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Expedition: Kanggasse No. 37.

Kette 21

Thiere saßen, kamen mit einem nassen Bade davon. Derselbe Elephant machte sich auch noch bei einer anderen Gelegenheit bemerkbar. In Rom lebte zu jener Zeit ein Dichterling, Barbatello, der sich für einen größeren Dichter als Petrarca hielt. Er solle Scherzes halber im Triumphe durch die Strogen geführt und auf dem Capitol zum Dichter gekrönt werden. Man setzte rhn aus den Elephcntten. Als der Festzug über die Tiber­brücke ging, mochte dem Elephamen einfallen, daß es sich für ihn, ein Thier, das von Ausonins, Martial, Lactantius besungen worden war, doch « passe, einen solchen Reimschied zu tragen; er ratzte den Dichter mit utzel, hob ihn von seinem Sitze herunter und ließ ihn iu's Wasser fallen.

* Aus dein »ftrumdiirdjcn Stäub erleben. Die jetzt ans den den der Räuber befreitenOesterrvcher Binder und Laendler ver-

-geschickt worden war. Der Rmlberhanptmanii, Namens M thend und wollte den anderen Türken, Namens Hassan, Natagan umbringen, weil sein Genosse - " " - ' die anderen Räuber fielen ihm in den Ai

Aatagan umbringen, weil fein Genosse kein Brod gebracht hatte. Aber die anderen Räuber fielen ihm in den Arm und hinderten die Ermordung. «Lroanbe aufgebrochen, und ein starker Marsch gemacht bis wir um 8 Uhr Morgens Getreidefelder erreichten. Hier wurden einem Schäfer einige Stöbe abgenommen, die vertheilt wurden. Gegen 9 Uhr Morgens ver- lauate der Turke Hassan, sich zurückziehen zu dürfen. Ein Räuber be- glniete ihn. Rach einigen Momenten hörten wir schreien. Einige Räuber Wot hm und erzählten bann, Hassan habe versucht, durchzugehen. Die Raubet prügelten den armen Menschen, bis er bewußtlos liegen blieb. Sofort wurde beschlossen, den Türken umzubringen. Es handelte sich nur darum, wer das Henkeramt versehen solle. Unter den Räubern Uand sich, ein gewiffer Gejorgi, seines Zeichens ein Schlächter, der ein langes Messer trug. Es wurde gelooft, wer Hassan umbringen sollte. Die Raubet nahmenPapierstrelfen und bezeichneten einen; wer denselben ziehe, habe das Henkeramt auszuüben. Zuerst reichte der Räuberhauptmann schkv Hut mit den Zetteln dem Elia Kasserow, der auch ein Häuptling ^»weigerte es, das Loos zu ziehen, und tagte:Ich thue es Nicht. Geiorgi zog wirklich den bezeichneten Zettel. Hassan stand nur ö Meter von der Ziehung entfernt, die fernem Leben galt. Die Gefahr bemerfenb, jagte er:Ich habe sechzig Pfund zu Hause, schenkt mir das fc-2V m S?.bet lachten ungläubig. Hassan wurde nicht gleich nmge- °eachk. Pon Mittag bis zum anderen Morgen schleppten ihn die Räuber mtt. Um 5 Uhr Morgens biteben Eezorgi mit Diitere und noch zwei Räuber etwa zehn Meter hinter uns ziirnck. Wir merkten, baß Hassan jetzt sterben müsse. Richtig kauien bte Stäuber ohne Hassan zurück, und Gejorgi reinigte bergnugtJem Messer, von bem bas Blut troff. Hassan hatte geenbet. Die Räuber erzählten, baß es schwer gewesen, ihm den Kopf abzitschneiden. Dreimal mußte der Henker es versuchen, bis der Kopf abgeneiiiit war Noch acht Tage unterhielten sich die Räuber über die Hinrichtung Räuber Gesvrgi, em großer, starker Mann, der bereits viele Türken ermordet hat ist blatternarbig und stottert. Herr Plnharz erzählt uns aus jenen

<rMenblC uach'tthmben, bisher noch unbekannt gewesenen Details: Die Borgange vom 8. Juli, , dem Tage des Ueberfalls, sind be­kannt; ebenso daß die Gefangenen nut starken Stricken gefesselt und die ganze Zett hindurch aus's Schärffte bewacht wurden. Des Nachts hielt U«em °er Gefangenen em Brigant mit Mücktem Säbel Wache, stteng militärisch wurde allnächtlich eine Wachpostenkette aufgestellt vermittels vorzüglicher Fernrohre beobachtete man auf's Genaueste die Bewegungen des bulgarischen Truppen-Cordons, dem man mit Eigenartiger Gewandt- Ijeit jebeSmal entschlüpfte - kurz, die Räuber sahen und wurden nicht gesehen, bis auf ein einziges Mal, wo die Truppen auf ste schossen, ohne L su rreffen Die m Bellova geraubten Lebensmittel gingen unterbot Kör halb zu Ende unb so wurde die funswochentliche Gefangenschaft zu

Hunsercur Wahrend dieser,langen Zeit hatte man nur eS war d,- einzige Nahrung Gras und

Klee. Hierzu formte Marsche - einmal acht Stunden; Kleider und Schuh­

Landen der Räuber befreiten Oesterrgicher Binder und Laendler ver- öftentlichen in derR. Fr. Pr." eine ausführliche Schilderung der Zeit ihrer Gefangenschaft. Wir entnehmen derselben folgende schaurig-Episode: Bei dem Dorfe K orava beriethen die Räuber, wie Proviant zu schaffen wäre. Sechs Mann wurden ausgeschickt, um Jemanden zu fangen, damit er Lebensrnittel hole. Nach vier bis fünf Stunden kehrten die Räuber zuruck und brachten zwei Personen als Gefangene mit, die, wie wir, ge­bunden waren. Es war dunkle Nacht. Erst beim Morgengrauen erkannten wir, daß es zwei Türken waren. Am Morgen gaben die Räuber einem der Türken 12 Francs mit dem Auftrage, 60 Oka Brot zu kaufen; falls er nicht zuruckkehre, sagten die Räuber, werde der andere Türke gelobtet. Wir zogen m einem kleinen Eichenwalbe brei Kilometer weiter Da der Türke Nicht kam, kehrten wir auf beit Platz zurück, von wo er ansgeschickt worben war. Der Räuberhauptmann, Namens Mitere, war wuthenb unb wollte den anderen Türken. Namens finffmi mit dem

, frrint-Ölaloniett. Aus Düsseldorf, 16. Ang., wird uns geschrieben: Wie großartig sich bas humanitäre Werk ber Ferien-Colonien, dem unser Beigeordneter, Herr Dr. Bausch seine besondere Fürsorge widmet, auch ju diesem Jahre wiederum gestaltet, mag man ans den nachfolgenden statistischen Daten ersehen. In das Bad Kreuznach wurden rat Ganzen 52 Kinder entsandt, deren letzte Ablbeiluug am 4. d. Mts. Düsseldorf verließ. Ferner werden unter Führung von Lehrern unb Lehrennnen am 22. d. Mts. in die Colonien abfahren 36 Knaben nach Altenberg im Dhünthale, 36 Knaben nach Scheuren bei Odenthal, 30 Mabchen nach Kettwig, 32 Mäbchen nach' Schuir bet Kettwig 30 Mabchen nach Kettwig v. d. Brücke, 34 Mädchen nach Haus Brügge im Neanderthal. Sämmtlichen Mäbchen-Colonieu wirb außer der beauf- ftchttaenben Lehrerin je eine Wartefrau zugetheilt. Außerdem werden am 2?. August die Milchcur-Anstalten in den städtischen Pflegehäusern für nicht wnger als 400 Kinder eröffnet. Die Auswahl ber Kinder ist in sorgfältigster Weise auf Vorschlag ber Schulvorstänbe unb unter Mit­wirkung mehrerer Aerzte erfolgt unb dabei lediglich das Bedürfniß einer solchen Cur oder Erholung für die betreffenden Kinder maßgebend gewesen.

werk gingen in Fetzen, Haar und Bart verwilderten gänzlich und schließlich erkrankte Laendler auch am Fuße. Auf diesen Märschen ereigneten sich wiederholt schauerliche Episoden; einmal befanden fich die Räuber unter einer Brücke, ober ihnen sprengte eine Abtheilnug Militär hinweg. Dies war wohl der furchtbarste Äugetiblick; neben jedem der Gefangenen stand ein Ränder, den schußbereiten Revolver in ber Hand ein Saut, unb die drei Gefangenen waren tobt. Gerade bamals litt Binder an einem furchtbaren Husten ber Revolver an seiner Stirne unb bie Fußtritte der Räuber waren Mahnung genug, den Hustenreiz zu überwinden. Nicht weniger schrecklich war die nachfolgende Episode: Die Räuber hatten einen Türken emgejangen, der geköpft werden sollte. Während des Marsches blieben brei Räuber mtt dem Türken zurück, man hörte einen entsetzlichen Schrei und bald darauf schlossen sich die drei Banditen der Bande wieder an abue den Türken. Sie erzähUen, daß der Kopf des Eetödteteu drei Mal von selbst von der, Erde wieder aufgesprungen sei, endlich fügten sie ihn wieder dem Rumpf an und da, fand er seine Ruhe. Im nächsten Dorf, 1,1 welchem der Ermordete ansässig gewesen, fragte dessen greiser Vater nach dem Verbleib fernes Sohnes mau sagte ihm:Er wird schon kommen und, maMrte weiter. Am 8. August wurden endlich die Ge- fangenen befreit. Beim Abschied gab jeder ber 17 Briganten jebem der oÄc Mfaugeueu $ ^usie, b. h. pro Gefangenen 102 zusammen also 306 Küpe Zu Binder äußerten sich die Bngaiitcn beim Abschiede, daß sie in nächster Zeit einen neuen großen Coup ausfüljren würden.

, * Jltttrr 6er Anklage der Entführung eines nnmüudigeu Mädchens wurde tn diesen Tagen Oskar Moller dem Polizeigericht in Bow-Street zu London vorgeführt. Die Mutter der jungen Dame, Frau Katharina Elias, wurde als Belasttnigszeiigiu vernommen. Sie bekni,bete baß ihre Tochter 16 Jahre alt sei und sich in einem Hsenfionate in Gaffel befaub. Sie (bte Zengin) selber wohnte in Wilhelms- hohe. Ihr Gatte starb am 16. Februar und wenige Stunben nach seinem Tode besuchte fte der Angeklagte und nahm mit ihr Rücksprache über ihre jtoebter, welche, wenn sie majorenn werbe, ein bedcutenbes Vermögen erbe, rt er, liebe,,ihre Tochter, sie erwiderte, sie könne ihm unter den Umstanden keine Antwort geben, da ihre Tochter noch zu jung sei. Am folgenden ^.age sprach, er wieder mit ihr über dieselbe Angelegenheit und siL-FffL tt)ni 5111' ähnliche Antwort. Sie (die Zeugin) reifte hieraus nach .iew-Vork uub nach ihrer Rückkehr tm April erwartete sie der Angeklagte aut dem Bahnhöfe und erneuerte feine Vetheiierimgen der Liebe für ihre Tochter. Ste behandelte ihn kühl. Am 6. April verschwand ihre Tochter ans dem Penfivnat und es hieß, baß sie sich bei bem Ässociö Möller's aukhalie. Weiitge Wochen nachher kehrte bie Tochter zu ihrer Mutter zurück. Am 5. Juli verschwanb sie toicber und wurde in Gesellschaft des .ingcklagteu in Queenstown unter den bereits gemeldeten Umständen an­getroffen. Die Verhanblung wurde schließlich um eine Woche vertagt.

, . * Senf* ftf* Außer iinzähligen Seufzern unb Verwüilschungen bat die glücklich beeudete Regenzeit mich eine Flnth tiefgefühlter Gedichte Verse^aus- besonders kernigen Ausdruck zeichueii sich die folgenden

Wann's nur net schlechter wird, Wanu's nur so bleibt!

Wann's a scho regna thnat, Wann's nur net fchueiotl"

* Hnmoeistifches. Von der See.Steigen Sie nur ein, mein »raulctu wtr haben s-ncgelglatte See."Aber toenn das Wasser während der Fahrt aufgeregt wirb?"Das ist nicht zu befürchten - Ihre Maina 'st ia mit uns. Nur das Beste. Commerzienrath: Herr Concert- meijter ich mochte gern für meine große Gesellschaft ein Streichgnartett haben; wollen Sie mir das besorgen? Concertmeister: Sehr gern; ich werbe bte erste Geige spielen, mein Freilich Müller die zweite... Eommerzienrath: Um Gotteswillen feine zweite Geige, lauter erste, wenn ich bitten darf. Diagnose. (Herr Bemmcheu aus Dresden coufultm enten Arzt wegen hartnäckigen Niesens.) Arzt: Machen Sie sich keine Sorge; das ist weiter Nichts wie acuter Schnupfen. Herr Bemmcheu: A f u ter Schnupfen? Ree baren je, bas is a beejer Schnupfen! Gerechte Verachtung. Sttibiosns Soff (im Verein):Kerls, wenn mtt keiner von Euch brei Mark leiht, thi,' ich Euch wahrhaftig die schände

. ftubire Der Pedant. Sie: . . .Nein, diese ewige Pedanterie ist aber fchon um ans der Haut zu fahren ..." Er: .Ueber- lege gründlich ehe Du es thust, beim einmal ausgeführt glaube ich kaum, daß Du dich, lemals toteber m Deinen Falteii znrechtfänbest!" - Der witzige Gast., Gast (bem eine etwas zähe Kalbsleber vorgesetzt wird): xKjllner das ,st wohl em. kleiner Druckfehler - ich habe Kalbsleber be­stellt und Sie bringen mir Kalbsleber!" - Devot Chef-Für Fl,re Dummheit müßte man Ihnen einen Fußtritt versetzen. Hausknecht: Bitte ~ .treten Sie naher. Frech. Bettler: Bitte nm eine" Gabe. Rentier- drttler: Wat? Sie wollen Rentier fein UN haben fcen Selb. Paffen Sie man blos uf, daß ich Sie nich we en unbefugte Führung von falfchen Titeln verklage. Durch die Blume Funae Dame: Es thut mir leid, Herr Professor, daß Sie sich nur vorübergehend m Unt*er Madt aufgchalten haben, unb nicht anhaltenb ^^^^^r-nnb. Dramatischer Dichter: Warum weisen Sie mir bas «tuck zuruck, Herr Dlrector? Theaterbirector: Man soll von seinem Nebeilmeiischen nicht gleich bas Schlechteste annehmen. Ein neues Buch. Elfter Gast (bei ber Table dhöte zu seinem Nacbbar heim «prechen die Gabel als Zahnstocher benntzenb):Miserables Wetter dos' wx a ssä WL äs susm sstsmt