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Sekte 4L _ Mbend-Ausgave. Erstes Blatt. M-kSbabSNeV Freuag, 20. November 1914: Nr. 542*

Krauß (Würzburg) leichtv.: Füs. Rhön (Jda) leichtv.; Res. Gehring (Gmünben) leichtv.: Res, Diem (Tambach) sÄverv.: Füs. Steffen (Papenrode) leichtv.: Kriegsfrciw. Schneider

(Frankfurt a. M.) schwerv.; Gefr. Eberhardt (Wingen) le,chtv.: Füs. Lauterjung (Walmscheid) leichtv.: Res. Jar!

(Kiel) schwerv; Füs. Stein (Mädseld) leichtv.: Res. Jaeger (Colmar) leichtv.: Krieg,sfreiw. Heck (Diez) schwerv.:, Vize- feldw. Hinz (Falkenburg) leichtv.: Füs. Conradi (Frankfurt a. M.) leichtv.: Füs. Balkenhol (Brilon) tot: Kriegsfreiw.

Gier (Spießen) tot; Füs. Hohmann (Eversberg) tot; Unter- off. d. L. Buchenau (Heidelberg) tot: Kriegsfreiw. Sichel

(Frankfurt a. M.) tot: Füs. Dombrowski (Posen) leichtv. Res. Dorfmeister (Otting) leichtv.: Wehrm. Strub l (Schwads bürg) schwerv.; Wehrm. Strub 2 (Schwabsburg) leichtv.: Füs. Wittmann (Zabern) leichtv.: Eins.-Freiw. Schlotzstein (Frank­furt a. M.) leichtv.; Res. Kröner (Stetten) leichtv.: Res.

Schipper (Hetzlos) leichtv.; Füs. Koch (Neunkhausen) leichtv : Unteroff. d. R. Horneh (Gardessen) leichtv.; Res. Held (Marienberg) leichtv.; Gefr. Nolte (Frankfurt a. M.) leichtv.; Gefr. Kill (Niederschelden) leichtv.; Füs. Wolke (Gr-Auheim) leichtv.; Wehrm Fischer (Niederems) leichtv.; Vizefeldw. i>. R. Brand (Mörshausen) leichtv.: Gefr. d. R. Spengler

(Sindlingen) leichtv.; Füs. Fuchs 2 (Frankfurt a M.) leichtv.; Füs. Schauer (Sossenheim) leichtv; Serg Hormel (Oberbiel) leichtv.: Res. Neubert (Treuchtlingen) leichtv.; Füs. Nomann (Antfeld) leichtv.; Füs. Kümmel (Canstein) leichtv.; Kriegs- freiw. Schweng (Arnsberg) leichtv.; Res Schwarz (Föckelberg) schwerv: Füs. Schnarr (llnterrrichenbach) leichtv: Einj.-Freiw. Weber 3 (Holzhausen) leichtv.; Füs. Dönlen (Steinbach) .schwerv.; Res. Thorwarth (Klein-Kinderfeld) leichtv.

12. Kamp.: Füs Hohenstein (Wiede itz) leichtv.: Res. Löffler 2 (Oberrad) leichtv.; Füs. Lenz (Niederrodenbach) tot; Füs Obcrle (Thal) tot: Res. Brunner (Steinbach) tot; Gefr. d. R. Port 1 (Niederhöchst) tot; Res. Ferdinand Höhn (Wiesbaden) tot: Füf. Meyer 2 (Stratzbu'g) leichtv.;

Füs Maß (Hildesheim) leichtv; Füs Knips (Plettenberg) leichtv.: Füs. Schoen (Eschersheim) leichtv.: Füs. Tweer

(Mühlhofe) leichtv: Füs Erb (Uttrichshausen) leichtv: Gefr. Tamb. Maus (Wehe:-) leichtv.: Unteroff. Dillenberger (Nieder­bieber) leichtv.; Unteroff d R. Wolf (Hofgeismar) schwerv.; Füs. Budnicki (Niesirono) schwerv.; Res. Vollmer (Ebersheim) leichtv.; Res Kirschenmann (Pfalzgrafenweiler) leichtv; Gefr. d. R. Altbürger (Haustätten) leichtv.; Res. Schmidkmuer Emmerszell) leichtv; Gefr d R. Kister (Schworzmüble) leichtv: Res. Vornstan (Sossenheim) leichtv.; Res Dickkopf (Arfurt) schwerv.; Füs Donoier (Ruß) leichtv.; Füs. Keller­hals (München) leichtv.; Füs. Dreißbach (Birkefehl) leichtv.; Gefr. Albrecht (Markiberge) leichtv; Füs. Kreisch (Fulda) leichtv ; Füs Grob (Frankfurt a. M) leichtv ; Füs. Fuchs (Rödelheim) leichtv.; Füs. Wagenheim (Rommeisina,en) leichtv : Feldw.-Leutn. Tböne (Lamerden) tot: Unteroff. Weve (Nied) toi: Gefr. Botthof (Niedcrklein) tot: Füs Neeb (Hof) tot: Gefr. d. R Michel (Wü'zburg) leichtv ; Res. Nach (Sossenheim) schwerv; Füs Weil 2 (Kirdorf) schwerv.; Res. Günther (Sellershauscn) tot.

Reserve-Jnfanterie-Regiment Nr 87.

Berichtigung früherer Angaben.

Wehrm. Juna 1 (Dehrn) bisher verm., im Lazarett.

Bus Stabt und Land.

WLesbadensr Nachrichten.

Das Ltserne Rreuz.

Das Eiserne Kreuz wurde verliehen: dem Leutnant und Adjutanten Gerichtsassessor Heinz Kirchholtes, Sohn des Kaufmanns Jos. Kirchholtes in Wiesbaden; dem Staats­veterinär Moldenhauer und dem Oberzahlmeister Bulle von der 2. Abteilung des Feldariillerie-Regiments Rr. 27; dem Stabsarzt der Reserve Dr. med. Gustav Lex in Hannover, ein geborener Wiesbadener; dem Unteroffizier Wilhelm A sch e n b a ch aus Dillenburg; dem Gefreiten der Reserve von der Fernsprechabteilung des 18. RescrvekorpS Ernst Kretzer, Sohn der Witwe A. Kretzer in Wiesbaden; dem Kriegsfreiwilligen Stud.-Jna. Hans Sommer aus EmS; dem Regierungsrat Dr. Paul Genth, ein geborener Schjwalüacher; dem Offizierstellvertreter im Infanterie-Re­giment 87 Jösch, Oberbahnassistent in Wiesbaden; dem Leut­nant der Reserve Walter Kühlhorn aus Höchst a. M.; dem Einjährig-Freiwilligen-Unteroffizier im Füsilier-Regiment 80 Referendar Georg Bracht aus Weilburg; dem Arzt Dr. Naab aus Biebrich a. Nh.; dem Kanonier im Feldartillerie- Regiment 27 Karl Schiebener aus Bierstadt; dem Unter­offizier S ch c l l m a n n und dem Unteroffizier der Reserve Emil Sch a ll er aus Diedenbergen; dem Offizierstellvertre­ter Feldwebel Hugo Wummel im Regiment 80, 6. Komp.; dem Unteroffizier im Infanterie-Regiment 80, 8. Komp., Willi K e t t e r, Sohn des Bademeisters Keiler in Schlangenbad. — Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhielt der Oberleutnant und Adjutant des 2. Naffauifchen Infanterie-Regiments 88 Ans p a ch, der bereits im Besitz des Eisernen Kreuzes 2. Klasse ist. — Hauptmann N a u, Kompagniechef der 8. Kom­pagnie des Regiments Rr. 80 in Wiesbaden, welcher -bereits im Oktober mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet Ivurde, hat nunmehr auch die hessische Tapferkeits­medaille erhalten. Hauptmann Nau liegt seit mehreren Wochen schwer verwundet im hiesigen Paulin-enstift.

«

Nach der 9. Liste des stellvertretenden Generalkommandos des 18. Armeekorps haben vom Reserve-Jnfanterie-Regiment 8.0'öas Eiserne'Kreuz 2. Klasse erhalten: Major Berner (Un- terofftzier-Vorschule Weilburg); Oblt. d. L. Lotichius (Kav. 1); die Leutnants d. Res. Fritz, Heck und Kurandt; die Majore Crämer (Füs.-Regt. 80) und Frhr. v. Lersner; Stabsarzt d. R. Dr. Santlus;. Unterarzt Dr. Bachem; Vizefeldw. Müller (1. K.); Res. Ludwig Kuhn (1. K.); die Unteroff. Caesar und Knoche (2. K.); Wehrmann Adam Noll (2. K.); Uo. d. N. Quirenbach- (3. K.); Wehrmann Joseph Herz (3. K.); Vizes, d. R. Goetz (4. K.); Gfr. (Hornist) Gerz (4. K.); Vizes. Benner (5. K.); Wehrmann Bildesheim (5. K.); Uo. d. R. Leukel (6. K-); die Gefr. d. R. Herold und Sturm (6. K.); Wehrmann Barth (7. K.); Uo. Sebastian (7. K.); Vizes. Bechtold (8. K.); San.-Uo. Adolf Kraus (8. K.); Krankenträger Kahn (8„ K.);

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Sie bringt die neuesten Kriegsberichte vom Tage und ist, da sie erst nach 9 Uhr abenbs gedruckt wird, allen von auswärts hier ausgebotenen Blättern in ihren Nachrichten weitaus voraus,

-

Feldw. Brückner (M.-G.-K.); Wöhrmann Greif (M.-G.-K.); Uo. Foncar (9. K.); Wehrmann Rupell (9. K.); Res. Wiegand (9. K.); Uo. Eisenbach (10. K.); Gefr. Bender (10. K.); Uo. Jahn (11. K.); Wehrmann Riegemann (11. K.); Bizef. Rotz (12. K.); Wehrmann Otto Moses (12. K.).

Die Weihnachtspakeiwoche.

Um die Zusendung von Weihnachtspaketen an im Felde stehende Angehörige zu erleichtern, ist für die Zeit vom 2 3. bis 30. N o v e m ö L r eine sogenannte W e i h n a ch t s - Paketwoche vorgesehen. In dieser Woche werden von allen P o st a n st a l t e n Pakete an im Felde stehende Truppen angenommen. Für derartige Feldpostpakete gelten folgende Bestimmungen:

1. Die Pakete dürfen höchstens 0 Kilogramm wiegen; Wert- und Einschreibpakete sind unzulässig. 2. Leicht verderbliche Waren (z. B. Weintrauben, frisches Fleisch) dürfen den Paketen nicht beigepackt werden; ebensowenig feuergefährliche Gegenstände (Streich­hölzer, Feuerzeuge mit Benzinfüllung). 3. Die Ver­packung mutz fest und dauerhaft, auch gegen Nässe wider­standsfähig sein. Pappkartons müssen mit Leinwand um­näht werden. Waren, die leicht zerdrückt werden können (z. B. Obst, Pfefferkuchen, Flüssigkeiten) sind nur in Kisten zu ver­packen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Pakete nicht nur einen wochcnlangen Transport ausznhalten haben, sondern auch zeitweise einem beträchtlichen Druck aus­gesetzt sind, da ungefähr 3000 Pakete in einem Eisenbahn­wagen verpackt tverden müssen. Ungenügend verpackte Pakete werden von der Weiterbeförderung ausgeschlossen, falls sie ver­sehentlich angenommen worden sind.

Besondere Sorgfalt ist auch auf die Anbringung der Adreisen zu verwenden. Handelt cs sich um Kisten, so ist Sie Adresse mit Tinte oder Farbe auf den Deckel zu schreiben, bei in Leinwand cingenähten Paketen ist die Adresse aufzunähen. Hierzu eignen sich die im Handel befindlichen Paketadressen aus Le Mvandpapier ausgezeichnet. Empfehlenswert ist es, wenn neben der geschriebenen oder aufgenähten Adresse noch Anhänger aus Leder oder Leinwand mit der Adresse ange­bracht iverden. Keine Adresse mit G u m m i oder Kleister aufkleben!

Bei der Abfassung der Adressen ist zu beachten: a) ob der Truppenteil des Empfängers einem Armee­korps oder einem Rescrvekorps oder einem Land- Wehrkorps angehört. In diesem Falle mutz der Adresse stets das betreffende Korps und das dazu gehörige Paketdepot zugefügt werden. Wölches Paketdepot zugehörig ist, ergibt sich aus der am Schluß beigefügten Liste; b) ob der Empfän­ger einem Truppenteil angehört, der weder einem Armee­korps, noch einem Reservekorps, noch einem Landwehrkorps angehört. In diesem Falle mutz die Adresse außer dem Truppenteil noch die betreffende Armee bezw. die Eiappen» Jnspektion enthalten. Ein Paketdepot darf nicht angegeben werden. Die unter b) aufgeführten Sendungen werden durch die Postanstalten an bestimmte Paketdepots gesandt, deren Orte zwischen der Heeresverwaltung und dem Reichspostamt vereinbart sind. Also z. B.:

Dragoner Heinz, Dragoner-Regiment 4, 5. Kavallerie- Division, Xte Armee.

Gefreiter August, Fliegerabteilung 1, 1. Armee.

Unteroffizier Weiß, Eiappen-Feldbäckerei-Kolonne 4. Etappen-Jnspektion der 3. Armee.

Hauptmann Schmidt, Eisenbahnbau-Kompagnie 14, Militär-Eisenbayn-Direktion 3.

Gehört der Truppenteil des Empfängers einem Armee­korps oder einem Reservekorps oder einem Landwehrkorps an, so hat die Adresse beispielsweise zu lauten:

Grenadier Ernst Müller, 5. Kompagnie, Infanterie-Regi­ment 7, 9. Infanterie-Division, 5. Armeekorps, Paketdepot Glogau.

Reservist Franz Schmidt, 2. Kompagnie, Reserve-Jäger- Bataillon 3, 3. Reserve-Division, 3. Armeekorps, Paketdepot Brandenburg a. H.

Wehrmann August Schulze, 3. Landwehr-Eskadron, Land- wehr-Kavallerie-Regiment Nr. 1, Landwehrkorps, Paketdepot Breslau.

Gefreiter Hermann Kuhn, Proviantkolonne 1, 3. Infan­terie-Division, 2 Armeekorps, Paketdepot Stettin.

Unteroffizie- Winter, Pserdedepot, 4. Armeekorps, Paket­depot Magdeburg.

Leutnant Bötzow, Korps-Brückentrain, Gardekorps, Paket­depot Berlin.

Weiter hat man sich folgendes zu merken:

Abkürzungen sind unter allen Umständen zu ver­meiden.

Die Pakete sind mit B e g l e i t a d r e s s e ausguliefern, auf denen außer der Adresse keine Mitteilungen gemacht wer­den dürfen.

Die Versendung erfolgt auf Gefahr des Absen­ders, der also im Falle des Verlustes keine Ersatzansprüche hat.

Sind die Empfänger aus irgend einem Grunde, vielleicht weil sie gefangen wurden, nicht erreichbar, so ' werden die Paekete zum Besten ihrer Truppenteile verwendet.

Die Feldpakete können auch unmittelbar bei den Paket- depots eingeli-efert werden, aber nicht, wenn es sich um im Inland stehende Truppen handelt, da für solche Truppen alle Postanistalten Pakete nach den üblichen Postvorschriften annehmen. Werden Feldpakete bei der Post aufgegcben, so wird ein Porto von 25 Pf. für jedes Paket erhoben.

Wir lassen jetzt die Liste der Paketdepots folgen: Es sind zu senden für Angehörige derjenigen Truppenteile, die dem Verbände der nachstehenden Korpsoderdesent- sprechenden R e s e r v e k o r p s angehören, und zwar nach dem Paketdepot: Berlin, Gardekorps, Königsberg i. Pr. 1, Stettin 2, Brandenburg (Havel) 3, Magdeburg 4, Glogau 5, Breslau 6, Düsseldorf 7, Koblenz 8, Ham­burg 9, Hannover 10, Kassel 11, Dresden 12, Stuttgart 13, Karlsruhe i. B. 14, Straßburg i. E. 15, Metz 16, Danzig 17, Frankfurt 18, Leipzig 19, Elbing 20, Mannheim 21 Berlin 22, Stettin 23, Magdeburg 24, Glogau 25, K a s s e l 26, Dresden und Stuttgart 27, Königsberg i. Pr. 28, Branden­burg (Havel) 29, Düsseldorf 80, Breslau 31, Koblenz 32, Hannover 33, Karlsruhe i. B. 34, Stratzburg i. E. 35, Metz 36, Danzig 37, Frankfurt a. M. 38, Leipzig 39, Elbing 40, Mannheim 41, Glogau 42, Stuttgart 43, München, Bayeri­sches 1. Armeekorps, Würzburg 2, Nürnberg 3, München 4, Nürnberg 5, Breslau, Landwehrkorps, Hamburg, Marine­truppen in Belgien und belgische Besatzungstruppen, Koblenz, Eisenbahn-Formationen und -Kolonnen für den westlichen Kriegsschauplatz, Breslau, Eisenbahn-Formationen und -Kolonnen für den östlichen Kriegsschauplatz.

Die Verlegung ves Realgymnasiums in die Gberreaischule.

Das Realgymnasium an der Oranienstratze Wirt am nächsten Montag geräumt, um der Militärverwaltung für die Rckrutenuuterbringung zur Verfügung gestellt zu werden. Der Unterricht findet bis.auf weiteres in der städtischen Ob er r e a l sch u l e am Zietenring statt, und zwar in dev Art, daß dort Vormittags- und Nachmittags­unterricht abgehalten wird. Der Vormittagsunterricht nimmt seinen Anfang um 8(4 Uhr und währt bis 1 Uhr, der Nachmittagsunterricht währt von 2 bis i/-£l Uhr. Abwechselnd ' hat das Realgymnasium und die Oberrealschule Nachmittags­unterricht. Den Anfang mit dem Nachmittagsunterricht macht die Obcrrealschule. Auch die 41 Klassen der Mittelschule an der Rheinstraße müssen ihr Unterrichtslokal räumen.

Rriegspostkarte des Roten Rreuzes.

Das Zentralkomitee der Deutschen Vereine vom Roten Kreuz hat eine „Deutsche Kriegskarte 1914" in den Handel gebracht, die in gelungener Ausführung eine Aufnahme des Kaisers und darunter die von ihm bei Eröffnung des Reichs­tags gesprochenen bedeutungsvollen Worte wiedergibt „Ich kenne keine Parteien mehr, kenne nur noch Deutsche". Die Karte lvird auch bei allen P o st a n st a l t e n des Reichs-Post- gebiets am Schalter fortan verkauft, und zwar mit eingedruck­ter 5-Pfermrgmarke für 15 Pf. das Stück. Das Mehr von 10 Pf. für jede Karte fließt dem Roten Kreuz zu.

— Zur Linderung der Notlage der Winzer. Der Vov

stand der Landwirtschaftskammer für die Rheinprovinz hat dem Landwirtschaftsminister über die vermehrte NoUage der rheinischen Winzer durch die diesjährige Mißernte Bericht erstattet und Hilfsmaßnahmen beantragt, die sich be­sonders auf Gewährung zinsfreier Darlehen erstrecken sollen. Weiter bat der Vorstand, daß durch ein Ausnahme­gesetz in diesem Herbst die zeitliche Beschränkung der Zucke­rung aufgehoben oder wenigstens verlängert und die räum­liche Begrenzung auf 25 Prozent ausgedehnt werde.

— Der Umtausch von Goldmünzen. Die hiesige Reichs- bank stelle macht darauf aufmerksam, daß bei Einsendung von Goldmünzen durch die Post an die Reichsbank zum Umtausch gegen Papiergeld — im auswärtigen Ver­kehr — die entstehenden Portokosten und das Bestellgeld von der Bank übernommen werden.

— Kleine Notizen. Die Zigarettenfabrik Wittenberg u. C o. in Wiesbaden stiftete für die Krieger im Felde als Liebesgabe 1000 Pakete Tabak k 25 Gramm und 20 000 Zigaretten

vorberichte über Runst, Vorträge und verwandtes.

* Königliche Schauspiele. In der am Samstag in Szene gehenden Neueinstudierung von L'Arronges Lustspiel „Der Kompagnon" sind die Damen Bayrhammer. Doppelbauer, Eickelshcim. Reimers und Schröder-KaniinSky sowie die Herren Andriano. Eb ens, Hernnonn Schneeweiß und Schnxrb be­schäftigt. Die Rolle der „Witwe Lerche" wird von Frau Lipsn vom Schauspielhaus in Köln gespielt, der Schwester der hier lebenden in bester Erinnerung stehenden Frau Possin Lipskr. Die Roste führt Her Legal (Abonnement A). — Sonntag, den 22. November. Abonnement C: „Hans Helling". Anfang 7 Uhr Montag, den 23.: Geschlossen. Dienstag, den 24„ Abonnement A: , Der Barbier von Sevilla" Anfang 7 Uhr. Mittwoch, den 25.. Abonnement O: „Der Kompagnon". An­fang 7 Uhr. Donnerstag, den 26.. Abonnement 6: „ Die Meistersinger von Nürnbe g". Anfang 6 Ubr. Frestaa. den 27. Abonnement E): „Das Käthchen von Heilbronn". Anfang 614 Uhr. Samstaa den 28. Abonnement (7: „Figaros Hoch­zeit". Anfang 7 Uhr. Sonntag den 29.. Abonnement A: „Oberon" Montag den 30 : Geschloffen

* Kurhaus. Hofkonzertmeister Gustav Havemann, der Solist des 3. Kurhaus-Zvklnskonze tcs am kommenden Sonn­tag wird das Violinkonzert in D Dur op. 61 mit Orchester von Beethoven zum Vortrag bringen.

— Dotzheim, 20 Nov Heute feiert Herr Geh. Konsi'torial- vat D. E i b a ch von hier sein 5 0 i ä h r r g e S D i e n st j u b i - l ä u m. Der Jubilar der in seltener Rüstiokeit im Alter von 73 Jahren steht, hat von (einer langen Dienstzeit fast die Hälfte. 20 Jahre, in hiesiger Gemeinde sehr segensreich ge­wirkt Gestern, am Vorabend des Jubiläums, buchten die hiesigen Vereine dam Jubilar einen Fackelzua nebst Ständchen dar. um in dieser Weise ihre Glückwünsche und. die der ganzen Geiueinde darzubrinaen. Dabei wirkten mit eine Musikkapelle und die vereinigten Gesangvereine. Die Beteilisung war eins sehr zahlreiche.

Neues aus aller Welt.

Opfer des Sturmes. Wilhelmshaven. .19. Nov- Ein Opfer des Sturrnes wurde der Reserpist W Jakobi der ws Oberheizer zur Hilfs-Minensuchdivision kommandiert war Sä«; er ein Minenboot besteigen wollte, glitt er aus. fiel ins Wayer und ertrank ehe ikm Hilfe gebracht we"den konnte. -4 Qnakenbrück. 19. Nov. Zwei Bahnunterhaltungsarberter

auf der Strecke Rheiue-Quakenbrück wurden von einem zug, den sie bei dem stürmischen Witter nicht bemerkt hatte«, überfahren und getötet.

Letzte Orahtberichte.

Der Tagesbericht vom 20. November.

tteine wesentlichen Veränderungen im westen- — Fortschreitende Angriffe in Russisch-Polen.

W. T.-B. Grosses Hauptquartier, 20. Nov- Vormittags. (Amtlich.) In Westflandcrn und »t Nordfrankreich keine wesentlichen Verände­rungen. Der aufgeweichte, hartgefrorene Boden und S ch n e e st n r m bereiteten unseren Bewegungen Schwierigkeiten. .. .

Ein französischer Angriff bei C o m b r e s sudUol Verdun wurde abgcwiescn.

An der Grenze O st p r e u ss e n s ist die Lage u N - verändert. .

Östlich der Seenplatte bemächtigten sich ^ Russen eines unbesetzten Feldwerkes und der darin stehenden alten unbeweglichen Ge­schütze.

Die über M l a w a und L i p n o zurückgezogene" Teile des Feindes setzten ihren Rückzug fort. Suv- lich P l o z k schritt unser Angriff fort. . In den Kämpfen um Lodz und östlich Czenstochau ist »o« keine Entscheidung gefallen.

Oberste Heeresleitung.

Reichstagsabgeordnetcr Dr. Braband t.

Br. Hamburg, 20. November. (Eig. DrahtberiKsi Ztr. Bln.) Der fortschrittliche Reichstagsabgeordner Rechtsanwalt Dr. Braband, der Vertreter des 6. scvl^