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Kette 37

Gidveditio»: Lattgtzässe lt<>. 27.

W. 168

Lösegelb, ohne Rücksicht auf die Höhe des Betrages, für die Gefangenen

Mehrere der Jungen habe tch ans fter wegen Betrugs, Unsittlichkeit und Unbor-

ieeqras, Laub ober Dergleichen ausfüllen. und an ein te ist nicht zu beuten. Alte Fachleute und der Ansicht,

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jenen iioriz

vielen Jahren bekannt.

* MiNagadeiisttyaiu. Sein Herz, fein groves Herz hatte er in den Dienst seines Blaaeus gestellt. Stuf Lpaziergaimen, in onem- Üd;en Gärten, in der Umgegend Petersburgs bewegte sich wie dornge Blätter meldeu, seit geraumer Zen ein behäbig ausschemnr Herr iM Kreife töchtergesegneter Familien, deren Betannlschasr zn machen, er eine eigen­artige Geichicklichkeit entwickelte. tzestathsfahmc^ockster aus der einen, - reelle SHbiichten auf der anderen «eile das patzt zusammen, -jei interessante Herr gibt sich für einen Gutsbesitzer mis, klagt über das cm- same Junggesellenleben und trägt nach einigen ^agen einer der Zockte, des Hauses Herz und Saud an. In kurzer Zen soll er sich auf diese Weise neun oder zehn Bräute angelegt haben, deren Familien er eoniequeni rur Alittaaszeit besuchte, nm sicki koiteufrer satt zu eisen. <^o trieb er c-.- bis vor ivemaen Tagen, wo ztvei seiner Bräute, die nut einander bekannt sind sich geg-nstitig Sie Äugen öffneten. Ter erfinderische Gentleman beim jetzt'allgemein derMittagsbränttgam"

* triu Signali'uch für heimlich Liebrndo, denen der Verkehr mit einander burch SlrgnSaugen erschwert wird, ist soeben tirt Buchhandet ericknenen ^ie Signale, deren dasallen Liebenden, Glücklichen rtud Un- i fllücflichcn" gewidmete Büchlein 64 enthält, die füralle wie ausreichen dürsten werden nicht etwa, wie bei der Manne, imt emer Reiheverschieden- farbiger und mannigfach geitalteter Flaggen gegeben- es genügt melmehr eine einzige Zehuvsenuig-Bnefmarke, um den verschiedenartigsten Gesuhlin nnzwe e haste.. Ausdruck zu verleihen. Dennoch meint der Autor - em Sinan1 wie er sich nennt -, daß mit den von ihm angegebenen «lanalen die Geheimzeichen bei Weitem nicht erschöpft seien, und dasj die ernnderische Liebe aus die gegebene Grundlage hm sehr bald zu neuen I itTateaiidien Kunstgriffen auf diesem Gebiete kommen werde, -ter Platz nStnlwb ans welchen bic Marke dem Briese ausgeklebt wird, und die I ssteliun'a der Marke hierbei sind für diese mooerne GeheiMfignaltnriliig I masiqebe.td. Verwunderlich erscheint es nur, daß auch der vorschristsmaszigen Anbringung der Marke aufrecht in der rechten oberen Ecke der Adretz- I feite ebenfalls eine besondere Bedeutung untergelegt wird, so daß I Jedermann, der in dieser Weise die Frankintug etnes Brieses bewirkt, bei | -en Wissenden" in den Verdacht geratl), er habe damit itgnaUnten wollet^

zu erlegen.

* Mrber die «rosten Leueesdriinlle, welche vor Suiyrn die schwedischen Städte Fund so all und Umea sowic das Dorf Ltlla Ed et und viele Fabriken, Schneidemühlen und Waloer m Norrlaud ver­heert haben, werden derK. Z." folgende Einzelheiten mitgethesit. tas Feuer in Sundsvall entstand 12 Uhr 15 Miknteu Mittags tu einem imljc dem Strome liegenden Nebengebäude und verbreitete sich mfolge des fl.t»t baren Nordwest-Sttirmes mit rasender Eile über du Stadt. Alle Be­mühungen der Feuerwehr waren erfolglos, zumal die .Hitze groß wurd , dasi die an den Wasserleitungen angefchrmivten Lchlauche zerstort witrde . Nach Verlauf von vier Stunden war die «ladt ein glühender Aschenhausen ans dem ein Wald von geschwärzten Schornsteinen und einige vom Feuer verschonte Gebäude, die Schule, das Gefaiigmsi und eine Brauerei lieuot- raaen Von der Kirche sieben nur noch die Wände, welche leben Uugen- blicf zusammeiiznsiürzen drohen. Herabgefallene Dachplatten haben ans dem Piave vor der'.Kirche die Grabmäler zertrümmert. Atif den offenen Platzen der Stadt liegen allerlei Gegenstände biintbmcheinander: auf kostbaren Salon- tischen ruhen Kartoffelsäcke, mit gestickten Tüchern gedeckt, K.i e- mid Biittew gefaste haben auf herrschaftlichen sophas .unb Belten ihren Platz gefunden, sehe P.üntrole über die geretteten Gegenstände ging natürlich verloren. Wu wir erfahren, ist eine Person an Brandwunden gestorben; eine -Ojahrme «rau starb vor Schrecken und einen Mann rührte der Schlag. Eine Frau nt vor Schrecken wahnsinnig geworden. Es sollen jedoch noch mehrere.Personen verunalnckt sein. Viele Pferde und andere Hausthiere sind verbrannt. Ser i Mangel an Lebensmitteln ist für den Augenblick gehoben, es fehlen jebodi Slleiber ^ie in Schweden gesammelten Mittel genügen bei weitem sticht, imd die öffentliche Mildthättgkeit des übrigen Europa lititsi noch beträcht­lich in Anspruch genommen werden, um der Roth zu lauern, iSertdjte bon her Bränden in llmea unb Ltlla Edet lauten nicht minder traurig. Und nicht nur in den Städten hat das Feuer gewuth», unabsehbare

I Strecken Wald nebst uinliegenbeu Gitterst, Fabnketi unb «chueiben.uhleii I sind ebenfaUS zerstört worden. Allein in Mora tu Dalartie sind gegen I 250 Hektar Wald niebergebrannt Die Gesanimtliohe des schadens lant I nch noch nicht genau bemessen; in den Städten allem Wirft er auf 30 biss I 40 Millionen geschätzt. (Kaiser Wilhelm II. hat für die durch Feuer Heim- I gesuchten der schwedischen Provütz Norrlaud 5000 Mark anweiien la,teu. I fiter in Wiesbaden ist eine Sammlung von Beiträgen mr dur Ab­gebrannten veranstaltet worden und nimmt die Expedition desWiesbudenei

I Tagblatt" Spenden zur Weiterbeförderung an. Die Red.)

* Mne Flaschenpost. Ein in Te Kao beim Nord-Eap mtf Neu- Seeland wohnender Herr G. AHau schreibt an denNew Zealand Heraw : I «iS ich mich am 4. Mai auf der Reife längs der siebzig Meileu-Bau I etwa eine Meile nördlich der kleinen Insel Motu Pea befand übergab m I ein Einaeboreiter eine Karte, welche er in einer von der See ans tlfe I nefoülten Flasche gefunden hatte. Es war eine auf Befehl der deutfchen I ?idmiralikat von der EorvettcBismarck" auf der Reife nach Shdnen vor I »7 Monaten in einer Flasche in den Cceati geworfene Starte, am welcher siaub: Diese Flasche wurde um 12 Uhr Mittags am lo. Februar

I int 41° "17' südlicher Breite unb 111" 56-50' östlicher Lauge von Green- I »bim über Bord geworfen. Ascher, an Bord des KriegsschiffesBismar

auf der ^Reise nach Sydney. 'Diese.Flasche wurdetmit@anl> elaH» I tinftet wird aebeten ne an die tni erlid c Admiralität IN Aertiii zu

schicken^undsugl°efd) überWort un^.Zeit zu berichten." Das Vor- I hanbenfein einer Oeean-Stromung vom indischen Oeean nach dem Cub- I eube Neuseelands ist, wie das neuseeländische Blatt bemerkt, schon fett

Tla Schroll juu. kein Geld hatte und der Verkäufer aus Erfüllung

5: «Ertrages bestand, so mußte sich schließlich oer Vater bequemen, das t

tot aii zu bringen unb bett Kaufschilling z» bezahlen, «pater war ^ imiüe "?bemaiin eifrigst bestrebt, Wechsel m fter Hohe von 12->,00 Gulben I - f Öen was jedoch noch rechtzeitig vereitelt wurde. Nun, da über ^iwb -chroll juu. die (Suratei veryangt worden, ist auch b'e geplante Lt zwiB-n dem jungen Verschwender und dem Marchen-Modev ins Nasser aefallen. . I

* Auf unser varkerre von Königen in Kamerun dürfen wir I «icht allzu sehr stolz sein. Wenn wir auch schon früher wustten, dav der Ä oder der'andere dieser schwärzlichen Dynasten noch einiger Nachhilfe Ken würde, ehe er in Europa für salonfähig angesehen werden konnte, Md daß der eigentliche Nutzen fter Mehrzahl solcher vormaligen Souveräne 2 ihrer sogenannten Unterschrift bei bett Liaarsvertragen unb ihrer Etlichen Anwesenheit bei unserer Flaggentuffung erschöpf worben, so «en wir doch geneigt, zu Gunsten des Komgs Bell eine Ausnahme , madien. Wie find wir enttäuscht worden! Der einzige deutsche Lehrer u | Serun hat, wie dieSrefeloer Ztg." meldet, an emen Herrn v. F. m tzichld, welcher ihn brieflich um eine Photographie der Prinzen Bell er- I Ät batte, folgende Posttarte genchtel:Kamerun, 6. Mai 1889.. Sehr iieebrter Herr! Es herrschen leider in Deutschland noch sehr fonder- I § Ansichten über Kamerun. Dem Wunsche. Ihrer Kleinen konnte ild nicht entsprechen. Bell ist, gar kein König, noch weniger, eine I ajtität, sondern ein gewöhnlicher Händler, der lugt unb stiehlt, I «'n itöthig" ebenso halbnackt geht . wie die Aiiberen, unb 1 SUt feine Pjacht Hai, nicht einmal die eiues Dorfschulzen. . och I batte nicki bl08 zwei, sondern sieben Sohne von ihm zu unternchteit, I bentn halft neue folgen werden. Mehrere der Zungen habe 'ch ans der cchule weisen müssen, und zwar Wegen Betrugs, Unsittlichkett und Unvot- | &eit. Bilder von der Art wie. die übersandten wurde ich überhaupt iiiiitm geben. Photographien von ihnen: a^a wurden sie laut auflachen I b fragen: wer bezahlt's«" guftem ist gar tetu Photograoh hier.

ltbertieft stehe ich im' Augenblick mit dem Mami (Bell) nicht sehr.gut I PAeint uns auch so. Tie lieft.] Die Kameruner haben rur gar nichts I itan,1 als nir Essen, Trinken, Handeln unb Ähnliches. Bilder, die etwas barftelien, würden bei meinen Schülern Anklang finden, für lösche wäre tanfbar Ihr ergebener Christaller.. P. 8. Entschuldigen sie bte Kurze ich haue unb habe kaum, eine Minute zur Erholung. Abresie. Herrn Rtchtscousnleut v. F., Creselb."

* Zerleabarc Ardettrrwohnnng. Ans Forbach, 13. Juli, Mdt man derSnaßb. Post": Im Hofe der Gebrüder Aft^fcheu | 7,tbsik ist man dieser Tage mit der Ausstellung eines zerlegbaren «düm- faie« beschäftigt, das als Arbeiterwohnung bei dem Bau des )iorftoftfee- fstmls benutzt rverfteu soll und nächsten Dtontag nach feiner Befummung Lei derlaften wird. Der ganze Bau ruht auf eisernen schienen, hat. eine «äuge von 27 Metern bei einer Breite von 10 Metern, nimmt mithin dm bedeutenden Flächeninhalt von 270 Quadratmetern ein. Das Jmtere litseb weiten Baues enthält 7 geräiimige unb helle Wohnzimmer von 3,20 Bieter in der Höhe, in deren SMttte Cefen geftettt. tterben tonnen Ta? Ganze bietet 50 Schlafstellen; im Noihfalle la en.sich l.edoch 18 Betten in jtdem Raum aufftetten, so daß vorübergehend 91 schlafstelleit geschahen »erben können. Im Innern läuft runb heruui em Gang von 1,20 Meter Bieile, Die neue Baracke macht den Eindruck eines behäbigen Wohnhauses, bas sehr fest unb sauber gearbeitet ist unb der rührigen 6'Uma alle Ehre mcht. An diesem zerlegbaren Wohnhaus hat man Alles in ,-lllem Zwei SDionate gearbeitet; einen Begriff von den dazu verwetideten latertalleti «Holz, Eisen und Pappe kann man sich machen,, wenn mau überlegt, baß die Baracke 25,000 Kilo wiegt und bag zur Verbringung nach Mel drei Waggons erforderlich fitib. Einen besonderen Vorzug vor den von berielben sirma früher gebauten Baracken hat das neue System dadurch, daß ich »äbtenft der rauhen Winterzeit beiondere Vorkehrnngen Kegen Kalte und Äse treffen lassen. Die Hohlraume zwischen Erde und 'Mboden lassen sich schon beim Aufschlagen mit Tort.oder «ner ähnlichen Masse ankfulleu, tbtnio läßt sich der rund hemmlanfende Gang tm Innern utagujtitartig «i Torf, Stroh, Seegras, Laub oder fteraleicbeu ausfüllen. und an em toringeu der Kälte ist nicht zu denken. Alle -rachleute lind der Ansicht, laß der neue Bau wohl allen Anforderiiugeu, die man von technifcher Ate Stellen kann, entsprechen dürste.

* ©efterreidtet untre Briganten. Die Nachrichte» über die weitere Entwickelung der Affaire von Bcllova finft Ibarlid) »nd dabet ee«g Hoffnung erweckend. Seit der ersten Botfchaft, welche die Räuber Ktich »ach bem UeberfaUe an die Aimehortgeu ihrer Geiseln entsandten, ii| roeber von ihnen noch von den Gefangeneu irgenft eine Mittheilimg mdi Vellova gelangt. Die Unterhandlungen .seitens> der bnuseuen Re- gitiungen unb Behörden werden mit dem grobten Eifer betrieben, doch nach Allen,, was bis beute verlautet, das zur AuSfor,chnng und Aus- hebung ber Räuber ausgesenftete Militär von einer energischen Verfolgung -bsehen unb sich daraus beschränken, die Briganten M zerntren, eilt ® Wett, welches, je nach Laune ber Räuber^, für da» Leben der Äefangi lium minber gefahrdrohenft feilt dürste. Samstag Nachts erhielt Dr. M Aman ber Advokat Ländler's in Wien, von der Gattttt des von bulga- sischen Briganten geraubten Herrn Landler folgendes Telegramm:Ar- Eten Sie, daß man Lerfolgitugeti .einstellt, ,onst Alle verloren. Hoist mingen schwanken. Bin der VeiWeifiung nahe. Lma.Landler. Beim Anckor der Societe de» raccordemente, Herrn Vitali m Parts, ift .auf ^itgende Anfrage desselben beim Fürsten von Bulgarien ein eigenhändiges Äteiben des Levieren eingelangt, in welchetn der Fürst Herrn Vitali dte ^rsichernitg gibt, daß seitens der bulgariichen Regierung Mies geschul t, »« die Gefangenen zu befreien, daß aber vorläufig aus Schonung für te Lebni fter Gefangenen bic Verfolgung der Räuber fistiN worden ist. htn yttaU hat überdies die Baiigue Ottomane beauftragt, das eventuelle