Einzelbild herunterladen
 

Nr. 54S,_Dienstag, Ä4. November 1814.

friste« einzuchalten und namentlich aus Veit« Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dem Weihnachts­fest zu übernehmen, wenn die Pakete erst am 22. Dezember oder noch später eingeliefert werden.

Die Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Etwaige auf dem Verpackungsstoff vorhanden« älter« Aufschriften un Beklebezettel müssen beseitigt oder unkenntlich gemacht wer­den. Die Benutzung von dünnen Pappkasten, schwachen Schach­teln, Zigarrenkisten usw. ist im eigenen Interesse der Absender zu vermeiden. Die A u f s ch r i f t der Pakete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf da§ Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier, dagegen sind Vordrucke zu Paketkarten ungeeignet für Paketausschriften. Bei in Leinwand verpackten Sendungen mit Fleisch und anderen Gegenständen, die Feuch­tigkeit, Fett, Blut usw. absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Der Name des Bestimmung^, orts muß recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die P a k e t a u f s ch r i f t mutz sämtliche Angaben der Paketadreffe enthalten, also auch den Frankovermerk, bei Paketen mit Postnachnahme den Betrag der Nachnahme sowie den Namen und die Wohnung des Absenders, bei Eilpaketen den Vermerkdurch Eilboten" usw-, damit im Falle des Ver­lustes der Paketkarte das Paket doch dem Empfänger in ge­wünschter Weise ausgehändigt werden kann. Auf Paketen nach großen Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch der Postbezirk (C., W., S., O. usw.)' anzugeben. Empfehlenswert ist die Anbringung einer zweiten Aufschrift innerhalb der Verpackung. Zur Beschleunigung des Betriebs trägt es wesentlich bei, wenn die Pakete f r an - ki er t aufgeliefert, d. h. die zur Frankierung erforderlichen Marken schon vom Absender auf die Paketkarte geklebt werden.

Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Paketkarte ist fiir die Zeit vom 12. bis einschließlich 24. Dezember weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland g e st a t t e t. Gemein­schaftliche Einlieferungsbescheinitzungen über mehrere gewöhn­liche Pakete werden in der bezeichneten Zeit nicht ausgestellt.

Der lebte ehemalige herzoglich-naffauische Bataillons­arzt. Aus W e i l b u r g wird uns geschrieben: In der Nacht vom Samstag aus Sonntag verstarb Hierselbst nach länge­rem Leiden im Alter von 84 Fahren der weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus bekannte Geh. Sänitätsrat und Großh. Luxemburg. Hofrat Dr. Moritz B ü s g e n. Der Ver­storbene, der einer alten nassauischen Familie angehörte, trat nach Vollendung seiner medizinischen Studien beim 6. Nassaui­schen Bataillon als Unterarzt ein und wurde später vom Herzog Adolf zum Bataillonsarzt 1. Klaffe befördert. Als sol­cher nahm er an dem Feldzug 1866 teil. Nach Auflösung des nassauischen Heeres nahm er seinen Abschied und ließ sich ns Weilburg nieder, wo er infolge seiner großen Tüchftgkeit u»d° seines leutseligen humorvollen Wesens bald ein gesuchter Arzt wurde, der sich eine ausgedehnte Praxis erwarb, die er bis zum vorigen Jahre mit großem Eifer ausübte. Mit deiff Verstorbenen dürste wohl der letzte ehemalige herzoglich- naffauische Bataillonsarzt das Zeitliche gesegnet haben.

Ein Irrtum, der in dem Bericht über den Besuch der sächsischen Prinzessin im städtischen Krankenhaus enthalten war, veranlaßt Herrn Generalleutnan! z. D. Ktebs zu fol^ gender Feststellung:Ich bin überhaupt nicht im Kranken­haus gewesen, hätte auch gar keine Veranlassung hierzu ge­habt, denn ich habe nichtdie Leitung der ganzen Kriegs- Krankenpflege in Wiesbaden", dies ist vielmehr ledig­lich Sache der Herren Militärärzte und besonders für diesen Zweck angenommener Zivilärzte. Ich bin lediglichgeschäfts- führendcr Vorsitzender des Kreiskomitees vom Roten Kreuz", als solchem unterstehen mir auch die Ab­teilungen dieses Komitees, welche stch mit der Fürsorge für die Verwundeten befassen (Abteilungen 1, 1a, lb, lc, 2 und 5), aber eine Leitung der ganzen/ Kriegs-Krankenpflege übe ich keineswegs aus."

Kricgswohlfahrtspflege. VomKrieger- und R e s e r v e v e r e i n W i e s b a d e n" sind 32 Mitglieder im Heere, welche in der Sterbekaffe desDeutschen Krieger­bundes" versichert sind, die Versicherungskosten werden aus der Vereinskaffe bestritten. Eine Sammlung unter den zurück­gebliebenen Mitgliedern hatte den erfreulichen Erfolg, daß einem jeden der fiir Kaiser und Reich kämpfenden Mitglieder ein Weihnachtspaket übersendet werden konnte.

Soldatendank. Die von demWestlichen B e- z t r k s v e r e i n" gegen Mtte Oktober abgesandten Liebes­gaben für unsere 86er und 27er sind nunmehr glücklich an­gekommen. Das Regiment der 86er hat mit Schreiben vom 15. November den Empfang mit herzlichem Dank im Namen der Unteroffiziere und Mannschaften bestätigt und gleichzeitig die besten Grüße des Regiments übermittelt. Eine gleichzeitig eingegangene Feldpostkarte der 3. Kompagnie der 86er vom 9. November ergibt, daß die Liebesgaben bereits an diesem Tage ausgegeben waren. Darnach ist anzunehmen, daß auch die 236 mii Einzeladressen versehenen Pakete, die der Sendung beigefügi waren, an die Adressaten gelangt sind.

Weihnachtspakete für Soldaten. Von amtlicher Stelle wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß in der Zeit vom 23. bis zum 30. November Weihnachts- Pakete für alle im Felde stehenden Heeresangehöri­ge n, das heißt für alle zum Kriegsdienst eingezogenen Per­sonen mit Ausnahme der in festen Standorten in der Heimat befindlichen abgesandt werden können. Vermag der Absender das Armee-, Reserve- oder Landwehrkorps oder die Armee, denen der Paketempfänger angehört, nicht anzugeben, so kann das Paket bet der Post ohne einen solchen Zusatz oufgelieferi werden; das Paketdepot wird dann durch die Post nachge- tragen. Dieses gilt insbesondere auch für mit Namen bezeich- nete Verbände, für di« Kavalleriedivisionen und die Land­sturm-Formationen. An di« im Inland in festen Standorten ste-enden Truppen sind Pakete jederzeit nach den allge­meinen Postvorschriften zuläigg.

Auf mehrere Anfragen, die wir dem 1. Nassauischen Infanterie-Regiment Nr. 87 in Mainz übermittelten, erteilte das Regiment die folgende Auskunft:Auf das gefällige Schreiben vom 26. November wird Ihnen ergebenst mitgeteilt, daß Liebesgaben und größere Pakete für das Reserve-Regiment 223 vom Ersatz-Bataillon 88, Mainz, aus weiterbefördert werden."

Zu dem Eisenbahnunfall vor der Kaisevbrücke wird mitgeteilt: Die Auftäumungsarbeitrn, die von Arbeitern der Eisenbahnverwaltung Mainz und von einer Abteilung Pionieren vorgenommen wurden, nahmen raschen Fortgang, so

Mresbadeuer Tagdlall. Mbend-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 8.

daß gestern ftüh um 7% Uhr bereits der eingeleisige und um 12 Uhr 12 Min. mittags der volle Betrieb wieder aufgenom­men werden konnte. Zertrümmerte Wagen an beiden Seiten des Bahndamms kennzeichnen zurzeit noch die Unglücksstelle.

Ein geriebener Schwindler. Die Polizei warnt vor einem Schwindler, welcher gestern in einem hiesigen Ge­schäft folgendermaßen operierte: Er kam in das Geschäft, wo er . erklärte, er sei von einer hiesigen bekannten Familie ge­schickt, eine Bestellung für Waren im Wert von 15 bis 16 M. auszugeben, Die Waren sollten in ein von ihm angegebenes Haus gebracht und dort gleich bezahlt werden. Nachdem er sich dieses Auftrags entledigt hatte, richtete er an die Kassiererin die Frage, ob sie ihm 60 Dl. Silber gegen Papier­geld umzuwcchseln gewillt sei. Die Frage wurde natürlich be­jaht, und der Fremde erhielt die Scheine, die er in einen Brief­umschlag tat, und so in die Seitentasche steckte, um daraufzu seinem großen Leidwesen" zu entdecken, daß er vergessen hatte, das Silbergeld zu sich zu stecken. Er zog einen zweiten Brief­umschlag, von dem das junge Mädchen annehmen mußte, daß es derselbe sei, in den er bor seinen Augen das Papiergeld ge­legt hatte, aus der Seitentasche hervor, legte ihn vor den Augen der Angestellten auf den Tisch und entfernte sich dann mit der Erklärung, das Silbcrgeld holen und in einigen Minu­ten wieder zurücksein zu wollen. Vorläufig blieb das Couvert unberührt liegen. Als indes die Waren in das angegebene Haus gebracht werden sollten, fand sich, daß dort ein Mann, des angegebenen Namens überhaupt nicht bekannt sei. Als man darauf den Brief öffnete, ergab sich, daß dieser lediglich einige wertlose Stücke Papier enthielt. Auf dieselbe Weise hat nach einer hier elingegangenen Meldung derselbe Mann in Homburg v. d. H. einen Geschäftsmann um 50 M. geprellt. Es besteht daher die Wahrscheinlichkeit, daß er auch an anderen Plätzen noch seinen gar nicht dumm angelegten Stretch wieder­holen wird. Der Schwindler wird beschrieben: Alter 24 bis 25 Jahre, Größe 1,70 bis 1,75 Meter, glattes Gesicht, englisch ge­strichenen Schnurrbart, volles, dunkelblondes, links gescheitel­tes Haar; er trug dunklen Rock, hellen (in Homburg braunen) Überzieher, braunen, weichen Hut, Glacehandschuhe, spricht norddeutschen Dialekt und hat gute Ilmgangsformen.

Grundbesitzversteigcrung. Gestern wurde vor dem Amts­gericht das Wohnhaus mit Hoftaum und Hausgarten Neu­berg 3 versteigert. Das Grundstück ist 8 Ar 29 Quadratmeter groß und vom Feldgericht lm Jahre 1910 ans 75 000 M., von der Steuerbehörde auf 70 000 M. geschätzt. Das höchste Gebot mit 1314,51 M. legten die Eheleute Adolf Heine ein, w-elche die Inhaber einer Hypothek von 10 000 M. sind. 37 600 M. Hypotheken bleiben bestehen. Der Zuschlag wurde noch nicht erteilt.

Vorberichte über Kuitft, Vorträge und verwandtes.

' * Königliche Schauspiele Am Donnerstag gelangen die Meiste sina-er von Nürnberg" im Abonnement 8 zur Auf­führung Mt Rücksicht auf die Dauer des Werkes beginn! die.Vorstellung bereits um 6 Uhr

* Vortrag. De>- werte öffentliche Vortrag in derW ies» b a d e n e r G e s e l l s ch a f t für bildende K u n st" ist auf vielseitigen Wunsch von F'eitag den 27.. auf Samstaq den 28 November, verlegt worden. Redner des Abends ist Pros Dr Franz Bock. Direktor des Museums in Posen, der über die ..Blütezeiten deutscher Kunst" zu sprechen gedenkt De" Vertrag findet in der Aula des ObeÄyzeums statt und beginnt abends 8 Uhr. __ '

prsvmz Hessen-Nassau.

Rsateviinasbezfrb wtesbaden.

Die Postpaketsendnngen für das 18. Armeekorps.

W- T -B. Frankfurt o. M., 24. Nov. Die angekündigte Entsendung eines vom stellvertretenden Generalkommando des 18 Armeekorps bestellten Kommissars auf die Etappen­linien des 18. Armeekorps hat zu dem erfreulichen Ergebnis geführt, daß auch hier neun fiir die 21. Reservedivision be­stimmte .Waggons, welche infolge Überlastung der Bahnlinien zurückgeblieben waren, aufgeftinden wurden und dem von Frankfurt a. M. abgegangenen Paketsondei^ug angehängt werden konnten. Auf diese Weise wurden etwa 20 000 bei den immobilen Etappenkommandanturen in Frankfurt a. M. und Darmstadt aufgegebene Pakete nachträglich den einzelnen Truppenteilen zugefübrt. Da die in der Weihnachtspaket­woche ausgcgebenen Pakete in Sonderzügen zusammengestellt werden, die eine besondere Begleitung erhalten, darf mii Sicherheit erwartet werden, daß alle aus dem Bezirk des 18. Armeekorps entsandten Truppenteile rechtzeitig in den Besitz ihrer Weihnachtssendungen gelangen werden.

Die amtliche russische Meldung, das, die Generale von L i e b c r t und von P a n » e w i tz in Ostpreußen gefangen genommen seien, ist glatt erfunden. Der erste be- sindet sich in Berlin, der zweite an der Spitze seiner Trup­pen. Beide sind seit längerer Zeit nicht in Ostprcutzen ge- wcse». Oberste Heeresleitung.

Ein englischer Ueberdreavnought gesunken!

W.T.-B. Rotterdam, 24. Nov. (Nichtamtlich.) Nach Meldungen aus sicherer Quelle ist der englische überdread- noughtsAudacious" am 28. oder 29. Oktober an der Nordküstc Irlands auf eine M i n e gelaufen und gesunken. Die Admiralität hält das Ereignis streng geheim, um eine Aufregung im Lande zu vermeiden.

Audacious" hatte ein Deplacement von 27 000 Tonnen und eine Maschinenstärke von 28 000 Pferdestärken, eine Ge­schwindigkeit von 23 Seemeilen. Die Bestückung bestand aus zehn 34,3 Zentimeter- und sechszehn 10,2 Zentimeter- Kmwnen. Die Besatzung betrug zirka 1100 Mann.

Ein deutsches Unterseeboot verloren.

W. T.-B. Berlin, 24. November. (Amtlich.! Nach amtlicher Bekanntgabe der englischen Admiralität vom 23. November ist das deutsche Unterseeboot17. 18" durch ein englisches Patrouillcufahrzcug an der Nordküstc, Schottlands zum Sinke» gebracht worden. Nach der Meldun, des Reutcrschen Büros sind durch den englische» Torpcdo- bootS-ZerstörcrGarry" 3 Offiziere und 23 Mann der Be­satzung gerettet worden. Ein Mann ist ertrunken.

Der stellvertretende Ehef des Admiralstabcs: Behnkc.

Ein deutsches Torpedoboot von einem dänischen Dampfer überrannt.

Sr. Kopenhagen, 24. Nov. (Eig. Drahtberichi. Ktr. Bln.) Der DanipferAnglodane" der Kopenhagener Vereinigten Dampftchiffahrtsgcsellschaft übcrrannie vorige Nacht in der Höhe von Falsterbo ein deutsches Torpedoboot, tuoüei drei Mann des deutschen Marinepersonals schwer verletzt wurden.Anglodane" nahm zwei mit nach Kopenhagen, wo­von einer unterwegs starb. Dem gerammten deutschen Torpedoboot wurde von anderen deutschen Torpedobooten Hilfe geleistet.

An zuständiger Stelle erfährt dieB. Z." dazu, daß Bei dem Zusammenstoß Heizer Birnbaum getötet, Oberhcizer P l a s ch k e und Oberanwärter Stange schwer verletzt und mit dem Dampfer nach Kopenhagen gebracht wurden. Ober­maschinistenmaat Reiner erhielt eine leichte Verletzung und Oberheizer S ch l e g i a n z und Heizer B i e r m e i st c r wur­den leicht verwundet.

Die gute Behandlung der Franzosen in den deutschen Lazaretten.

W. T--B. Basel, 24. Nov. (Nichtamtlich.) DieBaseler Nachrichten" melden aus Zürich: Sechs Welschschweizer haben in dem Garnisonslazarett von Konstanz festgestellt, daß die dort befindlichen Franzosen in einem hellen, warmen Saal« lagen, der mii allen h y g i e n i s ch e n Einrichtungen ver­sehen war. Die Franzosen waren gut gekleidet, hatten alle tadellose Decken und machten keineswegs den Eindruck un­glücklicher Gefangener. Sie befinden sich den Umständen nach wohl und sehen zufrieden aus. Sie äußerten während der Unterhaltung, die gänzlich unbehelligt war, ihre 8tne*" Jennung über die sorgsame Pflege und Behandlung.

Die Anarchie in Albanien.

W- T.-B- Durazzo, 24. Nov. In Tirana brach ein Aus­stand gegen Effad-Pascha aus wegen dessen selben-- freundlicher Haltung. Der nach Tirana entsandte Polizeichef von Durazzo verkündigte das Standrecht und veranlatzte die Verhaftung mehrerer Gegner. Ejsad-Paschas. Durch diese Maßnahme aufs äußerste gereizt, sollen die Bewohner der Umgebung sich in großer Zahl bewaffnet haben, gegen Tirana gezogen sein und die Stadt um­zingelt haben. Als Vorsichtsmaßregel gegen den Vor­marsch der Aufständischen nach Durazzo soll Effad durch un­gefähr 1000 seiner Anhänger die Höhen der Umgebung und die H a u p t e i n g ä n g e von Durazzo besehen. Der Verkehr nach Tirana ist eingestellt, die Telegraphenleitung durchschnitten.

Neues aus aller Welt.

Eine verschwundene Sendung von Liebesgaben. Augs- bürg, 23 Itov. In der lebten Sitzung des Augsburger Magistrats wurde kekanntgegeben. daß eine g oße Sendung Augsburger Liebesgaben für das 3. bayerische Landwehr- Infanterie Regiment, im ganzen 49 Kisten im Werte von 10000 M. auf dem Transoort spurlos verschwunden ist D!c Sendung wu 'de vor fünf Wochen abgeschickt. Alle Reklama­tionen sind bisher erfowlos gewesen.

Strenge Killte in Ostpreußen. Königsberg, i. Pr.. 23 Nov Im Osten der Provinz sank die Temperatur nachts auf 10 Gra d Kälte. __

letzte Orcchtberichte.

Der Tagesbericht vom 24. November.

Englische Schiffe an der be!yi'<k en ttüste. Noch keine Ente' eidnng im Westen und Gsten.

W.T.-B. Großes Hauptquartier, 24. November, vormittags. (Amtlich.) Englische Schiffe erschienen auch gestern an der belgischen Küste und beschossen L o m b a r t - z y d e und S e e b r ü g g e. Bei unseren Truppen wurde nur geringer Schaden angerichtet.

Eine Anzahl belgischer Landbewohner wurde aber ge­tötet und verletzt.

Im Westen sind keine wesentliche» Beränderungen cingetreten.

Auf dem östlichen Kriegsschauplatz ist die Lage noch nicht geklärt. In Ostpreußen halten unsere Truppen ihre Stellungen an und nordöstlich der Secnplattr.

Im nördlichen Polen sind die dort im Gange be­findlichen schweren Kämpfe noch nicht entschieden. Im süd­lichen Polen steht der Kampf in Gegend Ezenstochau. Auch auf dem Südflügel nördlich Krakau schreitet der Angriff fort.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

24* November, 8 Uhr vormittag'«.

t = «ehr leicht. 2 l. rotri, 6 6cbw<*ch, 4 - msUeig, 6 trieuh, 6 stark, 7 steif. 8 stürmisch, 6 Sturm, 10 starker Storni.

Beob-

Achtungs-

Station.

9

£

es

\iit

' « 3

Wetter

'

S o

>a »

.e-O

Beob-

aehtangs-

Station.

a

e

»

-ifl

g-gm

« 3

Wetter

flB - *

AZ

Borkum ...

753,3

swi

toedcekt -f3

SClTly.

Hs"burp. . .

?'..ä

W 2

-j

Swinemiinde

766.5

F4

Schnee

4

Lattich. ...

Borne! . . . .

7 27

SS03

hklbb d.4l>

75S.8

KW 1

Bif.n

Aachen .. .. 758,:

SW 2

bedeofct

-i

Christians und

Hannover . .

7-6 I

W 1

-1

'Lagen ....

Beriln.

7 SC

S2

-3

iapnniiag.c

Dresden . . . 1756 4

SO 2

00

:toakko<m.

702,5

SSW 2

~i

BrosUa ...i7äS,4

SO4 .b&lbkad.

-8

apara«da .

Tol.o

SW 2

beaeckt

-c

fietz.

etershurg .

Frankfurt.».

arschau .

Karitrufto. B

"ien.

7»i fl

802

Sehne«

-4

«flnohen .

7S7.3

nwsJ

Neb.l

-2

Jom.

75!,

Nu 1

bedeckt

4.0

Zujspitzb . .

lorenz. . .

75, ,6

Kl

.

-7

Valencia.,.

1

eydisfj«'^ .

1

Beobachtungen in Wiesbaden.

von der W u'tir,M«uui, uu~ »ei'xiuB .ui urkunde.

13. November

7 Uhr morgens.

2 Uhr n&ohm.

9 l)hr abeuds.

Mittel.

Barometer aof 0°und Nonnafschwere

7433

743.5

745.0

743,9

Baromot<*r auf dem Meeresspiegel .

753,8

764,1

75-, 8

754,6

Thcrm-mietcr (Colbins) . ..

-0.1

.6

OS

0,4

Öunstspannung (mm) . . ..

3,0

3.3

as

3.5

Relative Feuchtigkeit (%).

79

6S

75

74,0

Wind-Richtung und -Stärke.

NO 2

NO 2

N 2

Niederechlagshöhe (mm)..

*

Höchste Temperatur (Ceisio«) 1.1. Niedrigste Temperatur1,2.

Wettervoraussage für Mittwoch, 25. Nov. 1914

vondei Meteorolotfi»cii>-u l.-teilan^ dt" rhymkai Vereint» eu Frankfurt a. M.

Wechselnde Bewölkung, unverändert, leichte Rchneefalle, keine wesentliche Temperaturveränderung, nordwestliche Winde.

tri.vriov,

Cauu.

Main.

Wasierstand des Rheins

am 334. November

Pegel: 1Z. m *et?en 1.93 m am gestrigen Vormittag,

» 2.17 « » L A m > > »

» 1.14 w » 1*^5 a i » »