Sette 2. _ Abend-Ausgabe. Erste« Blatt.
so betont Sir Roger, eine weitere Verbreitung im Volke gefunden und unter ihm natürlich Befürchtungen hervorgerufen bezüglich der Haltung Deutschlands gegenüber Irland im Falle eines deutschen Sieges. Sir Rog er bat um die Wgabe einer überzeugenden Erklärung über die Absichten Deutschlands Irland gegenüber, die seineLands- leute in der ganzen Welt und besonders in Irland und Amerika angesichts der beunruhigenden von verwnt- , wörtlicher britischer Seite stammenden Darstellungen (zu beruhigen vermöchten.
Der Stellvertreter des Staatssekretärs des Auswärtigen in Berlin hat darauf im Auftrags des Reichskanzlers folgende amtliche Erklärung abgegeben:
„Die Kaiserliche Regierung weist die böswilligen Absichten, die ihr in den von Gir Roger angeführten Darstellungen unterschoben werden, auf das entschie- Lenste zurück und benutzt diese Gelegenheit , um die kategorische Versicherung abgugeben, daß 'Doutschland nur Wünsche für die Wohlfahrt des irischen Volkes, sein Land und seine Einr'chtungen hege. Die Kaiserliche Regierung erklärt in aller Form, daß Deutschland niemals mit der Absicht einer Eroberung oder Vernichtung irgend welcher Emrich. tungen in Irland einfallen würde. Sollte im Laufe dieses Krieges, den Deutschland nicht gesucht bat, das Wasfenglück jemals deutsche Truvven an die Küste Irlands führen, so würde es dort landen nickt als eine Armee von Eindringlingen, die kommen, um zu rauben und zu zerstören, sondern als Streit- frcifte einer Regierung, die vom guten Willen gegen ein Land und ein Volk beseelt ist, dem Deutsch- land _ nur nationale Wohlfahrt und nationale Freiheit wünscht."
Die Behandlung der deutschen Iivilgefangenen in England.
(Von unserer Berliner Scbristleitung.)
Br. Berlin, 20. Nov. über die Bebandlung der deutschen Zibilgefangenen in England ist in Deutschland lebhafte Beunruhigung und hochgradige Erregung entstan» den. Die deutsche Regierung hat unmittelbar auf die ersten ungünstigen Nachrichten bin durch Vermittelung der amerikanischen Gesandtschaften über die Lage der deutschen Gefangenen in England und in den englischen Schubgebieter, Erhebungen anstellen lasten. Das Ergebnis dieser Ermittlungen ist zum Teil schon veröffentlicht worden, zum Teil steht eS noch aus. Die englische Regierung bat selbst zugegeben. daß in der ersten Zeit einige Mängel bestanden hätten, aber sie hat entschieden in Abrede gestellt, daß sie es an gutem Willen zur Abstellung solcher Mängel habe fehlen lasten. Sie hat weiter erklärt, daß unter allen Umständen im jetzigen Augenblick das Los der Zivilgefangenen durch- a u s erträglich sei. In Deutschland verbreitete Nachrichten seien stark übertrieben. So seien insgesamt in sämtlichen Konzentrationslagern bisher überhaupt nur füns Todesfälle vorgekommen.
Die Gegenmatzregeln gegen die Festnahme von Geiseln in Frankreich.
(Von unserer Berliner Schristleitung.)
Sn. Berlin, 20. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die Festnahme von Geiseln durch französische Truppen im Elsaß hat zu deutschen Gegenmaßregeln geführt. Unmittelbar nachdem das Vorgeben der Franzosen bekannt geworden war, hatte die deutsche Regierung energische S-britte unternommen, um die Freilassung und Rücksendung der Geiseln berbeizufiihren. Diese Schritte sind nur teilweise vcn Erfolg gewesen. Deshalb sind nun auf französischem Boden auch unsererseits eine beträchtliche Anzahl von Zivilpersonen festgenommen und nach Deutschland übergesührt worden. Die Verhandlungen, die wegen des Austauschs dieser Geiseln eingeleitet wurden, haben ein befriedigendes Ergebnis noch nicht gehabt.
Der Postverkehr mit Kriegsgefangenen in Frankreich.
W. T.-B. Berlin, 20. Nov. (Amtlich.) Nach Mst- terlung der schweizerischen Postverwaltung läßt Frankreich Postpakets mit Wertangabe von Kriegsgefangenen und für solche nicht zu. Es dürfen also nur Postpakete ohne Wertangabe und ohne Nachnahme angenommen werden.
Die Keiferin und die Kriegslpeude der Lnkomotivfllhrcr
W. T.-B. Berlin, 19 Nov. c Nichtamtlich) Die .Kaiserin empfing heute nachmittag eine Abo-ridnung des Vereins deutscher Lokomotivführer behufs Überreichung einer von diesem Verein gesammelten Kriegsspende von 120 000 M. Dre Kaiserin unterhielt sich eingehend mit jedem einzelnen und bekundete
Nnterhaltungsleil.
Das Schwerste.
And werde ich 70, und werde ich mehr,
Das eine vergesse ich nimmermehr!
Im Schützengraben bei..
Da lagen wir viele Tage still.
Und durften nicht vorwärts, nicht ran an den Feind, Wir haben es nicht zu ertragen gemeint!
Wenn die Granaten uns schweifend umbrüllt.
Mit Erdreich halb unseren Graben gefüllt.
Dann mußten wir liegen, still und gebückt.
Die Gewehre hielten wir an uns gedrückt,
Die Faust in ohnmächtiger Wut geballt Und dachten: „Kommt der Befehl nicht bald.
So brechen wir vor, komm, was da mag" —,
Und warteten wieder so viele Tag'.
Werm die Geduld schier zu brechen schien,
Hielt uns doch die eiserne Disziplin!
Wir haben gewartet, noch viele Stunden,
Wir haben geblutet aus vielen Wunden. —- Daß der Hunger an unseren Kräften genagt. Danach hat kein einz'ger von uns gefragt. —
Doch was das Herz schier zerrissen hat:
Wenn- ein Sterbender stammelnd um Wasser bat, Und wir konnten den brennenden Durst nicht stillen. Nicht den letzten flehenden Wunsch mehr erfüllen! Die Feldflasche leer, —- keinen Tropfen mehr . . Und werde ich 70, und werde ich mehr.
Das eine vergesse ich nimmermehr!
Unteroffizier H, Maul vom Landwehr-Jnf--Regt. 80.
Wiesbadener Tagblall. _
hohe Freude über die reiche Gabe: die in der Hauptsache dem Zentralkomitee vom Roten Kreuz zur weiteren Ausgestaltung der Lazarettzüge übe wiesen werden, zum kleineren Teile aber nach einem besonderen Wunsch ter Geber den durch den Krieg besonders betroffenen Landesteilen von Ostpreußen und Elsaß zufließen soll.
Liebesgabe» stäti Blumen!
W. T.-B. Karlsruhe, : 19. / Nov. (Nichtamtlich.) Die Grüßhtzrzogin Luise von Baden hat den Wunsch ausgesprochen, daß die reichen Blumengaben und Spenden, mit denen sie seit langen Jahren stets zu ihrem Geburtstag am 3. Dezember bedacht und erfreut würde, in diesem Jahre als Liebesgabe zu Weihnachten für die Truppen im Felde gesammelt werden möchten. Die Grotzherzogin würde diese Förderung der hohen Ziele des Roten Kreuzes mit aufrichtigem Dank anerkennen.
Zur Warnung für Schwätzer.
W. T.-B- Hamburg, 19. Nov. (Nichtamtlich.) Der stellvertretende Kommandant des 9. Armeekorps erläßt folgende Bekanntmachung: In Bezugnabme auf meinen wiederholten
Erlaß, eine Besprechung und Verbreitung unverbürgter Gerüchte zu unterlassen, wird hierdurch mitgeteilt, daß in FI c n s b U r g, ein Musketier mit Arrest bestraft worden ist, weil er ein unverbürgtes Gerücht öffentlich verbreitet hat. Stellvertretendes Generalkommando 9. Armeekorps: v. Röhl, General der Infanterie.
Kchtuno, den Kmer kcrnern!
W. T.-B. Berlin, 19. Nov. (Nichtamtlich.) Unter dieser Überschrift schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Für das Verhalten unserer Öfentlichkeit gegen Englisch sprechende Personen erscheint es angezeigt, nochmals «daraus hinMweisen, daß alle wehrfähigen englischen Staatsangehörigen innerhalb des Reichsgebiets festgesetzt woredn sind. Die übrigen Engländer männlichen Geschlechts haben mit wenigen Ausnahmen von der ihnen jüngst gebotenen Gelegen- he't Deutschland zu verlassen, Gebrauch gemacht. Wo in der Öffentlichkeit englische Laute an unser Ohr klingen, wird fast immer anzunehmen sein, daß es sich um Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika handelt. Diese amerikanischen Gästen dürfen wir das Gefühl nicht beeinträchtigen, daß sie im deutschen Volke unangefochten leben können und bei uns Gegenöstand besonderer Rücksicht sind als Angehörige einer neutralen Macht, deren diplomatische und konsu- larische Beamte sich unserer in Feindesland befindlichen Landsleute annehmen.
Die Wahrheit über die Mechelner rkunstscstätze.
W. T--B. Berlin, 20. Nov. Die „Nordd. Mg. Zeitung" schreibt: Widerlegung feindlicher Lügen über die Mechelner Kathedrale. Der Gebeime Negierungsrat Professor Dr. v. Falke bat aus Brüssel vom 13. Oktober berichtet:
„Als Nachtrag zu meinem Bericht vom 6. Oktober 1914 über die Kunstwerke in Mecheln ist die freiwillige Kundgebung des Domherrn der Mechelner Kathedrale von Langendonck von Wichtigkeit. Er hat bei seiner Vernehmung in Brüssel erklärt, daß die Beschädigungen der Katbedrale unbedeutend seien und das erste Bombardement des Turmes der Katbedrale wie auch obne Zweifel die folgenden Beschießungen den Zweck gehabt haben, den auf dem Turme postierten belgischen Beobachter zu entfernen. Wenn in der anßerdeutschen Presse von einer zwecklosen oder barbarischen Beschädigung der Mechelner Kathedrale durch die deutsche Beschießung die Rede sein sollte, kann diese Äußerung des belgischen Domherrn als Gegenbeweis verwendet werden."
Überfälle auf deutsche Wachtposten in Belgien.
W- T.-B. Rotterdam, 19. Nov. (Nichtamtlich.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet aus Oostburg: Nachdem ein deutscher Wachtposten in Zeebrügge beschossen worden ist, wurden in Maldeghem 40 der angesehensten Einwohner verhaftet. Sie sollen als Geiseln dienen, bis die Täter entdeckt sind. Es heißt, daß ein oder zwei Mann von dem deutschen Wachtposten vermißt werden.
Der Eisenbahnverkehr in Belgien in der letzten Woche eingestellt.
W. T.-B. London, 20. Nov. (Nichtamtlich.) „Evönin-g Post" meldet aus Rotterdam: Vom
Dienstag bis Mittwoch war der Eisenhahnwerkehr in Belgien eingestellt. Das ist ein Zeichen, daß sin neuer Angriff in Flandern und ein Vorstoß nach Calais mit verdoppelter Kraft bevor- steht.
Der Schaden durch die „Emden".
Sr. London, 20. Nov. Eine amtliche Statistik von Lloyds setzte den Verlust, den der englffche Handel durch den deut-
Nus Kunst und Leben»
— Königliche Schauspiele. Gestern ging nach längerer Pause einmal wieder die Mozartsche Meisteroper „Figaros Hochzeit" in Szene. Unter den Neubesetzungen interessierte an erster Stelle Herr de Garmo als „Graf": er bewies Sinn und Verständnis fiir den feineren Lustspielton, auf den die Partie gestimmt ist und gab die Zorn- und Eifersuchts-Ausbrüche des genarrten Grafen ohne allzu schwerfällige Akzentuierung: immerhin könnte in dieser Hinsicht noch etwas mehr, d. h. etwas weniger geschehen. Doch im ganzen wahrt der Künstler, durch die natürliche Weichheit und Noblesse seines Organs unterstützt, die sichere Haltung des eleganten Lebemannes und vornehmen spanischen Granden. Im Duett mit Susanne fehlte es nicht an verführerischer Wärme des Tones. Die Behandlung des Rezitativs erfreute durch musikalische Gewandtheit. Die für den klassischen Gesangsstil so charakteristischen Vorschlagsnoten (Appoggiaturen) wurden — wie überhaupt an diesem Abend — oft schmerzlich vermißt. Und zu bedauern ist auch, daß sich der „Graf" noch heute in unserer deutschesten Zeit mit dem schrecklichsten Deutsch der Übersetzung behelfen mutz. Muß er? „Du kommst zu mir in Garten?" (warum nicht: „so sind' ich dich im Garten?"). Und weiterhin nochmals: „Du kommst in Garten?" (warum nicht: „kommst in den Garten?"). Auf das unglaubliche: „Mit Gelde? mit was
für Gelde?" ist schon früber einmal hingewiesen; hier bietet sich für einen einsichtigen Regisseur noch eine lohnende Aufgabe —! Als „Gräfin" suchte Frl. E n g l e r t h ihr heroisch veranlagtes Pathos geziemend einzndämmen und füllte die
Freitag, 20. November 1914. Nr. 542.
schen Kreuzer „Emden" erlitten hat, auf 83 Millionen Mark fest.
Die kricgsgcfangeuc Besatzung der „Emden".
London, 19. Nov. In Singapore befinden sich 150 Matrosen des Kreuzers „Emden" in Kriegsgefangenschaft.
Die „Söben" und „Breslau"
waren, wie erinnerlich, von einem großen, feindlichen Ge» schwader verfolgt und im Hafen von Messina umstellt worden. Trotzdem gelang es den kühnen Kreuzern, die feindlichen Streitkräfte zu durchbrechen und zu entkommen. Wie stark hierbei die englischen Kräfte waren, wird jetzt durch eine Kriegsgerichtsverhandlung bekannt, die in diesen Tagen gegen den Konteradmiral Troubridge stattfand, weil er die beiden Kreuzer hatte entschlüpfen lassen. Die englischen Kräfte bestanden aus drei Schlachtkreuzern: „Inflexible", „Jndefatigable" und „Jndomikable" (befehligt vom Admiral Milne), vier gepanzerten Kreuzern: „Defence", „Blak Prince", „Duke of Edinburgh" und „Warrior" (befehligt vom Konteradmiral Troubridge), vier kleinen Kreuzern: „Chatam", „Dublin", „Gloucester' und „Weymouth" (befehligt von Konteradmiral Blackett) und ferner aus zwölf Torpedozerstörern und drei Unterseebooten. Dieser gewaltigen Flotts war es nicht gelungen, zu verhindern, daß sich die „Goeben" und die „Breslau", die einzigen deutschen Schiffe im Mittelmeer, in Sicherheit brachten. — Der Konteradmiral wurde übrigens freigesprvchen.
Genera'quortiermeister v. Voiat-Nhetz 1%
W. T.-B. Großes Hairptquarkier, 19. Nov. (Amtlich.) Generalquavtiermeister Generalmajor v. Voigt - Rhetz ist in der Nacht vom 18. zum 19. November unerwartet einem Herzschlag erlegen. Sein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.
Generalmajor v. Voigt-Rhetz, der als Nachfolger des Generalleutnants v. Stein im Oktober den Posten eines Generalquartiermeisters der deutschen Armee erhalten hat, war der Träger eines berühmten Namens. In der Geschichte des Feldzuges 1870/71 ragt der Name des Führers des 10. Armeekorps, des Generals v. Boigts-Rhetz, als einer der ersten hervor. Der Kommandeur des hannoverschen Korps war der Onkel des jetzt vefftorbenen Generalquartiermeisters, der vor einigen Jahren die vielfach recht interessanten Briefe des General v. Poigts-Rhetz aus den Kriegsjahren 1866 und 1870/71 herausgegeben hat.
Generalmajor Werner v. Voigts-Rhetz ist 1863 in Jüterbog geboren. Sein Vater war der spätere Generalinspekteur der Feldantillerie, General der Artillerie Julius v. Boigts-Rhetz, der 1904 gestorben ist. Werner v. Voigts-Rhetz besuchte, nachdem er 1881 Leutnant geworden war, die Kriegsakademie und kam früh in den Generalstab. Dort gehörte er anfangs dem Großen Generalstab an, kam dann in den Generalstab des 7. Armeekorps, später der 20. Division und dann des 17. Armeekorps, in dem er mehrere Jahre tätig war. 1904 wurde er als Major Bataillouskommcmdeur im 79. Infanterie-Regiments in Hildesheim, dessen Chef früher sein Onkel war, nach dem das Regiment noch heute seinen Namen hat. 1906 rückte er zum Oberstleutnant und zum Chef des Generalstabs des 8. Armeekorps auf und blieb auf diesem Posten, bis er Anfang 1909 zum Chef der 1. Armeeabteilung im Kriegsministerium ernannt wurde. Diese sehr wichtige und verantwortungsreiche Stelle hatte er bis Ende 1911 inne, wo er zum Kommandeur des 5. Garde-Regiments zu Fuß ernannt wurde. Im Laufe des Jahres 1912 wurde er an die Spitze der 49. Infanterie-Brigade in Darmstadt gestellt, vertauschte aber diesen Posten bereits 1913 mit dem eines Chefs des Generalstabes des Gardekorps. In dieser Stellung stand er bei Ausbruch des Krieges, wo er zum Chef des Generalstabes des Generalquartiermeisters ernannt wurde.
Eine Kundgebung der deutschen Hochschulen.
Auf die im August erfolgte Kundgebung der Wiener Universität an die deutschen Universitäten, in der anläßlich des Krieges der treuen Freundschaft für das Deutsche Reich Ausdruck gegeben sowie ein Gruß fiir den schweren Kamps der Kriegswaffen wie auch für den Kampf mit den Waffen des Geistes übersandt wurde, sind nunmehr von den größten deutschen Hochschulen Erwiderungen erfolgt, in denen die Zusammengehörigkeit der Hochschulen, die Übereinstimmung in den Zielen der aus Tod und Leben verbündeten Kaiserreiche und die Zuversicht betont wird, daß den gemeinsamen Kämpfen gegen eine West von Feinden ein voller Sieg beschieden sein wird.
Deutschlands Freude über die österreichischen Siege über die Serben.
W- T--B. Berlin, 19. Nov. (Nichtamtlich.) Die „Nordd- Allg. Zig." schreibt: Schlag auf Schlag führten die österreichisch-ungarischen Truppen gegen die feindliche Streitmacht
........ . .. i .n-- ' —
Mozartschen Melodien mit reichem Wohllaut. Den Page" „Cherubin" gab Fr. Krämer mit viel Schalkhaftigkeit; in der Verkleidungsszene etwas allzu ausgelassen: hier g>"9
über der Belustigung des Publikums der Gesang der „Susanne" — es war auch diesmal Fr. Friedfeldt —' fast ganz verloren. Der individuellen Begabung des Baßbuffos Herrn v. S ch e n ck entspricht die humorvolle 61 e- schmeidigkeit, welche die Partie des „Figaro" verlangt, doch nur zum Teil; nehmen wir die Darbietung indes als notwendig gewordene Kriegsvertretung dankbar hin. Die kleineren Partien waren zumeist in bekannten zuverlässige" Händen. Daß auf die Ausschmückung der Mozartschen Note" durch sein erfühlte Fiorituren, Portamentos und Kadenzierungen bei der gestrigen Aufführung ganz verzichtet war, fällt wohl dem Dirigenten zur Last: es deckt sich jedenfalls nicht mit den Traditionen echten Mozartstils. Das Ensemble rundete sich unter Herrn R o t h e r s Leitung im übrige" recht gefällig ab. 0- D
Kleine Chronik.
Bildende Kunst und Musik. In Karlsruhe starb langer schwerer Krankheit im Alter von 46 Jahren K"""' maler Wilhelm Lang, seit fast 25 Jahren Lehrer an der Groß herzoglichen Knnstgewerbeschule.
Die bekannte Verlagsanstalt für das Edelmetallgewerbe
Wilhelm Dieben er in Leipzig veranstaltet ei" Preisausschreiben für Kriegsgedenkschmu m das außerdem dazu bestimmt ist, uns vorbildliche Entwürs für Gedenkzeichen an die große Zeit, die wir durchleben, verschaffen.
