Mtglieder des Ver- waltungsrathcs unter Leitung des Herr» Krels-Obstbaulehrers Rebholz in herrlicher Weise betonet. Vorausstchtlich wird die Ausstellung zahlreich besucht.
