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Verlag Langgasse 21

Tagdlarr-Harrs".

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Samstag» 19 . Dezember 1914 .

Morgen - Ausgabe.

Nr 591 . 62 . Irrhrgang.

Die Perfolgun

amtliche österreichisch-ungarische Bericht. Kampfe mit der Nachhut, petrikau erstürmt.

-. W. T.-B. Wien, 18. Dez. (Nichtamtlich.) Amtlich !rj> vcrlautbart vom 18. Dezember mittags: Die gc- Wagcncn russischen Hauptkräfte werden auf der gan- l* 1 über 400 Kilometer breiten Schlachtfront von ,^°sno bis ^ zur Bzuramündung verfolgt. Gestern .Urdx der Feind auch aus seinen Stellungen im nörd- Mn Karpathen Vorland zwischen Krosno und Mlczpn geworfen. Am unteren D n n a j e z die Verbündeten Truppen im Kampfe mit der L n oIid)cjt Nachhut. In Südpolen vollzog sich die "8 ohne große Kämpfe. Piotrkow

^ktrrkau) wurde gestern von dem k. k. Infanterie- ».ElUment Wilhelm I., Deutscher Kaiser und König von «**%, Nr. 34, Przedborz gestern von Abt'rilun- i-ss des Nagyscebaner Infanterieregiments Nr. 34

u r m t.

2ir heldenmütige ?bte ihre

e r-

Bcsatzung von Przemhsl >;« Kämpfe im weiteren Borland der Festung l gr ei ch fort.

"l den Karpathen hat sich noch nicht Ocntlich geändert.

Der stellvertretende Ehe! des Generalstabs: v. H ö f e r, Generalmajor.

Die Freude in Oesterreich.

® icn ' 18 - Dez. (Nichtamtlich.) Die Blätter 's-recyen den sieg rn Polen mit dvr größten Genugtuung. BasFrcmdcnblatt" schreibt: Der Sieg der Berbünd-ten Mne Überraschung, kein Augenblickserfolg, sondern der

ist

^"""i/«*«/ j/juuurn oer

lt e tu feft ci n eines mit eherner Konsequenz Quader V Dnader aufgefühvten Baues, Das verstärkt die ünge- Bedeutung des entscheidenden Erfolges, den die Ber­edeten auf den polnischen und galizischen Schlachtfeldern ^ orben haben, noch um ein weiteres. Die Niederlage der ü *' en wird nicht nur die fernere Gestaltung der Dinge auf Nordöstlichen Kriegsschauplätze, sondern auch die poli- ^>chen Verhältnisse auf allen Schauplätzen gegenwärtigen Weltkrieges beeinflussen. Mit

Me:

N auch seine Verbündeten und Vasallen.

Rußland welche auf des

tz ^nreichs Hilfe alle Hoffnungen setzten, eine entscheidende tzErläge erlitten. Das Blatt schließt: Die gewaltigste flacht . i. .* . .

der Weltgeschichte und der in ihr erfochtene , 8 bleibt zugleich ein unvergängliches Denkmal der

>ki» i ^ " Wa f f e n b r ü d e r s ch a f t Deutschlands und Öster- z^'°4ngarns. In voller Einigkeit, nur immer den großen j-des Ganzen vor Augen, kämpften die deutschen und ^rreichisch-ungarischen Armeen nicht bloß äußerlich Mutter an Schulter in dieser Völkerschlacht, sondern sie n ^ '(och in wahrhaft herzlicher Kamerad- t in die gewaltige Kamvsesarbeit. In todesmutigem ^ vlsmus kämpften die deutschen Truppen mit den unsriaen indem einer den anderen in selbstloser Weise unter­ste. Wie wir mit freudiger Genugtuung von der Aner- tz 'Ung Akt nehmen, welche die deutsche Öffentlichkeit unserem fcj* zollt, das tapfer und treu der großen gemeinsamen dient, so grüßt bei uns die große Allgemeinheit die n der deutschen Armee an diesem frohen Siegestage mit Jubel.

- DieNeue Freie Presse" führt aus: Der entscheidende kf»ft nur die letzte Wirkung des meisterbaften Planes, den

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t tteldherrn der Armeen der verbündeten Kaiserreiche durch ' e Schlagkraft und Hingebung und ihre Fähigkeit durchge­ht haben. Der Sieg war die Frucht einer a u s e r -

lenen F e l d h e r r n k u n st voll echten militärischen scharfsinnig und dennoch wieder in einfachen ver­glichen Linien ausgedacht. Der Meister dieses Kriegs- v. H i n d e n b u r g, hat auch an derBzura die Lor- Men- tzan Tannenberg vermehrt. Er behütete sein Vater- n ® vor einem Einbrüche des Feindes.

^ DieVolkszeitnng" erklärt: Die höchsten Erwartungen, ( M die Leistungsfähigkeit unserer Armeen und ihr Fn- ^ivenwirkrn mit den Deutschen geknüpft wurden, sind ^Nrehr in herrlicher Weise überboten.

^ DasDeutsche Volköblatt" sagt: Eine

Mächten der Weltgeschichte, wenn nicht die

z^Eren Gunsten ausgefallen. Wir haben alle Ursache,

der größten größte, ist zu

kbar der Fcldherrn zu gedenken, deren Genialität gegenseitiger Unterstützung. Wir

kameradschaftlicher daß mit der unvergleichlichen Tapferkeit der verbün.

. Heere diesen Sieg in erster Linie zu danken haben.

^Kundgebung derSchulkftnder vor kfindenburg

Posen, 18. Dez. (Eifl. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Au- des großen Sieges in Rußland brachten viele hundert er unter Führung des Pastors Greulich in dem

h

yWfinbe

^?ßhofe dem Marschall Hindenburg Ovationen durch Gotische Gesänge dar, für die der Marschall erfreut dankte.

Das pkanlofevorgehen der Russen in dervustowina

Grcueltaten und Plünderungen.

IV. T.-B. Wien, 18. Dez. (Nichtamtlich) DieNeue Freie Pr." veröffentlicht eine Meldung aus Deronawatra vom 12. Dezember. Darnach erklärte der Gendarmeriekom­mandant der Bukowina, Oberst Fischer, einem Vertreter des Blattes, daß sich alle Aktionen der Russen in der Bukowina planlos vollzogen und nur den einen Zweck zu haben schienen, in dem einen und anderen Orte des Landes kurzen Aufenthalt zu finden, um sich zu verproviantieren. Ein Ver­such der Russen, sich den Karpathen in der Bukowina zu nähern, sei bis jetzt nicht nur an der für den Feind ungünsti­gen Beschaffenheit des Geländes, sorrdern vornehmlich an der überaus tapferen umD energischen Haltung der österreichisch- ungarischen Truppen gescheitert, die oft einer fünffach über­legenen Macht die Stirn boten und den Feind verjagten. In den letzten Tagen fanden in der Gegend von S e l e t i n ziem­lich heftige Zusammenstöße statt, in denen die Russen emp­findliche Verluste erlitten. Alle bisherigen Meldungen über die Ausschreitungen der Russen sind weit hinter der Wirklichkeit zurückgeblieben. Der Feind verschonte nie­mand. Rumänen und Ruthenen wurden mit gleicher Härte behandelt. Die Plünderungen wurden diesmal mit be­sonderer Wut vorgenommen.

vierte, die eitle Hoffnung, eine Panik zu erwecken, damit die Truppen in England bleiben, die sonst nach dem Festland gesandt würden, und der fünfte, nachhaltigste, die Admi­ralität zu zwingen, eine größere Streitmacht als bisher in bestimmten Teilen der Nordsee zusammenzuhalten, wo sie dann der fortwährenden Bedrohung durch Unterseeboote und Minen ausgesetzt wären. Weder die Admiralität noch das Publikum sind darauf herein gefallen. Es entstand keine Panik und wird auch keine entstehen, vielmehr herrscht der Geist der Genugtuung und Beruhigung, daß das Ereignis schließlich allgemein klar macht, daß die Nation sich im Krieg befinde, und daß die Nation bereit ist.

Die Meinung in Dänemark!.

W. T.-B. Kopenhagen, 18. Dez.Politiken" schreibt in einem Leitartikel: Die englische Admiralität behauptet, daß eine Flottend-emonstvation vor ungeschützten Städten ohne militärische Bedeutung sei. Dies ist keineswegs richtig, denn, das V e r t r a u e n, daß England die Nordsee beherrsche, ist bei ' allen handeltreibenden Nationen in hohem Maße zer­stört, wenn durch die Beschießung der englischen Küste für alle seefahrenden Nationen einwandfrei dargetan ist, daß Eng­land nicht einmal i m st a n d e ist, die eigenen Küsten gegen Angriffe schneller Kreuzer zu schützen. Alle

Die Russenherrschaft in Lemberg.

Nr. Budapest, 18. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Ein Lemberger Kaufmann, der die Stadt verlassen konnte, erzählt von der dortigen russischen Herrschaft: Die Wohnungen und Geschäftshäuser der Flüchtlinge wurden geöffnet und alres verkauft. Das 3 Millionen Kronen be­tragende Vermögen des Bischofs Grafen Szepleckh wurde konfisziert. Ferner wurde die Prügelstrafe eingeführt. Jede kleine Wertretung wird mit Stockstreichen geahndet. Ein Fleischhauer wurde so verprügelt, daß er ge­storben ist. Nach 8 Uhr abends darf niemand auf der Straße stehen.

Vom Zaren.

IV. T.-B. Wladikowska, 18. Dez. (Nichtamtlich.) Der Zar ist hier eingetroffen.

Zum deutiä;en Vorstoß an die englische Ostküste Der Erfolg der Beschießung.

Br. Amsterdam, 18. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Telegraaf" meldet aus London: Die Anzahl der durch die Beschießung der englischen Küste Getöteten und Verwundeten ist mindestens doppelt so groß, als anfangs ange­nommen. Bier Kauffahrteischiffe sollen während der Beschießung gesunken sein. Tie Häuser von Firhbum Parkwält, die eine halbe englische Meile von der See entfernt liegen, haben schwer gelitten. Die Granaten fielen auch in Boghal, wo viele Fenster durch deu Luftdruck zerbrochen und Häuser zerstört wurden, und in RuSbarp, das eine englische Meile vom Meer entfernt liegt, sowie noch weiter im Inland. Über die Hälfte der Geschäfte wurden sofort geschlossen.

Die fünf Gründe Deutschlands.

W. T.-B. London, 18. Dez. (Nichtamtlich.)Daily Mail" schreibt zu der Beschießung von Hartlepool: Der

erste Beweggrund der Deutschen war. den Haß gegen England auszudrücken, der zweite Rache sür^die Ver­nichtung des- Geschwaders- des Admirals Graf Spee zu nehmen. Der dritte, den Neutralen deutlich zu machen, daß deutsche Schiffe in. der Nordsee erscheinen können, der

Augenzeugen bestätigen, daß die Bewegungen der deutschen Schiffe mit der größten Kaltblütigkeit, Tüchtigkeit und mit hervorragendem M u t durchgeführt tvorben sind. Kein Lotse würde sich der Küste so nähern, wie die deutschen Schiffe cs getan haben. In den englischen Ärger über die Angriff« mischt sich die Bewunderung deutscher Seemannstat.

Eine italienische Pressestimmc. hd. Rom, 18. Dez. Bisher besprach nurPopolo Romano" den deutschen Sieg in Polen. Das Blatt nennt den deutschen Erfolg einen Triumph, weil die russische Invasion nun wohl für den ganzen Winter erledigt sei. Rußland müsse von der Offensive zur Defensive übergehen, ohne einen anderen Verbündeten als den moskowitischen Winter.

EnglKnö unb wir.

Die französische Finanzwirtschast ist ^ sbenso wie die Volkswirtschaft dieses Landes v ö l l i g z u» j a m ni e n g e b r o ch e n, das russische Wirtschafts­leben und seine Finanzen sind zerrüttet, aber Eng 1a n d scheint finanziell wie wirtschaftlich den ungeheuren Kriegsstürmen zu widerstehen. In Wahr- Heft ist es nur S ch e i n. auch mit England geht es abwärts. Dies reiche Land kann viel ertragen, bis schließlich doch die Grenze erreicht sein wird. Im Ok­tober ging die englische Ausfuhr um 400 Millionen Mark, ' ö. h. um 45 Prozent, gegen die des September zurück, und im August wie im September war sie be­reits um je rund 400 Millionen Mark gegen die Frie­denszeit gesunken. Die Verbündeten Englands klagen über ungenügende militärische Hilfe, sie dürfen sich je- doch, wie wir objektiverweise anerkennen wollen, über allzu^ geringe finanzielle Beihilfe kaum beklagen. In dieser Hinsicht tut vielmehr Großbritannien, was es nur irgend vermag. Die Bundesgenossen, vor allem Frankreich und Belgien, wurden bisher nnt beinahe 1 Milliarde Mark an Vorschüssen unterstützt, Ruß. land wird in Bälde eine weitere Milliarde Mark in