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Wresbaderrer Tagblat».

Kette 26

ipcellenz, traf vorgestern Abend hier ei», nahm Wohnung, infpizirtc gestern Vormittag in der .........!* 'rd reist«

Trinkhalle an Herrn H. Böhl es nnd di- Lieferung von 146 Cubiknictcr Sandsteinen für die Futtermaucrn und Ballnstradcn an der Trinkhallcn- Amage an Herrn Joh. Dormann.

Bezüglich der Ausrottung des Weihers auf dem Neroberg beantragt Herr Ingenieur Richter, dieselbe durch städtische Arbeiter auSführcu zu lassen, da die Herstellung der Arbeiten auf diese Weise billiger zu stehcu komme, als im Submissionswege. (Schluß der öffcutlichcn Sitzung.)

im GasthofeZum Adler" 5.. , .. ... . ..

Reitbahn des Königl. Schlosses die Gendarmerie des Bezirks und reiste Nachmittags nach Coblcnz.

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* Verfonalien. Herr Negierungs-Präsident v. Wurmb gedenkt behufs Wiederherstellung seiner Gesundheit demnächst einen zweimonatlichen Urlaub zu einem Aufenthalt an der Riviera zu verwenden.. liniere gestrige Notiz, betreffend Herrn v. Reichenau, ist dahin zu berichtige», daß derselbe nicht zum Legations-Rath, sondern zum ctatsmäßigcn Lcgatious-Secrctär bei der Köuigl Preußischen Gesandtschaft am päpst­lichen Stuhle tu R o ui ernannt worden ist. Der zum Diätar bei bem Amtsgericht in Höchst a. M. entoiiute Militär-Anwärter (s.Wiesb. Tagbl." vom 7. Oct.) heißt nicht Rachicke, sondern Rad icke.

* Die yermrißcning der Evlaubiiist zur Anlage einer Pfcrde- Eiscnbahn in der Langgasse hat in den bcttzciligten Kreisen nicht geringe Aufregung verursacht und bereits zur Folge gehabt, daß ein Comstö zur Absendung einer Petition an den Herrn Polizei-Präsidenten um Auf­hebung jenes Beschlusses bczw. zur Einleitung aller weiteren Schritte zusamnicngetrcten ist. Die Petition bedeckt sich mit zahlreichen Unter- schnftcii von Geschäftstrcibcndcn und Hausbesitzern der Kirch- und Lauggaffe. Den Interessenten aus der Kirchgasse ist besonders viel daran gelegen, den ursprünglichen Plan einer Linie Rheiiistraßc- Kirchgasse-Lauggaffe-Tauimsstraße verwirklicht zu sehen. Die Kirchgasse gestaltet sich erfreulicherweise ebenfalls immer mehr zu einer lebhaften Geschäftsstraße und cs fehlt nicht au Stimmen, welche sie als dieLang- gasse' der Zukunft" bezeichnen wollen. Zweifelsohne gewinnt in dieser Hinsicht die Kirchgasse noch mehr, weiin die jetzt begonnene Umpflasterung, mit der die Schaffung eines beiderseitig 4 Meter breiten Ccment-Fußsteigs verbnuden werden wird und welche in diesem Jahre bis zur Sclnugasse, im nächsten bis zur Marktstraßc fcrtiggcstellt werden soll, beendet ist. Es ist sonach auch leicht crflärlich, daß uaiucutlich von dieser Seite lebhaft für die Er­langung der jetzt versagten Geuehmigniig agitirt wird, von der mau sicheine nicht unbeträchtliche Hebung desBerkchrS verspricht! dieAnwohncr derLang- gaffe selbst schließen sich der Bewegiuig, wie man hört, ohne Unterschied au.

* Straßenbahn. In Angelegenheit der Anlage einer Straßen­bahn durch die Lauggasse hat die Köuigl. Polizei-Direction folgen­den Eutscheid den Unternehmern zngchen lassen: Ans den Antrag vom 31. Juli d. I., Wiesbaden, betreffend S ie Anlegung einer Pferdebahn von den Bahnhöfen in Wiesbaden durch die Rheiiistraßc, Kirchgasse, Langgasse, Über den Kranzplatz durch die Tauuusstraße bis zur Röderstratze, erwidere ich dem Consvrtium ergcbcnst, daß die oitspolizeiliche Genehmigung zum Bau und Betriebe dieser Bahn nicht crtheilt werden kann. Die Pferdebahn soll die Hauptverkehrsstraße der Stadt, die Langgasse, in ihrer ganzen Länge vurchschueiden. Der Verkehr auf dieser engen Straße, und zwar sowohl der Fußgänger- wie der Wagenverkehr, ist schou jetzt ein außerordentlich schwieriger; thr. durch Einlegimg einer Pferdebahn noch mehr zu erschweren, ist unzulässig. Der Verkehr auf der Lauggaffe ist nicht bloß ein durchgehender, sondern zum großen Theile auch ein stehender; letzterer hat die Zufuhr von Lebensmittelu an die Anwohner, sowie die Vermittelung des Waareuvcikehrs mit den Ge­werbetreibenden zum Zweck. Drückkarren verschiedenster Art halten zu ge- wiffen Stunden des Tages vor den zahlreichen Geschäften und Hotels der Siraße. um Waaren abzulicfern und abznholcn. Milchwagcn halten vor den Häusern, uni die Coiisumcnten zu bedienen-, Droschken und herrschaft­liche Wagen warten vor den Läden, bis die Insassen ihre Einkäufe besorgt haben. Häufig werden auch schwere Lasten vor den Häusern abgeladcu. Die Führer der Drückkarren vermögen schon jetzt nur unter Anwendung der größten Aufmerksamkeit sich auf der Lauggaffe zu bewegen, und durch den ost längere Zeit audaneriiden Aufenthalt ihrer Vehikel vor den Häusern wird der übrige Wagcuverkchr empfindlich achemmt. Während aber die Führer der Drückkarren, wenn auch oft mit Gefahr für die eigene persön­liche Sicherheit, sowie die Führer der sonstigen dem Detailverkchr dieucudeu Wage» wenigstens im Stande sind, anderen Fuhrwerken in kürzester Frist auszuwcichen, gilt das Gleiche nicht von denjenigen, welche schwere Lasten auf der Langgasse ab- oder anszuladcu haben. Hier ist es nicht möglich, den einmal eingenommenen Raum für andere Fuhr­werke alsbald frei zu machen und deßhalb würde diese Art von Last- Verkehr bei der Schmalheit der Straße für eine Pferdebahn ein nicht zu überwindendes Hindcrniß bild em An den Stellen, wo die Langgasse mit dem Michetsberge und der Webergasse kreuzt, staut sich der Wagen- Verkehr oft so an, daß längere Zeit vergeht, ehe die Fuhrwerke weiter vasfiren können. Dies ist namentlich dann der Fall, weil» schwere Last,vagen mit Langholz, Schienen u. bergt ans einer der genannten Sesteustraßcn in die Langgasse ciubiegen wollen. Für Fußgänger ist das Uederschreiten des KreyzuugSpnuktes am Michelsderg zuweilen geradezu lebensge-,ähnlich. Der beabsichtigte Pferdebahubetricb würde an den er­wähnten Krcnzuugsstellcn voraussichtlich häufig zu Collisioncii führen, deren Eoii.eaneiizen um so weniger absehbar sind, als die von dem westlich gelegenen Thcile der fraglichen Seitenstraße in die Langgasse emmündendeu Fuhrwerke wegen des lehr abschüssigen Terrains oft außer Stande sein würden, rechtzeitig ar.zuu,asten. Aebuliche Collisioncii würden bei dem verschiedenen Ein- resp. Aiisware» der Lauggasse, namentlich derjenigen der Hotels, unverincidlich x- v ffupgängerverkehr ferner ist auf der Langgasse ein so lebhafter, s ?£e Pchmnieu, um vorwärts zu kommen, häufig aeuörhigt sind, von den Fahrdamm auszuweichen. In Folge der durch die Pferdebahn herbeigefuhrien Complication des Wagenverkehrs würde das Ausweiwen häufig so gefahrvoll werden, daß Unglückssälle unausbleiblich Waren, zumal lieg unter den Passanten viele Kinder und Kranke besiuden.

-ss- Gesfe,rllicho Kernsprechstelle. Für die Unterbringung der s. Zt. von der Handelskammer angeregten öffentlichen Feriisprechstelle war von der König!. Ober-Postdirectiou das im südlichen Colonnadeuban befind­liche Postami 4 in Aussicht genommen worden. Von der Bürgermeisterei ist indeß das Abkonuneu wegen Ueberlassung der fraglichen Räume an die Postverwaltung gekündigt worden und deßhalb die Rothweudiakeit hcrvor- getreten, andere Tiensträume für diese Geschäftsstelle zu beschaffen. Die Einrichtung einer öffentlichen Feriisprechstelle in Wiesbaden hat demnach, einer Mstthcilnng des Kaiser!. Herrn Oder-PostdirectorS zufolge, bis zm Lösung der an die Postverwaltuug herantretcuden Localfrage ausgesetzt werde!! müssen.

* Kusstrllriirg. In den Buehhandkuiigen der Herren Moritz &- Munzel, Wilhelmstraße, und Feller L GcckS, Lauggasse, ift äugen» blicklich ein Tableau mit Bildern des Kgl. OperiffängerS Herrn Müller ausgestellt. Wir möchten darauf uuffrmehr ausmeilsam machen, als die vorzüglich getroffenen Bilder den beliebten Künstler in einigen seiner Glanz­rollen :Trompeter von Säkkingeu",Flieg» den Holländer" undDon Inan" darstellen. Tie Bilder staninien, wie am Fuße des Tableaus zu ersehen, aus dem jungen, aber bereits rcnonimirten Atelier des Fränlciü Wirbelniier, Rheiustädtcr Rachfolger, und zeichiicu sich durch Teelmil, Achulfchkeit und Schönheit der Stellung auf das Vorthcilhaftcste aus. ' <

* Dir galrrnle Post. Eine Dame in Emden, die sich für Woh­nungen in Wiesbaden intcrcssirt, sandte am Montag eine Postkarte an die Expedition der Zeitung, in welcher die freien Logis ange­zeigt werden," hierher ab. Die Beamten des Herrn v. Stephan über­lieferten nun ungeachtet der gewiß nicht vollständigen Aufschrift die Kart! sofort der ihnen am geeignetsten erscheinenden Stelle, der Expedition bei Wiesbadener Tagblatt", damit diese die Wünsche der Absenderin erfülle. Dies ist geschehen und die geehrte Auftraggeberin darf sich fiii die rasche Erledigung ihres Anliegens in erster Linie bei unserer Post- i bchördc bedanken.

-o- Zeschwcchfcl. Herr Schafteufabrikant Ja cob W alter hat i einen Garten aut Hiischgraven von 1 Ar 35,5'.) Qu.-Mtr. für 3000 Mk. an; Herrn Täpezirer Philipp Herborn hier verkauft.

* Kieme Uotize». Am Montag Nachmittag stürzte der Taglöh ml j Jacob Machwirth von hier von einem Bannte an der Fraukfnrter- straße, wo er mit der Obsternte bcsckiäftigt war, und zog sich incht ntierheb- liche innere Verletzungen zn, welche seine llebersührnng nach dem städtischen j Krankenhause erforderlich machten. Das gestern hier verbreitete Gerücht der wegen Mords zum Tode verurtheiltc Milchhändler Rcinhard Heß > aus Rordenstadt sei hier hiugerichtet worden, entbehrt jeder thatsächlichen ; Grundlage. Tie kaiserliche Entschließung bezüglich des Unheils liegt neck I gar nicht vor. Wenn der Dtouarch von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch machen sollte, wird, wie mau uns versichert, die Vollstreckung bti < Urthcsts nicht hier stattsindcu.

* Kiebtich, 8. Oct. Bei dem gelegentlich des gestrigen Mtttritenl des Turn- und Feuerwehr-Lcreins stattgefundenen ZögliugsprciStnrne» erhielten Emil Frenz den 1. Preis mit 50/« Punkten, Adolf Faber den 2. Preis mit 52/? Punkten, Valentin Desch den 3. Preis tn> 50'/? Punkten, Hei irr. Horufeck den 4. Preis mit 48'/^ Punkten, Berit' Hard Rossel den 5. Preis mit 45 Punkten, Karl Stöhr den6. Preis mit 44 Punkten. (T.-P.)

* schwalbach, 8. Oct. In Betreff des Referats über die Bürget' Ausschnßsitziing wird derSchw. Zig." mitgetheilt, daß die Auffordcrmtg des Herrn Hild betreffs der Rechnungs-Prüfnugs-Eümmijsiou nicht voll Herrn Bürgermeister Höhn, sondern von anderer Teste beanstandet worde» ist, daß vielmehr der Herr Bürgermeister gesagt hat, er fände gerechtfertigt daß Teuijenigen, welcher zu einer Sack)« bezahlt, auch Gelegenheit ßegeben werden müsse, sich über die Verwendung desselben zu inforniireu. Am Freirag ist der Grundstcm zum hiesigen Bahnhofsgebäude geuy lvordcn. Es wird rüstig weiter daran gearbeitet, da die Arbeiten vor Winter bis zur Sockelhöhe gebracht werben sollen. Das Planum VS

In Folge der geschilderten Verhältnisse würde der Pferdebahubetrieb selbst auf der Langgasse so erheblichen Stockungen ausgesetzt sein, daß an einen regelmäßigen Verkehr der Wagen nicht zu denken wäre. Sollte es mög­lich sein, durch erhebliche B-ffchräukinigeu des Trausporweikehrs dst drohenden Verkehrsschwierigkeiieu soweit herabzumiudern, daß die An­legung einer Pserdebahulinie durch die Laiiggasse wenigstens ausführbar enchieue, so würde doch ein derartiger Ausweg durch die Erwägung aus- geschlossen sein, daß die Erhaltung eines regelmäßigen und möglichst mi- eingeschränkten Trausportverkehrs aus der Langgasse bei Weitem wichtiger ist, als die durch Einrichtung eines Pferdebahnbetriebes ermöglichte größere Bcauemlichkeit des Fnßgänger-Publirnnis. Nach alle dem kann die orts­polizeiliche Genehmigung zur Anlegung und Benutzung einer Pferdebahn­linie durch die Langgasse nicht crtheilt werden. Die cingcreichtcu Pläne folgen zurück. Dem Bau und Schiebe einer Pfeidebahnliuie in der nach dem gefälligen Schreiben vom 31. Juli d. I. beabsichtigten Richtung aus- schließlich der Langgasse, also in der Richtung von den Bahn­höfen bis znni Mauritiusplatz einerseits und vom Kranzplatz bis zur Röderstraße andererseits, würde vom polizeilichen Interesse aus nichts ciitgcgeinteijeii. Sollte das Cousortium auf die Ausführung der Pferde- ; bah ul'nie noch Werth legen, so stelle ich crgebeiift anheim, einen ent­sprechenden modisizirten Antrag unter Wiederbeischluß der betreffeiibeit - Pläne an mich zu richten, gez. v. Rheinbabeu.

* MiliiKvischrs. Der Chef der Land-Kendarmerie, General der l Eaballerie von Rauch, Excelleuz, traf vorgestern Abend hier ein, nahm