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die mühsam
errungene Existenz.
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. Mar durch seinen 18jährigen Aufenthalt in Spanien
dem Umfchwung der Verhältnisse in den Niederlanden ebenso fretnb geworben, afö den Anschauungen und Traditionen seiner Familie a ^thoüsch, vermählte sich mit Eleonore von Bourbon' Heinrich von Conde s Tochter, und setzte, vor seinem Ableben' semen tapferen Bruder Moritz zum Erben aller seiner Güter in den Niederlanden ein. Die rechte Schwester Philipps, aus des Baiers erster Ehe, Marie, vermählte sich mit dem Grafen Philipp von Hohenlohe, die dritte, Emilie, gegen den Willen von Moriü «lt ^ronprätcnbetttttt von Portugal, Emanuel, von welchem B e ü6riftn Töchter, Elisabeth, Katharina
« n*'fA^a Brabantina und Emilie Autwerpiana im ^heirathet, während Charlotte Flandria gejtorßcn ift 8,6 9 Dn »uruckkehrte und als Aebtissin zu Poitiers Prinz Moritz übertraf als Feldherr bald die kühnsten Erwartungen, welche sem Vaterland auf ihn setzen konnte; 1591 eroberte er Deventer, Zülphen und Nymwegen, 1592 die wichtigen ^-ektVt^en ^ternwick und Coevorden, 1598 Gertruidenborg und Loeningen, womit die gesammte Republik der sieben Provinzen gänzlich von der Herrschaft der Spanier befreit war. Durch die ruhmvollen Feldzuge Moritzens, wie durch Betriebsamkeit und Handel, hoben sich die vereinigten Staaten außerordentlich; mehr als hunderttausend Protestanten aus den südlichen Provinzen vanderlen em, eine hohe Cultur und großen Neichthum mit-
toar<^*e Statthalterschaft der Provinz Wilhelms Bruder ' ^ohauil ansetraßen und von diesem von 1578-1580 geführt worden. 1 t
I iÄJ ihn überlebende» chhne. th^n Re VLn- burger Lm» in fünf neue Zweige, Nassau-Dillenburg, Nassau- 9m'•• a3eiJ!tc{n' .Nassau-Hadamar und Nassau-Diez. Die Bruder hatten sämmtlich, sobald sie die Universität verlassen nrnlrr gh.T die Kämpfe in den Niederlanden mit
großer Auszeichnung mitgefochten und waren daher oft und lange
I ihren ererbten deutschen Stamm-Landen fern. Der älteste der Stifter der neuen Dillenburger Lime gleich ausgezeichnet als Soldat wie als Staatsmann, war Gouverneur von Ostfriesland geworden, bei Coevorden schwer verwundet, blieb er zeitlebens hinkend, sorgte aber trotzdem nicht fÜr scin Heimathland als die ihm überwiesene 6-r°U4 ^ne hohe wissenschaftliche Bildung und unterrichtete seme jüngeren Bruder, Günther und Casimir selbst Mathematik die er als die „beste Präparation für einen künftigen Kriegsobersten" ansah. Wilhelm Ludwig starb 1618 an ®nen!ert nehiSertoUnb^-.gr Nachkommen und setzte fein StbTrer Ä« Dillenburger Linie fort, während ein
anderer Bruder Ernst Casimir, dem die Herrschaft Diez zugefallen rSf elntm Nachfolger als Gouverneur und Statthalter von Mten ^.rbe- Auch er wie feine Nachfolger haben
h,s $ Dlez residirt, namentlich feit bei dem Erlöschen
Siammes 1702 die ganze Niederländische Erbschaft fein H"us überging. Johann (der mittlere), der Stifter der k'K hatte unter feinem Vater Moritz bei Sternwyck, hi^ SniMnbk®Cr-lutbcnburfl Mpser gefochten, verließ aber später e Heimathlande nicht mehr. Johann war es, welcher ein neues Wement erfand und ein großes Werk über Ausbildung cu Soldaten schrieb, das mit seinen Abbildungen bis auf uns gekommen. ist, und dessen Inhalt dadurch, daß Prinz Moritz es m den Niederlanden einführte, allmählich auf alle europäischen überging. Auch feine Söhne Johann Ernst, Adolph, Bsilhelm und Johann (der jüngere) sind tapfere Kämpfer in den Niederlanden gewesen, wo Adolf, 24 Jahre alt, 1608 bei Xanten bfn Heldentod starb und Wilhelm zum Feldmarfchall emporstieg. Der letzte der Söhne Johann des älteren endlich, Johann Ludwig' wurde Stifter der Hadamarer Linie und widmete sich der diplomatischen Laufbahn in kaiserlichen Diensten. (Schluß f)
S°----------------------G-p-dttro«: Kemssass- N-. »7.
frCiM) I schwun?'und°"ein Cinen ungeahnten Auf-
Ietzt schleuderte Philipp II. 1580 die Acktserklärn«» I ?^ung und ein stattliches, wohl ausgerüstetes Heer sowie eine Wilhelm von Oranien, welcher mit einer Apolog e ontZete uS SÄer? b” bcS größten Feldherrn des
die vereinigten 7 Provinzen erklärten am 26 ^»1581 iS» I ™9“"be^,'nftt6erte bem neugeschaffenen Staate Unabhängigkeit von Spanien und Wilhelm erhielt die volle Souveränität mit Erbfolge über dieselben. 9 ®te Üotte
Doch auch die Früchte von Oraniens Aechtung fingen nun i»ld «, ,u reifen. Am 18. 1S82 mtbe öS Z
Welch ein Umschwung im Vergleich mit der Keil «Vs hr« Jahrzehnte früher Wilhelm als armer Flüchtling in Dillenburg . _ - _ — -w. ldUS luume jusuneint von i b?rch fein Genie, die Tapferkeit seiner Brüder
dem Spanier Jauregui schwer verwundet, aber glücklich gerettet I <f °bn= 5nb die riesengroßen materiellen Opfer feiner Familie wahrend feine Gemahlin von dem Schrecken in ihrer Gesundheit I m-r- Heimathlandes, ein neuer Staat in die europäische schwer erschüttert am 5. Mai desselben Jahres starb 4m -Ei! I Bolkerfamrlie eingetreten war, der sich unter seinen Nacbkomn,?» 1582 und März 1583 folgten neue Attentate, welche glücklich ver- I a9gcmc‘ne Anerkennung und dauernden Bestand errungen hat. durib hi^m Un, b".Prinz gründete sich eine neue Häuslichkeit 1 „Dw Opfer an Geld, welche fein Bruder Johann und die
SnStS m» L°uise von Coliguy, der Tochter des bekannten Nassauischen Erblande, sowie seine Vettern Albrecht von Nassau- MnhS rr 3)0(6 uuch Wilhelm sollte für die nieder- Weilburg und Ludwig von Naffau-Saarbrücken gebracht haben
101 3»li 1584 wurde er von dem I fl”bun.§ In dem Nassauischen Landesarchiv erhalten geblieben und Franzosen Balthasar Gerard zu Delft ermordet und hauchte seine I ? rührend zu lesen, wie Johann seine Lande verpfändet seinen große Seele mit den Worten aus: „O mein Gott erbarme dick« I söausrath und jede Kostbarkeit verkauft hat, um immer wieder hem Vaterland 'ßoIfe§I" ®ie Generalstaaten ließen dem „Vater des I 5?ren Bruder die Mittel zu feinem großen Zwecke zu verschaffen Tome zu Delft, dem Pantheon der Nieder- I auch die Opfer an Gut und Blut in den Nassauischen Erb- 9?nh Cifpn fl;sraCbtl,^eS ®rabmal errichten und das Volk hat sein Ia?efn ftnb' ln Anbetracht des kleinen Territoriums ganz enorme Andenken bis zur Stunde treu bewahrt. M ' gewesen; wie viele brave Nassauer sind neben ihren heldenhaften
der älteste Sohn Philipp noch in Spanien war trat her I fürstlichen Führern für die niederländische Freiheit gefallen und
iS1??9!- bet ®6e mit Prinzessin Anna von Sachsen) Sn^hT™» ^nügsamen Söhne des Westerwaldes haben alle Zeit
die väterliche Erbschaft an und in ihm und dem kaum ein Jalir I bcnf4,se^tC0cn.ett /reuen Kern der oranischen Heere gebildet. Nicht
alten Prinzen Friedrich Heinrich find dem Vater zwei Rächer ^den I LlSh«? bi^ e£ba6e* to£rbcn', ba&, nachdem die Nordprovinzen Niederlanden zwei Helden und Regenten erstanden welche' das I l” ?e,or?nr e' fa gfünzende Verhältnisse gebracht waren, es großer große Werk Wllhelm's zum ruhmvollen Ende führten. Es mag I U”a f°hrelanger Anstrengungen bedurfte, ehe die Generalstaaten an dieser Stelle gestattet sein, der zahlreichen FamM des großen S* m e,ncn ber großen Opfer ersetzten, die Na sau einst Schweigers, wie Wilhelm ja häufig genannt wird kurz zu ae" $atern g^mcht hatte. Cm,t
b^?n, ehe wir mit Moritz den Gang der politischen Verhältnisse I Johann, der letzte Bruder und langjähriger Helfer des
muerten nÄSfc SJff“r-n6et °*tet unb 3 Söhne ant 8- October 1606 gestorben
SSn™* T* ’! v°n Colig,ny um den Heimgegangenen und h - - -■ - - -
b? e)te ber Söhne Wilhelm des Reichen, wurde ^Mittwe, rote den damals theilweise jüngeren und unvermählten OTn5Sl lCrn ^e.U" Berather und zweiter Vater. Den Prinzen rAHh tn^m bie rum Statthalter von Holland, See- lani) urtb Utrecht, und da er, trotz feiner Jugend firfi Bath nia f4onS1687IbäISL“traieö' Übe'rtnig man ihm Ä r158!?! Oberbefehl über Heer und Flotte. Prinz Philipp W^belm kehrte 1595, achtundzwanzig Jahre alt, aus Spanien lach den Niederlanden zurück und lebte, ohne sich wKter in
ru Mischen, still dahin, bis er 1618 zu
Brussel ohne Nachkommen starb. 4
