Nr. 554. Freitag, 2V. Skovember 1914. Wiesbadener
Kolluski haben wir die Überreste von versprengten feindlichen Abteilungen, schwere Artillerie und eine Kompagnie genommen. Die Schlacht bei L o w i c z wandte sich am 24. November zu unserem Bor teil (!). «Dabei- d-""i auch die 40 000 russischen Gefangenen, 100 Geschütze und 180 Maschinengewehrs als Kriegsbeute auf deutscher viseiiu. Im Kampfe auf der Strecke C z e n st o ch a u - K r a k a n haben unsere Truppen augenblicklich ein Übergewicht erreicht.
Das russische Militärblatt über die Bedeutung der Schlacht.
T. (J. Genf, 27. Nov. Laut dem russischen „Armeeboten' suchen die Deutschen in den Kämpfen nördlich Lodz immer wieder durch die h e f t i g st e n Angriffe den russischen Widerstand zu brechen. Die Österreicher und Deutschen setzen ihre ganze Kraft in dieser Schlacht ein, deren Gewinn oder Verlust auf den weiteren Gang des Feldzuges von größtem Einfluß ist.
Die Spannung in Frankreich über den verlauf der Schlacht in Polen.
Sr. Genf, 27. Nov. (@ig Drahtbericht. Ktr. Bln.) Das ganze Interesse des französischen Voltes hat sich seit zwev Tagen den Kämpfen im Osten zugewendet. Alles hört fieberhaft auf Nachrichten über den Verlauf der Polenschlacht. Generals Cherfils erkennt in einem Fachblatt die bisherigen glänzenden Lei st ungen Hinden- burgs an, der ohne Zweifel ein genialer Stratege sei. Ein deutscher Sieg dürfte den Rückzug der Russen aus der ganzen Front erzwingen. Dpr Artikel schließt mit den Worten: Auf den Schlachtfeldern Polens liegt das Schicksal Frankreichs.
Englische Selbstberuhigungsversuche zu den russischen Niederlagen.
TU. London, 26. Nov. (Indirekt.) In einem Telegramm aus Petersburg schildert der „Daily Telegraph" die Lage auf dem russisch-deutschen Kriegsschauplatz in Worten, die trotz aller aufgewendeten Vorsicht den Riesenerfolg der deutschen Waffen nicht verbergen können. Das Blatt meldet: Eine gewisse Unruhe hat sich in Petersburg über die Lage in Ostpreußen und Polen kenntlich gemacht, jedoch ist sie durch uns jetzt vorliegende Berichte vollkommen zerstreut worden. Die Tatsache, daß der russische Generalissimus den Rückzug seiner Truppen zugibt, ist äußerst beruhigend, denn man mutz annehmen, daß diese Rückwärtsbewegk;ng allein aus st rategischen Gründen erfolgt ist. Es ist zweifellos sehr vernünftig, wenn die Russen die deutsche Gegenoffensive in ihrem eigenen Lande erwarten, und zwar möglichst weit von der deutsch-russischen Grenze entfernt, da den Deutschen dann keine Eisenbahnlinien mehr zur Verfügung stehen.
Die Zeppeline in Rußland.
TU. Petersburg, 26. Nov. ^Indirekt.) Hier wird behauptet,'bei der Beschießung von Warschau durch ein Zeppelin- luftschiff seien die Fensterscheiben des Konsulats der Bereinigten Staaten von Nordamerika zertrümmert worden. (Durch Hrrvorheben dieses ungemein wichtigen Vorfalls null man wohl eine Neutralitätsverletzung Deutschlands konstruieren und die Nordamerikaner gegen Deutschland auf- hehen?) Weiter wird gemeldet, daß über PI o z k ein anderer Zeppelin Bomben geworfen habe.
Der österreichische Tagesbericht.
W T -B. Wien, 26. Nov. (Nichtamtlich.) A m t- lick lvirL Verlautbart: 26. November mittags: Die
Schlacht in R u s s i s ch - P o l e n hat an einem großen ^erl der Front den Charakter eures stehenden Kampfes angenommen. In Westgalizren wehren unsere Truppen die über den unteren Dunajec vorgedrungenen russischen Kräfte ab. Auch die Kämpfe in den Karpathen dauern fort.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer. Generalmajor.
Zur Lage in przemysl.
Berli«, 27. Nov. Mittels Fliegerpost beförderte Feldvostkocten aus Przemysl, die gestern in Wien ern- trafen, teilen mit: Uns geht es gut; hab t n ur kc rne A n g st.
Em irrtümlicher Kanrpf zwischen Serben nnd russischen Donaudampfern.
TU. Wien, 27. Nov. Bei Turm Severin trafen 8 russische Donaudampfer mit Artillerie und Munition ein. Die Serben hielten fic für österreichische Dampfer und cröffneten ein scharfes Feuer, das die Russen erwiderten. Auf beiden Seiten sind namhafte Verluste zu verzeichnen.
und ein Einvernehmen mit dem Scheich der Senussi nicht erzielt wurde. Dagegen ist das Verhältnis zwischen den Anglo- äghptern und den Senussi bisher nicht schlecht gewesen, weil diese von jenen nicht gereizt wurden. Übrigens ist zu unterscheiden zwischen den eigentlichen Ordensbrüdern, die meist Araber und nicht sehr zahlreich sind, und der großen Masse der Anhänger oder Mitläufer, die sich nur zu den Äußerlichkeiten des Ordens bekennen und seiner politischen Leitung folgen.
Gesicherte Erfahrungen der letzten Zeit haben gelehrt, daß die islamitisch angehauchte Bevölkerung der meisten Teile Afrikas durch christliche Europäer, hauptsächlich allerdings durch Deutsche und Engländer, sich leicht regieren läßt, die Vorteile einer guten Verwaltung zu schätzen weiß und wenig geneigt ist, den Aufreizungen gelegentlich auftretender Eiferer nachzugeben. Deshalb wird auf ciuen allgemeinem und überzeugt geführten Kampf der afrikanischen Mohammedaner gegen die vom türkischen Sultan als Feinde des ,;ftam bezeichneten Kolonialmächte nicht gerechnet werden können. Trotzdem aber wird auch dort die Aufforderung zum Heiligen Krieg nicht ohne Wirkung sein, sei es auch nur insofern. als England und Frankreich keinen Offizier und keinen Mann aus ihren afrikanischen Kolonien ziehen dürfen, wenn sie sie nicht verlieren wollen. Die Bevölkerung muß mehr als je nn Auge behalten werden, und infolgedessen wiederum erscheint die Lage der deutschen Schutzgebiete mehr gesichert als bisher. In Marokko dürften schon jetzt alle Erfolge der Franzosen in der „Beftiedung" des Landes wieder verloren sein. Das aber muß auf Algerien wirken, ivo große Teile der eingeborenen Bevölkerung noch immer die Befreiung von der französischen Herrschaft ersehnen. Das berühmte »Schwarze Heer" Frankreichs wird in deffen Sudankolonicn
Die Beschießung von Belgrad.
Pest, 26 Nov. In Belgrad muß, wie aus Semlin ge- Nieldet wird, die Bevölkerung fürchterliche Tage durchmachen. Ununterbrochen donnern die Geschütze der Monitors nnd Artillerie und die Bewohner flüchten in die Keller. Der bessere Teil der Bevölkerung flüchtete nach Nisch. Das Haus des russischen Gesandten Hartwig, die Militärakademie und die Residenz des Königs sind eingestürzt. Auch die elektrische Zentrale ist zusammengeschossen, so daß Belgrad in tiefster Finsternis steckt. Bessin! ist der Bahnkörper zerstört. Die Teuerung soll furchtbar groß sein, Brot ist kaum mehr vorhanden Prinz Georg befindet sich in Belgrad, wo er die Be- fatzuiig befehligt. Nach zuverlässigen Nachrichten wird bte weiße Fahne am Kalimeqdan gehißt, wenn sich der Bmiovo- berg und die Avala in den Händen unserer Truppen befinden wird, was in absehbarer Zeit der Fall sein wird.
vre Türkei im Uriege.
Der Bericht des türkischen Hauptquartiers.
W.T.-B. Konstantinopel, 26. Nov. Das Haupt- quartier gibt bekannt: Im allgemeinen hat sich auf den Kriegsschauplätzen nichts v e r ä n Ä e r t. Heute wurde sestgestellt, daß wir dem Feinde bei Morghal vier Geschütze abnahmen, von denen zwei unbrauchbar gemacht wurden.
Die türkischen und englischen Streitkräfte in Ägypten.
TU. Rom, 27. Nov. Wie aus Kairo gemeldet wird, wird die nach Decharabad führende Fayunr- straße von den Engländern durch eine lange Linie von Schanzen mit Geschützen gesperrt. Die gegeir den Suezkanal vorgehende türkische Armee zählt 76000 Mann unter Jzzed-Pascha. Dazu kommen 10000 Beduinen mit 5000 Lastkamelen. Die Türken haben eine Feld ei se nbah n nach der wasserreichen Oase El Nakel gebaut, die ein aus-gezeichneter Stützpunkt der Operationen ist. Zur Verteidigung der ägyptischen Grenze sind 6 0 0 0 0 Mann unter General Maxwell längs der Grenze aufgetreten. Die eingeborenen ägyptischen Truppen sind nach dein Sudan geschickt worden. Dagegen wurden die bisher im Sudan stehenden Truppen zur Landesverteidigung herangezogen.
Der englische Rückzug bei El-Kantara zugegeben.
TU. Mailand, 26. Nov. Wie aus Kairo gemeldet wird, teilt das britische Hauptquartier mit, daß cS bei Kantara (Unterägypten) zu einem heftigen Zusammenstoß mit den dortigen B e d u i n e n st ä m m e n gekommen sei. Die englischen Truppen unter Führung des Kapitäns Chope wurden von größeren Streitkräften angegriffen mrd mußten, nachdem ein Offizier und zwölf Soldaten gefallen waren, sich z u r ü ck z i e h e n.
Enver-Pascha über die türkischen Unternehmungen im Kaukasus und i» Ägypten.
W. T.-B. Wien, 27. Nov. (Nichtamtlich) Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus Konstantinopel: In einer Unterredung erklärte Enver-Pascha, daß die im Kaukasus und in Ägypten operierenden türkischen Armeen ihre Aufgaben bisher mit den größten Erfolgen durchführten. Im Kaukasus sei infolge der überaus schwierigen Terrain- v e-r h ä l t n i s s e und "der harten Winter stürme naturgemäß mit einer langsameren Entwicklung des türkischen Vormarsches zu rechnen. Trotz der ungünstigen äußeren Verhältnisse bewiesen aber auch hier die offensiv vorgehenden türkischen Truppen durch eine Reihe bedeutsamer Erfolge ihre Überlegenheit. Brillant habe sich der A u f m a r s ch der türkischen Streitkräfte gegen Ägypten entwickelt, dessen Wied er er ob erun g nur eine Frage von kürzerer Zeit sein könne. Die türkischen Truppen haben bei dem Vormarsch auf ägyptischem Boden außerordentliche Marschleistungen vollbracht. Bis zur Stunde verlaufe die ägyptische Expedition bis t iu ihre Einzelheiten programmgemäß. Der Kriegsminister drückte schließlich die Überzeugung aus, daß der Feldzug s i e g r e i ch zu Ende gehen werde für den in der ganzen nwhammedanischen Welt weihevolle Bege.istcrung herrschte.
Die ägyptische Bevölkerung noch in Unwissenheit.
W. T.-B. Mailand, 26. Nov. (Nichtamtlich.) Einer Meldung des „Corriexe della Sera" a-us Kairo zufolge, hat die Bevölkerung nicht die geringste Kenntnis von den Ereignissen an der Grenze Ägyptens und dem Kriegs in Europa. Die Engländer üben die strengste Zensur über Telephon, Telegraph und den Postverkehr. Ankommenden Reisenden werden sogar Zeitungsausschnitte aus den Taschen genommen. — Die Ausrilfung von Hussein
bleiben müssen und wird vielleicht selbst dort versagen. Be- sonders gefährdet ist die Stellung Frankreichs im Tsadsee- gebiet und im kaum notdürftig unterworfenen Wadai. Auf die Schwierigkeiten Englands in Ägypten ist bereits genugsam verwiesen worden. Das anglo-ägyptische Sudansultanat Darfor, schon bisher nahezu unabhängig und von den Senussi beeinflußt, ist vermutlich bereits in diesen! Augen, blick Englands Händen völlig entschlüpft; es hat dort kein Militär.
Diese Entwicklung wird von allen, denen die Kolonisa. tion und Zivilisation Afrikas am Herzen liegt, bedauert wer. den; denn sie bedeutet die Gefährdung, wenn nicht die Vernichtung eines Kulturwerkes, an dem die Nationen oft im Wettbewerb miteinander, aber doch auch häufig gemeinsam und einträchtig seit Jahrzehnten erfolgreich gearbeitet haben. Die Vorstellung der Afrikaner von der Einheitlichkeit und Interessengemeinschaft der weihen Rasse ist dahin, und sie werden daraus uns nicht angenehme praktische Folgerungen ziehen. Es ist schade darum. Aber die Schuld daran tragen auch hier andere, nicht wir Deutsche.
Aus Kunst und Leben.
Theater und Literatur. „Das tapfere Schneider- lei n" oder .Die Schätze der Frau Holle" heißt das dies- jährige Weihnachtsmäxchensplel von Wilhelm E lob es, das in den bevorstehenden Dezembertagen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und an den Stadttheatern in Bremen, Chemnitz nnd Mainz zur Aufführung kommen wird.
Der deutsche Krieg in Feldvostbriefen betitelt sich ein Unternehmen, das unter Mitwirkung einer Reihe
Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 5.
K e m a l - P a s ch a zum Sultan von Ägypten und
zum Kalifen der Araber, die auf den 19. November festgesetzt worden war, ist noch nicht erfolgt.
Erhebung der eingeborenen Truppen im Suezgebiet.
W. T.-B. Konstantinopel, 27. Nov. (Nichtamtlich.) „Tafkir-i-Efkiar" meldet: Die eingeborenen Truppen ^ in
der Umgebung des Suezkanals hätten sich gegen die Eng» ländcr erhoben und eine große Anzahl getötet. Bor vier Tagen seien mehrere Eisenbahnwaggvns mit verwundeten Engländern in Kairo eingctroffen.
Der Zweck der englischen Truppenlandung an der Küste bei Fao.
W. T.-B. Konstantinopel, 26. Nov. (Nichtamtlich.) Wie das Blatt „Turan" erfährt, verfolgen die Engländer mit ihrer Truppenlandung an der Küste bei Fao den Zweck, auf diese Weise indirekt den türkischen Vormarsch gegen den Suezkanal zu hindern. Die Engländer seien zu der Erkenntnis gelangt, daß sie in Ägypten keinen ernstlichen Widerstand werden leisten können, sondern dort eine Niederlage erleiden werden. Sie boabsichtigen daher, die Türken durch die Bewegung einzuschüchtern, die sie mit einigen n i cht m u se I m n n i s ch e n indischen Truppen ausführen, in der Meinung, sie konnten die Türken veranlassen, auf die Besetzung Ägyptens zu verzichten. Das Blatt meint jedoch, daß die Engländer kein
Glück haben werden und daß die Türken bei Bassorah über genügende Streitkräfte verfügen.
Eine unerwartete Wirkung des englischen Angriffs auf Schat-el-Arab.
Die Einigkeit sämtlicher Araberstämme.
Br. Konstantinopel, 27. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die Engländer haben mit ihrem Angriff auf Schat-el» Arab eine unerwartete Wirkung erzielt. Sämtliche Ara» b e r st ä m m e, die bisher untereinander in Streit lagen und vielfach auch der türkische» Regierung feindselig gegenüberstanden, sind durch das Vorgehen der Engländer zur Beilegung aller Zwistigkeiten und zum Zusammenschluß zur Bekämpfung der Engländer veranlaßt worden. Sie haben sogar unabhängig von Stambul den Heiligen Krieg gegen die Engländer proklamiert.
Keine Beschießung Jaffas.
W. T.-B. Berlin, 27. Nov. (Nichtamtlich) Die Zeitnnqs- meldungen über die Beschießung Jaffas sind nach zuverlässigen Nachrichten aus Jerusalem unbegründet.
Kuch Persien wird am Kriege teilnehmen!
\V. T.-B. Konstantinopel, 27. Nov. (Nichtamtlich) „Tafkir- i-Efkia" erfährt, daß auch Persien an dem Kriege gegen Rußland teilnehmen werde. Es warte nur noch einige Tage, biS die türkische Armee im Kaukasus weiter vorge- drungcn sei, wodurch die Entsendung neuer russischer Kräfte nach Persien ausgeschlossen würde. Die Niedcr- mctzelnng der Russe» in Täüris werde die Ausbreitung des Krieges nur noch beschleunigen können, denn man sei darauf gefaßt, daß Rußland in Teheran ernste Schritte unternehmen werde, deren Folgen der Krieg sei.
Die vorgänae in Täbris eine Folge des heiligen Krieges.
IV. T.-B. Konstantinopel, 27. Nov. (Nichtamtlich) Dom „Jkdanr" zufolge befindet sich auch der russische Konsul in Täbris unter den dort von den Angehörigen persischer Stämme getöteten Russen. Die Niedermetzelung in Täbris ist auf ihr herausforderndes Benehmen anläßlich der Kundgebung zurückzuführen, die die persische Volksmenge beim Eintreffen der Nachricht von der Verkündigung des Heiligen Krieges veranstaltete. Die Erregung unter der Bevölkerung dauerte den ganzen Tag an, in deffen Verlauf alle in Täbris wohnenden Russen niedergemacht wurden.
Die Invasionsangst in England.
Sr. Haag, 27. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) «Daily Mail" meldet aus Edinbourgh: In Schottland wird die Möglichkeit eines deutscheii Angriffs ohne weiteres zugegeben. An der Küste wird von militärischer Seite sehr lebhaft g e a r b c i t e L Edinbourgh bereitet sich ans alle Möglichkeiten vor. Offiziell wird angeregt, ein Z iv iIiftenv erte i d i g u ng s k o r p s zu bilden. Die „Times" schreibt, in einem Zirkular, das jedem Hauseigentümer in Lowstoft zuging, wurde bekanntgegeben, daß für den Fall eines Landungsversuchs der Deutschen Vorsichtsmaßregeln getroffen seien, u. a. soll die gewöhnliche Polizei sofort um 180 Mann verstärkt werden.
Eine neue englische Marineverlustliste.
W- T.-B. London, 26. Nov. (Nichtamtlich.) Die Admiralität veröffentlichte gestern abend die Verlustliste der englischen Flotte seit dem Beginn des Krieges. Die Liste
bedeutsamer militärischer Persönlichkeiten Joachim Delbrück
im Verlage von Georg Müller in München bevausgibt. Briefe und Tagebücher werden hier nach ganz besonderen Gc^ sichtspunkten geordnet und halten so die bedeutsamsten Abschnitte des großen VAkerringens rn einer persönlichen und dadurch um so lebendigeren Darstellung für kommende Zeiten fest. Herausgeber und Verlag ersuchen demnach, Briefe und Tagebücher von im Felde Stehenden, soweit sic von besonderen!, allgemeinerem Interesse sind, zur Abschrift einzusenden _ Auch Photographien aus dem Felde, sowie Handzeichnungen künstlerisch begabter Soldaten sind willkommen. Einsendungen, für deren unversehrte schnelle Rücksendung der Verlag Sorge trägt, sind an den Ve lag Georg Müller, München, Elisabeth- straße 28. zu richten. Von jeder Auflage wird eine bestimmie Summe einem Wohl-fahrtsausschnffe zngeführt.
„Ohne G o t t", das neue Drama von Rudolf HanS Bartsch, wird seine Uraufführung am Samstag im Deutschen Volkstheater in Wien erleben.
Ein Kriegsbuch erscheint dieser Tage aus der Feder des Kriegsberichterstatters Paul Lindenberg unter )em Titel „Gegen die Russen niit der Armee Hindenburgs" im Verlage von S. Hirzel in Leipzig. Das Buch, mit dem Bildnisse des Verfassers, schildert die Ereignisse auf dem östlichen Kriegsschauplätze vom August bis Anfang November.
Bildende Kunst und Musik. Erich Wolfgang Korp- g o l d in Wien hat ein Mnsiklustspiel „Der Ring des Polhkrates" vollendet, die erste Oper des nun siebzehnjährigen Komponisten.
Elisabeth Boehm van Endert, die Berliner Kammersängerin, ist jetzt nach A m e r i k a abgereist, wo sie ii: 40 Konzerten in den größten Städten der Vereinigten Stacken singen wird.
