Einzelbild herunterladen
 

Nr. 598.

Englands Ausgaben für Heer und Flotte.

2 Millionen unter de» Waffen? — Verstärkung des Expeditionskorps vor dem Frühjahr um 506 000 Mann?

W. T-B. London, 22. Dez. (Nichtamtlich.) »Daily Chronicle" veröffentlicht eine Unterredung des französischen Deputierten Louquet mit Lloyd George, in welcher der englische Schatzkanzler sagte, Englands Ausgaben be» trügen für Heer und Flotte monatlich 45 Millionen Sterling. England habe jetzt über 2 Millionen Sol» daten und Seeleute unter den Waffen. Seit Anfang August habe man ohne Wehrpflicht etwa iy> Millionen Sol» baten rekrutiert und man werde vielleicht auf 2^j Millionen kommen. Vor dem Frühling würde % Million n u § g c - zeichnet ausgebildeter und sehr begeisterter Sol­daten daZ Expeditionskorps verstärkt haben.

Die Kellnernot in London.

W. T-B. London, 22. Dez. (Nichtamtlich.) Um die deutschen und österreichischen Kellner zu ersetzen, haben die grotzen Hotels Londons Lehrlinge angenommen, zu deren Ausbildung eine Fachschule eingerichtet wurde.

Zur Freilassung des tionsuls Khlers.

Deutschfeindliche Kundgebungen.

Tü. Sunderland, 22. Dez. (Ktr. Sin.) Konsul Ahlers wurde auf Anordnung des Ministeriums des Innern aus der Haft entlassen. Als die Kunde hiervon in der Stadt bekannt wurde, zogen 2000 Personen, zum größten Teil rauf­lustiger Pöbel vor die von Deutschen geführten und zertrümmerten die Einrichtungen. Die Polizei schritt nicht ein; keine einzige Verhaftung wurde 'vorgenommen.

Die englische Gewaltherrschaft in Irland.

w. T -B- London, 23. Dez. Polizei und Militär haben von der Liberty Hall in Dublin, dem großen Hauptquartier der Anhänger Larkins, eine große Flagge entfernt, auf der 'die Worte standen: „Wir dienen weder dem König noch dem Kaiser, sondern Irland.

ZurVefchietzuna der englischen Ostküste.

Leibst englischer Widerspruch gegen Churchills Schmähungen.

Berlin, 23. Dez. (Ktr. Bin.) Nach einer Meldung der »Deutschen Tageszeitung" aus London Wird Ehurchtll wegen seines Briefes an den Bürgermeister von Scarborough heftig angegriffen, worin er von d e u t s ch e n K r n der­mo r d e r n spricht und sonst noch starke Worte gegen den Feind gebraucht. — „Morning Post" und „Globe" meinen, Churchill protestiere allzu oft. Er möge sich des alten eng» lischen Wortes erinnern, daß Reden ein schlechtes Wund- Heilmittel sei. Auch sollte er den neutralen Mächten das Ur­teil überlassen. Es sei der englischen Nation unlieb, daß der höchste Leiter der mächtigen, aber auch stummen Flotte mit Schimpfworten um sich werfe.

Neue englische Äußerungen.

TU. Von der holländischen Grenze, 22. Dez. (Ktr. Blnb Der Londoner „Oeconomist" bringt einen Aufsatz über die Beschießung der englischen Küstenstädte durch die deutsche Flotte Es wird därin erwähnt, daß in Scarborough eine beträchtliche Anzahl Truppen lag, dagegen tadelt das Blatt die Beschießung von Whitby. (Bekanntlich ist nach der deutschen Mitteilung doch nur die • Küstenstation und das Funkenhaus beschossen worden. Schriftl.) Das Blatt ist sehr verstimmt über die Erklärung der „Times", -die auf die Admiralität zurückführt, daß die Flotte nicht in erster Linie die Aufgabe habe, die Küste zu verteidigon. Gerade das sei ihr Zweck. — Ein Wochenblatt erwähnt das Vorhan­densein eines Forts in Wefthartlepool und erklärt, daß in Scarborcugh nicht 500 Granaten, wie gemeldet wurde, son­dern nur 60 niedergingeu.

Dänische Anerkennung der deutschen Kriegskunst.

Kopenhagen, 21. Dez. „Exträbladet" schreibt über oen Krieg in Polen: Der letzte Erfolg der Deutschen und Österreicher erfüllt uns mit Bewunderung für die deutsche Kriegsmaschine. Wie der fürchterliche Krieg auch ausfallen mag, die Tatsache steht nnerschüttevlrch fest, daß seit dem B e st e h e n der Welt ein b e s s e

rer Kriegsapparat als der deutsche nichts existiert hat. Welche Sicherheit, welche ungemeine Tüchtigkeit und Kraft liegt in der Art, wie bie_ Deutschen ihre Truppen verschieben und schnell in Reih und Glied stellen, uni zu kämpfen, zu siegen oder zu fallen! In gleicher Weife wie das deutsche Landheer verdient auch die deutsche Flotte Bewunderung für ihre Tüchtig­keit, ihren Mut und ihre Geschicklichkeit. Wenn die englische Presse jetzt schimpft, es sei eine deutsche Un­verschämtheit, die englische Küste zu beschießen, so ist das eine dumme Heuchelei. Deutscherseits ist festgestcllt, daß überall Küstenbatterien ge­antwortet haben. Englands wirkliche Meinung dürfte auch nur mit Bitterkeit gemischte Bewunderung der deutschen Taten sein. Wie die deutschen Schiffe zwischen den Minen an der englischen Küste operierten, das ist eine Tat e r st e n Ranges. Die englische Presse sucht glauben m machen, eine solche Tat sei ohne Bedeutung. Vielleicht ist es doch nicht so bedeutungs­los, daß ein so glänzender Versuch gegen den Be­herrscher des Weltmeeres glücklich gelang; ssdensalls ist der Streich, den die deutsche Flotte der englischen Ad­miralität gespielt hat, von großer moralischer Be­deutung. und es ist d U m ni von den Engländern, daß sie die Bedeutung einer solchen Tat h-erabsetzen wollen.

Einstellung des Schiffsverkehrs zwischen England und Dänemark.

TU. London, 22. Dez. (Ktr. Bln.) Der Schiffsverkehr von Hüll nach Kopenhagen ist nunmehr auch englischerseits aus Furcht vor den zahlreichen Minen in der Nordsee vollständig eingestellt worden.

Ein spanisches Lob für die deutsche Flotte.

W- T-B. Berlin, 23. Dez. (Nichtamtlich.) Ans Madrid wird berichtet: Die Presse bespricht aus Anlaß der See­schlacht bei den F a l k la n d - Inseln die hervorragen­den Leistungen der deutschen Kriegsschiffe, die sich unerwartet lange behauptet hätten. Die sonst unfreundlich!. ..Correspondenzia d'Espagna" schreibt: Das deutsche Ge­

schwader rat Stillen Ozean babe den Engländern ein Alp­drücken verursacht. Das Geschwader habe bei Beginn der Feindseligkeiten Ostasien verlassen, wo es sonst von der eng­lischen, russischen, französischen und japanischen Übermacht zerstört worden wäre. Admiral Graf von Spee habe her­vorragende Eigenschaften als Seeoffizier bewiesen. Als ver­mutet wurde, er befinde sich bei Australien, erschien er vor Tahiti. Als behauptet wurde, das Geschwader habe Kohlenmangel, habe es die englischen Schiffe bei Coronet überrascht. Es sei eine hervorragende Leistung der deutschen Schiffe, daß sie sich im Atlantischen und Stillen Ozean vier Monate gehalten hätten. — Die „Tribuna" sagt: Die deut scheu Schisse mußten früher oder später abgefangen und zer stört werden, aber sie haben den Ozean durcheilend dem mach tigen Gegner grausame Verluste zugefügt. In diesem Kriege, in dem es kein Sichergeben gibt, in dem der See­mann zum Tode oder zum Sieae geht, haben sich die Deut- scheu als furchtloser Gegner erwiesen.

von den östlichen Kriegsschauplätzen.

Dis Nämpfe im Vzura- und Kawka-klbschnitt.

Berlin, 23. Dez. Unter der Überschrift „Auf dem Wege nach Warschau" heißt es tvt einem Bericht der „Vossijchen Zeitung": Der „Sceolo" erfährt aus' Petersburg: Die

Schlacht dauert am linken Wcichselufer von den Flüssen Bzura und Rawka bis Nida fort und wütet besonders zwischen Sochaczew und Szierniewice, wo die Deutschen besonders stark sind, um sich den Weg nach War­schau zu öffnen. Die Zerstörung in den von den Ruffen und darauf folgend von den Deutschen okkupierten Teilen Polens ist unbeschreiblich. — In der „Kreuzzeitung" wird hervorgehoben, daß unsere. Truppen in den heftigen Kämpfen an dem Bzura- und Rawka-Abschnitt an vielen Stellen die Überwindung des Gegners erzwangen. Das Blaft setzt hinzu, in glücklicher und harmonischer Weise wirken die Generalstäbe ' der deutschen und österreichisch- ungarischen Armee zusammen. '

Die Veschietzung Warschaus durch deutsche Flieget

Berlin, 23. Dez. (Ktr. Bln.) Über ein schweres Bo^ bardement von Warschau durch deutsche Aeroplane bericy ^ der „Lodzer Kourier": Am Samstag hörte man in

schau im Lause von drei Stunden, und zwar von 6 brs v "U früh, dei Donner explodierender Bomben, der die Luft zm machte. Mehrere Häusermauern stürzten ern " man hörte das Stöhnen der Verwundeten. Von zwei ve^ scheu Aervplaneu wurden 80 Bomben hcrabgeworfen.

Gärung in Warschau?

Br. Wien, 23. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr Der „Reichspost" zufolge wurde das in Warschau richtete Denkmal der polnischen Z a r e treue in die Lust gesprengt. Man veruur darin das Werk der Revolutionäre.

Die schweren Verluste der Russen. -

Wien, 21. Dez. Das „Deutsche Volksblatt" meldet a» Galatz: Aus Reni in Galatz eingetrosfene Reffende °

richten, daß allein am 16. Dezember mittels Effenva, 10 000 russische Verwundete nach Rem geschah, und dortselbst sowie in den umliegenden Ortschaften unu^ gebracht wurden.

Ein italienisches militärisches Urteil. v

Br. Mailand, 23. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. ' Der Militärkritiker der „Perseveranza", Major Cakmti, sy schäftigt sich in einem Artikel, der die Überschrtft „Em ss'kk der Berechnung" führt, mit dem Gegensatz der s o r g f a . berechneten Vorbereitung des Krieges 1^. Deutschlands, zu der nachlässigen und ungenauen Vorve tung seitens Rußlands. Er führt u. a. aus: Nie:

jetzt werden die Russen thre mangelhafte Vorbe " tung erkannt haben, ebenso wie ihr u n g e n ü g e n Eisenbahnsystem. ES genügt nicht, Millioneni Soldaten zu haben, man muß sie auch beherberg pflegen und kleiden können. Man muß auch für Rayr» sorgen sowie für raschen Ersatz der Verluste an Matt [ und Pferden. Der Sieg Hindenburgs ist n t ch t der eines napoleonischen Einsalles, sondern das Resultat et ■ methodischen, weisen Ausnützung der zu ^ stehenden Mittel, vereint mit kühner und hoher u lenskrast. Hindenburg verstand es. mit seinen very^ nismäßig geringen Kräften durch Verschiebung, wieytt Notwendigkeit gebot, den Feind auf taktischem p-ew überbolen und nach überwttndener K r t s t s geben dte * scheu der Mtlitärgeschichte das erste Bersprel Eisenbahn kriege s.

2er Militärschriftstellcr Gatti über Hindenburgs Stt»' Mailand, 20. Dez. In einem Aufsatz über Hinden tagt der militärische Mitarbeiter des „Corriere della , Gatti, die ausgedehnte Schlacht in Polen sei trotz de ^ scheinenden Abweichungen die Folge der ^Entwicklung

„Originalzeichnung" der Operationen des Marschalls. f, erstes Auftreten dem Feinde gegenüber an beiden Wen & Ufern bilde das Rückgrat seiner Aktton. Nachdem ibm gelungen sei, die Russen zwischen Wetchsel und -vvz , fl| zuschließen, iei die russische Offensive „wie ein Man- , Gehirn" getroffen worden- Die echte Einheit de^ dankenS und des Kommandos habe den Stttz \ ^

bürgt. Das Manöver Hindenburgs habe durch die jow renden Angriffe gegen den rechten russischen ^

Gegner- veranlaßt, im Norden Truppen anzuhaufen. ~ „ halb sei die Gefahr von der d e u t sch -ö ste r r e t d) t .1 Front abgelenkt worden.

Das Schweigen der Pariser Presse. _

Genf, 21. Dez. Die Pariser SonnlagSblätt« $ schweigen sämtlich die wahre Lage in Polen; nach Lektüre wäre man versticht, zu glauben, daß dte m ^ immer noch „auf Berlin marschieren-- ^ „Matin" schreibt unverfroren, der „russische Steg ,,

bon Mlawa" bedeute eine Entscheidung von größter ^ weite; südlich Krakau stehe die Entscheidung noch aus, sei cs zweifellos, daß die Russen auch hier siegen w»

Der „Temps" bringt nur 10 Zeilen über die Lage rfl i£ der Rest ist von der Zensur gestrichen. General ~ sagt wörtlich: Die Ruffen verfolgen nördlich der ^ w- energisch den geschlagenen (!) Femd. Im Zentrum

Berliner Theaterbries.

Das Theater der Zweitausend.

Zwischen Schlachten und Waffen eröffnet die Neue Freie Volksbühne ihr neues, aus eigener Kraft errich­tetes Zcheater. Sie hat „gebau-et ein stattliches Haus" und sie kann stolz darauf sein.

Der einer solchen Aufgabe am zuverlässigsten in Erkennt- ;nig und Geschmack gewachsen ist, ward zum Baumeister er­zählt: Oskar Kaufmann. Und er schuf nun mitten im alten -Berlin auf dem Gelände des abrasierten berüchtigten Scheunenviertels bas schönste Theatergebäude der Hauptstadt.

Aus dem großen freigelegten Bülowplatz, im Zuge der SKarser-Wilhelm-Stratze, steigt es auf in einer rein aus der -Zwecksorm entstandenen Monumentalität: ein gewaltiger

-Block, aus dem das Bühnenhaus in der Mitte, das graugedeckte -Dach durchstrebend, mächtig emporwächst. Die Seitenfronten Tn körnigem Edelputz strecken sich lang und schmucklos und wer­den ihre Gliederung noch durch die Schwippboyen erhalten, idi-e sich von ihnen zu dem geplanten flankierenden SeiteN- igebäuden ziehen sollen. Der, Bewegungsreiz der Bäumasse : kommt aus der Vorder- und Hinterfront.

Die Vorderfront liegt in weitem Halbkreis vorgebuchtet, geteilt durch sechs Riesensäulen, durch die im Untergeschoß die fünf Eingcmgstüren bestimmt werden. Fm Obergeschoß wer­den von ihnen (ähnlich wie beim Hebbeltheater) die Pfeiler­fenster aus Kathpdralglas gefaßt, die die herausgewölbte Vorderwand vom Erfrischungsraum des ersten Rangs, oder, wie es hier heißt, des ersten Rings, bilden. Zwischen dem Ab­schlußgesims darüber und dem Kupferdach ragen freistehend archaische Frauengestalten von Metzner.

' Die Rückfront zeigt sich auch herausgerundet, und sie folgt damit organisch der Rondoführung des hinter ihren Mauern ausgeführten massiv gemauerten Kuppelhorizontes. Und die­ser Halbrundbau, der in Etagenteilung die Garderoben ent­hält wird zusammenfassend von hochgezogenen viereckigen Pfeilerhäusern flankiert, in denen die Werkstätten sich ve-

fmb 3fci!tn Eintreten in den Vorflur fällt als charakteristisch ein Wandschmuck auf, der ganz natürlich auch citte Nützltch- keilsfunktion ausübt. Fn der Putzwand heben sich wtrkungs- voll dunkle dreieckige durchbrochene Bronze-Zierate heraus.

Sie dienen der Heizung. An den Querbalken der Decken haf­ten wagerechte Figuren von Metzner; sie verraten aber ihre ursprüngliche senkrecht strebende Tendenz und sind nicht glück­lich. Eingefügt sollen hier noch die Bildnisreliefs zweier um die gute Sache dieser Volkskunststätte hochverdienter Männer wevdett, Bruno Willes und des zu früh abberufenen Joseph Etllingers,

Der Zuschauerraum zeigt die stärkste van Kaufmanns Künsten, die meisterliche Gestaltung in edelem Holz nt flam­migem Mahagoni, das als kehliger Rahmen den Bühnenaus­schnitt einsaßt, die sichalleiteuden Proszeniumwände bekleidet (schwarze Birnbaumvignetten mit lastenden Architektursiguren von Metzner akzentuieren sie), und die Brüstungen, der drei Ringe warm lebendig leitet in einer die harten Winkel weich angleitenden Piereckführung.

Gut steht das Grau der rippigen Cords auf den Polster- sitzen dazu, und die schwarze ziervolle, mit planetarischen Ornamenten durchbrochene Decke, die die Proszeniumwände oben abschließt und wieder ein gleichzeitig schmückendes Nutz­requisit ist, denn ihr Gitter bient der Entlüftung. Weniger gelungen scheint die Helle Hauptdecke mit ihrer bunten maleri­schen Felderung von Unger.

Größte Bewunderung aber verdient die außerordentliche Proportionslösung des Raums. Das Haus des Volkes hat fast ebensoviel Plätze wie das Charlottenburger Opernhaus. Doch wirkt es, selvst'unbesetzt, so wie wir es bei der Vorbesichtigung kennen lernten, durchaus nicht uferlos, gähnend voll kalter Leere. Im Gegenteil, es stellt sich gefügt, zusammengeschlossen und bei aller Größe von einer gewissen Intimität vor.

Die Umgänge zeigen dem durch die Holzverkleidung ver­wöhnten Blick im farbigen Wandanstrich — tütenblau ver­waschen pompejanisch geblümelt-er Decke — manch Anf-echt- aate». Schön ist dafür ein Belichtungsmotiv; ein Stuckfiligran- flitter vor einem Kathedralglasfenster. Und Kaustuanns Lieb- linysmaterial lebt sich dann auch noch einmal in der Er­frischungshalle des ersten Ringes aus, mit dem vollen Klang hellgelb seidigen Zitronenholzes mit schwarzem Birnbaum. Aus ihm sind die kurzboldigen rundlich knaufigen, an Buddha- figuren erinnernden Metznerschen Abschlußgestalten auf den Pfosten. Und diesen dunklen Ton nehmen auch die Kronleuch­ter aus mit ihren gleich Fontänenschalen übcreinanderliegen- den durchbrochenen Eisentellern, die milchige Beleuchtungs-

metau erryrer uno eetu ^umnuu. uuu .

hinter dem Kastanienwäldchen hergestellt wurde, un Edelste ward Schinkels-„Ei fernes Kreuz".

1-1 irr --- ,

Versuche waren —, aus Leinen gespannt und mit e ™ e Zr r e überwallt. Über die lichte Fläche spielen durch ^ I jictt#' Farben der Dämmerung, des Sonnenauf- und Wolken jagen und die Nacht mit Sternen sinkt.. Dtt —*■

Worten tagen uu«, „ic um 1 7>.TI*„H-ett

des Lichtes gehen von hängenden elektrischen Ltchtraä

____ v _,_WW_ t iw dc

Untergang z. B.), und von ihnen fällt dann die Kolorn ^

Tageszeit und Wetterphänomene auf den Himmel. v, habuug der leicht durch Seilzug auswechselbaren, auf- ^ stellbaren Seidenbahnen; die Ein- und Ausschaltung

t„p. fltfiTiifeiihurr-rr Wirrrti hrn eräer" üW .

| itu-bui-eu ^ ' ---**'-*'- 1 *• ‘ ^ ^

tes, die Abblendung durch den „Schattenwerser (fui- ;

hrtS. rrTf.p?, urt'fif Sov n-hf ® (lüclltnei|

törper tragen. Und dabei kann matt an alte^ Spezialttsi ^ Berlins eiserner Zeit denken, da Gold und Silber lanid geopfert und statt dessen aus dem uuscherabaren i^t - . - - - - Timtet!. Grev -

uP

Immer wieder lockt cs, eine Gelegenheit zu benutzew^,^. I den Blick hinter die Kulisse zu tun und ins Inner« ^ Natur und ihrer technischen Geheimnisse zu ^schauen- ^ ward uns auch hier. Und auf der neuesten Bühne jän auch die neueste Vollendung aller Jllusionswunder.^.^, schritten auf schwankem Brett über das versenkbare das auch imch Reinhardts Vorbild als eine Vorbühn« zch-si werden kann, und standen nun aus der Bühne vor der Ac ^ gen 26 Nieter hohen weißen Wand des Kuppelhorizontt^^q > ish wie schon erwähnt, gemauert — nicht, wie es dy ^—„d

oes uicyies gvqcn vmi t/uusjuiutcu ^ a^

angeovdnst oberhalb des Vorhangausfchn-itts. Sie werfe . sie

ihren Scheit: tticht direkt, vielmehr bestrahlen sie farbige Seidenbahnen (Hau für Dämmerung, rot für 2- ‘- 1 '

so 11

i „«cyaiienwenei. n -ftei s

bildung), das alles versieht der optische Kapellme'' seiner Marmormaschinerie mit ihren Tefftern,

Registern.

Er sitzt hoch über den Brettern, ans denen sich w

>vt rU.cti'rTirrfp hnTf’itpTiicm rrt PTTTPm frriicBilüCBCTlb^^

UC.1L ULvllwl-U/ WU| I - ' E

lichen Geschicke vollziehen, in einem ftcischwebenden des riesigen, in endlose Höhe anfsteigenden duhn^u^ ;fty Zwischen Laufstegen urid Eisenrippen. Eine Wunde ^

J C ... _ (U ___w TOrtriattU»

zwticyen uausgegen trau ertienrtppen. ^ , M "T

und er mag sich Vorkommen wie der Doktor Mwtarn höchsten reiulichftett Zelle, und wenn er auf &

die Sinfmtte der Himmelsfarben rauschend absptei - ^

denken: „Töttend wird für Geistesohren schon der^ ,

geboren". Felix Poppenve ^