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Lonnlag, 6. Dezember 1914.
Morgen- Kusgabe.
Nr. 369. ♦ 62. Jahrgang.
Zur Berufung Bülows.
Gute Aufnahme in Italien.
Br. Rom, 5. Dez. (Erg. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die Ernennung des Fürsten Bülow hat hier, obschon die Nachricht bereits vielfach erörtert worden ist, doch überrascht. Der Eindruck ist ein vortrefflicher, da Fürst Bülow in Italien allgemein beliebt ist. In politischen parlamentarischen Kreisen sagt man durchweg: Wenn irgend ein Staatsmann zwischen Deutschland und Italien völlig Klarheit schaffen und stutzbringend unterhandeln kann, so ist dies Bülow. Der italienische Hof und die diplomatischen Stellen sind mit dem Fürsten Bülow geradezu inti m. so daß für Bülow erreichbar scheint, was einem anderen Diplomaten vielleicht mißlänge. Bülow wird in Rom mit der ganzen a l t e n H e r z l i ch - keit ausgenommen werdest, zum großen Ärger unserer Gegner.
Wiener Pressestrmmrn.
W- T.-B. Wien, 5. Dez. (Nichtamtlich.) Fast sämtliche Blätter würdigen die Bedeutung der Betrauung des Fürsten Bülow mit der Leitung der deutschen Botschaft iit Rom.
Das „Neue Wiener Tageblatt" stellt fest, daß die alte, ihn mit den italienischen Staatsmännern verbindende Freundschaft den Fürsten wie kaum einen anderen prädestinierten, abgesehen vom Gewicht seiner Persönlichkeit, jetzt wieder die Botschaft am O.uirinal zu leiten. Die Bedeutung der Entsendung Bülows ikach Rom kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Man ivird wohl in Rom zu würdigen wissen, daß kein geringerer als er von diesem Augenblick die Vertretung des Deutschen Reiches übernimmt. In der Berufung des Fürsten Bülow kann nichts anderes erblickt werden als das Bestreben, die bestehenden herzlichen Beziehungen zwischen beiden Reichen i etzt und in der Zukunft gleich eng und gleich wohltuend aufrecht zu erhalten. In dem Augenblick, wo die öffentliche Diskussion Italiens sich niit dem Programm Salaudras beschäftigt, erscheint Fürst Bülow wieder in Rom als der große Träger der Idee des Bündnisses, das Italien Bewegungsfreiheit gegeben und unter dessen Walten es sich so mächtig entwickelte. Das Blatt schließt: Ein Freund kommt zum
Freunde. Seine Sendung nach Rom wird bei uns nicht weniger herzlich begrüßt als im Deutschen Reiche.
Die „Neue Freie Presse" hebt gleichfalls die guten persönlichen Beziehungen des Fürsten zu Italien hervor und stellt fest, daß der frühere Reichskanzler auf den schwierigsten Posten der deutschen Diplomatie gestellt wird. Wir begleiten die Rückkehr Bülows in die Diplomatie mrt den besten Wünschen.
Das „Fremdcnblatt" stellt gleichfalls d,e ausgezeichneten Beziehungen zu den maßgebenden italienischen Kreisen fest und hebt Bülows Bedeutung als eine der hervorragendsten Persönlichkeiten und bewährtesten Staatsmänner des Deutschen Reiches hervor.
Die „Zeit" sagt: Es ist im wahren Siiine des Wortes eine außerordentliche Botschaft, die dem ehemaligen Kanzler zuteil wird. Seine ganze Persönlichkeit gibt die Gewähr dafür, daß er sic mit Glück erfüllen wird.
Die Auffassung in Ungarn.
W. T.-B. Budapest, 5. Dez. (Nichtamtlich.) Der ..P c stc r Llovd" bespricht die Entsendung des Fürsten Bülow nach Rom und schreibt u. a.: Zweifellos wird von dem italienischen Volke gewürdigt werden, daß nun in das deutsche Bot- schasterpalais ein Mann einzieht, den man ruhig als die
volkstümlichste außeritalienische Persönlichkeit Italiens bezeichnen kann. Man kann wohl behaupten, daß die Wahl des deutschen Kaisers die freudige Zustimmung des italienischen Volkes finden werde.
_ ■ hi—iiimii ii IIi n ■ i n i n B mi i'i — ----
England in der §chiÄ;salsstunde.
Von Generalmajor z. D. v. Werlhof.
Die „Times" ergingen sich dieser Tage in einer scharfen Verurteilung der deutschen Heeresleitnng, die ihr Ziel nicht erreicht habe. Darauf möchten trnr mrt der Gegenfrage antworten: Was haben Großbritan
niens Heer und Flotte in beu vier Monaten des gegenwärtigen Krieges geleistet und erreicht, seit die englische Regierung, getreu ihrem durch Jahrhunderte fest- gehaltenen Grundsätze „Vernichtung des 'gefährlichsten Konkurrenten um jeden Preis urit allen, auch den unerlaubtesten Mitteln" uns den Fehdehandschuh hiu- warf? Denn das Mäntelchen „Schutz der Neutralität Belgiens" ist längst fadenscheinig geworden. Englands Geschichte ist so voll von Neutralrtätsbrüchen wie keine andere, und die deutsche Regierung hat genug Beweise veröffentlicht, um darzutun, daß Belgien langst auf seine Neutralität zugunsten Frankreichs und Englands verzichtet hatte, fo daß unser Einmarsch diese Neutralität gar nicht mehr verletzen konnte.
Zunächst ist zur Sache zu bemerken, daß das Drei- gcfHrn Grey, Churchill und Asquith sich cs offenbar leichter gedacht hatte, die beiden zentralenroparschen Mächte niit Hilfe seiner Nachbarii inoderzMverfen, daß aber England — man darf doch wohl sagen, zmn ersten Male — wenigstens zu Lande das Möglichste getan hat. um Frankreich zu unterstützen. Sparte man sonst nicht init dom Gold e, um andere Völker in einen Krieg sür Albions Interesse zu traiben, so setzte maii dieses Mal auch B lut ein. Freilich war es nur 'das Blut von Söldnern, immerhin aber von einer Zahl, wie England sie noch nie auf den Kontinent geschickt hat. Anscheinend haben diese Truppen sich zunächst auf 160 000 Mann belaufen, dieselbe Zahl, die Belgien schon vor zwei Jahren in Aussicht gestellt wurde. Wieviel Verstärkungen diese Armee bekommen hat, läßt sich liicht angeben. Die englischen Truppe,i haben sich gut geschlagen — mit einem Verlust von 80 000 Mann-, sie haben eine große Zähigkeit und eure, mit den Franzosen und Belgiern verglichen, wert größere Ruhe im Feuergefecht an den Tag gelegt. Man prahlt mit einem weiteren Millionen Heer im ^nland und sucht mit Tamtam und marktschreierischen Umzügen, selbst mit Mitteln noch verwerflicherer Art, Arbeitslose, Verbrecher uird zweifelhafte Existenzen zu verlocken, für nenn Schillinge wöchentlich ihre Harrt zu Markte zu tragen. Ab'er ganz 'abgesehen davon, daß es an Bekleidungs- und Unsrnstnngsstncken ebenso w'-e an Waffen aller Art fehlt, schafft nrair damrt kerne brauchbare Armee, und wie sehr cs air wirklichen Soldaten zu mangeln beginnt, hüben wir rn Antwerpen gesehen, wohin man Tausende von Marin-ernsanterilsten warf, die kaum acht. Tage sich in der Ausbrldnng befanden, eine Maßnahnie, die mit der Bezeichnung „bewußter Meuchelmord" nicht zu scharf beurteilt wurde.
Übrigens ist es sehr charakteristisch, daß man im geknechteten Irland vergeblich die Werbetrommel rührte, und das ist wichtig genug, denn die irischen Regimenter gelten neben den schottischen als die besten. Schon taucht der den besitzenden Klassen so verhaßte Gedanke an die Einführung der allgemeinen W eh rp fl i cht auf; mit ihr würde wieder ein Schlag- wort hinfällig werden, unter dem man drüben in den Kampf trat, der „Kampf gegen den Militarismus". Aber die allgemeine Wehrpflicht, die Deutschland seit den Befreiungskriegen, bezw. seit den Jahren 1867/68 hat, läßt sich ,l i ch t improvisiere n. Als der russisch-türkische Krieg 1877 ausbrach, war die drei Jahre zuvor in Rußland eingeführte allgemeine Wehr- - Pflicht noch kaum wirksam geworden. Vorläufig werden sich also nach wie vor in Großbritannien die Massen ihren Pflichten zur Reichsverteidigung ; entstehen können, und mit der Unabänderlichkeit des Schicksals werden die Sünden des Friedens, da man weder die Wehrkraft des Mutterlandes ausüante, noch die militärische Leistungsfähigkeit der Tochterstaaten zusammenfaßte, zu einer gewaltigen Niederlage fuhren. Das Geschick Karthagos wird und mutz wiederkehren. Das Ende der Herrschaft über ein Drittel des Menschengeschlechts ist nahegerückt.
Angesichts der drohenden Gefahr verfiel man auf dasselbe Aiishilfsmfttel, das Frankreich 1870/71 und jetzt icimtoanötc: matt ließ Menschen aller Rassen, Hindus, Neger und Cowboys, auf, uns los, unbekümmert darum, ob sie wollten oder nicht, gleichgültig dagegen, daß das Klima unserer Breiten ihnen bald das Grab graben mußte — wieder ein Ausfluß des grnnd- satzlosen Eigennutzes, der Albions Politik von scher kennzeichnete. Das Verhalten gegen die Farbigen im Gegensatz zu der früheren stolzen Unnahbarkeit ist ein Zeichen, wie weit es bereits mit England gekommen ist. Schreiben doch die „Times", daß „die Haltung der Gürkhas das ganze englische Heer elektrisiere"; der Wilde aus den indischen Dschungeln, der in Nacht und Nebel, dem Tiger ähnlich, sich an den Gegner Heranschleicht, um ihm das Messer ins Herz zu stoßen, ist ihm also ein Vorbild geworden, es ist zugleich, wre em genauer Kenner der Engländer, Gouverneur v. Putt- kamer, schreibt, das würdige Abbild der, englischen Politik. Aber das schlimmste ist. daß die Farbrgen die Niederlagen der Engländer mit erleben und mit ihnen in Gefangenschaft geraten; die Kunde mwov muß die englische Autorität in den unterworfenen Ländern untergraben. , .. . or . .. A
Auch der Aufstand im i üblichen Afrika ist in erster Linie auf das beleidigte Rasseempftnden der Buren zurückzuführen; sie mußten von der Zer- fleischung der Weißen Nationen unter Mitwirkung Farbiger die Förderung der äthiopischen Bestrebungen befürchten. Nichts hat aber in Deutschland so, verletzt, als die Loslassung der Japaner auf das Lieblings- kind unserer Kolonialpolitik, das seit 17 Jahren gehegte und gepflegte Kiautschau. Nichts kennzeichnet den Tiefstand der einst so stolzen britischen Auffassung besser, als daß sich die Engländer im fernen Osten unter den Oberbefehl der Gelben stellten, nichts
Der Adjutanlenritt.
Eine Kriegscrzählung aus dem Elsaß von Karl Pauli.
Der Einjährige Stephan Michaelis hatte eigentlich kein Glück beim Militär, nicht, daß er ein schlechter Soldat gewesen wäre, nein, er gab sich stets die redlichste Mühe, aber. er hatte Pech, stets nur das aufgetragen, was er nicht konnte, stets nur nach dem gefragt zu werden, ivas er nicht wußte, und so war er denn nach und nach in den Ruf eines Einfaltspinsels gekommen.
Aber einmal kam der Tag, wo das Schicksal cinsah, daß es dem armen Jungen iinrecht getan und wo sein Verdienst Heller strahlte wie die Sonne. Allerdings konnte er für sein Glück ebensowenig wie für sein Pech.
Stephan Michaelis hatte sein Jahr abgedient und zu seinem großen Kummer Knöpfe und Tressen nicht bekommen. Aber er haderte nicht mit seinem Geschick, sondern trug seinen Schmerz mit Fassung.
Da kam der Krieg. Trotz des Fehlens der Treffen und der Knöpfe meldete er sich und wurde angenommen, natürlich wan brauchte ja Leute, und sofort an die Front geschickt, wo eben der Krieg seinen Anfang genommen hatte.
Das war etwas für ihn. Stephan Michaelis war nämlich "träfe seiner Ungeschicklichkeit auf dem Exerzierplatz ein guter Soldat, er schlug sich wie ein Held und erwarb bald die Zufriedenheit seiner Vorgesetzten. Aber das genügte ihm nicht, er wollte höher, er wollte avancieren, er wollte Adjutant'werden — ja, Adjutant, das war sein Traum, . das donnernde Schlachtfeld auf feurigem Rosse zu durchsprengen, hierhin, dorllstu Befehle zu tragen, das war sein grogter Wunsch, und wie das Schicksal mitunter so seltsam spielt, sein Wunsch sollte sich erfüllen.
Es war in einer der Schlachten um Metz. Beim Morgen
grauen zitterte die Erde unter den, Donner der Geschüfee, die Franzosen hatten sich wieder einmal in einer stark verschanzten Stellung festgesetzt und es galt sic herauszutreibcn. Das Regiment Stephans hielt auf einem Hochplateau, von welchem man den Gang der Schlacht vorzüglich übersehen konnte. Stephans Herz jauchzte, .das war so etwas für ihn, und besonders, daß die Franzosen sich zum Kampfe stellten und die Position sogar auzugreifen versuchten, bei der er sich befand, freute ihn, vielleicht kam es sogar zu einem Bajonettkampf, und es schien, als ob der Oberst dasselbe vermutete, denn er hatte schon zwei Adjutanten zum Oberkommandierenden geschickt und Verstärkung verlangt. Beide waren gefallen und der driite stürzte verwundet vom Pferde, als er sich kaum hinaufgeschwungen. ,, _ .
„Donnerwetter!" schrie der Oberst, „auch das noch! Kein Offizier hier? , Ich muß Verstärkung haben.".
Aber es war keiner da. die hatten alle bei ihren Leuten zu tun. Stephan lief es wie glühendes Blei in den Adern hinunter — jetzt, jetzt war vielleicht eine Gelegenheit da. seine ir a r e nte zu zeigen. Rasch trat er vor: „Wenn der Herr Oberst vielleicht' mir die Ausführung des Auftrags erteilen wollen; ich bin Reiter!" . ,
„Sie?" Das Auge des Obersten richtete sich durchdringend auf den kühnen Sprecher. „Sie?" fragte er nochmals, und aus der Betonung des Wortes klang etwas heraus, wie: „Na, das würde waS Schönes werden." Aber die Zeit drängte. „Rauf auf den Schinder!" rief er, „reiten Sie zum Stabe und sagen Sie, ich muß Verstärkung haben, sonst muß ich mich
zurückziehen!" .
Stephan Michaelis gab sein Gewehr ,einem Nebenmanne, schivaug sich auf das Pferd des Adjutanten und sprengte davon. Hochklopfeuden Herzens, die ganze Verantwovtlichuug seines kühnen Unterfangens'fühlend, sagte er dahin, vorbei an stlllstehendSn und marschierenden Regimentern" und
Bataillonen, vorbei an feuernden Batterien, Muuitions- kolonnen, Bagagewagen und Verbandsplätzen. Zweimal mußte er durch die Feuerlinie; aber mutig sprengte er vorwärts, unbekümmert um die verwunderten Blicke und Zurufe der Soldaten, die dem so kühn dahinsprengenden Infanteristen folgten. Glücklich kam er beim Stabe an. Vorschriftsmäßig sprang er ab, da der Kommandeur zu Fuß (der Stab stand auf einer kleinen Anhöhe), und brachte seine Meldung an. Der Kommandeur wandte sich zu einem neben ihm stehenden Offizier, ihm einen Befehl gebend, dann fetzten sich die Herren alle auf ihre Pferde und ritten, dem General folgend, fort.. Stephan Michaelis stand allein'auf weitem Plan und wußte nicht, was er tun sollte. Eben wollte er 'zu seinen, Regiment zurückreiten. als der Offizier, dem der General den Befehl erteilt hatte, zurückkam. hinter ihm brauste eine Batterie daher, und dem verwunderten Stephan zurief: „Aufsitzen! Point nehmen!" . ^ „
Mit einem Satz war Stephan auf seinem Gaul. Was sollte er? Point nehmen? Was war denn das? Sie spielten hier dock nicht Billard! Aber er überlegte nicht lange, er gab dem Pferde die Sporen und sprengte vorwärts. Eine ni der Nähe einschlagende Granate machte das Pferd schem so daß es den Kobs zwischen die Beine nahm und durchging. Stephan war ein guter Reiter, er ließ dem Pferd erst seinen Willen, er würde schon mit ihm fertig werden und es schon zur Vernunft bringen, ehe es an den Feind geriet, auf oen es wie wild zurannte. Da bekam er auf einmal emen fürchterlichen Schreck. Was hatte der Offizier gesagt? Pmnt nehmen — und fcfrcn war ibm dieses Wort schrecklich k.ar, er sockte den Punkt angeben, wo die Batterie hinfahren sollte, und durch das dumme Pferd führte er sic mitten m den Feind. Jetzt riß er am Zügel.'und es gelang ihm auch, das Pferd zu halten, und als er sich umsah, sah er auch die Geschütze dicht hinter sich. Er ries dem Offizier zu, daß sie auf der falschen
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