28. Oktober 18S2 Seite 32
Wiesbadener Tagblatt (Abend-Ausgabe). Verlag: Lauggasse 27.
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Di- heutige Abeud-Ausgabe umfaßt 6 Kette».
An Couplets Leben zu verschaffen.
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4*6 hungrigen Advocateuschreibers zu nennen. Wir müssen Hetzen, daß wir noch niemals eine komischere Erscheinung auf der Mhhne gesehen haben. Diese Physiognomie, dieses Gestell! Und
Liebenden werden vereint und der Eine der Väter findet seinen richten Donipfaff und seine Tochter wieder, die ihm einst mit einem Mniden Jnstallateurgehülfen durchging. Daß dieser inzwischen ein Wvaltiger EIcctrotechnikcr geworden, erhöht die Freude, zumal da- ^dsrch im dritten Akte eine Art electrischer Ausstellung möglich
r^oftn, das zu kurze Röckchen und das ängstliche Hütchen mit der Feder. Der Künstler ist stets gut und characteristisch, wenn W* oft etwas übertrieben in der Maske, hier aber hat er fich
IM -- Jubiläum der UickelKaube. Unsere Anuee trug am
Oetober d. I. ihre Uuiform 50 Jahre lang. Vom 25. October 1842
übertroffen. Scho» dieses modernen Ritters von der tranrigsten pftolt wegen sollte man den Dompfaff besuchen. Frl. S i gl in 'M Hoseuröllchen, Frl. Dalldorf, die in Posse und Schwank tsnchljch in ihrem Element ist, als hübsche, aber kratzbürstig inende Wirthin, Frl. Pallatscheck, welche in der Nolle jwrgen Fra« de« guten Eindruck, den ihr erster Auftreten —noch verstärkte, Frau Fredi-Franken, ferner Frl. ^olz (sie hatte fich leider die Augen greulich verschminkt), spielten Wastich, und auch die Herren Grentz er, Martini, Jordan, Mtzelhardt und Förstner ließen es an nichts mangeln, g? Aufgabe gerecht zu werden und dem Dompfaffen mit seinen
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Kerllu, 28. Oct. Prinz F-------. _
Commandauten des Gardc-du-Corps-Ncgiments deygnirt.
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Geldmarkt.
-tn- Gonrobericht der Fraulrsnrter Körst vom 28. Oct. Nachnüttags 12'/- Uhr. — Credit-Aclicn 261, Disconto- Counuandit-Autheile 183.20, Galizier 182'/,, Lombardeir SS3/,, Eqvpter 99.—, Portugiesen 24.—, Italiener 91'/«, Ungarn 95.—, Gotlhordbahn-Actien 153.20, Nord ost 110.70, Union 70.40, Dresdener Bank 1397«, Laurahütte-Actien 100.70, Gelsenkirchener Bergwcrks- Actien 135.—, Bochumer 117.40, Harvener 131.30, Berliner HandelS- esellschast 133.80. Tendenz: ziemlich fest, Montau flau.
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M Daß sehr flott gespielt wurde, brauchen wir eigentlich gar nicht ■M zu erwähnen, es ist im Nesideuztheater fast selbstver- Mndlich geworden. Herr Wander, als Besitzer des Dompfaffen, Wnd wieder im Vordertrcffen und brachte die Figur des sächsischen ^^Mvinzialen Kranich sehr komisch zur Geltung, Fräulein §err = Än n spielte den verliebten Kücheudragoner, der sein Herz zwischen Schreiber und einem Gefreiten thcilt und mit der Eigenschaft - Astet war. Alles zu zertrümmern, mit einem etwas derben, aber ► wirksamen Humor. Als Dritter im Bunde derer, welche die
,cr befi gesehen haben. Diese Phyfiognomie, dieses Gestell! Und
gl» dies lächerliche, doch echte Costüm: die engen, zerknitterten
= Kermetzrung der Rechtsanwälte. Im Bezirke des ulaudesgerichts Frankfurt a. M., zu dem auch Wiesbaden gehört, « sich, dem soeben erschienenen Decker'schen Terminkalender zu iolqe, im letzten Jahre die Zahl der Rechtsanwälte von 157 auf vermehrt; im Jahre 1881 hatte dieselbe nur 81 betragen. ;e % Effie Zahl der Referendare ist seit 1891 von 156 aus 146 zurück-
uS.,. Verdienst von Mk. 2,22—2,75, und müssen erst eine längere 8hikuen bevor sie als ständige Hülfsarbeiter übernommen werden. ^En habtn dieselben nochmals sieben Jahre Dienst zu thun, ehe
Ätaugestellte Beamte in den Postdienst ausgenommen werden.
" __ gt v nächste Sufftrrg. Der Verlag eines Kalender? hatte ' L. „ hsx für diese Dinge zuständige amtliche Stelle, an das König!.
MstsfiEche Bureau in Berlin, um Auskunft wegen des nääistjährigen gewendet. Darauf ist die Antwort eingegaugen, daß bis «« Inkrafttreten des neuen Gesetzes, betreffend die Verlegung des unb Bettages, dessen Zeitpunkt noch unbestimmt ist, der - fc Mril als das richtige Datum anzusehen sei. Uebereinstruuuend Efemit erklären auch die gleichfalls amtlichen Kakendcrmaterialicn „In den preußischen Landesthcilen fällt der allgemeine »ß- und Bettag im Jahre 1893 auf den 26. April."
- Kriegsinvalide«, rührt Gnchl Unter dieser Mahnung
*,;>* eben ein Aufruf im ganzen deutschen Reich verbreitet, der den ^ME hat, die Kriegsinvaliden zu einer Massenpetitton an den WWkg um Aufbesserung der bisherigen Jnvalidenpensionen au- (s:j]t Herr Köhler aus Darmstadt ist der Leiter dieser Be-
dal wurde, welche ganz neue und wirksame Scenen toller
l^itimtisnsfomit brachte. Es wurde viel gelacht und viel geklatscht; W« Mainzer, die auch wieder in Hellen Schaaren zu diesem Jux über Wo Rhein gekommen waren, zeigten sich, wie gewöhnlich, besonders VGtllssreudig.
I einaetreten war Das bis jetzt erhobene Mostgewicht beträgt ! 92-100 Grad nach Oechsle. Die größeren Weiirber-gSbefltzer haben noch nicht mit der Lese angefangen, mit Aiisnahme der v Knoop sehen
I Gutsverwaltung zu Hof Slürnberg und Grorod, welche schon seit dem 20. d.M. mit circa M Personen am Lesen ,st. Allgemeinen werden hier die Trauben verkauft, nur einige größere Gutsbesitzer keltern dieselben. Der erste Transport Trauben ist gestern zu 34 Mk. pro Ceutner verkauft worden, und es herrscht rege Nachfrage nach Trauben.
— Naurod, 28. Oct. Am Sonntag, den 30. October, Mittags l Uhr beginnend, findet hier bei Herrn Heinr. Bccht, „Zum Hirsch , eines der beliebten Preisschießen statt.
= Aus dem üheinga«, 27. Oct. Den zwei bösen Schneetagen sind nun wieder schöne Tage gefolgt, die zur Ausreise der Trauben noch viel Mitwirken. SUan findet jetzt schon häufiger cdelfaule Trauben, wodurch seineAuslesen fich ermöglichen.
r. Kiedrich, 27. Oct. In einer Anzahl von Ställen ist dahier die Ma ul-und Klauenseuche ausgcbrochen, weshalb die betreffenden Gehöfte gesperrt wurden.
* St. Goarshausen, 27. Oct. Die Reblaus-Untersuch ungeu in hiesiger Gegend haben das Auffindenvon43neuert Herden ergeben, von denen in hiesiger Gemarkung 15, in der Gemarkung Patersberg 8, Bornich 14, Nochern 3 Herde, sowie ut den Gemarkungen Wellmich und Caub je 1 Herd gelegen find. Außerdem erstreckt sich ein weiterer Herd auf die beiden zuerst genannten Gemarkungen. Der Umfang der gefammten Herde beträgt rund 5 Hektar, auf welcher Fläche etwa 400 kranke und 45,000 bis 70,000 gesunde Reben standen.
* Katzenelnbogen, 27. Oct. Gestern begingen Herr Obersteiger Beyer und Frau in dem benachbarten Klingelbach das seltene Fest der goldenen H och zeit. Dem Jubelpaare war es befchieden, diesen Ehrentag in Rüstigkeit und Frische im Kreise der Kinder und Enkel zu verleben.
* Limburg, 27. Oct. Herr Kaplan Ha nnappelvon Oberursel ist mit Versehung der Pfarrei Herborn beauftragt; ferner sind Herr Assistent Mosel von der St. Josephsanstalt in Marienhausen zum Kaplan in Oberursel und Herr Kaplan End er ich in Dernbach zum Assistent an der erwähnten Anstalt ernannt worden. Die Kaplansftelle in Dernbach muß mit Rücksicht auf Priestermangel unbesetzt bleiben. — Herr Gerichtsasseffor Block vom hiefigen Anitsgericht ist znm Anitsrichtcr in Frankfurt ff. M. ernannt. — An Stelle des nach .Hagen versetzten Ban- und BetriebsinspectorS Herrn Werren ist Herr Bau- und Betriebsinspector Klimberg zum 15. November nach hier versetzt.
* Dillenburg, 27. Oct. Herr Lehrer E. von der Heyde hat in diesem Herbste an der LehrerdildmigSanstakt für erziehliche Knabenhandarbeit in Leipzig sich die Befühigimg als Lehrer in erziehlicher Knabenhandarbeit (Kerbschnitt-, Papp- und Hobel- bantarbeiten) erworben. Auf Anregung des Herrn Laudrathes Fromme wird Herr von der Hcyde in diesem Winter an Samstag- nachmittagen auch für Lehrer des Kreises Unterricht ertheilen; Letzterer ist für die Theilnehmer unentgeltlich, dieselben haben nur die Werkzeuge zu stellen. •
* Frankfurt <u W., 27. CcL_ Gestern Vormittag 10 Uhr wurde aus dem Hauptpostamie am Schalter für postlagernde Briefe der Fahrgasse 24 wohnhafte, verheirathere, 54 Jahre alte Schuhmacher Carl B ornemann vom Schutzmann Schmucker des zweiten Reviers in dem Augenblicke verhaftet, als er einen an ihn von Heidelberg aus gerichteten Bries in Empfang nehmen wollte. Eine internationale Gaunerbande, welche in London ihren Sitz haben soll und in Deutschland ihr Operationsfeld hat, bebiente sich des Bornemann als Mittelsperson. Die von London aus unterrichtete deutsche Polizei verfolgte den erwähnten Brief. Auf die Ergreifung eines Mitgliedes der Bande fall die Belohnmig von 3000 Mk. gesetzt fein.
♦ Main», 27. Oct. In der im Bau begriffenen BonifciciuS- kirche stürzte gesterrwAbend ein Arbeiter Namens Franz Nauheimer aus Safte I aus beträchtlicher Höhe in die Kirche herab, sodaß der Unglückliche sofort tobt war.
* Koblenz, 27. Oct. Gestern Vormittag 10V- Uhr kam Herr Hauptmann v. Winterfeld vom 17. Regiment auf einem Distanzritt von Saargemünd in Lothringen, hier, dem Endziel, au. Derselbe legte die 250 Kilometer betragende Strecke in Folge einer Wette im Zeitraum von Sonntag Nachmittag bis Mittwoch Vormittag zurück. Nester und Pferd befinden fich im besten Zustand.
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-o- Theater-Neubau. Im öffentlichen Augebotsverfahren 1 sollen demnächst zur Vergebung gelangen: 1) die Erd- und Manrerarbeiteil, 2) die Steininetzarbeiten, 3) die Verputzarbeiten und 4) die Lieferung der eisernen Träger (4150 Tonnen). Heute Vormittag 11 Uhr wurden die auf diese Arbeiten bei dem Stadt- bauamte eingelaufenen Angebote von Herrn Stadtbaudirector Bau- rath Winter in Gegenwart vieler Interessenten geöffnet und wie folgt bekannt gegeben: a. Für die Erd - und Maurerarbeiten fordern: 1) Gebr. Helfmann-Frankfurt a. M. 364,242 Mk.20Psg., 2) Gg. Birck und Chr. Stein-Wiesbaden 370,832 Mk. 80 Pfg., 3) Phil. Holzmann u. Co.-Fraukfnrt a. M. und A. Schellenberg- Wiesbadcn 372,122 Mk. 15 Pfg.. 4) A. Grün und Carl Gail- Wiesbaden 286,298 Mk., 5) Theodor Streit-Frankfurt a. M. 415,033 Mk., 6) Fr. Pimmel-Wiesbaden 387,780 Mk., 7) Heinrich Bühles und Jacob Beckel-Wiesbaden 413,236 Mk. 50 Pfg., 8) Frank in Hasbach-Wiesbaden 330,461 Mk. 10 Pfg. und 9) Carl Lendle und Franz Zimmermann-Wiesbaden 396,300 Mk.; b. für die Verputzarbeiten haben gefordert: 1) Carl Ganzloser-Worms 39,840 Mk., 2) Friede. Lindenlans- Creseld 68,280 Mk., 3) Bildhaner-Consortinm Fischer, Haselsteiner und Bock-Wien 60,720 Mk., 4) P. Rauch und I. Pauli-Wiesbaden 87,300 Mk., 5) Ernst Kneisel u. Heinrich Hartmann-WieSbaden 78,000 Mk., 6) Ludwig Gristher-Franknirt a. M. 71,064 Mk., 7) Kraus u. Schwalbach n. Jae. Walther-Wiesbaden 65,160 Mk., Franz Hrucir-Wien 95,581 Btt. 50 Pf., 9) Chr. Maurer-Wiesbaden 95,400Mk., 10) Jean Erath-Baden-Baden28,920Mk., 11) 21. Grün n. Carl Gail-Wiesbaden 81,600 Mk., 12) Th. Streit-Frankfurt a. M. 71,164 Mk. und 13) Gcbr. Helfmann-Frankfnrt a. M. 68,460 Mk.; für die S teinhauercirbei ten werden gefordert von Georg Birk und Chr. Stein-Wiesbaden außer Carst- und Carrara - Marmor 75,529 Mk. 77 Pf., Philipp Holzmann n. Co. - Frankfurt a. M. u. A. Schellenberg-Wiesbadeu 101,890 Mk. 74 Pf., die Fagaden in Haustein 280,000 Mk., Th. Streit-Frank furta. M. mit Ausnahme von Carst- und Carrara-Marmor 85,044 Mk. 21 Pf, Gebr. Helfmann-Frankfurt a. M. 88,512 Dik. 71 Pf. Carst- und Carrara - Marmor einbegriffen, Granitwerke „Melibocus" mit Einzelpreisen ohne bestimmte Summe, W.u. Theodor Schulle-Kilburg für Köln-Bahenselder Einzelpreise, Peter Bachem Wwe. n. Co.-Königswntter für Carst-Marmor 5144 Mk. 60 Pf., Basaltlava 30,540 Mk. 13 Pf., Josue Löb-Mayern für Basaltlava 30,194 Mk. 55 Pf., Kaiser u. Peipcrs-Köln für Kölu-Bayenfelder Steine 42,342 Mk. 90 Pf., C. Winterheld - Miltenberg und Frankfurt a. M. für Köln - Bayeuseldcr Steine 48,611 Mk. 20 Pf., 21. Graff u. Co.-Lohndorf für Bafaltlava 32.812 Mk. 86 Ps., Tüshaus und v. Abbema-Düsseldorf 82,933 Mk. 50 Ps., Alex. Arnold-Milteiiberg-Franksurt a.'lli. für Köln-Bahenselder 40,192 Mk. 90Pf., G. Spindler it. Söhne-Köuigswinter excl. Carst und Carrara- Marmor, 102,944 Mk. 53 Pf. Gebr. Ries-Enkenbach Köln-Bayeu- felder 34,673 Mk. 10 Pf. C. G. Kunath-Dresden statt Basaltlava sächs. Granit 45,439 Mk., Häuser u. Kiesewetter, C. Beckcr und E.Dorniann-Wiesbaden für Kölu-Bayenfelder Alseiizthaler 42,351Mk. 86 Pf. anstatt Basaltlava Granit, 42,936 Mk. 70 Pf., Heilbronner 49,114 Mk. 49 Pf., Basaltlava 36,056 Mk. 33 Pf., Carl Hergen- hahn-Ludwigshafen, 73,797 Mk. 65 Pf. excl. Köln-Bayenfelder Steine, anstatt Basaltlava Odcnwälder Grämt, Werr u. Hartmann- Mannheim fürKöln-Bayenselder46,452Mk.,Frz.P. Michels-Andernach Basaltlavastcine 39,503 Mk. 86 Pf., I. Monmalle-Wiesbaden für Carrara-Marmor 6014 Mk. 65 Pf., H. Kling-Landau statt Kölu- Bayenfelder Bogcsen-Steine, 41,598 Mk. 60 Pf., Gebr. Hack-Boxtha! statt Köln-Bayenselder Wertheimer-Steine, 59,IW Mk. 30 Ps , Rudolf Aruold-Reistershausen für Köln-Vayenfelder Heildroiiner, 29,203 Mk. 15 Pf., rothen Mainsandstein, 10 pCt. billiger, „Spessart-Granit- Werke", Adolf Mdemacher-Aschaffenburg für ©ranitfteine 13,504Mk. Für die Lieferung der eisernen Träger fordern: Gebrüder Trier-Darmstadt in Schweißeisen 53,463 Mk. 50 Ps., Flußeisen 46,497 Mk. 50 Pf., Anfuhr Bahnbanstelle 705 Rik. 50 Pf. F. Meyer-Wiesbaden 42,202 Mk. 50 Pst, Beifuhr 415 Mk. G. Schüller 41,965 Mk., Transport 498 Mk. Müller-Sanders Nachf.-Köln 44,711 Mk., Beifuhr 1037 Mk. 50 Pf. Gewerkschaft „Deutscher Kaiser" Ncnmübl-Hamborn Profile 8-32 Einheitssätze 102 Mk. 50 Pf. pro Tonne frei Waggon Wiesbaden. Jos.Hupftld- Mesbaden 41,705 Mk., Beifuhr 415 Mk. Emil Abschoff-Münster 44,140 Mk., Beisnhr 1079 Mk. M. E. Pintscher-Altona 46,855 Mk., Beifuhr 830 Mk. S. B. Goldschmidt Söhne - Frankfurt a. M. 42,908 Mk. 50 Pf., Beifuhr 664 Mk. Gebr. Helsmanu-Frankfurt a. M. 41,925 Mk., Bcifnhr 622 Mk. 50 Pf.
= Fürsorge für arme Kinder. Der „Evangelische Verein" für den Consistorialbezirk Wiesbaden (Vorsitzender des Vorstandes: Herr Justizrath Dr. Stamm) würde in der Lage sein, für die Verpflegung und Erziehung einiger Halbwaisen ans der Stadt Wiesbaden, welche bürgerlich oder geistig zurückgeblieben sind ober für deren Aussicht und Erziehung der ver- wittwete Vater bczw. die vcrwittwcte Mutter nicht ausreichend aufkommen können, dnrch Unterbringung derselben in einer gut geleiteten Erziehungsanstalt (nicht Rettmigshans) zu sorgen. Vielleicht dienen diese Zeilen, auf welche wir insbesondere Armenpfleger und Lehrer aufmerksam machen wolle», dazu, armen Kindern diese Versorgung ziizuwendeii.
mnn^Äeiiert die allerhöchste Bestimm img, wonach statt der bisherigen rs "Helme und statt der Mominmgen Waffenröcke eingesührt
Kerlin, 28. Oct. Der nächste Reichsetat enthält Aeude- rungen in Bezug auf das Arifrücken der unteren Beamten im Gehalt nach dem Dienstalter. — Bei dem gestrigen Prinz Friedrich Carl-Festmahle hielt der Kaiser, welcher demselben beiwohnte, eine unpolitische Rede, in welcher er die Verdienste des Prinzen um die Armee und das Vaterland feierte. Die „Berl. Ztg." vernimmt, der Empfang Prof. Virchow's als Vertreter der Universität beim Kaffer sei sehr huldvoll gewesen. Ter Kaiser sagte zu Virchow, daß er fich mit vielen Punkten feiner Rectoratsrede durchaus einverstanden erkläre; er halte übrigens an feilten Schulreformideen fest und werde fortgesetzt für die' Durchführung derselben eintreten.
Mannheim, 28. Oct. (Privattelegramm.) Seit dem Auftreten der Adelina Patti wurde im Hoftheater zu Mannheim kein ähnlicher Enthusiasmus erlebt, wie bei dem Debüt von Sigrid Arnoldfon als Mignon. Gestern fand eine Ovation des gesammten Pnblicums statt. Hunderte von Personen mußten an der Kasse zurückgewiesen werden, da trotz hoher Preise das Theater seit drei Tagen ausnertauft war.
Paris, 28. Oct. Nach der Ablehnung des Antrages auf Amnestie der Verurtheilten in Carmaux in der Kammer tele» graphirten Clemencean und Geuoffen den Ausständischen, der Arbeitsminister habe seierlichst die sofortige Begnadigung und Wiederanstellung aller Verurtheilten versprochen, sobald Die Arbeit wieder ausgenommen werde.
Kriiffrl, 28. Oct. Der Kricgsminister ordnete die Ausrüstung der zweiten Infanteriedivision mit Mausergewehren noch vor Ende des Jahres an; die übrigen 3 Divisionen sollen bis zum Frühjahr ebenfalls Mausergewehre erhallen.
Kuenos-Aire», 28. Oct. Nach zweistündigem Kampfe wurden die Regierungstruppen vor Santiago von den Aufständigen geschlagen, welche im Besitze der Hauptstadt sind.
Nrm-Nork, 28. Oct. Noch unbestätigte Nachrichten aus Texas melden einen Indianer-Ausstand 300 Meilen westlich von Chihuahua. Die Bundestruppen seien geschlagen worden, hätten aber später, verstärtt die ausstäudischen Indianer bezwungen, wobei erstere 300 Mann verloren hätten. Andere Jndiänerstämme sollen eine Stadt im westliche» Chihuahua-Gebiete überfallen, zerstört und sämmt- liche Einwohner niedergemacht haben.
— Gebiß unpfändbar. Ein Gerichtsvollzieher hatte bei einer Näherin eine Pfändung vorzmiehmen. Da die Möbel nur geliehen waren, pfändete er ein falsches Gebiß, das zufällig auf dem Tische lag; mitnehmen konnte er es aber nicht, weil die Schuldnerin es rasch in ihren Mund schob. „Run, da? Gebiß bleibt doch gepfändet," erklärte der Vollstreckinigsbeamte und nahm darüber ein Protokoll auf. Die Näherin richtete sofort eine eilfertige Klage auf Freigabe des gepfändeten Gebisses ein, und der Richter erkannte auch ihrem 2lntrage gemäß, weil das Gebiß nicht nur zum Essen, sondern auch zum Sprechen nothwendig sei und deshalb nicht habe gepfändet
Viiquetts in Verwendung kommen.
— Stiidtifches. Die von dem Herrn Oberbürgermeister auf- geftcDte Dienstordnung für die B ..inten und Bediensteten der Stadt- Htmeinde Wiesbaden hat die Genehmigung deS Magistrats erhalten.
. — Schlechte Airs sichten. Die Stadtbehörde Wiesbaden Mußte kürzlich zur Entlassung einer größeren Anzahl städtischer Wzglöhner schreiten, und die verbleibenden mußten sich einen ZMabzng gefallen lassen. Begründet wird diese, angefichls des Meters für die Betroffenen doppelt empfindliche Maßregel mit ßslchten auf das Budget. — Im Eisenbahndirectiousbezirke
.furt a. M. werden gegenwärtig viele Schreib- und editionSgehülfen ans Spffrsamkettsrücksichten entlaffen. e zum BetribsamtWiesbadeu gehörenden Str ecken- Beiter der Tcmnnsbahn rc. erhalten im Monat November von im jetzt bestehenden Taglohn von 2 Mk. 20 Pf. einen Abzug von 20 Ps. pro Tag, währenddem im Monat December 30 Pf. abge- R werden.
M = Der LluchMuienplan für die Metzger gaffe (mit HiSnahme des Theiles der Fluchtlinie auf der Westseite von der /Ärdlichen Grenze der Renker'schen Besitzung ab bis zur Goldgasse) Wurde vom Magistrat definitiv festgesetzt.
— Straßenbau. Auf Vorlage der Verhandlinigen mit den lrtreffenden Anliegern hat der Magistrat nach den Vorschlägen,der Bknbeputatiou beschlossen: a. in der Bodenstedtstraße, Möhnng- Waße und Sophienstraße von der Anpflanzung vou Alleebäumen Wy abzusehen, dagegen d. um wenigstens eine schattige Verbindung Wc Frankfurter- bezw. Blumenstraße mit der Bierstabterstraße Herellen, im Trottoir längs der Bordsteine in der Humboldtstraße, olmsstraße und Alwinenstraße beiderseits Linden mipflanzen zu n. Ebenso soll die Gustav-Freytagstraße mit Alleebäumen deren werden.
„ = Doftuerkrhr. Als unbestellbar ist zurückgekommen: eine Dostamveisnng über 11 Mark an W. Meierkamp jr. in Lemgo, Wippe-Detmold, aufgeliesert am 3. Oct ober beim Postamte 2. Der Kibekaniite Absender obiger Sendung, F. Gronemeier, früher bei i.Pe as in Schierstein, wird aufgefordert, sich innerhalb 4 Wochen im hiesigen Postamte zu melden.
werden bürfen.
— Achtung! Seit zwei Tagen sind falsche Einmarkstücke in der Lahngegend in Umlauf. Die Falsifikate fühlen fich fettig an, haben einen bleiernen Klang, tragen die Jahreszahl 1887 mid'daS Münzzeichen A A (Berlin). Die Umschrift „Deutsches Reich" ist ganz verschwommen nachgemacht, während der Reichsadler besser gelungen ist.
— Knausstraße. Zn Ehren unseres LandsmamieS, des Professors Ludwig Knaus, des berühmten Geuremalers, soll die Verbindungsstraße zwischen der Bachmeyerstraße und der Hochstraße auf Beschluß des Magistrats den Namen Knansstraße erhalten.
-o- Ci» schwerer Unglückrsfall ereignete sich heute Vormittag gegen 12 Uhr in der Adolphstraße. Der 66 Jahre alte Rentner Ewald vom Werth. Dotzheimerstraße 8 hier wohnhaft, kam auf einem Velociped über die Adolphsallee in die Adolphstraße gefahren und stieß dort mit einem ihm entgegenkommenden Wagen der Firma A. Schirg so heftig zusammen, daß er umfiel und der Wagen über ihn hinwegfuhr. Der Verunglückte wurde in die Wohnung des in der Räbe wohnenden Arztes Herrn Dr. Böhmer getragen, verstarb aber an den erlittenen schweren inneren Verletzungen schon nach wenigen Minuten. Wie uns ein Augenzeuge des Vorfalles mittheitte, ist der alte Herr gerade zwischen Dem Pferd und dem Vorderrad gegen den Wagen gerannt, ;odaß man vermuthet, der Verunglückte sei in diesem Momente von einem Schwindel befallen worden und nicht mehr fähig gewesen, dem Wagen ansznweicheii.
= Dotzheim. 28. Oct. Die durch das am 25. d. Mts. erfolgte Ableben des Herrn Pfarrers a. D Ufeuer hier frei gewordene Pfarrei mit einem competenzmäßigen Einkommen von ca. 3700 Mk. neben freier Wohnung soll neu besetzt werden. Bewerbungen sind an das Königliche Confistorium zu richten.
■+■ Frourustein, 28. Oct. Mit der Traubenlese wurde hier am 25. d. M. begonnen; dieselbe mußte aber des schlechten Wetters wegen eingestellt werden; erst mit dem heute eingetroffeiten herrlichen Wetter 'kann die Weiterlese stattfinden. Besser wäre es gewesen, wenn mit der Lese nicht vor dem 1. November begonnen worden wäre, da die Trauben noch ziemlich gesund find und nur in ganz jungen Oestreicher Weinbergen die Edelfänle ziemlich stark
erhaM I = fjcijuct (iidje. In den nächsten Tagen werden ans sammt- veiteiiij litten Strecken der Hessischen Lndwigseisenbahn intereffante Ver- n beridl Wche mit dem Heizmaterial der Locomoliven gemacht werden. An tet M noch näher zu bestimmenden Tage wird damit begonnen
• den, einen Theil der im Betrieb befindlichen Locoiiiotiven ans- ' "Inff mit gewaschener Nußkohle, einen Theil mit Steiukohlen- lmietts und einen Theil mit gewöhnlicher Förderkohle zu Heizen. Rsch Beendigung des noch festzustellenden Cursus wird eine ge- Mie Aufnahme über die Betriebsfähigkeit der Locomoliven und W zur Verwendung gekommenen Feuerungsmaterials vorge- Wmmen werden, und aus den Vergleichen soll berechnet werden, von dem FenernngSiuaterial sowohl in Bezug auf Heizkraft, gti mich in Bezug auf den Kostenpreis die besten Vortheite bietet. 86e Locomotivführer sind beauftragt, alle bei den Versuchsfahrten Machten Wahrnehmungen und Vorlheile in befonberen Berichten « den Obermaschinenmeister der Ludwigsbahu niederzulegen. Fnr die Versuche werden 100 Waggons Nußkohlen und 59 Waggons
Ein .ycrr stogicr aus xiarnmaor i und flieht jede gewünschte Auskunft. n T- - ........ . 11
