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Gleich wie die Großeltern des Kronprinzen während der ersten Jahre ihrer Vermählung wenig in das öffentliche rauschende Lehen traten war dies auch bei dem Kronprinzlichen Paare der Fall. Sie waren glücklich in ihrem H-im, und da« Glück wuchs, als am 27. Januar 1859 in dem trauten Palais sich eine zarte Kinderstimme erhob, während die Kanonen im Lustgarten mit 1001 Schutz den Bewohnern der Residenz verkündete» daß ein Prinz das Licht der Welt erblickt habe. Der neue Großvater' damals noch Prinz-Regent, dem das freudige Ereignitz während eine« Vortrages mitgetheilt wurde, kam, da er nicht auf das Anspannen d r Equipage warten wollte, in einer Droschke herbeigecilt; nach ihm war nfa nächster „Vater Wrangel" zur Stelle, und als dieser dar Palair wieder verließ, rief er dem harrenden Publikum zu: »Es geht Alles gut Kinder es ist ein tüchtiger, derber Rekrut, wie man es nur verlangen kann!" Die Menge brach in freudiges Jubeln aus und wiederholte die Hochrufe so lange, bis der Prinz-Regent und sein Sohn auf dem Balkon erschienen- Der Gratulations-Deputation der Abgeordneten aber sagte am nächsten Tage der hochbeglückte Vater: „Wenn Gott meinem Sohne das Leben erhält, so wird er meine schönste Aufgabe sein, denselben in den Gesinnungen und Gefühlen zu erziehen, welche mich an das Vaterlaud ketten “ Auch die Dienerschaft mußte an der Freud- theilnehmen; der Prim ,eiat- ihnen dm Neugeborenen selbst und ließ sie festlich bewirthen.
Hatte das Palais früher schon häufig den Kriegslärm kennen gelernt so auch unter seinen jetzigen Bewohnern, allerdings in anderer Weise wie einst. Ruhmgekrönt, mit frischem Lorbeer bekränzt, kam der heldenhafte Prinz und Heerführer zurück und der Glanz des Sieges verfckönt- di, friedliche Stätte. Einziger Tag, du 16. Juni 1871, wo ganz Berlin d heimkchrenden Truppen bejubelte, wer dich erlebt, der wird dich nie ver- geffm und auch niemals den Anblick, wo sich am Abend des TaaeS um- fiuthet von einem Meer voll, Licht, der Kronprinz mit seiner Gattin und
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Prinzm Waldemar, ebenso wie das erwähnte Nortrait der ’ Kaiserkrone zuruckgekehrt, es war zugleich mit ihm „Unser Fritz"
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andere Bildchen und Skizzen, meist mit italienischen Motiven leaen I ^A-8inn#in unb ii,n nun seit Langem ganz Deutschland niß von dem Talent der hohen Frau ab sie e-innern das Kronvri^n», m Bezeichnung aber drückt sich die
Paar an schöne, im Süden zugebrachteStunden Sie-S?* ÄÄ ° °u-, welche der Kronprinz überall genießt grellem Gegensatz zu den jetzt dort zu verlebmden Len Die n hnLSu ,Clft Mt ber in kleinerem Kreise mit dem zwei Fenstern befindlich- breite Rückwand wird durch ^mehr»e wtt Le bmaewinnenhrr77" ein offeneres, liebenswürdigeres und
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und der Kronprinzessin und mit hübschen Bronzesacken bedeckt ist oh„r I u8 bem unterhalt, von welch' einer Unterredung der
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boit neben selten-schönem künstlerischem Schmuck vor. Auch hier sehen I in arge Verlegenheit gesetzt worden, aus der er allerdinas meist hur* fflir verschiedentliche Werke des Meißels und der Palette, von der Hand I stutmüthige Bemerkung des Fragenden befreit wurde. Berlinisch ist auck der hohen Frau herrührend, welche ein eigenes kleines Bildhauer- und bie »uweilen angewandte umschreibende Ausdrucksweise oder bie
M°l°r-At-li°r im Palais besitzt, itnb sie zeugen sämmtlich von !i»7wirk- * Bezeichnung für einen Gegenstanb;7latt „ ffSl
Uch-n Begabung, niemals von einer mühsam angelernten Dilettanten- Bahnhofe in Kierberg zwei über bcm Eingänge zum Pmonbefinbli^ Vervollkommnmig. Auch ber ganze Haushalt ist verhältnißmätzig bescheidener Flaggen etwas gelöst, da rief der Kronprinz -inem EisenbaL-am m u Natur. -b°n o w,- die Erziehung d-r Kinder bekanntlich nach rein bürger- »Schütteln Sie doch mal di- Pflaumen dort herunter ich möchte nickt' lichen Prinzipien gelertet wurde. daß sie mir auf den Kopf fallen," und gelegentlich des KünstteLÜssittn-
ftst-s in Bernau sagt- er zum Prinzen Heinrich, mit dem er vor nm mit gewaltigen Hummern besetzten Buffet stand: „Du, Heinrich, hast Du
so große Krebse gegeffcn?" und auf dessen Erwiderung: „Aber, Pap-, das sind ia Hummern," ganz ernsthaft: .I bewahre, mein Sohn, das sind
I l“ 7 ?rD7’ Spreekrebse. Ob, wie cs bei dem Berliner der Fall ist, der hohe Herr auf seine launigen Bemerkungen hin nicht gern ebenso humoristische vernimmt, wissen wir freilich nicht, Z,»em??n8 kM^7irtoUHbC' 6,a er«,bc°5 ^on schlagfertige Antworten erhalten, bti« fpielätoeife üon einem Afrikareisenden, der, nachdem er von einer sehr ungefährlichen kurzen Expedition zurückgekehrt, auf die satyrische Nraae f «»ade Schonzeit gewesen", und von jenem Jungen, den
er Abends vor dem Schauladen einer Kunsthandlung getroffen und zu ll>7> °uf s-ine, d-r Prinzen Photographie deutend, di- gerade der ur- b°b°n „Na, Jung-, kennst Du mich. „Ice. — „Na, ich bitt ja der Kronprinz'" — Sie? V°rs° dumm halten Se mir doch nicht" - Wie sein kaiserlicher Vater bersugt der Kronprinz über ein ausgezeichnetes Gedächtniß, er erinnert sich fast eines Jeden, mit bem er bei irgenb welcher Gelegenheit in Berührung gekommen und mit besonderer Zuvorkommenheit behandelt er Diejenige-, die ihm einst in seiner Jugend nahe gestanden; so nennt er sich noch immer einem hochbetagten, in Potsdam lebenden Geheimrath gegenüber der ibu in den praktischen Dienst der Justizverwaltung eiugefühtt „L-u R^e- ZS«' “5,7»'Eh^n?I*anUnLmit bemfcIBt” "ergeht ohne ein einge- ftre«te8. „3a, zu der Zett, wo ich noch Ihr Referendar war!" e.n®2Lbers5ra®ni7 s«u. wo wiederum freudiges Leben in da, ^^upriuzliche Palais etnztcht, wo das Volk jubelnd den Thronfolger begrüßt und wo xtebei von uns leuchtenden Auges sagt: „Ja, zu der Zeit, wo unser Kronprinz noch krank war
