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Köprikoei, das einen der feindlichen Stützpunkte bildete Bei Einbruch der Nacht waren drei Viertel der feindlichen Stellungen von unseren Truppen besetzt. In der Nach: wurde mit dem Bajonett auch die Höhe 1905 östlich von Kop- tifoei, der letzte feindliche Stutzpunkt, genommen. ,lm 12. November war unser Sieg endgültig, Alle feindlichen Stellungen waren genommen. Ein ganzes russisches Armeekorps war geschlagen und er­griff die Flucht. Unsere unerschrockene, unermüdliche Armee nahm die Verfolgung des Feindes auf. Infolge dieser Nie­derlage des Gros der feindlichen Armee besteht kein Zweifel, daß die schwachen feindlichen Streitkräfte, die vor Tortum und Karakilisse gehalten haben, gleichfalls verjagt werden. Ungeachtet der fünftägigen Kämpfe und des gebirgigen Ter­rains ist die Moral unserer Truppen ausgezeichnet. Der Zustand zahlreicher Gefangener und Deserteure, deren Zahl noch nicht geschätzt werden kann, beweist, wie er - schüttert die Moral des Feindes ist.

Ein Bericht des türkischen Hauptquartiers.

W.T.-B- Konstantinopel, 13. Nov. (Nichtamtlich.) Amt­licher Bericht des Groszen Hauptquartiers: In der ver­

gangenen Nacht haben unsere Truppen nach einem über­raschenden Angriff alle russischen Blockhäuser an der Grenze des Wilajets Trapezunt besetzt, sind drei Stunden in das Innere von Rußland in der Richtung auf Datum emge- drungen und haben die russische Kaserne von Kurdoghlu ein­genommen.

Das ungestüme Vordringen der Türken.

Br Konstantinopel, 14. Nov. (Eig. Drahtbericht, qtt Bln) Die Türken überschritten an mehreren Stellen die russische Grenze. In der Zone von Lasistan flüchteten die Russen in vollkommener A u f- l ö s u n q, da sie dem ungestümen Angriff nicht stand- haltcn konnten. Der Vormarsch der Türken dauert fort. Lasistan ist an der Küste des Schwarzen Meeres gelegen und der nördlichste Teil des Wrlozets Trapezunt.

Das Manifest des Sultans.

W T-B Konstantinopel, 14. Nov. (Nichtamtlich.) Das Manifest des'Sultans, das wir bereits im Auszug mitteilten, ich Lenden Wortlaut: An meine Armee und Flotte! In- folae der Erklärung des Krieges zwischen den Großmächten wäret Ihr unter die Waffen berufen. um nötigenfalls gegen die auf eine Gelegenheit lauernden Feinde die Rechte und Me Existenz unserer Regierung und unseres Landes zu ver­teidigen, die stets ungerechten, unerwarteten Angriffen auS- gefetzt waren. Während wir uns so bemühten, die Neutralität des Landes zu wahren, eröffnete Me russische Flotte, welche in das Schwarze Meer ausgelaufen war, um rm Bosporus M i n e n zu legen, plötzlich das Feuer gegen einen Teil unserer Flotte der ge ade Manöver abhielt. Während wir erwarteten, daß Rußland diesen allem Völkerrecht wider, precheuden Angriff wieder gut machen werde, hat dieser Staat ebenso wie seine Verbündeten Frankreich und England die Beziehungen

unserer Regierung abgebrochen, indem ste chre Botschafter abberichen Unmittelbar darauf überschritt die russische Armee unsere Ostarenze während die bereinigte englische und fran- zösi che Flotte die Dardanellen iind ein. englisck>es Schiff Akada bombardierten. Angesichts der aufeinander folgenden Akte verräterischer Feindseligkeiten waren wir ge- -wunaen den Frieden aufzugeben, welchen wir immer wünschten und im Verein mit Deutschland und Ästerreich- Ungarn zu den Waffeii zu greifeil. um unsere gesetzmäßigen

Rechte zu verteidigen. ^ , T . ,

Seit drei Iahrhund erteu hat Rußland unserem Reich schwere Nachteile zugefügt und sich immer bemüht, sei es durch Krieg sei es durch jede Art von List und Intrige, jede sich kundgebende Aufrichtung, die zur Erhöhung unserer natiormlen Kraft und Größe hätte führen können, zu unter­drücken Rußland, England und Frankreich, welche Millionen von Muselmanen unter ihrer tyrannischen Verwaltung halten haben niemals arifgehört, Hintergedanken gegen unser erlauchtes Kalifat zu hegen, mit welchem die M-uselmanen durch Religion und Gefühl verbunden sind. Sie sind die Ur­heber und Anstifter alles Unglücks und Unge.machs, das gegen

uils gerichtet tvar. ^ . . . ,

Durch den großen Heiligen Krieg, den wir heute unternehmen, werden wir mit Gottes Hilfe den Angriffen ein Ende setzen welche einerseits gegen den Ruhnr unseres Kali­fats andererseits gegen die Rechte unseres Reiches gerichtet 'varen ersten Schläge, welche wir mit der HilfeGottes und dem Beistände des Propheten unseren Feinden durch unsere Flotte im Schwarzen Meer und mit unserer tapferen Armee in den Dardanellen und an der Greme des Kauka­sus versetzt haben, haben unsere Überzeugung verstärkt, daß unser Kampf auf dem Wege des Rechts von Sie« gekrönt sein

Kriegsbriefe aus dem Osten.

Von unserem zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter.

WintersMacht.

Armee-Oberkommando Ost, 11. November.

Schon zweimal ist die russische Offensive blutig zusam­mengebrochen. Ans dem ungeheure,i Menschenbehalter sind -mmer neue Massen herangeworfen worden, und es har ocn Anschein, als ob der Versuch, in Ost- oder Westpreußen emzu- dlingen, durchaus wiederholt werden soll. Vermutlich spielen dringende und wiederholte Notschreie der Verbündeten eine Rolle bei einem Versuch, der rein militärisch nicht völlig zu verstehen ist. Daß mau billige Lorbeeren nicht pflücken kann, sollte doch der Oberbefehlshaber Nikolai Nikolajewitsch, der nicht vergessen kann, das; eS sich in Insterburg so hübsch Majestät" spielte, eiugeseheu haben. Tannenberg und. die Masurischen Seen beim ersten Versuch, Augustowo, Philip- powo, Suwalki, Schirwindt beim zweiten, sprechen eine deut­liche Sprache. Nacheinander und gleichzeitig sind die drei Unterführer vor unserer Ostfront, Rennenkampf, Miscanko und der tüchtige SchilinSk:, geschlagen worden; es wird auch diesmal die inzwischen kaum verbesserte russische Armee ihren beinahe verzweifelten Vorstoß blutig bezahlen müssen..

Daß inzwischen Grenzgebiete von Ostpreußen dem neuen Anprall, dessen Stärke und Richtung hier nicht abge» schätzt werden soll, zum Opfer fallen können, ist möglich; bei der Nage von Ostpreußen, das nach zwei Seiten eine wenig glückliche Grenze gegen Rußland Ijat, wird sich solch Hin- und fSerfBielcn des Krieges an den Grenzstrecken Nicht immer vermeiden lassen. Die Offensivkraft der russischen Armee ivtrd aber zu der neuen Aufgabe nicht mehr hinreichend jem, der derzeitige Stand der Dinge gibt zu Beunruhigungen kei­nen Anlaß. Es war von vornherein anzunehmeu und es ist hier gebührend betont worden, daß die Entwicklung des Feldzuges im Osten nur langsam vor sich gehen könne, daß der recht schwierige zweite Teil erst im Beginne stände. Das

wird. Die Tatsache, daß die Gebiete und Armeen unserer Feinde heute unter dem Druck unserer Verbündeten stehen, erhöhte noch diese Überzeugung.

Meine heldenmüügen Soldaten: Lasset nie ab von der

Festigkeit und der Ausdauer in diesem Heiligen Kriege, den wir gegen die Feinde eröffneten, die unsere heilige Religion und unser teures Vaterland augveifen wollen.

Stürzet Euch wie Löwe» ungestüm auf den Feind, weil ebenso­wohl wie unser Reich noch das Leben und die künftige Existenz von 3VV Millionen Muselmanen, die ich durch das heilige Fetwa zum Heiligen Krieg aufgerufen habe, von Eurem Siege nbhängen.

Die Wünsche und Gebete von 600 Millionen unschuldiger, ge­drückter Gläubigen, welche in den Moscheen und Meschids so­wie in der Kaaba sich mit Inbrunst a:i den Herren der Welten wenden, sie begleiten Euch. Soldaten, meine Kinder! Dte Pflicht, dte Euch heute obliegt, war niemals bis jetzt irgend einer anderen Armee der Walt anferlegt. Zeiget, indem Ihr diese Wicht erfüllt, daß Ihr würdige Nachkommen der Armee der Ottomanen seid, welche einst Die ganze Welt erzittern ließen, damit der Feind nisgr mehr wage, an unser heiliges Gebiet zu rühren und die geweihte Erde der Hedschia. die die göttliche Kaaba und das Grab des Propheten birgt, zu stören. Zeiget in wirksamer Weise dem Feinde, daß eine Armee und eine Flotte der Ottomanen besteht, die dem Tode für den Herrscher trotzt und ihre Religion, ihr Vaterland und ihre militärische Ehre mit den Waffen zu verteidigen wissen wind, da das Recht und die Gerechtigkeit auf unserer Seite, die Ungerechtigkeit und die Unterdrückung auf seiten unserer Feinde sind. Es besteht kein Zweifel, daß zur Ver­nichtung unserer Feinde uns die Gnade des Allmäch­tigen und der geistige B eistand des Propheten uns hülfen und uns beschützen werden. Ich bin überzeugt, daß wir aus diesem Heiligen Krieg glorreich und mächtig hervor« ehen wenden. Vexgesset nicht, daß Ihr in diesem Krieg Me Waffenbrüderschaft mit zwei der b e d o n t e n d st e n und mächtigsten Armeen der Welt etngeht. Mögen Eure Märtyrer den Märtyrern, die Euch vorangegangen sind, einen neuen glücklichen Sieg bringen. Möge der Säbel der­jenigen, die überleben werden, scharf sein.

gez. Mehmed Reszat.

Große Perserkuudgebungeir in Konstantinopel.

W.T.-B- Konstantinopel, 13. Nov. (Nichtamtlich.) Eine Demonstration der Perser für den Heiligen Krieg begann heute in Stambul vor dem von Kaiser Wilhelm zur Erinne­rung an seinen Besuch im Jahre 1868 gestifteten Pracht- brunnen vor der Moschee Sultan Ahmeds. Die Perser Kou- stantinopels sammelten sich vor dem mit der persischen und der islamitischen Flagge geschmückten Brunnen, auf dem die Redner standen. Die Teilnahme der Bevölkerung war allgc- mein, viele Tausende bedeckten den ganzen Platz. Redner waren der Hodscha Ismail Hoberi, ein vor den Russen ge­flüchteter Abgeordneter des Provinzialrais, dann der Direktor der hiesigen persischen ZeitungHaver". Sie forderten zu dem Heiligen Kriege gemeinsam mit den Freunden und Ver­bündeten des Islam, nämlich mit Deutschland und Osterreich- llngarn, auf, deren Waffentaten die Begeisterung der ganzen islamitischen Welt erregen. Nach mehreren anderen Rednern .zog ein riesiger Zug durch die mit Flaggen geschmückten Straßen nach Pera und veranstaltete vor der österreichischen und der deutschen Botschaft große Kundgebungen.

Oie Uämpfe in kleoypten.

Berlin, 14. 'Nov. Wie derKölnischen Volkszeitung" aus Rom berichtet wird, berichten in Neapel einge- troffene Reisende aus Alexandrien über großeTruppen- aufgebote in allen Häfen Ägyptens. Es werde fieber­haft an den Verteidigungswerken gearbeitet Die Araber verhielten sich vorläufig noch ruhig, wür­den aber in den Kampf eingreifen, sobald es ihnen ge- lungen sei. in Ägypten einzudringen.

Die Vernichtung türkischer Transportschiffe.

Aus Kopenhagen wird dem ,.B. L.-A." gemeldet: Der russische Mar ine st ab meldet über die Vernichtung türki­scher Transportschiffe folgendes: Der Chef der russi­schen Flotte entsandte, als man sich dem Hafen von Scmgulöäk näherte, zwei Schiffe in den Hafen, um die Gebäude und Werkstätten am Hafen zu zerstören. Diese Aufgabe wurde glücklich gelöst und außerdem ein im Hafen liegender Dampfer zerstört und in Grund geschossen. Fast gleichzeitig entdeckte Iva anderer russischer Kreuzer auf See einen mit Soldaten gefüllten Transportdampfer, der eiligst der Küste zufuhr. Der Kreuzer verfolgte ihn und schoß ihn in Grund. Die russische Flotte entfernte sich darauf. Kurze Zeit später ent- . deckte man im Nebel zwei feindliche Transportschiffe, von

Ende wird sich in dem Rahmen vollziehen, den sich unsere Heeresleitung gestellt hat. ES ist im russischen Feldzug bis- her noch stets so gewesen, dnst wir den Nüssen unseren Winen aufgezwungen haben, man kann gewih sein, das; wir es auch diesmal tun.

Dem kleinen Offensivstoß auf Szittkehmeu, über dessen- Abweisung ja amtlich berichtet wurde und dessen letztes Zu­sammenbrechen ich letzthin miterleben konnte (in demNacht­gefecht" handelte es sich um diesen russischen Angriff), folgte ein neues Vordringen von etwas nördlicherer Stelle ans. Der Generalstabsoffizier, dem die Berichterstattung der Presse zugeteilt ist, der liebenswürdige Hauptmann H-, gab uns Gelegenheit, dem letzten Akt dieser neuen nutzlosen rus­sischen Offensiv-Bewegung beiznwohnen.

Ein glitzernder blauer Winterhimmel, unter dem wir unserem Ziele, dem Dorf und Gut T., zusausten, spannt sich über die hartgefrorene Straße. Wagen auf Wagen mit Flüchtlingen fährt vorüber. Die kleinen ostpreußischen Pferde gehen im festen Trab, kleine Fohlen umtraben die Mutter- stuten, die rührend in ihrer Ausdauer sind, wie sie den schweren Wagen vorwärtsreißen. Es sind Ostpreußen. Es scheint mir, vielleicht ist es auch die strahlende Wintersonne, die über der Straße liegt, ich weiß es nicht, aber es scheint, als ob auch das Flüchten zur Gewohnheit werden könnte. Dieselben Züge habe ich vor Monaten gesehen, da war das Bettzeug in inniger Verbindung mit dem Vogelbauer, und die unnützesten Dinge nahmen rührendwiel Platz fort. Jetzt ist alles beinahe sachgemäß verpackt, das Riemenzeug ist in Ordnung, für die Kinder ist vorgesorgt, und die Fahrt geht flott und glatt. Ich weiß, daß hinter diesen festen Gesichtern viel Herzleid gebannt ist, ich weiß, daß diese Menschen an ihr?;, verlassenen Wohnstätten mit einer stummen Liebe hängen, die nicht spricht, aber das äußerliche Bild ist ruhiger geworden. Mit Staunen stelle ich fest, daß die Menschen selbst in das Elend Ordnung bringen können, daß ste in dieser tättgeu. Ordnung ein Mittel haben, es zu vergessen,

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denen das eine,Midhat-Pafcha", die türkische Kriegsflagge führte Russische Torvedoboote entdeckten noch ein drittes Transporffchiff. Alle drei Schiffe, beladen mit Munition, Automobilen, Flugmaschinen und Kanonen, wurden in Grund geschossen. Wir retteten 238 Mann, daruiiter auch mehrere Offiziere. Die Transportschiffe wareil nach Unieh bestimmt, um von dort Truppen nach Trapezunt überzusühren.

Vor der Kriegserklärung des Emirs von Kfghanisten an Rutzland.

Br. Kopenhagen, 14. Nov. (Erg. Drahibernht- Ktr. Bin.) Nach einer Petersburger Nachricht hat der Emir von Afghanistan der r u s s i s ch e n R e g r e r u u g zur Kenntnis gebracht, daß er sich dem Aufrufe des Kalifen zur Verteidigung des Islams unterworfen habe. Der russische Geschäfts­träger hat Kahul verlassen.

3um Untergang derEmden".

Weitere Einzelheiten.

W. T-B. London, 18. Nov. (Nichtamtlich.)Morning- post" meldet aus Sydney: Das australische Marineamt er­hielt folgende Nachricht von den Kokos-Inseln: DieEmden" traf mit bewaffneten Barkassen ein, die zwei Boote schleppten und 40 Mann, 3 Offiziere und 4 Maxims landeten. Nach der Zerstörung der funkentelegraphischen Instrumente und Maschinen außer dem Kondensator und dem Refrigerator fuhren die Mannschaften nach dem Schiffe ab. Inzwischen wurde dieSidncy" am Horizont gesichtet. DieEmden" stach sofort in See und ließ die Landungsabteilung in den Boüten zurück. DieEmden" eröffnete das Feuer, sie schoß anfangs sehr gut, verlor zwei Schornsteine und sing binnen einer Stunde Feuer am Heck. Drei Mann der Sidney" wurden getütet und 15 verwundet. DieEmden" liegt jetzt ans dein Strand nördlich von Keeling und ist ver­brannt. Der Kapitän derSidney" sagt, daß sich nur 80 Mann auf derEmden" befinden. DieSidney" fuhr nördlich von Keelmg, um den Verwundeten derEmden" zu helfen, die dort gestrandet waren, aber sptäer nach den Kokos- Inseln znrückkehrten. Man erfährt weiter, daß die Anwesen­heit derEmden" durch Funkendepeschen von Be­amten der Eastern Cable Co. auf den Kokos-Inseln ge­meldet worden ist. Die Eastern Cable Co. erhielt die erste Mitteilung, daß dieEmden" gesichtet wurde.

Die gelandeten Deutschen ans einem Segelschiff abgefahren-

W. T.-B. London, 13. Nov. (Nichtamtlich.)Daily Chronicle" meldet aus Keeling: DieEmden" traf mit Volldampf am Montagmorgen 6 Uhr ein. Sie führte keine Flagge und hatte einen vierten Schorn st ein. Sie setzte zwei Boot- aus, die 3 Offiziere und 40 Mann mit vier Maschinengewehren landeten. Sie zerstörten die Kabelstation und die dort befindlichen Instrumente. Darauf machten sie sich an das Durchschneiden des Kabels. DieEmden" gab ui»

6 Uhr das Signal zur Abfahrt, aber es war zu spät. Die Inselbewohner sahen bereits ein anderes Kriegsschiff auf- taucken, das sofort auf eine Entfernung von 3300 Meter den ersten Schuß abgab. Als dieSidney" näherkam, gelang es ihr, einen Schornstein und einen Mast derEmden" ü>e0f zuschietzen. Beide Schiffe feuerten heftig und entfernten fw schnell. Die Inselbewohner sahen und hörten darauf nichts mehr^ Die Bemannung derSidney" erzählte am nächsten Morgen, daß sie ihre Schnelligkeit benutzte, um sich außerhalb des Bereichs der Kanonen derEmden" zu halten, bis diese auf den Strand lief. Das Gefecht dauerte 80 Minuten. Nur zwei Schüsse der Deutschen trafen, töteten 4 Mann und ver­wundeten 14. Beide Kreuzer versuchten vergeblich, einander zu torpedieren. Am Abend schifften sich die gelandete» deutschen Matrosen auf einem alten Schoner ein, der einer» Bewohner der Insel gehörte. Nachdem sie Kleider u»» Vorräte requiriert hatten, fuhren sie ab. Man tp von ihnen nichts weiter gesehen.

Fregattenkapitän v. Müller wird nach England gebracht.

Br Rom, 14. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) LondonerNachrichten zufolge werden Kapitän v. Müller, der Befehlshaber derEmden", und Leutnant z. Prinz Franz Joseph von Hohenzollern nach England gebracht.

humorvolle Streiche des Fregattenkapitäns v. Müller.

Sr. Mailand, 14. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) D» Gazette Popolo" erzählt von dem guten Humor deS Kapita» derEmden" v. Müller, der ihn in der ganzen Welt syw-

Die Wagen werden seltener. Wir fahren mit siebzig achtzig Kilometer. Rechts nach vorn ist eine deutsche Batien zum Feuern bereit. Kavalleriepatrouillen reiten über ° Felder, eine Feldküche scheint eben verteilen zu wollen. -- saust es plötzlich über unsere Köpfe. Ein paar Meter wer im Straßengraben schlägt eine russische Granate ein, bei de» barten Boden fliegen die Sprengstücke bis zu dem heran.Unser" Hauptmann läßt höchste Geschwindig! einstellen, und in rasendem Tempo fliegen wir von der » strichenen Zone, die bald von Granattrichtern durchlöcye

sein muß.in

Noch vor ein paar Stunden war die Hohe, aus Me Anfuhren, und die Straße in russischen Händen. Wir ««P das Tempo verlangsamen. Zerschossene Wagen, todwun Pferde sperren den Weg. , . , . ,

Unsere Infanterie auf den Höhen ist in weit andergezogenen Truppen bereit zum Vorstoß. Me Artille^ j funkt in einen kleinen Wald, der dunkelgrün aus der Landschaft sich abhebt. Es ist so kalt, daß der Mein weiß der Luft steht: in der kühlen Klarheit sieht man deutlich, ' die Granaten die Zweige von den Bäumen schlagen.

Wald ist still, schön, leuchtend in dem sonnigen Mittag, es als ob der Harzgeruch mit leichtem Wind herüberwehle- stärker die Granaten das Gezweige niederschmettern.

Es wird festgestellt, daß der Wald von den Russe» 0 , räumt ist. Alles geht vor. Fern rechts das Jnfanteriestg» zum Avancieren. rieü

Wir durchschreiten das Waldstück. _ Ein kleiner, ur» vergessener und verlassener Friedhof schläft mitten tn ® Waldstück. Die Granaten haben ein Grab aufgM»»^ mürbe Knochensplitter und. morsches Holz liegen auf ® £J , braunen Trichter. Die helle Wintersonne streift über die fallencn Gitter. Ein kurzer Blick. Weiter! Die

geht so eilig vorwärts, daß nicht Zeit ist, alten Frie^vr^z rmchzuträumen. Am jenseitig«: Waldrand fährt Artillerie auf, um die abziehenden Russen noch zu 'P'Ljj In gestrecktem GÄotzp reiten dis Offiziers vor,