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Königliche
Anfang «V-, Ende » Uhr.
Sonntag, 16. October: Loheugrin. (Erhöhte Preise.)
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Lokales und provinzielles.
(1. Vorst, tat Abonnement.) von Köler Bola.
Samstag, 15. October. 189. Vorst.
Lustspiel-Ouverture
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•rl. Butze.
>err Reubke.
>err Rudolph.
>err Köchy.
>err Neumann, frl. v. KolL. srl. Lipski. )err Holland. )err Bethge. )err Domcwatz.
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* Biebrich, 13. Oct. Die Napp'sche Essigfabrik ist sammt W Inventar von den Erben an Herrn Dr. Paul Fritsche zu Elberfeld vei kauft worden. — Heute Früh 6‘/i Uhr glitt der Polier Hammer
Zum Erstenmale:
König und Waner.
Lustspiel in 3 Akten von Lope de Vega. Nach der Halm'schen Uebersetzung neu bearbeitet und für die Bühne eingerichtet von August Foerster.
In Scene gesetzt von C. Schulter.
* Die Strafkammer verurtheilte in ihrer gestrigen Sitzung den wegen Betrugs schon vielfach bestraften Zimmermann Felix Hartmann von Wehen, welcher sich beide« hiestgen Kaufmann Betzelt Lebensmittel im Werthe von 5 Mk. auf den Namen des Friedlich Gros von Wehen zu verschaffen wußte, wegen Betrugs und Urkundenfälschung zusätzlich zu der jüngst gegen ihn erkannten dreimonatlichen Gefängniß- strafe nunmehr zu einer solchen von 5 Monaten; außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer eines Jahres aberkannt. — Zwischen der Ehefrau des Kellners Franz Dr. hier hatte eines Tages mit dem Hausverwalter Heinrich Damm wegen Abstellung des Wassers ein Wortwechsel stattgefunden, der in Thätlichkeiten auszuarten drohte. Um dies zu verhüten, schleuderte der Ehemann der bedrohten Kellnersfrau von gewisser Entfernung einen leeren Selterswasserkrug zwischen die streitenden Parteien und traf dabei, natürlich ohne zu wollen, den Hausverwalter äußerst unglücklich am Kopfe. Das König!. Schöffengericht verurtheilte den Kellner deßhalb zu einer Geldstrafe von 100 Mr. Auf die Berufung des Beschuldigten setzte aber die Strafkammer die erkannte Geldstrafe von 100 Mk. auf eine solche von 50 Mk. herab. - Am 16. Juli d. Js. ging der Maurer Georg Wilhelm D. mit mehreren Arbeitern nach Feierabend von Biebrich nach Dotzheim. Unterwegs wurden zwei von D.'s Genossen handgemein. Während D. und die mit ihm gingen Zuschauer des Zweikampfes waren, kam auch der Maurer Wilhelm Maus herbei, der einem Betrunkenen seinen Beistand lieh. „Was gibt's denn?" fragte er. „Die wollen sich schlagen," erwiderte einer der Zuschauer. „Nun, Du.......
wirst Dich doch nicht hineinhängen wollen", fügte beleidigend der D. hinzu. Nun gab ein Wort das andere und es dauerte nicht lange, so lagen sich auch die Beiden in den Haaren. D. machte jedoch gleich tat Beginn seines Kampfes durch einen Messerstich seinen Gegner kampfunfähig. Mehr al« 4 Wochen war Maus arbeitsunfähig und verlangte, als Nebenkläger zugelassen, eine Buße von 88 Mk 80 Pf. Die Strafkammer verurtheilte den Messerhelden zu einer Gefäugnißstrafe von 10 Monaten, sowie zur Entrichtung einer Buße von 88 Mk. 80 Pf. an den verletzten Maus. Mit Rücksicht auf die Höhe der gegen ihn erkannten Strafe wurde der Angeklagte sogleich in Haft genommen. — Der Taglöhner Johann Paul Schw. von Eibingen, der Körperverletzung angeklagt, ist trotz ordnungsmäßiger Ladung zum heutigen Termine nicht erschienen, und wurde daher Haftbefehl gegen ihn erlasfen. — Wegen versuchter Brandstiftung hatte sich der 13 Jahre alte Schulknabe A. Sch. von Eibingen zu verantworten. Er ist der Sohn wohlhabender, allgemein geachteter Eltern, deren Bemühungen um seine Erziehung bis jetzt aber nur von geringem Erfolge begleitet sind. Von dem Lehrer in Eibingen wird er als fauler, unordentlicher und arbeitsscheuer Junge bezeichnet. Und eben au« Arbeitsscheu hat er auch nach seinem Geständnitz in der Scheune, welche an das Haus seiner Eltern grenzt, Feuer angelegt, indem er ein Bündel Fichtenretser in Brand setzte und durch ein Loch der Mauer in die Scheune, wo eine Menge dürrer Rebwellen aufgeschtchtct war. Er hoffte, wenn die Scheune in Brand gesetzt sei, werde das Feuer auf das Haus seiner Eltern übertragen und auch dieses in Asche legen: dann aber, io dachte er weiter, würde sein Vater ihn nicht mchr in der Bäckerei ver-
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Personen:
Heinrich der Vierte, König von Frankreich . Prinzessin Margarethe, seine Schwester . . Graf Armand, des Königs Marschall . . Ritter Gauthier.........
Jean Gomard, ein reicher Bauer in Bellefleur einem Dorfe unwest Paris.....
Clöment, 1 r.jn„ sj-s.,-.......
Rosanna, J 'etne mnöer.......
Marion, eine Verwandte Jean Gomard's .
Aubin, \ ...
Jaques, ! Knechte Jean Gomard's . . .
Andre, J ...
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Ritter und Damen. Jagdgefolge. Pagen. Diener. Bauern und Bäuerinnen.
Ort der Handlung: Bellefleur und Paris. — Zeit: Um 1590.
wenden und er dann ein freies Leben führen und seine Jugend „aeni-b^. können. Von diesem merkwürdigen Motiv getrieben, hatte er schon £ Monate früher sich einen Strick gekauft und war in seiner Vaters Sch»^ gegangen mit dem Vorsatz, sich das Leben zu nehmen. Seine hinderte ihn damals an der Ausführung seines Entschluffes. Nach ImS Berathung verkündete der Vorsitzende der Strafkammer, Herr ßonbgetidß? rath Wißmann, das Urthetl, welches nur deßhalb auf eine so gelind Strafe von 6 Wochen Gefängniß lautete, weil der durch den Brand Z, ursachte Schaden nur unbedeutend war. Denn durch den starken Rau» welcher aus der Scheune drang, wurden die Nachbarn aufmerksam Ä Sturmglocke rief die Dorfbewohner zusammen und in kurzer Zett' das Feuer gelöscht. ______
* Evangelischer Bund. Am letzten Montag vereinigten fis hl, hiestgen Mitglieder des „Evangelischen Bundes zur Wahrung der btutf» protestantischen Interessen" zu einer vertraulichen Besprechung. Der S» seit kurzer Zeit bestehende Bund hat in allen Kreisen unseres Vaterlaub« auch speziell in Nassau, lebhafte Theilnahme und Förderung gefanu' und dadurch die Berechtigung seines Bestehens erwiesen. In unserer S gehören dem Bunde, ohne daß bis jetzt ein Schrttt nach außen hin getotfa wäre, etwa 70 Mitglieder aus allen bürgerlichen Ständen und den bet- schiedenen kirchlichen Parteien an. Im Hinblick hierauf wurde von di- zahlreich erschienenen Herren der einstimmige Beschluß gefaßt, etaen Zweigverein Hierselbst zu gründen. Zum provisorischen Vor im» : desselben wurden gewählt die Herren Geh. Regierungsrath v. Reichen»» als Vorsitzender, Gymnasiallehrer Hochhuth als Schriftführer, Lehm Wüst als Cassirer, Geh. Regierungsrath Or. Firnhaber und GymnM- lehret Fritze als Beisitzer. Es darf erwartet werden, daß der Vern» rasch wachsen wird, sobald, wie in Aussicht genommen, in einer öffentlich,« Versammlung demnächst die Constituirung endgültig erfolgt. Doch fönneu jetzt schon weitere Bellrittserklärungen, zu denen auch Damen eingelaiti werden, an eines der Mllglieder des provisorischen Vorstandes erfolgen Der Jahresbeitrag beträgt 1 Mk.. gegen Entrichtung von 3 Mk. wird die in Halle erscheinende „Kirchliche Correspondenz" monatlich zugesendet.
* Bürgermeister-Bersammlnng. Heute Vormittag findet « Kreishause dahier eine Zusammenkunft der Herren Bürgermeister dü Landkreises Wiesbaden statt. An dieselbe wird sich ein gemeinschaftlich« Mittagessen schließen.
* Das «tue Formular für die „Ueberstcht" der Krauten, kaffe« unterscheidet sich von dem alten Formular dadurch, daß zunächst die monatlich en Mitgliederzahlen anzugeben find; diese Zahle» sind für die statistische Bearbeitung, für welche die Ueberstcht das Material liefern soll, durchaus nothwendig. Die Unterscheidung zwischen gesetzlich versicherungspflichtigen, statutarisch versicherungspflichtigen und freiwillig Mitgliedern ist fortgefallen, desgleichen die Unterscheidung bei den Angabm der Erkraukungsfälle und der Krankhellstage hinsichtlich der in Folge Don Betriebs-Unfällen Erkrankten. Die Angaben der „Ueberstcht" können naim- gemäß für die Aufttellung einer vollständigen Kranken-Statisiil nicht genügen; es fehlt die Angabe des Alters des Erkrankten und der Art der Krankheit für jeden einzelnen Krankheitsfall. Derartige Slngabtn könnten aber unmöglich in die „Ueberstcht" ausgenommen werden unb si hat sich z. B. die Gewerbe-Deputation des Magistrats in Berlin entschlefsm, für die unter chrer Aufsicht stehenden Krankenkassen eine besondere StatM aufzustellen. Das Material hierfür soll in der Weise beschafft Werben, daß ein kurzes Formular mit vier Fragen von dem betreffenden Kassen- beamten nach Beendigung jedes Krankhestsfalles, d. h. also bei Auszahlung des letzten Krankenscheines ausgefüllt wird. Die gesammelten Formulare werden alsdann dem Statistischen Amte der Stadt Berlin zu; Auf- arbellung überwiesen. Das abgeänderte Formular für den „Rechnuugi- abschluß" zeichnet sich durch größere Klarheit und Uebersichtlichkeü au8, desgleichen das Formular für den „Vermögens-Ausweis".
* Der „Schneider-Fachverein" hält morgen Sonntag, Abend« von 7 Uhr an, ein T a n z k r ä n z ch e n im Saale zur „Stadt Frankfull' ab.
* Das letzte Paar, welches im alten Rathhause getraut morden ist, war Herr Johannes Carl Ludwig Theodor von Lyukrt von Darmstadt und Emma Pauline Caroline Dern von Weilburg Die Trauung vollzog Herr Standesbeamter Völkner; als Diener fuugille Stadtdiener Heß.
* Die Wetter-Verküudiguugen lauten recht wenig Vertrau« erweckend. Das bewölkte, kühle Wetter wie die sstegenfälle sollen fortbauern. Das sind in der That keine tröstlichen Hoffnungen in einer Zeit, in welcher, um die Trauben der völligen Reife entgegenzuführen, noch warme, sonutz Tage so sehr von Nöthen wären!
* «leine Notizen. In der verflossenen Nacht kamen au» beut,« einer Villa an der verlängerten Parkstraße gehörigen Hühnerstall 13 Hühn« abhanden. Im Garten fand man am Morgen drei Hühner mit bu:4- bissenem Halse in lockerer Gartenerde verscharrt. Von den übrige» M fehlte jede Spur. Man vermuthet, daß ein Fuchs die Gelegenheit beuützi und dem ausnahmsweise einmal unverschlossenen Hühnerstall eine nächt' liche Visite abgestattet hat. — Die große Burg st raße von der MM' bis zur kleinen Burgstraße wird behufs Ausführung von Canalbau-Arbew« vom 17. d. M. ab auf die Dauer der Arbeit für den Fuhrverkehr gesperrt — Die Glocke auf dem neuen Capellchen der „Barmherzigen Blltder auf dem Schulberg ließ sich am Donnerstag Nachmittag zum Ersteumi vernehmen und schallte von ihrem ^erhabenen Standpunkte" recht horb°> in's Weste,
