dkr. 372. Dienstag, 8. Dezember 1914.
Drückten, -daß es unvermeidlich wurde, die weit nach M>en vorgeschobenen Truppen des deutschen linken ^Flügels nordwärts zurückzunehmen, uni sie zu offensiver oder defenftver Abwehr der neuen Gegner bereit-
Wstellen.
^ War dies schon an sich ein schwieriges Manöver, jso gerieten die daran beteiligten Truppen in Sine g>e- lährdete Lage dadurch, daß sie, während sie noch im Kampfe mit der Front nach Westen standen, durch die soeben erwähnten feindlichen Truppen im .Rücken und fn der linken Flanke angegriffen wurden. Wer uner- Arocken machten diese Braven angesichts des vor ihrer Front stehenden Feindes Kehrt und schlugen sich in drei- tägigen erbitterten Kämpfen durch den von den Russen bereits gebildeten Ring. Hierbei brachten sie noch 12 000 gefangene Russen und 26 eroberte Geschütze mit, ohne selbst auch nur ein Geschütz einzubützen. Auch säst alle .eigenen Verwundeten führten sie mit zurück. -So wurde die Gefahr, in die sie geraten waren, glück- lich überwunden. Der linke Flügel rückte in >die durch die Verhältnisse bedingte neue Frontlinie ein, die sich an die unverändert gebliebene Mitte ber deutschen Kampflinie bei S t r y k o w anschloß und von hier nordwärts verlaufend sich allmählich über Gombin bis an die Weichsel ausdehnte. In der neuen Stellung boten die deutschen Truppen trotz äußerster Erschöpfung ihrer Kräfte dem nachdringenden _ Feinde die Spitze. Der mit großer Tapferkeit gegen die Stel- üung geführte A n g r i f f der R u s s e n brach unmittel- !bar vor ihr unter s ch w e r st e n V e r I u st e n zusammen.
Während dieser Vorgänge auf dem deutschen linken Flügel hatten die Kämpfe nördlich und westlich von Lodz ihren Fortgang genommen, ohne eine Entscheidung herbeizuführen. Die russischen Streitkräste, die in der geschilderten WeisS überraschend _ in den Kampf be t Lodz eingegriffen hatten, waren Telle einer Ersatzarmee, deren Hauptmasse in der Gegend von L o w i c z in der Versammlung begriffen war. Ihren Kern bildeten die Truppen Rennenkampfs (I. Armee), von denen die bisher auf dem rechten Weichselufer iäftg Gewesenen mit der Eisenbahn über Warschau heranoeführt worden waren, während die bereits auf idem linken Ufer befindlichen, zuletzt aus .der Gegend von Plozk zurückgetriebenen Teile derselben Armee den Anschluß durch Fußmarsch erreichtem. Aber es sind zweifellos auch noch andere Truppen, unbekannt woher, dazu herang^ogen worden, so daß man die Gesamtstärke der nach und nach in der Gegend von Lodz und Lowicz versammelten Russen keinen- talls überschätzt, wenn man annimmt, daß sie der von 18 .bis 20 deutschen Armeekorps mit zahlreicher
Kavallerie gleich war. _ „ r .,
Zwischen dieser Macht und .den an Zahl erheblich -schwächeren deutschen Kräften, die sich ihnen entgegengeworfen hatten, tobte nun in den letzten Tagen des Monats November und den ersten des Dezenter ein überaus heftiger Kampf weiter, der zwar, rn dieser ganzen Zeit rein frontal verlaufend, noch zü keiner Entscheidung führte, sich aber doch mehr und wehr für uns günstig gestaltete, wie schon daraus her- vorgcht, daß die Zahl der von unseren Truppen seit Beginn ihres Vormarsches gefangen genommenen Russen bis zum 1. Dezember auf 80 000 stieg.
llitfcrc Bfterr etd)i1 cE^utt'CjctrtfajcTt. SJunbcs* genossen haben während dieser ganzen Zmt m treuer Waffenbrüderschaft die deutsche Offensive rn wirk- samster Weise unterstützt, indem sie gle>ta$etitg nur Uns zum Angriff gegen die im südlichen Polen ihnen menmerm'nbk sehr beträchtlichen russischen Streitträfte schritten und der feindlichen Offensive im westlichen Galizien sowie in den Karpathen Halt geboten. Auch in ihrer Front entwickelten sich lang äwernde, blutige Kämpfe, in denen unsere Bundesgenossen, besonders bei Czenstochau, bei Nowo-Radomsk und südöstlich von Krakau, glänzende Einzelerfolge erzielten. Und vortrefflich lösten sie die aus der Gesamt- lage sich zunächst ftir sie ergebende Aufgabe, die vor ihnen befindlichen Russen sestzuhalten und mürbe zu Machen, der entscheidende Erfolg im Norden erzielt -sein würde.
In Ostpreußen machten die Russen noch vereinzelte Versuche, unsere GrenAverteidigungslinie in der Gegend der masurischen Seen zu durchbrechen, die aber von unseren dortigen Truppen energisch .äbgewiefen
vrurden.
Ein österreichisches militärisches Urteil über die Schlachtsront in Polen.
W. T.-B. Budapest, 7. Dez. (Nichtamtlich) Der „Pefter Lloyd" bringt von militärischer Seite zensurierte Mitteilungen, die in die Strategie der jüngsten Kämpfe in Polen einigen Einblick gewähren. In den Mitteilungen heißt es: Die schlachtsront in Polen verläuft etwa von der Mündung der ' Bsura über Lowitsch, Lodz gegen Steradz und zieht sich dann w einem stumpfen Winkel teilweise auf dem östlichen Ufer der Warthe bis in die Gegend des Wartheknies, nordöstlich von Ezenstochau, und von hier gegen den Bereich von Krakau hin. Die Kampslinie im Norden hat das Gesicht gegen S ü d o st, der äußerste linke Flügel reicht bis aus siebzig Kilometer w Warschau heran. Schon rechnen die Russen mit der steuerlichen Zernierung Warschaus; diese würde Irtzoch diesmal einen ganz anderen Charakter haben als gelegentlich der ersten Offensive an der mittleren Weichsel. Damals standen riesige russische Massen auf dem östlichen Deichselufer bereit. Ihr durch leistungsfähige Bahnen und den Brückenkopf Warschaus unterstütztes überraschendes Eingreifen hatte die deutsche Führung zu einem Ausweichen und einer Neugruppierung veranlaßt. Heute hat Rußland fast ferne gesamte Macht bereits eingesetzt. Drei in der Reserve gehaltene Armeen stehen schon seit über ftner Woche im Kampfe. Die eine wurde an der Bsura stl der Gegend von L o w i t s ch eingesetzt, konnte aber das Turückweichen des in der Gegend südöstlich von Plozk stehenden nördlichen russischen Flügels nicht aushaltcn. Alle russi- ichen Mastenangriffe zerschellten in der Folge cm den deutschen Tinten unter , fürchterlichen Verlusten. Die an der Bsura vor- «sftaaB« denffHe Faust bedroht den Rückzug der r u s s i-
Wreskadsrrev Tagdlatt.
scheu Mitte auf Warschau. Die Ereignisse nehmen den von den Verbündeten vorgedachten Verlauf, wie heute der Generalstab sestgestellt hat. ‘
Wenn der Verlaus den Erwartungen entspricht, 'dann dürfte es wohl nur den an der Bsura stehenden russischen Kräften gelingen, nach Warschau zurückzukehren. Die russische Mitte müßte die Richtung auf und beiderseits I w an- g o r o d nehmen, denn die deutsche und österreichisch-ungarische Front zwischen Lodz und S i e r a d z hat, wie schon erwähnt, ihr Gesicht nach Südost gekehrt. In dieser Richtung erfolgt der Druck. Geschlagene Truppen gehen in der Regel in der Verlängerung der Kampffront zurück, die sie zuletzt eingenommen haben. Weiter heißt es: Der mit größter Wucht im nördlichen Teil der Schlachtsront geführte Angriff wirft das Kartenhaus der russischen Diversionen auf Czenstochau und K r a k a u, nördlich und südlich der oberen Weichsel, um. Den Russen ist es trotz des Einsetzens starker Reserven nicht gelungen, in der Gegend von Czenstochau Vorteile zu erringen. Im Süden hält das vorzüglich bewehrte Krakau den Feind m Schach. Schließlich sagt der Verfasser: Die Strategie der Russen ist stark von politischen Erwägungen durchtränkt. Die spätere Kritik wird ihnen eine Zersplitterung der Kräfte vorwerfen.
Der Krieg in Serbien.
Der fluchtartige Rückzug der Serben.
ück. Sofia» 7. Dez. Die Blätter melden vom Kriegsschauplatz, daß der Rückzug der serbischen Armee allmählich den Charakter der Überstürzung annehme. Die österreichischungarischen Vorhuten schneiden immer wieder größere versprengte Abteilungen, die dem fliehenden Gros nicht rasch genug folgen können, von der Rückzugslinie ab. Die EinnahmevonBelgrad wird von den Militärkritikern nicht nur als moralischer, sondern auch als taktischer Erfolg bezeichnet, da die österreichische Armee durch den Besitz von Belgrad sich die kürzere Etappen li nie und die direkte Verbindung mit dem Hinterland gesichert hat sowie den Ausgangspunkt der wichtigsten Eisenbahnlinie nach Südserbien.
Die Zustände in Belgrad.
Wien, 7. Dez. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus S e m l i n über die Vorgänge in Belgrad: Seit dem Einmarsch unserer Truppen in Belgrad herrscht in der Stadt Ruhe. Zahlreiche Gewerbetreibende und Besitzer von Gasthöfen erscheinen auf dem in einem Seitenflügel des Konaks untergebrachten k. und k. Kommando, um die Wiedereröffnung ihrer Betriebe anzumelüen. In den Straßen Belgrads und namentlich in den Vororten patrouillieren Tag und Nacht Kavallerie-Abteilungen. Alle öffentlichen Gebäude sind militärisch besetzt. Die unter der Leitung des Prinzen Georg errichteten starken Verteidigungsanlagen, die gegen Norden gerichtet waren, wurden von den abziehenden serbischen Truppen selbst zum Teil zerstört. Die Aufräumungsarbeiten sind in vollem Gange. Das Elektrizitätswerk hat teilweise den Betrieb wieder ausgenommen, und auch die elektrische Straßenbahn ist auf der ganzen Linie von der Save-Station durch die Fürst-Michael-Straße und längs der Savelinie zum Bahnhof wieder in Verkehr gesetzt. Auch die elektrische Beleuchtung in den Hauptstraßen und in den größeren Gebäuden wurden wieder instand gesetzt. Der Markt wurde von der Polizeipräfektur in kleinem Umfang wieder eröffnet. Die Preise sind iwrmal. Die Stadt war beim Einzug unserer Truppen teilweise geräumt. Einen Sicherheitsdienst hatte eine Art von Bürgergarde versehen. Es wurde eine provisorische Stadtverwaltung konstituiert» deren Mitglieder eine gewisse Verantwortung für die Haltung der Bevölkerung tragen. Die Verbindung mit Semlin funktioniert wieder normal; auch der Telephondienst ist im Gange, dient aber nur zu militärischen Zwecken. Ununterbrochen kommen Proviant- . und Munitionskolonnen nach Belgrad, die weiter südwärts abgehen.
König Peter auf dem Kriegsschauplatz.
sick. Kopenhagen, 8. Dez. König Peter von Serbien hat sich auf den Kriegsschauplatz begeben.
Lin serbisches Kbtretungsangebot an Bulgarien.
Griechische Besorgnisse.
W. T.-B 1 . Konstantinopcl, 7. Dez. (Nichtamtlich.) Der „Dänin" erfährt, daß nach der serbischen Niederlage der englische Gesandte in Sofia im Namen der Mächte der Tripel- rntente offtziell erklärt hat, Serbien sei bereit, den ganzen Teil Mazedoniens bis zum B a r d a r abzutreten. Das Blatt glaubt, daß Brrlgarien dieses Anerbieten ebenso ab- lehnen werde wie das erstemal. „Dänin" erfährt weiter, daß der Schritt Serbiens in Griechenland lebhafte U n z n - friedenheit hcrvorgemrfen habe, da Griechenland befürchte, daß es im Falle der Verwirklichung des serbischen Angebotes von Bulgarien eingcschlosscn wäre.
Die bulgarisch-serbischen Zusammenstöße in Mazedonien.
sich Budapest, 8. Dez. Der Sonderberichterstatter des „Pesti Hirlap" meldet aus Konstantinopel: „Turan" erfährt aus Sofia, daß die bulgarische Bevölkerung von Mazedonien zwei serbische Bataillone niedergemetzelt habe, und daß bei Gradiste, östlich von Risch, die E i s e n b a h n b r ü ck e in die Luft gesprengt wurde, wodurch die Verbindung zwischen Serbien und Mazedonien gestört ist.
Die Mittel Montenegros erschöpft.
W. T.-B. London, 8. Dez. (Nichtamtlich.) Das Reuterbnreau meldet aus Petersburg: Der König
von Montenegro telegraphierte an die „Börsenzeitung", daß nunmehr die dritte m o n t e n e g r i n i s ch e A r m e e auf dem Schlachtfelde gefallen ist, trotzdem wollten die Montenegriner die Verteidigung ihres Landes fortsetzen und das Feindesland -mgreifen. Der König fügte hinzu, daß die Mit ei erschöpft seien und die Montenegriner für den Beistand mit Geld und Matersal äußerst dankbar wären.
Die Lage im westen.
Line große Schlacht im Sange?
sich Amsterdam, 8. Dez. Die „Daily Mail" meldet aus Nordfrankreich, daß eine große Schlacht bei Elverdeghen, zwischen Beonne und Ipern, im Gange ist.
Die Rümpfe an der Hser.
sick. London, 7. Dez. Der „Daily Mail" wird vom 5. d. M. aus dem Norden Frankreichs gemeldet: An der User haben wieder viele Angriffe und Gegenangriffe stcrttgefunden. So gab es gestern ein blutiges Gefecht bei Feroyse, welchen Ort die Deutschen von Flößen angriffen, ans denen Maschinengewehre aufgestellt waren. Hinter den Flößen
Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 3.
durchwatete Infanterie das überschwemmte Gebiet. Die Soldaten standen vielfach bis zum Halse im Wasser und schwammen, bis die Schnellfeuergeschütze Feuer gaben. Da waren die Deutschen auch keine 20 Meter mehr vom Ziele entfernt. Sie erreichten das Ufer und schwärmten über die Deiche. Die Verbündeten stürmten und es kam zu blutigen Bajonettgesechten. Auch bei Merchen wird heftig gefachten. Dort hatten die Deutschen das Haus des Brückenwärters in eine kleine Festung verwandelt, und die Franzosen versuchten, das Haus unter einem Hagel von Kugeln zu stürmen. Sie erkletterten die Mauern und gerieten an mehreren Stellen in Wolfsgruben.
Schwere Verluste der englischen Rriegsflotte an Ser belgischen Rüste.
Br. Magdeburg, 8. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der „Magdeb. Ztg." wird aus Antwerpen gemeldet: ß§ kann nicht mehr bezweifelt werden, daß die deutschen Geschütze der englischen Kriegsflotte im Kanal schwere Verluste zugefügt haben. Dies beweist die fortgesetzte Anschwemmung von zahlreichen Leichen englischer Seesoldaten mr der belgisch-holländischen Küste. Bisher sind in Belgien allein über 100 dieser Leichen geborgen und täglich werden neue gefunden. Man schließt daraus, daß die deutschen Schüße arge Verheerungen auf den feindlicheu Kriegsschiffen ange- richdet haberl. Hierdurch erklärt sich das plötzliche Verschwinden der englischen Kairalflotte von der belgischen Küste.
Die englischen Gesamtverluste in Standern.
Br. Amsterdam, 8. Dez. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Oberst Redington, der Militärkritiker der „Times", schätzt die englischen Gesamt Verluste in Flandern an Toten, Verwundeten und Kriegsgefangenen auf 100 000. Sie würden demnach um 20 000 höher sein, als die ursprüngliche Stärke des englischen Expeditionskorps betrug.
Die Minengefahr an der holländischen Rüste."
W. T.-B'. Haag, 7. Dez. (Nichtamtlich.) Halbamtlich wird gemeldet: Infolge des Sturmes in der letzten Nacht
an der Küste von Walchecen sind an verschiedenen Orten Seelands und an der Küste Terheydens Minen angespült worden. Der Sachschaden ist gering. Einige treibende Minen wurden durch das Kriegsschiff „Nordbrabant" zur Explosion gebracht. Heute ftüh wurde am Noorderstrand bei Hoek van Holland eine Mine angeschwemmt, die militärisch bewacht wird.
Die „lautlose Kanone".
M. Christiania, 7. Dez. Anläßlich der Londoner Meldung, wonach Deutschland in Nordfrankreich eine lautlose Kanone augewandt babe, berichtet „Astenposten": Eine derartige Kanone existiere in der Erfindung des norwegischen Ingenieurs Aasen, der auch die bekanntlich im Balkankrieg zuerst benutzten Handgranaten erfunden hat. Die Kanone wird aus Eisenblech hergestellt, wiegt 8 Kilo und kann unter dem Arm getragen werden. Sie koste etwa 100 Kronen, sei vor einem Jahr in allen Ländern patentiert, könne mit den größten Handgranaten schießen und mit der größten Sicherheit auf 400 Meter treffen. Sie arbeite absolut lautlos.
Die französischen amtlichen Berichte.
W. T.-B. Paris, 8. Dez. (Nichtamtlich.) Vom 7. Dez., Uhr nachmittags, wird amtlich gemeldet: Im Ipern- :biet setzen wir die Angriffs auf einige Schützengräben rt, die der Feind auf dem linken Kanalufer noch' nehält. Im Gebiet von Armentieres und Arras, i der Oise und Aisne, und in den Ar gönnen rst ichts zu melden außer der allgemeinen über- ge uh eit unserer Offensive; rn dm Cham- i a n c errang unsere schwere Artillerie erne sehr ausgerochene Überlegenheit über die feindliche Artrllerre. Von der st front, wo unsere Stellungen der vorangegangenen gge behauvtet werden, ist nichts Neues zu melden.
Smt 11 Uhr abends wird amtlrch gemeldet. In Belgien schossen die Deutschen O st d ü n k r r ch e n 4 ^Kckometzm tlick N i e u p o r t. Zwischen B e t h u n e und ~ e §
ten wrr das Dorf Vermelles (ist vorher von unieren ruvven geräumt bekanntlich. Schrrftl.) und dre Stellung m Rutoire, an der wir längs der Ersenbahnlrnre stehen irr merkliches Vorrücken unserer Truppen rst rm Gebiete m Rouvroy, Parvillers, Quesnoy und Quesnoy en Sans, erre festzustellen. Weiteres ist nicht zu melden.
Die Vorlagen für die französische Rammer.
Die „denkbar günstige" Finanzlage eines finanziell zerrütteten Landes.
W. T-B. Paris, 7. Dez. (Nichtamtlich.) M'nrsterprasr- nt Vivicmi erklärte einem Mitarbeiter des„Petrt Pärchen. e Regierung werde in der Kammer dre Annahme des Vortages, betr. Verschiebung der Senatswahlerr, dre pro- sorrschen Budget-Zwölftel sowre dre Rattftzrerung r während der sessronslosen Zeit von der Regrernng er- ssenen Dekrete und Bestimmungen verlangen. Mrnrster ibot erklärte, die Finanzlage sei denkbar gunstrg. ie Bertuschungs- und FalschmeldungSPolittk der englischen Admiralität.
■urr T B Wien, 7. Dez. ^Nichtamtlich.) Zu dem Arttkel cchibald Hurds im „Daily Telegraph" (wir teilten ihn in r aesttigen Aberrdausgabe mrt. Schrrftl.) bemerkt dre lieickspost": Es ist nicht recht klar, welches Seeungluck
cchibald Hurd, der hier offenbar die Schweige- und Ber- schunaspolitik der englischen Admrralrtät vor der mrß- aursch gewordeirerr und Aufklärung fordernden Bevölkerung chtfert'gen will, eigentlich meint, ob die Vernichtung des wlischen C r a d d o ck - Geschwaders vor der chilenischen äste oder die Vernichtung des Linienschiffes „Bulwark" i Sheerneß durch eine angebliche innere Explosion, oder n Verlust des Großkampfschiffes „A u d a c i o u s", oder n d e r e der vielen englischen Seeunglücke. Jedenfalls rrät Hurd, daß das von ihm gemeinte Unglück in Wirklich- it viel bösartiger ftir England ist, als die Offentlich- it bisher geahnt hat, ein Unglück, dessen genaue Kenntnis m Feinde einen genauen Aufschluß über die Stärke und e Verteilung der englischen Flotte bringen könnte. Wenn >er Hurd aus dem Umstande, daß selbst die Engländer ine iklaren über den Umfang des Seeunglücks seien, die Folge- mg zieht, daß die Gegner sich in viel größerer Verwirrung fänden, so ist das für die englische Admiralität ein magerer cost. Gegen Verwirrungen aus solchen Anlässen haben die egner Englands schwerlich etwas einzuwenden. HurdS ^ssührungen enthalten so nebenbei das Geständnis, daß die itischen Machthaber in diesem Kriege sich noch mehr als lf ihre Verbündeten und Hiljsvölker auf Vertuschung
