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Expedition» r L«»sg«Nr N». *1.

«eite 13

(Wiesb. Bade-Blatt vom 3 Januar 18 8)

Moueahofi

Malier, Bent.

Köln.

GOttingen.

Dr.,

Klieabaha-Hotel i

Eltville.

Böninger, Dr. jur.

Xan Erbprinz,

Tuger, General-Agent, Mailand

England.

Pratt, Frl:,

lenbe Spital

. Nürnberg. Weilburg.

Eltville. Kerpen. Coblenz.

Schliphake, Staiger, m. Fr., Weis, Kfm,

Schmidt, Kim, Weisenfeld, Kfm., Baht, Justizrath,

Miller.

Voss, Apotheker, Heimann, Chemiker,

Mailand München Heilbronn.

Haha:

Frankfurt.

Köln

Gi-e z.

Braunfels.

Ems.

Frankfurt.

Pritsch, Matzke. Hirecliberg, Kfm Lodet, Lees: mann, Jordan.

Wouda Kfm,

Tuger. Fr., Schmitz, Architect, Dar rieh, Mm.,

HotelZin

Völl, Kfm. m. Fr ,

Hoefeld Reg - Rath, Schmidt, Kfm, Wanger, Kfr.-., Neglein, Kfm.,

Schwedersky, nieut. a. D.,

> rankfu't.

Büren i

Engels, Lieut. m. Schwelt., Berlin v. Botinnen, Lieut , Karlsruhe.

Cölnlecfeer Hell

v. Wilanowitz-Moellendorf, Prof

Posen.

Köln. Dortmund. Berlin.

Hotel «in Word i Herrmann, Weingutab. sitzer, Schloss Wilhelm. r Gebhardt, Offizier, Biebrich.

* Frankreich. Noch vor dem Jahre,schlutz machte Präsident Carnot seinen ersten amtlichen Ausgang und besichtigte, von seinen Offizieren begleitet, das über 4000 Kranke und Sieche beherbergende Spital Ealpetriere", sowie das Militär - Krankenhaus Val-ve-Grace. In ersterer Anstalt, vom Director der Pariser Armenpflege empfangen,

Oranienstein. Mainz, m. Fr., Pe.-lin Ora ienstei. Mainz. Orani< ns rein. Amsterdam.

Krüner Wald i Meyer, Kfm., Off ermann Kfm,

Adler i

Freund, Kfm.., Berlin.

Perle, Dr. m Fr., Fraskfu t.

v. Möller, Gutsbesitzer m. Fr., Schlesien

Garfield, Esqu, Hüll.

Hotel Wein» :

Baht. Rechtsanw, Weilburg

Gross, Bürgermstr, Offenbach.

Sn Prtvalküaaer» i

Villa Prince of Wales:

Maurach Landrath m Fr., Danzig.

" Köln.

Meyer, Kfm.

Welpmann, Gymn -Lehr., Hagen.

Deutsches Weich.

* Der Kaiser sagte derNational-Zcitung" zufolge beim NeujahrS- Empfang zu der Generalität:Ich bemerke Ihnen, meine Herren, datz Ihre Hauptaufmerksamkeit in diesem Jahre die Kaisermanöver, welche die Garde und das dritte Armee-Corps abhalten, in Anspruch nehmen werden." DerKreuWitung" zufolge verlautet ferner, daß der Kaiser der Zuversicht Ausdruck gegeben habe, daß der Friede erhalten bleiben würde. Es bezieht sich das wohl auf die Nachricht, daß der Kaiser zu einem der Generäle und zwar zu einem, der dem Kronprinzen persönlich nahe steht, geäußert hat, er freue sich, daß mit den günstigeren Nachrichten über das Befinden des Kronprinzen auch günstige Berichte über die polllische Lage vorliegen. Datz der Kaiser ferner mit besonderer Bttonung geäuhert hat, die Haupt­aufmerksamkeit der Generäle werde in diesem Jcchre durch die Kaisermanöver in Anspruch genommen sein, wird allgemein so gedeutet, als habe der Kaiser damit die Eventualität eines Krieges abwetsen wollen. Er stimmt dar durchaus zu der Thatsache, die wir in den letzten Tagen wiederholt berichten konnten, dah man in den maßgebenden Kreisen eine durchaus fttedliche Auffassung der politischen Lage hat Als am Neujahrstage unter dm Klängen der Nationalhymne die Schloßwache anrückte, und der Kaiser iaggrotzer Gcnerolsuniform, leicht auf einen Stock gestützt an's Fenster trat, brach die vteltausendköpfige Menge in laute Hochrufe aus. Neben ihm erschien die Kaiserin. Der Kaiser blieb minutenlang am Fenster und grüßte unaufhöllich nach allen Seiten hin, und als die MengeHell Dir 'm Siegerkranz" anstimmte, trat er nochmals an das Fenster, obwohl das Gehen ihm sichtlich einige Mühe zu machen schien Zum Einschreiben beim Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm begaben sich alle Würdev- ttäger. Der erste am Platze war Minister Maybach, welcher schon um 10 Uhr seinen Namen in die ausliegenden Listen eintrug.

* DaS Kaiserpaar empfing am 2. Januar die aus Halle ein- getroffme Deputation der Satzwirker - Brüderschaft, welche Neujahrr- Glückwünsche und Geschenke darbrachte. Der Kaiser arbeitete darauf mit WilmowSkt, machte Nachmtttags eine Spazierfahrt und empfing nach der Rückkehr den commandirenden General Heuduck. Sodann hörte er den Vortrag des Staatssecretärs Bismarck.

* Die letzten Berichte über das Befinden des Kronprinzen tauten wiederum günstig. Von durchaus zuverlässiger Seite wird gemeldet, daß in Neujahrsbriefen, die aus der directen Umgebung des Kronprinzen nach Berlin gelangt find, mit großer Freude von der fortschreitenden Besserung seines Zustandes berichtet und dabei mitgeiheilt wird, daß die «erzte, wenn ste auch das erlösende Wort noch nicht aussprechen können, doch in ihrem Glauben an die Richtigkeit der ersten Diagnose et« schlittert seien.

. . * Jur Weltlage. Die Veröffentlichung der gefälschten Aktenfiücke wird augemetn al« beruhigendes Zeichen aufgefaßt. Beachtenswerth ist duch, daß jetzt das Organ des Reichskanzlers ganz unzweifelhaft tat Sinne

Ausland.

* Oesterreich-Ungar«. Officiös wird verfichert, daß in jüngster Zeit keine weiteren russischen Truppenverschiebungen aus dem Innern des Landes nach der Westgrenze stattoefunden haben, sondern daß es stch bei den in jüngster Zeit gemeldeten Nachrichten hauptsächlich um Verschiebungen innerhalb der Grenzpiovinzcu zu handeln scheint.

Hbetm-Hotels

v. Malert, Bauunternehmer.

Donauesching-n.

Fraser, Oberst, Lewen.

Hessel, Lieut Köln

Ernst, Betriebs-Director, Cal'enhardt.

v. Kauffmann, L'eat, Coblenz.

»eienwe-Motei i

einer beruhigenderen Auffassung der Lage wirkt. Dahin gehört nicht nur der hochofficiöse Artikel, der bestimmt ist, einer ungünstigen Deutung der Thatsache vorzubeugen, daß der Botschafter v. Schweinitz noch keine Audienz beim Zaren gehabt bat, sondern auch die Rundschau derNordd. Allgem. Ztg.", die sicher officiös inspirict ist und in der es u. A. heißt:

In der Veröffentlichung der gefälschten diplomatischen Aktenstücke documentirt sich ohne Frage das bei Weitem bedeutsamste, zeitgeschichtliche Ereigniß. Es wird damit für die loyalen Gesiunungen des russischen Herrschers ein beredter Beweis geliefert und einer zuversichtlicheren Auf­fassung der Gesammtlage die Bahn geebnet. ... Er erscheint der Versuch, an der Thatsache der vollzogenen Veröffentlichung »u mäkeln und gar an­zudeuten, als sei dieselbe ohne Zusttmwuna des Kaisers Alexander erfolgt, mindestens ganz willkürlich und legt den Verdacht nahe, daß man es hier entweder mit einem durch politische Befangenheit getrübten, oder aber tendenziös beeinflußten Urtheil zu thun habe. . . . Auch das in Brüssel erscheinende russische JnteressenorganNord" hält trotz aller Zeitungs­polemik an der Friedenszuverstcht fest und betont, die erste Vorbedingung einer dauernden Sicherung des Friedens sei die Wiederherstellung des Berliner Vertrages. Rußland würde jedes Entgegenkommen in diesem Sinne mit Freuden begrüßen. BemerkenSwerth erscheinen ferner die von der wohlaccreditirten KopenhagenerNational Tidenbe" aus Petersburg mitaelheilten Aeußerungen eines hochstehenden und als tüchtig anerkannten Offiziers, der, b.sser als andere, Rußland vorn militärischen Standpunkte beuctheilen könne. Derselbe glaubt nicht, daß Deutschland oder Oesterreich angreisen wollen. Würde Rußland angegriffen werden, io würde es glänzenden Widerstand leisten. Für einen Angriffskrieg sei Rußland noch lange nicht genug gerüstet. Auch die inneren Verhältnisse seien zu bedenk­lich. Auch der Präsident der französischen Republik hat den Neujahrs­empfang des diplomatischen Corps zur Betonung seiner Friedenswüusche benutzt, und wenn Oesterreich seine Reserven behufs Einübung mit dem neuen Gewehr zu kurzer Uebung heranzieht, so ist daran zu erinnern, daß vergangenes Jahr bet uns dieselbe Maßregel vorgenommen wurde, ohne daß Jemand sich bemüßigt gefunden hätte, alarmtendenziöses Capital daraus zu schlagen."

Tie Tendenz dieser Auslassung und Zusammenstellung des Blattes ist klar. Ferner verdient ein Entrefilet im mchtamtlichen Theile desRetchs- anz iger" Beachtung, weil es von Neuem beweist, daß die deutsche Politik den Prinzen von Coburg in Bulgarien durchaus preisgibt. DerReichs­anzeiger" schreibt nämlich:

Der neu erschienene Goihaiscke genealogische Hofkalender für da» Jahr 1888 nennt unter der Rubrik Bulgarien als Chef dieses Vasallen­staates:Fürst Ferdinand I, königliche Hoheit". Auch bei Aufzählung der Mitglieder des Hause» Sachscn-Coburg und Gotha wird dem Prinzen Ferdinand da» PrädicatKönigliche Hoheit" beigelegt. Diese Bezeichnungen sind unrichtig. Der Prinz Ferdinand von Sachsen-Cobüra ist nach den für die Wahl eines Fürsten von Bulgarien maßgebenden Bestimmungen des Berliner Vertrages nicht al« Fürst dieses Landes auzusehen, da seine Wahl weder von der Pforte noch von den Mächten anerkannt worden ist."

Was den General v. Schweinitz betrifft, so ist derselbe nach der N. Allg. Ztg." einfach auf seinen Posten zurückgekehrt, ohne eine besondere Mission zu haben. Er hatte daher keine Veranlassung, Audienz beim Zaren zu nehmen.

* Zu bett Acten-Fälschungen. DieK. Ztg." weist in einem anscheiliend offiziösen Artikel nach, daß die Fälschungen allem Anschein nach, wie ans einzelnen Wendungen hervoraehe, nicht aus dem Deutschen übersetzt, vielleicht int Original französisch etient. französische Uebersetzung eines slavischen UrtexieS seien, und deutet dabei auf den jetzigen russischen Gesandten in Brüssel, Fürst Urussow, hin, der früher Gesandter in Bukarest war, wo er sich der nattonal-rumänischen Politik al« feindlich erwies und für den russischen Einfluß agitirte. Aus den Fälschungen leuchte aber hervor, daß außer gegen Deutschland der Zar gegen Rußland eingenommen werden sollte. DieK. Ztg." schreibt zum Schluß:Wenn aus den Fälschungen aus inneren Gründen auf die Urheber ein Schluß erlaubt ist, so führt er auf Leute, die mit dem russischen Gesandten, der früher in Bukarest und seit etwa« über Jahres­frist in Brüssel da» russische Reich vertritt, mindesten« sehr nahe vertrant gewesen sein müssen. Von allem Anfang lenkte sich der Verdacht auf bte Kreise, welche die jetzige russische Gesandtschaft in Bukarest umgaben. Herr Hitrowo hat Anspruch darauf, sestgestillt zu wissen, daß stch an Feindselig­keit gegen Rumänien und desstn j tzige politische Leitung sein Vorgänger U ussow, j'tzi in Brüssel, sehr schwer überbieten läßt."

* I« Posen begann am 2. d. M. vor der zweiten Strafkammer de« Landgericht» die Verhandlung wider den Studenten Bronirlaw SlowinSkt und Genossen wegen Theilnahme an geheimen Ver­bindungen und Anreizung verschiedener Classeo der Bevölkerung zu Gewaltthätigketten gegen einander. Die Angeklagten sind meist Handwerker polnischer Nationalität. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde die Oeffenttichkett ausgeschlossen. Für die Verhandlung sind zwei Wochen in Ausficht genommen.

Leikert, Baumstr. Oberlahnsteio.

Bonn.