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ttlontag, 28. Dezember, morgens.
Sonder-Ausgabe.
1914.
Dox Tagesbericht vom 25. Dezember. Abweisung französischer Angriffe. — Die Lage im Gsten unverändert.
W.T.-B. Großes Hauptquartier. 23.Dez., °°Mttags. (Amtlich.) In Flandern herrschte ^ern im allgemeinen Ruhe. Lstl.ch Festubert ^urde den Engländern anschließend an die am -0. Dez. tobcrte Stellung ein weiteres Stück ihrer Besesir- ^Ugen entrissen.
c. Bei Chivy, nordöstlich BaillY» hoben unsere puppen eine feindliche Kompagnie ans, die sich vor ^sercr Stellung eingenistet hatte; 172 Franzosen wurden hierbei gefangen genommen. Bei Versuch, die Stellung uns wieder zu entreißen, Mt 2 der Feind starke Verluste.
..Französische Angriffe bei Sou an, , und P c r- Ul cs sowie kleinere Vorstöße nordwestlia, Verdun Uld westlich Apremont wurden abgewiesen.
-- Fm Osten blieb gestern die Lage unver
ändert.
Oberste Heeresleitung.
Der Tagesbericht vom 26. Dezember, garste Verluste der Engländer bei Zestubert. — »-rgeliung für französische Bombenwürfe auf Biburg und auf ein Lazarett. — Neue Erfolge im Osten.
. W. T.-B. Großes Hauptquartier, 26. Dez., 7,'ttags. (Amtlich.) Westlicher K r i e g s s ch a ^°tz: Bei Ni eu Port sind in der Nacht vom 24.
25. Dezember Angriffe der Franzosen und Engter a b g c w i e s c n.
: Der Erfolg der Kämpfe bei Festubert mit Hn- und Engländern läßt sich erst heute übersehen. '' Offiziere lind 8 1 9 F a r b i g c und Engländer ?"rdrn gefangen genommen, 14 Maschinengc- ^rc, Scheinwerfer und sonstiges K r i e g s m a t c - erbeutet. Ans dem Kampffelde ließ der i”!itb über 3000 Tote. Eine von den Euglän-
zur Destatliing der Toten
h e wurde bewilligt.
Uuäßsg gering. i Bei kleineren Gefechten in der °l>s, südöstlich Uon Amiens, ?!, nordöstlich von Compivgne, ^ 0 G r f a ,! g c n e.
den Vogesen, südlich
erbetene W a f f c n Unsere Verluste sind verhält-
^kleineren Gefechten. Tie Lage blieb dort unver
Am 20. Dezember, nachmittags, warf ein franzö ,Mr Flieger auf das Dorf Jnor n e« n Bomben, gleich dort nur Lazarette sich bes'nden, die auch ^ Fliegerhe»Pachtung ganz deutlich kenntlich gemacht Nennenswerter Schaden wurde nicht angerichtet. ^ Antwort ans diese Tat und auf das neulich? »"'"benwcrscii auf die offene, außerhalb des Opera- ?^sgcb xtes liegende Stadt Freibnrq wurden heute >-°^qen e i n i a e der in der Position de Nancy
mit Bomben mittleren
Fn
Gegend von Li- und T r a c y - l c - machten wir gegen
von Diedolshansen,
>m Oberelsaß, westlich von Altkirch, kam es gestern
von
in
uns
Örnbe Orte "'bers belegt.
»..Östlicher Kriegsschauplatz: Russische Au- ,' "uf die Stellungen bei L ö tz e n wurden a b g e- ^agxii. 1000 Gefangene blieben in unserer »>,d. .
Fn Nordpolcn, nördlich der Weichsel, blieb die -^.unverändert. Südlich der We'chsel schritten unsere tzÄAsse am B z n r a - Abschnitt fort. Ans dem reckiten ^Wa-User, südöstlich von T v in a s z v w , war unsere .mensivx viui Erfolg begleitet. Weiter südlich ist ' "ogc unverändert.
Oberste Heeresleitung.
n Der Tagesbericht vom 27. Dezember.
^ve vergebliche kln^riffe auf der Westfront. — ^ts^rxjjende klnqriffe in Polen. Ern russischer Angriff verlustreich zurückgeschlaqen.
-D.-0. Großes Hauptquartier, 27. D-sz., (Amtlich.) Westlicher Kriegsschan- In Flandern ere'gnetc sich gestern nichts Etliches. Englische Schiffe zeigten sich heute ^qen.
^..Nordöstlich Albert machte der Feind einen ver- , ".che,, Vorstoß auf La Boicelle, dem heute früh c:n «.'llllgreicher Gegenstoß unserer Trnppen
Französische Angriffe im Meurissougrunde (Argon n c n) und südöstlich Verdun brachen in unserem Feuer zusammen.
Im O b e r e l s a ß griffen die Franzosen unsere Steilungen östlich der L-nic Thann-Tammcrkirch an. Sämtliche Angriffe wurden z u r ü ck g e s ch l a g c n. In den ersten Nachtstunden setzten die Franzosen sich in den Besitz einer wichtigen Höhe östlich Thann, wurden aber durch einen kräftigen Gegenangriff »oieder geworfen. Die Höhe blieb fest in unserem Besitz.
£ stlichcr Kriegsschauplatz: In Ost- und Westpreußen keine Veränderung.
In Polen machten unsere Angriffe am Bzura- T » n k ii - Abschnitt langsam >v c i t c r e Fortschritte.
Südöstlich Tomaszow wurde die Offensive erfolgreich fortgesetzt.
Russische Angriffe aus südlicher R'chtung aus I n o w l o d z wurden unter schweren B e r l u st e n für die Russen zurückgeschlageu.
Oberste Hecreslcitnng.
Die Lage im Westen.
Die Kampfe in Klandern.
TU. Amsterdam, 27. Dez. (Ktr. Frkf.) Der „Tclegraaf" meldet aus S l u i s : Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde kein Kanonendonner vernommen. Dagegen erfolgte eine Explosion von drei a n g e s ch ioe man t e n Minen bei Zeebrügge, und außer Geschützfeuer gegen einen englischen Flieger, der sich über, dem Küstengebiet zeigte und davonflog, als ein Treffer erzielt wurde, war cs in ganz Westflan- dern still. Am zweiten Feiertage ertönte aber wieder sehr heftiger Geschützdonner wie nur je zuvor. Auch Marin.egeschühe ließen sich vernehmen. In der Weihnachtsnacht waren an verschiedenen Punkten der Grenze Geschütze gegen die Deutschen in Tätigkeit. Infolge des dichten Nebels, der am Abend des .d Dezember sich über der Küste lagerte, konnte den Deutschen ihre Weihnachtsfreude nicht gestört werden, dock, wurde scharfe Wacht gegenüber Überraschungen gehalten. Zurzeit herrscht ziemlich starker Frost und es weht ein rauher Wind.
Die deutschen Korlfchritte im Krgonnerwalde.
W. T.-B. Berlin, 27. Dez. über deutsche Fortschritte im Argonnerwald-e wird in einer Genfer Korrespondenz des „Lokal-Anzeigers" vom 26. Dez. gesagt: Im Argonncr- walde unternahmen die Deutschen gestern von 'fünf wichtigen Punkten mis heftige Angriffe, die besonders bei Bqga- teile und S t. H u b e r t sehr erfolgreich waren. Joffres Tagesbericht bemerkt hierzu abschwächend: Die
Unseren behaupteten ihre frühere Front. Aber Ortsangaben fehlen, was sehr bezeichnend ist. In der Champagne Ivnrde hauptsächlich Berry aux Bax umstritten.
Oer erbitterte Bumpf um Steinbach.
Be. Basel, 27. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der Kampf um Steinbach im Oberelsaß, das lvieder in die Hände der Deutschen überging, war hartnäckig. Die Franzosen räumten nur nach verzweifelter Gegenwehr das nördöstlich Senmheiin gelegene strategisch wichtige Dorf. Ihre Verluste sind groß. Steinbach und das benachbarte Wattlveilrr sind von der Bevölkerung jetzt vollständig geräumt und in Verteidigungszustand gesetzt worden, da die Franzosen einen neuerlichen Angriff auf die Ortschaften planen.
18 französische Generale abgesctzt.
Br. Rom, 27. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Nach dem „Journal de Paris" sind 18 französische Generale vor Erveichung ihrer Altersgrenze abgesctzt worden.
Oie englischen verlrrste.
IV. T.-B- Berlin, 27. Dez. Über englische Verluste meldet .die „Deutsche Tagesztg." aus Rotterdam: Die bis jetzt veröffentlichten englischen Verlustlisten enthalten die Namen von 8694 Offizieren und 39 677, Mawnschaften; an Toten und Verwundeten und Vermißten verlor die Infanterie 2939 Offiziere und 35 255 Mannschaften, die Kavallerie 281 Offiziere und ,724 Mannschaften, die Artillerie und das Gcniekorps 248 Offiziere und 1878 Mannschaften, bezw. 743 und 876, die übrigen Waffengattungen 152 Offiziere und 422 Mannschaften.
Blindgänger.
Aus dem 'Großen Hauptquartier erfährt die „Franks. Ztg.": In der französischen Presse tritt neuerdings wiederholt die Bemerkung auf, daß die von der deutschen ?lrtillcrie verschossene Munition nur geringe Wirkung habe und sehr viele Blindgänger ausweise. Die Tatsache ist bedingt richtig, nur handelt eS sich nicht um deutsche, sondern um erbeutete französische und belgische Munition. Ihre i -Minderwertigkeit ist auch uns bekannt; da es sich aber um
ganz außerordentlich große Munitionsbestände handelt, die doch auf irgend eine Weise unbrauchbar gemacht werden mußten, schien es immer noch am besten, sie ihren früheren Besitzern wieder zuzusenden.
Willkommene Rohwollevorräle aus Nordfrankreich.
Br. Müiichcn-Gladliach, 27. Dez. (Eig. Drahtbericht. Kir. Blnü In der Handelskammer wurde auf Grund von Erhebungen der hiesigen Fabrikantenkommission mitgeteilt, daß im Bezirk Roubaix 300 Millionen Pfund Rohwolle aufgefunden wurden, mit deren Abtransport nach Deutschland begonnen wurde.
Ein mißglückter englischer Vorstoß auf die deutsche ttüste.
Erfolgreiches Eingreifen unserer Luftflotte.
W- T.-B. Berlin, 26. Dez. (Amtlich.) Am 25. Dezember, vormittags, machten leichte englische Streitkräfto einen Vorstoß in die deutsche Bucht. Bon ihnen mitgeführtc Wasserflugzeuge gingen gegen unsere Flns;miitt>> dungen vor und warfen hierbei gegen zu Anker liegende Schiffe und einen in dtc Nähe von Cuxhaven befindlichen Gasbehälter Bomben ab, ohne zu treffen und Schaden anzurichten. Unter Feuer genommen, zogen sich die Flugzeuge in westlicher Richtung zurück. Unsere Luftschiffe und Flugzeuge klärten gegen die englischen Streit- kräftc auf.. Hierbei erzielten sie durch Bombenwürfe an? zwei englischen Zerstörern und einem Be>> g l e i t d a m p f e r Treffer; auf letzterem wurde Brand- Wirkung beobachtet. Aufkommendes nebliges Wetter ver-< binderte sonsiige Kampfe.
Der stellvertretende Chef des Admiralstabs: (gez.) Be hucke.
Berlin, 27. Dez. Zum Mißlingen des englischen Vorstoßes zur See am ersten Wcihnachtsfeiertag, an welchem englische leichte Streitkräfte, d. h. Kreuzer und Torpedoboote, eine Fahrt gegen unsere Küste unternahmen, schreibt das „Berliner Tageblatt": Welcher Zweck hiermit verfolgt
wurde, ist nicht ersichtlich. Sollte nur festgestellt werden, wo sich die deutschen Schiffe befinden und wo sie sich etwa zu einem neuen Angriffsmanöver bereit machen, so hätte das Aufgebot einiger Flugapparate genügt. Das Abwerfen von Bomben seitens der feindlichen Flieger hat erfreulrcherwerie keinen Erfolgt gehabt und ihre Beschießung durch deutsche Schisse zeigt, daß die festliche Weih nachts st immune der auftnerkcuden Wachsamkeit unserer Küsienvertei- diguug keinen Abbruch tut. Wahrscheinlich hatten die Engländer etwas anderes erwartet.
Bier englische Flieger über Langcroog.
T- 17- Langcroog, 27. Dez. Am ersten Weihnachtsfeiertag erschienen über dem Dorfe der ungeschützten Nordseeinsel Langcroog während des Nachmittagsgottesdienstep vier englische Flieger, die zwei Bomben abwarfen und wahrscheinlich auch Schüsse abgabcn, ohne Schaden anzurichten. Die Bevölkerung bewahrte ihre Ruhe.
veuUche Klieger an der Themsemündnng.
Br. Berlin, 27. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) über einen furchtbaren Schrecken, in den zwei Flieger gestern mittag die Bewohner von S o u t h e n d an der Themsemündung versetzten, wird dem „Berliner Lokalanzeiger" folgendes berichtet: Die Einwohner glaubten sehr heftiges Gewehr
feuer zu vernehmen und redeten sich ein, ein deutsches Geschwader sei in der Themsemündung erschienen und beschösse die Stadt. Tausende stürzten an den Strand, wo sich ergab, daß deutsche Flieger Bomben geworfen hatten. Englische Flugzeuge aus Sheerneß versuchten, den beiden deutschen Fliegern den Rückzug abzuschneiden; diese entkamen jcdvch im Nebel.
Die amtliche Bestätigung iu England.
W. T.-B- London, 27. Dez. (Nichtamtlich.) DaS Kriegs- amt teilt mit, daß gestern um t$y 2 Uhr mittags ein feind- jidjes Flugzeug über Sheerneß bemerkt wurde. Es wurde von britischen Fliegern verfolgt und beschossen. Von drei Schüssen getroffen, kam es über dem Meere außer Sicht.
Ein deutsches Flugzeug über Dover.
W. T.-B- London, 24. Dez. (Nichtamtlich.) Ein deutsches Flugzeug kreuzte heute früh über Dover und warf eine Bombe ab. die in einen Garten fiel und explodierte, aber keinen Schaden anrichtete. Das Wetter war unsichtig und das Flugzeug nur einige Sekunden sichtbar. Es kehrte sofort über das Meer zurück.
Ein deutscher Flug nach London.
\y. x.-B. London, 27. Dez. (Nichtamtlich.) Dichter Nebel undWindstille ermöglichten am e r st e n W e i h n a ch t,s- tag einem Flugzeug vom Albatroßtyp die Küstenwache zu passieren. Als sich bei Sheerneß der Nebel lichtete, wurde das Flugzeug entdeckt, war aber wieder schnell verschwunden. Darauf wurde cs wieder bei Gravesend signalisiert. Sei«'
