Einzelbild herunterladen
 

Expedition: Zanggosse Uo. 27.

Seite 43

: zu bei

I

t ein«

8

F-

Davon sind 4 Milllonen für den Hamburger, 8 für den Bremer ftrftcii Mnschluß, 9*/» Millionen für den Nordostseecanal, der Rest für Militär-

bestimmt. Eine große sozialdemokratische Versamm- l"0 in Berlin, in der die Geister aufeinander platzten wegen der A ob man sich an den Stadtverordnetenwahlen betheiligen soll oder ^verfiel der polizeilichen Auslösung. Dem Borstande dernächst-

gei

ce Bei, unten,

cte üo.

oirse alarmirenden Nachrichten entbehren indes, wie verlautet, der östlichen Begründung und dürften wohl auf den Bericht eines Mburger Blattes über das Erntefest auf dem fürstlich Bis- icrck'schen Gute Schönau am jüngsten Samstag zurückzuführen

ZI in» in m larsW 16 u«b oüerfii ausenü

Viele Candidaten in der Provinz verpflichten sich gegenüber den Syndikaten der Weinhändler für Aenderung derLoi Griffe" einzutreten. Nach den Manöver« werden 40,000 durch's Loos bezeichnete Soldaten beurlaubt. Nicotera istin Paris; einige Blätter feiern ihn als Gegner Crispi's, andere bemerken, er sei wie Crispi ein Anhänger der Tripelallianz.

* Italien. In einer außerordentlichen Ausgabe meldet die Niforma": Crispi wurde am Freitag, während er mit seiner Tochter längs des Corso Caracciolo in Neapel zu Wagen promenirte,' mit einem großen Stein am Kinn und linken Öhr verwundet. Der Thäter wurde von den Anwesenden arretirt, derselbe ist ein junger Mann, gut gekleidet, der sich närrisch stellt. Crispi kehrte ruhig nach Hause zurück, wo die Wunden genäht^ wurden; die Theilnahme der Stadt ist groß. Albani, der Führer der nach Paris gegangenen Arbeiter- Delegirten, hielt in Mailand eine Versammlung ab, in welcher er über die Halt ung derselben in Frankreich referirte. Er sagte, daß die Delegirten von dem Congreß in Neapel den Auftrag erhalten hätten, Namens der republikanischen Demokratie zu sprechen, und daß sie sich daher nur im Rahmen ihrer Auf-

Ehr« W Slum« mhmr- tzarodt- An btt emeinbt nze mit,

fein«*

nri4 rgW roE Groß'

her bit Baiü- cn bei m Cb« er M taltM! , kehh- eriu ci uhr."

i-T ie Auf

räde­rte du aifetn : erfte* ottuwj ebe W zchM itufflg. PS l-be sS *5

Iktriite-Kehrichten verbreitet worden, die, wie ein Berliner Börsenblatt der 8 Mtatirt, sogar die Wiener Börse ungünstig beeinflußt haben, lini leb,

Di. In diesem Berichte war erwähnt, daß der Fürst zu diesem Me von Friedrichsruh aus zwar zu Wagen erschienen, aber M ausgestiegen sei, da er augenblicklich an einer Venen- «nlzündung des Beines leide und daher das Bein sicht ohne Schmerzen zum Stehen und Gehen ge­brauchen könne. Der Reichskanzlerverblieb daher, wie gesagt, in Wagen, in welchem er das erkrankte Bein auf den Rücksitz zistreckt hatte.

* Die Kleinkalibrigen Nepetirgewehre, welche in Oesterreich str die deutsche Armee angesertigt werden, sind nach einer Wiener Meldung ta Jost" kürzlich auf ihre Percussion geprüft und haben diese Probe ilwzend bestanden. Eine 200 Schritte entfernte, 3 Millimeter dicke Stahl- iech cheibe durchschlugen unter 10 Schuß regelmäßig 8 Geschosse, auf 100 Dritte alle 10 Geschosse.

seit mb t SU wgehch tauseck n. T«s Ä non d« abeftft n §oft Staun itzer dt!

hl *Ilerlamationen von Fahrgeld re. Es ist Anlaß vorhanden, ter Erholt darauf hinzuweisen, daß Reclamatioucn von Fahrgeld und u« 9 Deckfracht (mit Ausnahme des Fahrgeldes für zusammensetzbare Rund- LiE-Fahrkarten, welche bei der Eisenbahn-Direction auzubrinaen sind) stets 'demjenigen Betricbsamt einzureichen sind, in dessen Bezirk das Fahr- oder die Gepäckfracht erhoben worden ist. Dies güt besonders auch " Rückfahrtkarten.

[,. * Rundschau im Reiche. DerReichsanzeiger" veröffentlicht einen l!'krlichcn Erlaß zur Ausgabe von 90,390,917Mark3'/r-procentigcr Monleihe, beruhend auf den Gesetzen aus den Jahren 1882, 85, 86 S,89- Davon sind 4 Millionen für den Hamburger, 3 für den Bremer

jährigen Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Bremen wurde seitens des Reichs-Marmeamts mitgetheilt, der Kaffer habe die Be- thciligiiug der Marine an der Ausstellung genehmigt.

Anstand.

* Oesteweich-Uirgarn. Die gesammte ungarische Presse ohne Unterschied der Parteistellung macht energisch Front gegen das Project der czechischen Krönung, wenn aus derselben staatsrechtliche Folgerungen abgeleitet werden sollten. Die Presse erblickt hierin eine Erschütterung des Dualismus und Schwächung der Machtstellung der Monarchie nach außen. Die Organe aller Parteien sagen voraus, daß Ungarn sodann sich auf die Personal­union mit Oesterreich zurückziehen würde. Der frühere Staats- secretar, Geheimrath Matlekowics, veröffentlicht eine Erklärung, wonach er den vom Defraudanten Kokan verwalteten Geldern (in der erwähnten Budapester sensationellen Gerichtsaffaire) Nichts entnommen habe, er habe, wie jeder andere Beamte, die ihm ge­bührenden Reiseauslagen gegen ordnungsmäßig unterfertigte und überprüfte Bescheinigungen erhalten. DieBosnische Post" bestätigt, daß der Nuntius Galimberti die neue katholische Kirche in Sarajevo nicht einweihen wird, weil er mit dem Bischof Stroßmayer nicht Zusammentreffen will.

Abg. Graf Coronini theilte den Interessenten mit, daß die Re­gierung und die Verwaltung der Südbahu ihren Widerstand gegen das Bahnproject Monfalcone-Cevrvignano-San Giorgio, welche Linie eine kürzere Verbindung zwischen Triest und Venedig her­stellt, aufgegeben hätten. Diese Bahn würde nunmehr auch von den an­geführten Stellen als strategisch wichtig erkannt. In Brünn fand Freitag Nachts eine Textilarbeiter-Versammlung statt, an welcher Tausende Theil nahmen; die Arbeiterführer Polaczek, Prokop, Hybesch und Sobotka erstatteten Bericht über die Resultate des letzten Strikes, sowie über die gegenwärtige Lage. Alle forderten dazu auf, sich zu organi- sireu und vorzubereiten, weil im Mai nächsten Jahres ein allgemeiner europäischer Strike behufs Erzwingung des achtstündigen Normal-Arbeitstages beabsichtigt sei. Nachdem in den an . Galizien grenzenden Comitaten Ungarns die Maul- und Klauen­seuche amtlich conftatirt wurde, untersagte die Statthalterei bis auf Weiteres die Einfuhr von Rindvieh, Schafen, Ziegen, Schweinen aus Ungarn nach Galizien. Die StaatS-Telephonliuie Wien- Prag wird am 18. September dem öffentlichen Verkehr übergeben. Die Gebühr beträgt 1 fl. für die Sprechdauer von 3 SDHnuten.

* Frankreich. Am Montmartre wurden Plakate mit dem letzten Manifeste Boulangers und beleidigenden Ausfällen gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofes angeschlagen. Auf Befehl der Ministers Constans wurden die Plakate entfernt und deren Verbreiter verhaftet. Nochefort's Wahl-Aufrufe in Belleville blieben unbeanstandet.

kte Ä fielt btt wrstchi

In der Reclamation Boulanger's an seine Wähler von Montmartre heißt es ü. A.: Er wolle die Revision; die opportunistischen Politiker hatten Frankreich an den Rand des Abgrundes gebracht, die Bonlangisten wollten diesen Sturz hindern. Er, Boulanger, verlangte die Stimmen für sich, weil er keine durch Verfolgungen ober Ver­leumdungen in den Vordergrund gezogene Persönlichkeit sei, sondern das Nattouatzefühl darsielle, welches endlich die schwere Last der wachsenden Staatsschulden, die unerträglichen Ungerechtigkeiten und die Erniedrigung des Vaterlandes abzuschütteln bestrebt sei. Das Manifest schließt mit den Worten:Es lebe Frankreich, es lebe die Republik!"

216 I

S j*216

* Militärisches. Bei den Ergänzungen zu den Bestimmungen über ta Schul-Unterricht der Kapitulanten bei den Truppen vom 1 November 1876, welche, wie gemeldet, mit 1. October d. I. in Kraft mim werden, kommen hauptsächlich folgende Vorschriften für den zur Wnznng des Feuerwerkspersonals bei der Feld-Artillere einziirichtenden taerridjt in Betracht: 1) Es werden alljährlich von jedem Feld-Ärtillerie- Nnteirt fünf, von der Artillerie-Schießschule in Summa ein bis zwei Ilittkioffiziere oder Unteroffizier-Aspiranten der Feld-Artillerie commandirt, Ache in einer von dem betreffenden Generalcommando zu bestimmenden DÄrtillerie-Garnison des Corpsbereichs gemeinsam unterrichtet werden, « Mannschaften der Lehrbatterieen der Artillerie-Schießschule nehmen an im Unterrichte der Garde-Feld-Artillerie-Brigade Theil. Wo besondere toältniffe es erfordern, bleibt es den Generalcommandos überlassen, bett «Erricht int Regiment anzuordnen. Der Unterrichts - Cursus bauert t0! 1- October bis zum 15. Februar. Die besonderen Anordnungen die Leitung dieser Schule und für den Unterricht trifft das Mtralcommando. 2) Die Commandirtmg dieser Mannschaften verfügt m Negiments-Commandeur beziehungsweise der Commaudeur der Artillerie- Mschule. Es sind in erster Linie solche Persönlichkeiten auszuwählen, »vche sich freiwillig melden und welche auf Grund ihrer Führung, Leistungen * der Truppe und Vorbildung, (ungefähr das Ziel der 1. Stufe der Mtulantenschule) hoffen lassen, für die Fenerwerkerlattsbahn geeignet zu «tben. 3) Von den zum Schulbesuch commaudirteu Unteroffizieren f- w. bringt der RegimentS-Commandeur auf Grund ihrer Leistungen »Arend deS Unterrichts und einer im Februar abzuhaltenden Schluß- Miing möglichst zwei bis drei zu dem Commaudo zur Oberfeuerwerker- Jc e m Vorschlag, desgleichen der Commaudeur der Artillerie-Schieß- M 1. 4) Der Unterricht, welcher durch häusliche Arbeiten zu fördern ^vmsaßt 28 Unterrichtsstunden in der Woche, und zwar: a. Artillerie b. praktisches Rechnen und Mathematik 8 Stunden; a. Schreiben. Msche Sprache und Aufsatz 6 Stunden; d. Dienstkenntiiiß 2 Stunden; goetchnen 5 Stunden, zusammen 28 Stunden, außerdem einige Ruben Uebung am unbespannten Geschütz und im Turnen.

? den einzelnen Fallen hat sich der Unterricht in folgenden jWn zu halten: a. In Artillerie: Der Unterricht wird in Umfange ertheilt, wie er für die Unteroffizier-CIassen der Batterien "geschrieben ist. b. Im vractischen Rechnen und Mathematik: Gewandt- in den vier Species, mit gemeinen und Decimalbrächen, einfache und MUMmengesetzte Regel de tri, Rechnen mit benannter Zahlenbeschreibimg 2" .Jnhaltsberechnung geradliniger Figuren und des Kreffes. Die Lehre 5" den wichtigsten physikalischen Eigenschaften der Körper, c. Im Schreiben, We Sprache und Aussatz: (Sitte deutsche und lateinische Schrift, Recyt- Wung nach Dictat. Uebung im Lesen schwieriger Schriftstücke, deren Wlt dem Lebens- und Anschanuugskreise der Schüler nicht zu fern liegt. Nn-züge der Grammatik. Anfertigung von Aufsätzen, wie Wiedergabe

Erzählungen, dienstliche Berichte und Meldungen, d. In der Dienst- Wniß: Ueberblick über Vie HeereS-Organisation, allgemeine Dienst-Ein­ungen, Gesuche und Beschwerden, Kriegsartikel, e. Im Zeichnen: Grad- S tvigurett und Kreise, Erklärung der Verkleinerungs-Maßstäbe und Irstellung von Figuren nach gegebenen verjüngten und vergrößerten Maß- K11- Anleitung im Situationszeichnen und im Lesen von Gelände­rn."

F; .ü!i. . '........