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* Schiffs-Nachrichten. (Nach der „Franks. Zig.".) Angekomme» in Philadelphia D. „British Prince" von Liverpool; m New-Dork die D. „Spain" von Liverpool und „Egypttan Monarch" von London; in Lizard der Nordd. Lloyd-D „Ems" von New-Jork.
aöncursmasse-Verwalter und einem Geschäfts -Agenten vorgenommen morden Bei dem Ersteren fand mm einen Dossier, der auf einen £D„rnitnn6fd>ad)er Wilson-d'Andlau Bezug hat; der Andere hatte I)ta=
Bündel Wilson-Briefe, welches er
Kaufe angetragen, fo gut bei Seite geschafft, daß die Polizei unverrichteter Dinge abziehen mußte.
* Dänemark. Der Zar mit Familie, sowie die Prinzessin von Wales sind am Donnerstag Nachmittag? um 2'/- Uhr von Kopenhagen abgererst. Der König, der Kronprinz, dre Munster und die Mitglieder des diploma- tticken CorP» waren bei der Abreise zugegen.
« Norwegen und Schweden. Der höchst- Gerichtshof bestätigte i>le Entscheidung der ersten Instanz, wodurch dre Stockholmer Wahlen -um Reichstage kassirt werden. Die von der Minorität gewählten und der Vchutzzollpartki angehörenden D.puttiten treten somrt tu den Reichstag em.
* Großbritannien. Die Vertreter der Londoner radicalen Clubs bielten eine Versammlung ab, in welcher beschlossen wurde, bis zur gesetzlichen Entscheidung der Frage keinen werteren Versuch zu machen, auf Trafalgar Square eine Versammlung abzuhalten, i-doch am nächsten Sonntag tat HydeMk eine Kundgebung gegen dre Em vmung O Bri »S m veranstalten.-DerGeneralprocurator stellte die gerichtliche Verfolgung Lg am 11. November auf dem Traralgar Square verhafteten William Launders ein. - Eine große Anzahl Personen aller Bevolkerungsklassen ffnd zu Special-Constablern für den Polizerdienst bestallt worden.
* Bulgarien. Der serbische Flüchtling Paichitsch reiste von Bukarest nach der servisch-macedonischen Grenze ab. Man wird daher demnächst vielleicht von Einfällen in das serbische <3e6tet Horen. — Dre Versuche mü hem Schulhofgewehr ergaben keinen Erfolg. — Die Mitglieder der französischen Gefandtschafk in Belgrad langten kürzlich angeblich auf einer Ne-apnannaSreise in Sofia an, gaben aber ihre Karten bei dem Minister SSE Strknsky, ab. - Erne Interpellation betreffs Einleitung des Verfahrens wider dte Urheber des Staatsstreichs wird in der eobranje
vermischtes.
* Vom Tage. Auf Schloß Osterstein wurde die Vermählung der Prinzessin Elisabeth Reuß j. Linie mit dem Prinzen Hermann zu Solms-Braunfels feierlich vollzogen. - In den Volksschulen von Bortrop (Münster) herrscht die egyptische Augenkrankheit. 52 Kinder sind bereits davon befallen. — In Karlsruhe feierten zwei Zwillingsschwestern unlängst ihren 90. Geburtstag. —Bei Danzig strandete die Bark „Loreley". Die Mannschaft wurde gerettet. — Die große Schlabach'scke Tuchfabrik in Sagan ist niedergebrannt; sie beschäitigte 200 Arbeiter. — In Rutscherau (Schlesien) lebt eine 114 jährige Greisin, physisch und geistig rüstig. — Der Nihilist Jassiewicz wurde vom Wiener Landesgerichte an Rußland ausgeliefert. — Das städt. Magazin zu Stuttgart, vorwiegend als Hopfenhalle dienend, ist in kaum 3 Stunden völlig niedergebrannt Der Schaden ist sehr bedeutend. — Das Erdbeben vom 14. November ward nach Berichten aus Frankreich gegen 9 Uhr Vormittags auch in Cavaillon, L'JSle-en- Vauclufe, Avignon und anderen Orten des Arondiffements gleichen Namens
wobei letztere in Aner Tiefe von 70 Met ersank. Die SchiHrüchigm hatten tnährenb be*1 25 Minuten welche die „Stella" sich noch Uber Wafser hielt, genügend Zeit, an Bord' der leichter beschädigten „Lutetia zu gelangen, o daß kein Menschenleben zu beklagen ist.
* Beispielloser Opfermuth. In großer Anzahl lauft» an d-e Aerzte und die Umgebung drS Kronprinzen Briefe ein, welche oft dir absurdesten Vorschläge für neue Heilverfahren u. s. w. enthalten. Geradezu rührend aber ist ein Schreiben an Herrn v. Bergmann, das, fernvon edem Eigennutz und jeder Reclame, einen wahrhaft heroischen Opfermuth eines Absenders documentirt. Die schlichten, aber vrelfagenden Worte lauten: „Entschuldigen Sie, hochgeehrter Herr, wenn tch wtt einer Frage zu Ihnen komme, welche vielleicht recht absurd sein mag Kann man einen ausgeschnittenen Kehlkopf durch, einen anderen gesunden menschlichen ersetzen? - Wenn dies der Fall, st an de c:f.n.n ein solcher zur Verfügung; wenn mcht, bitte ich meine unwisfende Frage zu verzeihen. Nur iw Falle meine Zeilen von Nutzen sein könnten, bitte ich um sofortige Nachricht postlagernd München rc. Ein ganz gleiche? Anerbieten ist Herrn v. Bergmann auch aus Ost - vreußen gemacht worden — ein Beweis, daß in den verschiedenste» Gegenden Deutschlands ein- beispiellose Opferwilligkett für unseren Kronprinzen sich geltend macht.
* Die Kehkkopf-Exstirpatione di- Professor p. Bergmann am jüngstvergangenen Montag an dem Kaufmann M. aus Berlinchen vornahm, erregt begreiflicher Weise da8 l bhafteste Jnterchs nicht blos der Fachkreise, sondern auch der gesawmten Laienwelt Mit besonderer Be- frirdigung wird deßhalb allseitig die Mittheflung aufgenommen werden, daß das Befinden des Patienten auS am dritten Tage nach der Operation ein durchaus zufriedenstellendes, ja ein überraschepd gutes genannt werde» darf Herr M. ist ein Mann in Mitt- der vierziger Jahre und VS» ziemlich kräftiger Constitution. Sein Allgemeinbefinden und fei» Krafte- zustand find durchaus gut, und - was,di- Hauptsache ist - der Patient ist auch fieberfrei. Da erfahrungsgemäß di- ersten drei Tage nach einer gefährlichen Operation gerade in Bezug auf das gefürchtete Wundfieber di- kritischen sind, fo geben sich die Merck- schon der erfreulichen Hoffnung bin daß der Patient, wenn keine besonderen Complicationen mchr ein- tret'en den schweren operativen Eingriff glücklich überstehen wird.
* Boulanger befindet sich in Karlsruhe'. Aus Karlsruhe wird der „Heidelb. Ztg." nämlich berichtet: Boulanger ist hier eingetroffen und sofort von hiesigen Offizieren in Empfang genommen worden Er wurde alsbald in die Kaserne des L-ibgrenadi-r-Reglments verbracht und machte sich mit deren Localitäten bekannt, in denen er. zwei bis drei Jobre ;u verweilen gedenkt. Es handelt sich ramltch um einen Rekruten dieses Namens, der in die 6. Compagnie des Leib-Regiments eingereiht wurde.
* Die Affaire Ziethen-Wilhelm gelangt, wie der „B. Z" gemeldet worden ist in der am 5. December d. I. beginnenden «chwurgerrchts- Session in Elberfeld zur Verhandlung. Die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen den Wiederaufnahme-Beschluß muß demnach von zu- tändigen App-llattons Gericht zurückgewiesen worden fem.
* Ei« interessantes Beispiel von framöfifchem Chauvi- «ismus hat vor einigen Tagen die Expedition der Creftlder Zeitung" ,Tr«6t Auftrag einer dortigen Firma sandte dieselbe ein Inserat an d e Z-itum ,Le Progrös du Nord" in Lille und fügte die Jnsertions- aebühren sofort bet. Beides, der Betrag und das Inserat, kamen sofort zurück, begleitet von folgender Begründung: „Monsieur, la Campagne, eatreprise dans notre Journal contre les produits allemands, nous empeche d’accepter votre annonce.“
* Der Aussatz in England. In einem englischen Dorfe ist nach dem Zeugnisse des Erzdechanten Wright ein Fall von Aussatz entdeckt word-u und seitdem ist hier der mittelalterliche Schrecken ob der gehiimmß- vollen Verbreitung dieser Krankheit wieder aufgelebt. Indessen hat es in den letzten 50 Jahren wenigstens 60 Fäll- in den Hospitälern von London, Dublin und Glasgow gegeben; nur lassen sie sich alle auf Einfuhr von außen, aus Indien und China, durch Matrosen und Colonistrn, zuruck- führen. Die Ansteckungsfähigkett der Krankheit scheint dadurch eher bestätigt, als verneint zu werden.
* Eine fashionable Künstlerin. Die in der fashionabeln Gesellschaft von Liverpool wohlbekannte Mrs. Churchill Jodvell, -tue Verwandte des Herzogs von Marlborough, hat sich entschlossen dem Beispiel der famosen Mrs. Langtry zu folgen und auf der Buhne ihr Glück zu versuchen. Am 12. d. Mts wollte sie ihre Tour in der Provinz beginnen und im Alexander-Theater zu Liverpool in einem Stück des Mr. Boucftault auftreteu. Die Gesellschaft, der die Dame angehört, wird mit ihrem ganzen Train reisen, dazu gehören, laut dem Programm, „4 Gala- waaen und 3 Pferde, Kutscher, Reitknechte, Livröebedienten und 18 Hunde". Die Dame ist die Erbin eines schönen Landgutes und kann zu zwei Pfründen die Geistlichen ernennen.
* Automatischer Post-Briefkasten. Der Petersburger Techniker Grazn osf bat einen Postkasten construirt, welcher automatisch die hineingeworfenen Briefe abstempelt und üh-r jeden Brief ein Recip.sse mit der entsprechenden Nummer herauSgibt.
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mabraenommen In Saint-Saturn!» bekamen manche Häuser Sprünge «rck brocken einiae Kamine zusammen. Verwundet ode^erschlagen wurde Niemand - D°r von C-tt-kommend- Dampfer „Lutetia" und die nach Oran auslaufende Stella" stießen nahe dem Cap Mö;ean zusammen, <1 .tL: srLf; NON 70 Met ersank. Die Schifforüchigen hatten
eiugebracht.
Kandel, Industrie, Statistik.
Dr.A.R. Wenn Wissenschaft und Technik sich verbind-n, einander unterstützen und ergänzen, dann können Steg allgemeine Anerkennung und durckscklagender Erfolg mcht fehlen! Glanzenden Erfolges kann sich denn auch die Firma Julius Maggi L Co in Kemptthal (Schweiz), Singen und Berlin rühmen, da dieselbe, wie tm Januar in Leipzig, für ihre Spezialitäten in Nährmitteln mm auch wiederum die große goldene Medaille der Stadt Düsseldorf erhielt. Es bringt aber auch keine andere Fabrik das Eiweiß und die übrigen Nährboffe der Samen ver- schi-dener Hülsenfrüchte in so vollkommen aufgeschlossener Form als wohlschmeckende, leicht verdauliche m b rasch zu praparirende Nahrung auf den Markt! Dieser Leguminose genannten Suppennahrung rechen sich an Cobinationen der feinsten Hülsenfrüchte mit anderen Suppeneinlagen in Form feiner Suppenmehle, wodurch der Tisch des Reichen und des Armen zweckmäßige, genußreiche Abwechselung erhalt. Da die Wissenschaft als Ergänzung einer rationellen Ernährung auch Speisewürzen verlangt, so fabrizirt obengenannte Firma auch Bouillon-Extracte, welche zur Herstellung reiner Kraftbrühe zur Wurz- und Verbesserung von Suppen und Saucen dienen. .Billiger, ichmackhafter, haltbarer denn alle anderen Cxtracte sind Maggi's Wurzen, das Vorzüglichste seiner Nähr-Spezialitäten. Bei der Fabrikation aller Producte der Firma dominirt die Wissenschaft, arbeitet die Technik mit peinlichster Genauigkeit zum Wohle der hungernden, gesunden und kranken Menschheit.
* Marktberichte. Fruchtmarkt zu Mainz vom 18 Novbr. Wiewohl auf dem heutigen Markte die Tendenz für Brodfrüchte ebenfalls noch als fest bezeichnet werden mußte, trat doch durch die seitherigen Preiserhöhungen für Weizen verstärktes Angebot hervor, fo daß die Notirunge» für diese Fruchtgattung eine kleine Abschwächung erfuhren. Kor» und Gerste unverändert; für letztere war heute in guter Brauwaare mehr Nachfrage wie seither. Wir noiiren: 100 Kilo Nassauer und Pfälzer Weizen 17 Mk. 25 Pf. bis 17 Mk. 75 Pf., ditto Korn 13 Mk. 25 Pf. bis 13 Mk. 75 Pf, dilto Gerste 14 Mk. 50 Pf. bis 15 Mk. 50 Pf., russisches Korn 13 Mk. 25 Pf, russischer Weizen 18 Mk. 50 Pf. bis 19 Mk. 50 Pf., amerikanischer Weizen 18 Mk. bis 19 Mk.
