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Wiesbadener Tagblslt

Verlag: Langgasie 27,

Gegründet 1852.

Anzeigen-PreiSr

11« 500 Abonnenten

Sricheim täglich mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, BezugS-PreiS: In Wiesbaden und den Landorte» mit Zweig-Expeditionen 1 Mt. 50 $fg., durch die Poft 1 Mt. 60 Big. für das Bierieljahr, ohne Bestellgeld.

Die einspaltige Petitzeile für locale »«zeige» 15 Pfg., für auswärtige Anzeigen 25 vfg. Rerlameu di« Petitzeile für Wiesbaden 50 Pfg., für Auswärts 75 Pfg. Bei Wiederholungen Preis- Ermäßigung.

Dienstag» den 11. August

1891.

; Ms. 183.

Analyse der Biere

der

Wiesbadener Kronen - Brauerei, A.-G.,

durch das chemische Laboratorium des

Geheimen Hofraths Professor Br. W. Fresenius. ............ . " .......

Um die Vorzüglichkeit unserer Biere unseren Geschäftsfreunden, sowie dem Bier trinkenden Publikum vor Augen gu führen, haben wir dieselben in dem weltberühmten Laboratorium des Herrn Geheimen Hofrathes Professor Di*. Fresenius analysiren lassen und beehren uns diese Analysen endstehend wortgetreu zu veröffentlichen.

Wir enthalten uns jeder Anpreisung, da diese Analysen am Besten für unser Product sprechen.

Wiesbaden, im August 1891. Dis BirOOtiOIl.

. ,. Wiesbaden, den 30. Juli 1891.

An die

Wiesbadener Kronen>Branerei, Aetien-Gesellsehaft

Wiesbaden.

ergaben bei allen drei

Die Prüfungen auf Salicylsäure, sowie auf unzulässige Mengen von schwefliger Säure, oieren ein negatives Resultat. Die Biere sind somit frei von schädlichen Conservirungsmitteln.

Die Zahlen und Zahlenverhältnisse, welche die Analyse lieferte, liegen in allen Fällen in den bei normalen Vieren beobachteten Grenzen. 15409

Der Charakter der Biere ist ein verschiedener; während dasLagerbier ein aus etwas leichterer Stammwürze gebrautes, stark vergohrenes Bier darstellt, sind die beiden anderen Biere aus etwas schwererer Stammwürze gebraut lnd zeigen einen etwas niedrigeren Vergährungsgrad. Sie erscheinen deshalb und zwar namentlich dasExportbier l s etwas alkoholärmere, vollmundigere Biere. (g6Z ) IKZ*

Ihrem Wunsche gemäss habe ich die drei von Ihnen hergestellten Biersorten:Lagerbier,Münchner Bier und Exportbier einer genauen Untersuchung unterworfen. ,

Die betreffenden Proben wurden durch meinen Sohn, den Docenten und Abtheilungs-Vorsteher an meinem Laboratorium, Dr. Wilhelm Fresenius, in Ihrem Keller entnommen.

A. Aussehen und Beschaffenheit.

Sämmtliche Biere waren klar. DasLagerbier war von heller, goldgelber, dasMünchner Bier und das Exportbier von dunklerer, brauner Fa'be.

Die Biere zeigten sich beim Oeffnen der Flaschen mit Kohlensäure übersättigt und hatten normalen reinen Geruch und Geschmack. .

B. Chemische Analyse der von Kohlensäure befreiten Biere.

Lagerbier, hell. Münchner Bier. Exportbier.

Specifisches Gewicht bei 15 0 C.

In 10

1,0123 gr.

0 Gramm Bier sim

1,0191 gr.

1 enthalten:

1,0242 gr.

Alkohol..........

4,40 gr.

3,80 gr.

3,74 gr.

Extract..........

5,07

6,85

7,94

Hieraus berechnet sich der

Extractgehalt der Stammwürze zu .

13,52

®/o

14,13 °/o 15,06 °/<>

der Vergährungsgrad zu ....

62,50

°/o

51,54 o/o 47,27

Freie Säure auf Milchsäure berechnet

0,14

0,14

0,14

100 Gramm Bier verbrauchten

Cubikcentimeter Normallauge . .

1,55

1,80 1,54

Glycerin..........

0,17

0,15

0,14

Zucker (wasserfreie Maltose) . . .

1>. n

2'08 '

3,04

Dextrin ..........

2,19

2,99

3,08

Stickstoff..........

0,091

0,097

0,110

(Procente des Bierextractes) . .

1,77

°/o

1,41 ®/o 1,39/o

entsprechend Eiweisskörpern . . .

0,56

0,61

0,689

Mineralstoffe........

0,25

0,24

0,24

Phosphorsäure . . . . . . . .

0,10

0,11

0,12