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Nr. 28. November 1914» WreSVaSkNer TagvBM.

letzten Herzog gedient und die Feldzüge von 1866 und 1870 mitgemacht hat. Dem hiesigen Polizeidienst gehörte er über

30 Jahre an.

— Soldatendank. Die für die 2. Abteilung des Nassauifchen F c l d a r t i l l e r i e - Regiments ge­sammelten Liebesgaben sind gut angekommcn und wurden be­stimmungsweise verteilt. Herr Hauptmann v. R c k o w und Herr Hauptmann Zorn lasten im Namen der Abteilung allen Gebern bestens danken.

— Unterwegs gestorben. In Frankfurt ist gestern der Inhaber der bekannten Wiesbadener Seifenfabrik C. W. Poths Nachfolger, Herr Gustav E r k e I, plötzlich von einem Schlag­anfall betroffen worden, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Herr Erkel, der seit 1011 Schiedsmann des 8. Bezirks war, hatte sich nach Frankfurt begeben, um dort von seinem Sohn Abschied zu nehmen, der als Dolmetscher nach Belgien abreisen wollte.

— Selbstmord durch Erschießen beging gestern nach­mittag in der Albrecht-Dürer-Anlage der 18 Jahre alte Maler und Hausbursche Karl Schützenhaus von hier. Wie uns von einem Verwandten des Lebensmüden mitgeteilt wird, legte der junge Mann Hand an sich, weil sein Bruder im Felde gefallen ist.

— Schwurgericht. Auch für das kommende Jahr sind wieder vier Tagungen des Schwurgerichts vorgesehen, welche am 11. Januar, 19. April, 28. Juni und 4. Oktober ihren An­fang nehmen sollen. Wenn der Krieg noch einige Zeit dauert, dann werden diese Tagungen recht wenig Arbeit haben. So weit sich bis heute übersehen läßt, liegt für die Januartagung lediglich eine alte Sache wegen Gattenmordes zur Aburtei­lung vor. Angeklagt ist in diesem Fall der frühere Händler Franz H e i l m a n n aus Hofheim. Einmal schon ist der Mann wegen der hier in Frage kommenden Tat vom Schwurgericht verurteilt worden. Das Urteil wurde jedoch vom Reichsgericht aufgehoben, weil es Zweifel an die geistige Zuverlässigkeit des inzwischen wegen einer ganz ähnlichen Tat verurteilten Mannes setzte.

— Postverkehr. Für die in Gefangenenlagern und Zivilgefängnissen auf militärische Anordnung untergebrachten Zivilpersonen feindlicher Staaten fin­den die für den Postverkehr der Kriegsgefangenen erlassenen Bestimmungen Anwendung.

— Warnung vor einem Schwindler. Die Polizei er­

läßt eine Warnung vor einem Schwindler, der Anzeigen fol­genden Inhalts erläßt: „Ein tüchtiges älteres kautionsfähiges, Fräulein oder eine junge Witwe zur selbständigen Führung' eines Haushalts gesucht. Offerten unter ... an die Expedition dieses Blattes." In Mannheim meldeten sich auf die Anzeige zwei Damen, welche in die Behausung des Mannes bestellt wurden, um dort zu erfahren, daß dieser für Filialen in Heidelberg und Werne Filialleiterinnen suche und daß eine Kaution von 200 M. verlangt werde. Da die Filialen gar nicht existieren, unterliegt es keinem Zweifel, daß es dem Gauner nur um die Erlangung der Kaution zu tun war.

_Kleine Nomen. In der Turnhalle Hellmundstraße 25

findet mo.gen abend 7% Uhr s«ßes patriotisches Konzert statt, ausgefubrt von der Kavelle des Eriatz- Bataillons Reserve-Füsilier-Regiments Nr. 80. Die Leitung bat Kawellmeister Haberland. Der Reinertrag ist zugunsten des Roten Kreuzes bestimmt. — Wie uns das Arbeitsamt mitteilt (das auch näbere Auskunft erteilt), ist zurzeit grobe Nachfrage nach Metallarbeitern. Namentlich Dreher. Fräser Installateure und Elektromonteur»: sowie Maschinen­schlosser weiden in grober Anzahl von Fabriken gesucht, die Heereslieffrunaen haben.

vorbertchte über «nnst. Vorträge und verwandtes.

* Kurhaus. Am Sonntagabend 8 Uhr findet im Abrnne-

nient im großen Saale des Kurhauses ein Sinfonie-Konzert des städt'.schen Kurorchesters unter Leitung ^des städtischen Musikdirektors Karl Schuricht statt. — Als für

4. Kurhaus-Zpkluskonzert am Freitag ist an Stelle der ourch Dienst verhinderten Fräulein Marianne Alfermann (Berlin) Frau Anna Kaemvfert (Frankfurt a. M.) gewonnen, worden.

* Wiesbadener Künstler auswärts. Die „Wormser Ztg. berichtet van einem vaterländischen Korizert, das IN der Wormser Kaserne zum Geburtstag des Grobherzogs stattfand.

eS barin ein Wiesbadener Kind ,n nachstehender Weise- Musketier Mumme, in seinem Zivilleben Regisseur mn Koblenzer Stadttheater, trug mit Meisterschaft und ge- lunaenstem Ausdruck den ,.Habgesang gegen England" von Lissaner vor Das Gedicht, das im Felde draußen entstanden ist kam in seiner ganzen Schärfe zum Ausdruck, wenn mari es'von einem so vorzüglichen Vortragenden wie Herrii Mumme gehör-t hat. So war denn der Beifall fast endlos.

Provinz Hessen-Nassau.

Regierungsbezirk, Wiesbaden.

— Rettert, 28. Zlov. Das frühere Kreisansschubmitglied Lorenz G e m m e r ist >m Alter von 64 Jahren gestorben. Der Verstorbene, ein bekannter Nassauer, hat sich besonders große Verdienste um das Zustandekommen der Kleinbahn Zollhaus- Nastätten erworben.

O Dillcnburg. 26. Nov. Die Stadtverordneten genehmigten den Bau erner 2. Baracke auf städtischem Gelände oberhalb des Krankenhauses zur Erweiterung des Reserve- lazarettes. Das hier eingerichtete Militärlazarett unter der Verwaltung des Oberinsvektors Göltzer aus Wiesbaden bietet alsdann in den Raumen von Krankenhaus. JsolierhauS, Baracken. Kurhaus. Gemeindehaus, Schulerweiterungsbau, Seminarturnballe und Schloßhotel eine Belegungsmöglichkeit für 500 Mann. Die Stadtverrvaltung überließ der Militärver­waltung ihre Herden Polizeihunde zur Verwendung im K r i e a s - S a n r t a t s d r e n st.. In dem Dankschreiben für die unentgeltliche Überlassung teilt die Zentrale ln Kassel mit, daß die Hunde in ^ländern schon an der Arbeit seien. Der Kleinkrnderschnle wurden für die Dauer des Krieges dre Abgaben für Licht und Wasser erlasseu. Für Notleidende in Elsaß-Lothringen werden 100 M. bewilligt.

Gerichtssaal.

Ein kriegsgefangener diebischer Engländer vor einem hannoversche» Kriegsgericht.

* Hannover, 25. Nov. Göttinger Kriegsgefangenen­lager sind Diebstähle nichts Seltenes, aber die Nachforschungen sind selten von Erfolg begleitet. Am Morgen des 4. d. M. ver­mißte in dem Barackenlager bei Göttingen der 28jährige bel­gische Kriegsgefangene Joseph Peters sein Portemonnaie mit zwei Zwanzigfrankenscheinen und einem Einmarkschein, sofort angestellten Nachforschungen ergaben, daß ein englischer Bundesbruder des Belgiers, der 21jährige Infanterist und frühere Arbeiter Rüben Ferü. H i e l l i e r s, über das Porte­monnaie „verfügt" hatte. Einen Zwanzigfrankenschein hatte Hielliers in einer Erdhöhle versteckt, den anderen wechseln Aasten und das leere Portemonnaie auf einen Kohlacker ge- , ivocfen. Der sofort in Untersuchungshaft genommene und

heute vor das Kriegsgericht der Landwehrinspektion in Hanno­ver gestellte Engländer bestritt mit Entschiedenheit den ihm zur Last gelegten Diebstahl und behauptete, das Portemonnaie vor der Baracke „gefunden" zu haben. Dagegen blieb der Be­stohlene dabei, daß der Engländer ihm das Portemonnaie innerhalb der Baracke, in der beide Schlasnachbarn warem ge­stohlen haben müsse. Das Urteil lautete, nachdem noch ein englischer Zeuge vernommen worden war, auf 4 Wochen strengen A r r e st s. Für den Engländer amtierte als Dolmetscher Stadtschulrat Dr. Wespy (Hannover), für den nur Flämisch sprechenden Belgier war der Dolmetscher Bruno Wessel geladen, der aber wenig in Aktion zu treten brauchte, da das gute Plattdeutsch des Verhandlungsleiters für die Ver­ständigung mit dem Belgier fast völlig ausreichtc.

Letzte OrahtDerichte.

Die Franzosen in Erwartung des deutschen Vorstotzes.

Iid. Kopenhagen, 27. Nov. Der Pariser Korrespondent der Kopenhagener „National Tidende" berichtet seinem Blatte: Die deutschen Pläne sind uns heute noch ebenso unklar, wie gestern. Weder die Beschießung von Upern, Soissons, noch das von Reims, noch die gewaltigen Jnfanterieangriffe im Argonnerwald geben uns die geringste Aufklärung. Wahr­scheinlich ist es die Absicht des deutschen Generalstabs, einen schwachen Punkt in unserer Front zu finden, doch hat es den Anschein, als ob die Beschießung von UMn und Soissons intensiver ist als an isgend einer anderen Stelle der Front. In Flandern scheinen große Truppenver­schiebungen vorzugehen. Tausende und Abertausende von Soldaten, welche von Thielt kommen, marschieren in der Richtung auf Dpern und Dixmuiden, und zwar nicht nur In­fanterie, sondern auch Kavallerie und Artillerie. Die deut­schen Pinnisre machen fortgesetzt topographische Untersuchun­gen in den überschwemmten Gebieten längs des Fserkanals bis hinaus nach Bixschoote und nördlich Dixmuiden. Die Deutschen haben auf dem Wege zwischen Brügge und Courtraix bei dem Dorfe Desnep Artilleriestellungen er­richtet. Alles deutet darauf hin, daß der Feind die um­fassendsten Vorbereitungen trifft gegen einen eventuellen Vorstoß von seiten der Alliierten. In der Gegend um Soissons, von wo aus die Deutschen Paris näher sind, als an irgend einer anderen Stelle der Front, wird es ihnen schwer fallen, große Heeresmassen für den Marsch gegen Paris zu konzentrieren, denn dann müßten sie ihre Stellun­gen im Norden entblößen, worauf sofort unsere Truppen die Offrnsive ergreifen würden, um ihnen in den Rücken zu fallen und ihre Verbindungslinien abschneiden würden. Der furcht­bare Angriff der Deutschen im Argonnerwald ist wohl ein Versuch, mit den deutschen Truppen bei St. Mihiel Verbin­dung zu erhalten und gleichzeitig Verdun einzuschließen.

Die Engländer befürchten einen starke« Vorstotz nach Calais.

T. U. London, 27. Nov. Wie die „Daily Mail" erfahren Haben will, seien die Deutschen der festen Überzeugung, spätestens Anfang Dezember in Calais zu sein.

8 0 N i e s e n m ö r s e r aus Essen seien nach der Nordfront abgegangen, und mehrere Pionier-Negimenter aus Lüttich nach Dixmuiden beordert worden. Sie führen riesi­ges Brückenbaumaterial mit sich, offenbar um die durch die Überschwemmung hervorgerufenen Schwierigkeiten zu beseitigen. Aus alledem schließt die „Daily Mail", daß ein Vorstoß nach Calais unmittelbar bevorstehe.

Neue Geschütze auf beiden Fronten?

T. U. London, 27. Nov. (Indirekt) Wie nunmehr auch die „Times" bestätigt, sollen die Deutschen ein ganz neuarti­ges Geschütz für kurze Entfernungen verwenden. Es ist nach der Art der römischen Katapulte gebaut und schleudert tonnen­weise Dynamit. DaS Geschütz ist allerdings nur auf geringe Entfernung zu verwenden, aber um so entsetzlicher in seinen Wirkungen. Zuerst sollen es die Österreicher bei ihren Kämpfen mit den Serben ausproöiert haben. Auch die Fran­zosen sollen ein bisher unbekanntes Geschütz bei den Kämpfen im Argonnerwalde verwenden. Näheres verlautet darüber nicht, jedoch scheint die Erfindung aus einer Art Mörser zu bestehen, der zwei mit einer Kette verbundene Kugeln schleu­dert, die die Bäume des Waldes mit furchtbarer Wucht nieder- reitzen.

Italienische Urteile über die militärische Lage.

Zürich,' 28. Nov. Der militärische Mitarbeiter der „Jtalia", Ettore Mari, beurteilt den deutschen Vormarsch im Osten sehr günstig. Man müsse sich neuerdings mit Bewun­derung fragen, wo Deutschland seine unerschöpflichen Reserven hernehme, die allein ein solches Vorgehen ge­statten. Man dürfe dabei nicht nur von Mannschaftsreservcn reden, auch die ganze Ausrüstung und Vorbereitung, welche die Neuordnung eines Armeekorps verlange, verdiene Bewun­derung. Deutschland habe seit dem Kriegsbeginn die Zahl seiner Armeekorps verdreifacht. — Die „Perfeveranza" nennt der. Gedanken der deutschen Heeresleitung im Osten glänzend. Bei den Russen sei es offenbar, daß sie ihre Erfolge nicht durch strategische Überlegenheit, sondern nur durch'die rohe Überlegenheit der Zahl erzielten. Italien könne, fügt das geachtete italienische Blatt bei, weder der einen noch der andern Partei einen Sieg wünschen, der die geschlagene Partei vernichte, aber man dürfe einem Volke wie dem deutschen die größten Sympathien entgegen­bringen, da es von allen Seiten von Feinden umgeben sei. — In der „Sera" schreibt der bekannte Schriftsteller Luiano Zuccoli, von den beiden Hegemonien der englischen und der deutschen, sei die englische Hegemonie für Italien viel ge­fährlicher. Italien habe schon bisher schwer unter der englischen Vorherrschaft zu leiden gehabt. Es müsse wohl be­achtet werden, daß England, während es die Sorge uni die Freiheit der Völker vorschützte, beispielsweise Zypern annek­tierte und wahrscheinlich auch Ägypten annektieren weiche.

Die Rämpfe bei Velfort.

Bisher 20 000 Mann Verluste auf franzSsischer Seite?

hd. Genf, 28. Nov. In französischen Blättern, die in Genf eingetroffen sind, wird aus Belfort berichtet, daß die dortige Besatzung während der letzten zwei Wochen eine 2tn» zahl Ausfallversuche nach dem Elsaß unternommen hat. Achtmal wurde der Versuch gemacht, die Offen­sive zu ergreifen, doch jedesmal ist diese Absicht ge­scheitert. Wie schweizerische Blätter mitzuteilen wissen, sind die Angriffe der Franzosen auf die deutschen Stellungen unter großen Verlusten für die französischen Truppen

Meud-Ausgäbe. Erstes Blatt. Seite 5.

zurückgeschlageu. Die „Baseler Nationalzeitung" gibt die

bisherigen Verluste der Franzosen in den Kämpfen oe^ Bel- fort mit annähernd 20 000 Toten und Verwundeten an.

Die Tätigkeit der Keichstagsabgeordneterl } im Kelde.

Br. Berlin, 28. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.)' Einer Zusammenstellung der „B. Z." über die Tätigkeit der Reichstagsabgeordneten im Felde entnehmen wir folgende Einzelheiten: Der fortschrittliche Abgeordnete Professor Dr.

N e u m a n n - H o f e r hat au der belgisch-französischen- Grenze als Hauptmann das Kommando über einen wichtiger» Bahnhof, nicht allzu weit von ihm, steht das jüngste Reichs­tagsmitglied, der sozialdemokratische Abgeordnete Wendel, als Landsturmunteroffizier. In Nordfrankreich kämpfen als Kriegsfreiwillige der nunmehrige Offiziersdiensttuer Dr, Haas von der fortschrittlichen Volkspartei und Geh. Rat Dr. Schultz-Gävernitz, dieser als Flieger. Der national­liberale Univerjitütsprofessor Dr. van Calker komman­diert bekanntlich als Major das Ersatzbataillon des Jn- fonterieleibregiments in München. Außerdem stehen noch im Felde die nationalliberalen Llbgeordneten Bollert, Laser und I u n ck, die Konservativen v. Bieberstein und N e h b e l, der Zentrumsabgeordnete S t u p p und der fort­schrittliche Neichstagsabgeordnete.Bruckhofs.

Ein Vorgehen gegen vie Dardanellen.

Die Vereinigung der englischen und französischen Flotte.

Zürich, 28. Nov. Die „Stampa" berichtet aus Bari, die englischen und französischen Schiffe in der Adria hätten ihre Stellungen vor Cattaro aufgehoben und sich im Ägäischen Meer vereinigt. Wahrscheinlich werde nächstens ein Vorgehen gegen die Dardanellen unternommen.

Ein neuer Fall der französischen Rechlrbarbarei?

Zürich, 28. Nov. „Havas" berichtet, daß neuerdings von eiuem französischen Kriegsgericht 61 deutsche Kranken­wärter und 2 Ärzte, die des Diebstahls beschuldigt waren, verurteill worden seien. Französischen Blättern zufolge han­delt es sich um die Ärzte Rollin und Wolfahrt. Es wurden Strafen von 1 bis 3 Jahren Gefängnis ausgesprochen. Kran­kenwärter, die angeblich kleine gestohlene Gegenstände bei sich trugen, erhielten 1 Monat Gefängnis, 9 Diakonissen wurden zu 1 bis 3 Monaten Gefängnis verurteilt, es soll sich um Zu­gehörige zum 2. Armeekorps handeln, die bei Moislain gefan­gen genommen wurden. Französische Blätter zählen eine lange Reihe von angeblich gestohlenen Gegenständen auf, die in den Koffern der nunmehr Verurteilten aufgefunden worden feien. (Es scheint, als handle es sich hierbei wirklich um einen neuen Fall französischer Rechtsbarbarei. Wir hoffen, daß durch die Schritte der deutschen Regierung auch hier die Ge­rechtigkeit bald freien Lauf nehmen wird.)

Zur Haltung der Iren.

üd. Amsterdam, 28. Rov. „Daily Mail" berichtet, daß der irische Abgeordnete Jon Lonsdale im englischen Par­lament fragen will, welche Schritte die Regierung gegen Sir Casenent zu tun gedenke Dieser war bekanntlich vor einiger Zeit in Berlin und auf seine Veranlassung wurde in der „Nordd. Llllg. Ztg." die Erklärung über die Haltung gegenüber Irland veröffentlicht.

Visconti Venosta ff

hd- Rom, 28. Nov. Der frühere Minister des Äußern Marquis Visconti Venosta ist im Alter von 86 Jahren ge­storben.

W. T.-B. Konstantinopel, 27. 57ob._ (Nichtamtlich) Der Generaldirektor der Banque Ottomane, Steeg, ein Franzose, der den Titel eines bevollmächtigten Ministers führt, ist nach Frankreich abgereist.

^Velterberieble.

Deutschs Seewarte Hamburg.

88. Kavera Ster, 8 Wlir vormittags.

1 = sehr leicht. 2 = leicht, 3 ~ schwach, 4= massig, 5 = frisch, 6 = stark, 7 = steif, 8 — stürmisch. 9 = Stnrm, 10 — starker Sterin._

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Seydisfjord.

Beobachtungen in Wiesbaden.

▼On der Wett«ista.tum uea »Nass.- Vemua lur Naturkunde.

27. November

7 Uhr

morgens.

2 Uhr

nachm.

S Uhr

Kittel.

Barometer aaf 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . . Thermometer (Celsius).

765,1

785,6

0.4

4,3

756.7

767,3

8,0

4,7

93

NO 3

758.4

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8,0

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756,7

767,2

2.4

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86,7

Relative Feuchtigkeit (°/o).

8'.)

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Niederschlagehöho (mm)..

—

Höchste Temperatur (Celsius) 3,2. Niedrigste Temperatur 0,4.

Wettervoraussage für Sonntag, 29. Nov. 1914

von der Meteorologischen .Abteilung des Physikal. Vereins bu Frankfurt a. M*

Bedeckt, zeitweise Niederschläge, keine wesentliche Temperaturänderung, südwestliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 23. November

Biebrich, l'cgel: 1,50 m gegen 1,5t m am gestrigen Vormittag.

Canb. » 1,65 m > 1,87 m » > »

Ma i aas * 0,76 ra » 0,81 m > » »