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D-rl«g: Larrssasse 27.

Kette 81

1. Dezember 1875

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1.

1.

1880

1885

Schierstem Mosbach Wiesbaden

-o- Gin plötzlicher Tsi> ereilte vorgestern, Mittwoch Abend, gegen 6 Uhr beit Agenten Jacob Schiink von hier. Er starb infolge eines Herzschlages auf dem Bureau eines hiesigen Rechtsanwalts.

-G» Kchul-Uachricht. Herr Lehrer Christian Blum zu Okriftel, Kreis Höchst a. Bi., ist vom 1. k. M. ab nach Reichenberg, Kreis St. Goarshausen, versetzt worden und soll die hierdurch vaeant ge­wordene Okrifteler Schulstelle bis zu ihrer Wiederbesetzung durch den ersten Lehrer daselbst mitversehen werden.

43,674 Seelen, 50,238 55,454

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Nerrms-Nachrrchtru.

* In der vorgestrigen General-Versammlung desVorschuß-Vereins " Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, war der haupt­sächlichste Gegenstand der Berathung das entsprechend dem neuen Genossenschafts-Gesetze abgeänderte Statut. Nach eingehendem, alle wich- Nyen Gesichtspunkte hervorhebenben Vortrage unb Erläuterung der Ver­besserungen seitens des Herrn Directors Brück wurde dasselbe en bloe ein- mmmig angenommen. Des Gesuch der Frau Director Roth Wwe. um Gewährung eines Ruhegehalts wurde abgelehnt.

* DerMusikalische Club" hält morgen Sanistag, den 15. Nov., anfangend, imHotel Schützenhof" seine erste Veranstaltung für bie Wintersaison ab. Das Programm ist ein lehr reichhaltiges. Es wechseln Lieder für gemischten Chor, Solovorträge für Sopran, Alt und ipariton mit Musikstücken. Den Theilnehmern steht ein genußreicher Abend bevor. .

* Der GesangvereinWiesbadener Männer-Club" begeht am kommen­den Sonntag, den 16. November, in dem renovirtenRömer-Saale" sein «tiftungssest durch ein Vocal- und Jnstrumental-Concert nebst Ball Das uns vorliegende Progranim ist- geschniackvoll angeordnet: es enthält sechs Danner-Chöre von Mozart, Dürrner, Seibert, Kern, Schrader und Atten- hofer, 4 Soli für Sopran und Mezzosopran, 1 Duett für Tenor und Kanton, 1 Solo-Scene und 1 Theaterstuckchen:Othellos Erfolg". Mit- M ist jeber Geschmacksrichtung Rechnung getragen. Der Verein hat unter der Leitung seines tüchtigen, kunstverstänbigen Dirigenten Herrn Lehrers öoh. Fleith sich bereits zu einer achtunggebietendenStufe emporgearbeitet und wird semen Gästen sicher einen schönen Genuß bereiten. Dem Concert, welches pünktlich um 8 Uhr Abends beginnt, wird sich Ball anschließem

* Sonntag, den 16. November, Abends 8 Uhr beginnend, feiert der GesangveremNeue Concordia" sein 24. Stiftungsfest in derKaiser-Halle." sb * Biebrich, 12. Nov. Heute Vormittag 9'/- Uhr traf Herr Regiernnqs- Mstdent von Tepper-Laski in Begleitung des Königl. Landraths Grasen von Matuschka-Greiffenklau mittelst Wagens am Park- ftor in Mosbach ein. Von hier unternahmen die beiden Herren einen

-o- Gk»r kleines Kchadrnfrrrrr war gestern Mittag 12 Uhr in dem Keller des Hauses Ellenbogengasse 14, wahrscheinlich infolge unvor­sichtiger Handhabung eines Lichtes, ausgebrochen. Das Feuer, welches sich erst emem mit Lumpen gefüllten Fäßchen mitgetheilt hatte, wurde von der nahe gelegenen städtischen Feuerwache alsbald gelöscht.

-o- Gin schwerer UnglücksfaU ereigne sich am Mittwoch Abend gegen 7h Uhr auf dem hiesigenRheiubahnhofe. Der Bremser Cornelius Theisen aus Emmerich gerieth beim Ueberschreiten des Bahngeleises zwischen bie Puffer zweier Eilenbahnwagen, von welchen einer gegen den anderen rollte, unb wurde tobt gedrückt.

,,, 77 Mein- Notizen. 4528 Jagdscheine, davon 280 unentgelt­lich, smb vom 1. August 1889 bis dahin 1890 im Regierungsbezirk Wies­baden ausgestellt worden. Künftigen Sonntag haben die gestern ver­eidigten Rekruten ihrenersten Ausgang" unter entsprechender Begleitung von Unterofficieren und Gefreiten, welche sie auf bie Sehenswürdigkeiten der Stadt aufmerksam machen.

= Zestsimechsel. Herr Mechaniker Becker verkaufte fein Haus Michelsberg 7 an Herrn Gastwirth Apel. Den Abschluß vermittelte die Immobilien-Agentur Gustav Blümer, Röderallee 20.

--- W- Srtran?rss-£iße sirr MilMr-Anwärter Uo. 46 liegt an unserer Expedition Interessenten unentgeltlich zur Einsicht offen.

Spaziergang durch den Park, bestiegen am Thor an der Armenruhstratze wieder den Wagen und fuhren nach dem Rathhaus, woselbst eine Be­sichtigung der Diensträume, sowie bie Vorstellung be§ versammelten Ge- meinderaths ftnttfanb. Nach ca./«ftüubigem Aufenthalt begab sich der Herr Reg.-Präsident mit dem Herrn Landrath, Herrn Bürgermeister Wolff und Herrn Eugen Dyckerhoff nach der Cementwaarenfabrik der Herren Dyckerhoff & Widmanii und nach kurzer Besichtigung derselben zur Kalle'schen Fabrik. Hiernach nahm der Herr Reg.-Präsident gleichzeitig Veranlassung, sich den Salzbach an seiner Ausmündung anzusehen, indem er das Wehr oberhalb der Kursürstenmühle nach dem Fluthgraben öffnen ließ unb sich don den colossalen Schlammablagerungen daselbst überzeugte. Nach einem kurzen Besuch bei dem Commandeur der Unterofsicier-Schule, Herrn Major von Klöden, in der Kaserne und dem Präsidenten der Herzogi. nass. Fincmz- kammer, Frhrn. von Düngern, im Herzog!. Schlosse, erfolgte um 12 Uhr die Weiterfahrt nach Schierstein. (Tagespost.)

. ,.~ Hchterftein, 13. Nov. Dem Fischer Wilhelm Steinheimer worden ^Erdienst-Ehrenzeichen für Rettung aus Gefahr verliehen .. Kiedrich, 13. Nov. Da unserem Herrn Pfarrer Hirschmann arztlicherieits auf längere Zeit größere Schonung dringend anempfohlen wurde, so bat derselbe bischöfliches Ordinariat zu Limburg um Zusendung ' suns Caplans. Dieser Bitte konnte aber wegen des' herrschenden großen Mangels an Geistlichen nicht willfahret werden. In unserer Kur- uud Badesache, sowie in dem Wasser- und Pastillcn-Versandt ist seit einigen Wochen ein gänzlicher Stillstand einaetreten. Dieses Schicksal hatte man vor vier Jahren angesichts der damaligen regen Thätigkeit unb über­raschend großen Erfolge des Herrn Unternehmers nicht geahnt. Hoffentlich wird das neue Jahr auch einen neuen Aufschwung in unserer Kur- und Badesache bringen. An denWinzer-Verein" dahier werden noch fortwährend Trauben abgegeben, obgleich der Preis noch nicht festgesetzt ist. Zugesichert wurde den Verkäufern em entsprechender Preis, unb diejenigen Verkäufer, welche Mitglieder desWinzer-Vereins" sind, erhalten auch nach -geschehenem Verkaufe des Weines von bim etwaigen Reingewinn ihren Antheil nach Maßgabe der von ihnen gelieferten Trauben.

B. Ans dem oberen Uhsirrgau, 12. Nov. Infolge des emge- tretenen troctenen, gelinden Wetters uns des befriebigenben Ausfalls des »Te r b ft eg erheitern sich täglich mehr die Gesichter der Bewohner unseres Gaues. Die meisten Winzer ernten mehr Trauben, als sie erwartet hatten, und mit der Qualität derselben ist man auch zufrieden. Die Mostgewichte variiren zwischen 65 und 90 Grad nach Oechsle. Bezahlt wurden für das Stuck Most 500 und 550 Mk., welchen Preis bie Winzer jedoch für zu gering erachten. Der Preis der Trauben beträgt 18 bis 20 Pfg. per Pfund auch wurden weniger undXmehr bezahlt. So kaufte Herr Hohoff von Erbach in Nendorf Trauben für 7 Stück Wein, das Pfund zu 22 Pf. unb mehr, für welche Leistung ihm nach demRhgr. Bürgerfreund" der Ge- fangberein von Neudorf ein Ständchen brachte.

?? Kus doui mittleren Nheingau, 12. Nov. Das Herbstwetter leit Sonntag war derart, daß die Lese, die jetzt allenthalben im Gang ist ununterbrochen fortgefetzt werden konnte. Im Mostgeschäft ist es still und sind nur einzelne Abschlüsse zur allgemeinen Keiintniß gekommen. In Oestrich betragen die Mostpreise 500-550600 Mk. per 1200 Liter in Elbingen 80 M. per 160 Liter (= 1 Ohm) und in Rübesheim 115 bis 130 Mk. bie 160 Liter.

* Nurikel, 12. Nov Herr Bäckermeister PH. Reymann von hier, welcher, wie gemeldet, dieser Tage infolge Erblindung, die über Nacht ein­trat, m die Klinik nach Gießen verbracht wurde, ist wieder von dorten zuruckgekehrt. Die sorgfältige Behandlung der Herren Professoren war von raschem Erfolge gekrönt, denn während das eine Auge des Patienten die Sehkraft wieder erlangt hat, ist dieselbe bei dem anderen Auge bald zu erwarten. (L. 21.) / ö

(D Flörsheim "'M.» U- Nov. Heute Vormittag wurde von Wehrarbeitern tn der Nahe der Haltung Kostheim die stark in Verwesung ubergegangene Leiche des im Frühjahr b. I. daselbst ertrunkenen Fischers Peter Nauheimer von hier gelandet. Die Leiche des Sohnes wurde bereits im Sommer bei Schierstein gelandet. In der Umgegend tritt das Ge­rücht, das nahe Bad Weilbach sei vom Fiskus als solches aufgegeben worden, da |icy die yrequeng desselben in den letzten Jahren sehr rebucirt bat. Es wird bereits davon gesprochen, daß dasselbe in Privathände übergehen und zu einer Kuranstalt nach dem Pfarrer Kneipp'schen System umgeanbert werben soll. Inwieweit biese Gerüchte der Wahrheit ent­sprechen, entzieht sich unserer Beurtheilung. Thatsache aber ist, baß für den nach ,rachmgen versetzten Verwalter, Herrn v, Bärensprung, ein Nach­folger noch nicht ernannt ist.

(?) Wicker, 12. Nov. Unser Gemeinberath hat die Kirchweihe auf dm 16. November verlegt, weil am 23. das Todtenfest gefeiert wirb, unb so Ion es sturder allfährlich gehalten werden. Die Nachkirchweihe wirb ober vor tote nach am 25. November gefeiert, da eine Verlegung dieses ?en .'R* Sonntag, den 30. d. M., welcher der erste Abventssonutag ist nicht angcht, und überhaupt vom 25. b. M. ab für bie Katholiken das Tanzvergnügen vor Weihnachten sein» Ende erreicht hat, dennKathrem' stellt Pfeif' unb Geig' ein" heißt es im Volksmunde - An die hiesige erste Schulstelle, welche mit der am 1. Dezember in Kraft tretenden Pensiomrung des seitherigen Inhabers, Herrn Lehrer A. Klans, wird, ist Herr Lehrer Ungeheuer von Wirges bei Montabaur ver- setzt worden.

©giftel, 12. Nov. Heute sandln der hiesigen Kirche bie Pfarr- wah l statt, sammtliche Kirchenvorstandsmitgsieber nebst den Mitgsiedern der größeren Gemeindevertretung, 25 an der Zahl, stimmten für Herrn Pfarrer Anthes aus Lorbach.

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-o- Eine aufregende Srr:rr spielte sich am Mittwoch Nachmittag gegen 3 Uhr tn der Rheinstrahe ab. Zwei vor einen Leiterwagen gespannte Artillertepferde gingen daselbst durch und rissen an der Ecke der Bahnhof­straße eine Straßenlaterne um, wobei bie scheuen Thiere zu Fall kamen unb festgehalten werben konnten. Die Passanteil der Straße sind mit dem bloßen Schrecken bavongekommen.

Vertheilung derselben unter bie bestimmten 72 Mitglieder der Zähl- commission. Der Vorsitzende wird demnächst bie Zähler zu einigen Sitzungen behufs Entgegennahme der Instruction einladen. Interessant .durften bw nachstehenden Zahlen ber Eesammtbevölkerung unserer Stadt -in den verschiedenen Jahren sein, wo Zählungen stattgefunden. Wies­baden hatte am:

----GUfeider Happestterb". Aus Anlaß der zu Eltville statt- sindenden, unter der Dorgenaimten volksthümlichm Bezeichnung bekannten Kirchwerhe wirb am Sonntag, den 16. November b. I., ein Personen- Sonderzug mit erster bis dritter Wagenklasse wie folgt abgelassen werden: ab 10 Uhr 10 Mim Nachm. Ortszeit.

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