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ifred Krupp auf feiner Villa Hügel bei Eli»-dem Wen am 26. April 1812. Sein Vater Friedrich Ki»MaVk

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* Schiffs-Nachricht. DampferWesternland" von Antwerptn 6 13. Juli in New-Uork angekommen.

30 Pfennig die einspaltige Petitzeile.

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Handel, Industrie, Statistik.

Druck und Äerlag der L. Schellenbcrg'schen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.

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* Aus Eifersucht. Bei den Mitgliedern des Thalia-Theatn,,d schreibt man derN. Fr. Pr." aus Hamburg, erregte es vor eich,-,. Monaten nicht geringes Aufsehen, als eines Tages die Verlobungs-Anztz ® eines beliebten Mitgliedes der genannten Bühne imHamburger Freaiiw blatt" stand, ohne daß Fräulein Babette Re ruh old um btt handelt es sich ihren Colleginnen und Collegen von den fröhliche« fe eigniß irgend eine Nachricht hatte zukommen lassen. Die NachforschuW ergaben, daß hier eine arge Mystification vorlag. Geradezu empört i waren die näheren Bekannten der jungen, hübschen Schauspielerin, q[|| paar Wochen nach jener Verlobungs-Anzeige sogar ein Inserat inta Hamburger Nachrichten" erschien, nach welchem die Dame von ein« munteren Knaben genesen sein sollte. Die Tagesblätter klärte« ia wahren Sachverhalt wohl am nächsten Tage auf, mit dem HttiziM daß die Untersuchung nach dem frechen Menschen, welcher FiSi« Reinhold in feiger Weise in ihrer Mädchenehre gekränkt hatte, im sei allein den Uebelthäter faßte man nicht. Endlich gelang ei da Auwalte der Schauspielerin, denselben in der Person eines erst - 16 jährigen jungen Menschen zu entdecken, der seines Zeichens KaufniM Lehrling war und fich seit einem halben Jahre rasend in Fräulein Reil- hold verliebt hatte. Er wurde sofort verhaftet. Die nun gef Untersuchung ergab, daß der junge Herr St. seine Liebeswerbmrgk« d Fräulein Reinhold in alberner Weise angebracht hatte und daß die seines Herzens ihm natürlich sofort einen Korb ertheilte. Um sck» Aerger hierüber Luft zu machen, verfiel der verschmähte Liebhaber zmD auf die Idee, der hoffnungslos Geliebten allerlei Schabernack zu spielet Lieferanten, Handwerker, Fuhrwerksbesitzer rc. erschienen bei der R um bald diese, bald jene Aufträge auszuführen. Sie Alle hatte« ft stellungen tat Namen des Fräulein Reinhold erhalten. Als St. aller Zeitungs-Notizen immer noch nicht entdeckt wurde, fühlte et gl rmmer sicherer und griff zu den oben schon geschilderten Mitteln, um Dame seines Herzens für ihre Sprödigkeit zu bestrafen. Sein Pria-i stellte ihm ein glänzendes Zeugniß aus; das hinderte das Landgel aber nicht, St. zu drei Monaten Gefängniß zu verurthellen. L Mitschuldiger kam mit 50 Mark Geldstrafe davon, ein Dritter iw freigesprochen.

* Fürst Bismarck hat am Donnerstag Morgen Berlin wieder ver­lassen und ist nach Varzin abgereist.

* Die Ernennung des Herrn v. Guerard zum Präsidenten der Komgl. Eisenbahn-Direction in Frankfurt a. M. ist nunmehr vollzogen. So meldet dieSttaßburger Post" und fügt hinzu: Mtt leb­haftem «ud aufrichtigem Bedauern sieht der weite Kreis der Eisenbahn- Leamtrn in Stadt und Land einen Mann aus seiner Mitte scheiden, der durch hervorragende Tüchtigkeit und außergewöhnliche Arbeitskraft ebenso ausgezeichnet war, als durch jenes werkthätige Wohlwollen und jene edle Menschenfreundlichkett, die ein Kennzeichen erlauchter Geister sind. Aber auch abgesehen von den Kreisen der Fachgenossen, mischt sich in das Gefühl der Genugthuung über die Beförderung eines hochverdienten Beamten in einen großen, selbstständigen Wirkungskreis überall die Trauer über den Verlust eines durch das rückhaltlose Vertrauen seiner Mitbürger aus­gezeichneten Ehrenmannes, der mit durchdringender Kenntniß der Verhält­nisse an der Lösung der großen Aufgaben, die uns hier obliegen, rege» Geistes rn maßvoller Gesinnung unermüdlich thetlnabm. Unsere besten Wünsche begleiten den Scheidenden in die schöne Mainstadt.

* Neber die im Zunehmen begriffene Spannung unserer Auswärtigen Beziehungen wird der osfiziösenPol. Corr." aus Berlin geschrieben:Es sei hier mit Bedauern constatirt, daß die Verhetzung gegen Deutschland, die unwürdige Behandlung, denen Deutsche in Frankreich ausgesetzt sind wenn sie auch sicherlich nicht dazu führen werden, daß man m Deutschland den Franzosen gegenüber das Gastrecht verletze mit der Zeit eine solche Erbitterung in Berlin hervorgerufen haben, daß Kbe Maßregel der Regierung, durch welche Repressalien ausgeübt würden, der berfälligsten Aufnahme in Deutschland sicher sein würde. Glücklicher­weise ist das Staatsrudcr in starken, gewandten und vorfichtigen Händen, so daß man hoffen darf, Deutschland werde nicht gezwungen sein, auf die Herausforderungen mit einer Annahme des angebotenen Kampfes zu ant­worten. Leider hat man aber in Frankreich zu der Versöhnlichkeit der deutschen Politik vielleicht noch größeres Vertrauen, als sie beansprucht, denn es gibt eine Grenze, wo die Frage der Wahrung des Friedens mit der Aufrechterhaltung der Würde Deutschlands in Conflict gerathen könnte. Sollte diese Grenze erreicht werden, so darf man als zweifellos annehmen, daß dann jede andere Rücksicht in den Hintergrund treten würde. Was die Beziehungen Deutschlands zu Rußland betrifft, so zeigt die, bezüglich der Sicherheit russischer Werthanlageu entsponnene Polemik, daß die feste Absicht besteht, den von Rußland auf handelspolitischem Gebiete an­gebotenen Kampf energisch aufzunehmen und aus der Defensive, in der man fich bisher gehalten hatte, zum Angriff überzugehen."

* Der französische Nationaltag, 14. Juli, ist wider Erwarten ruhig in Paris sowohl als in den Provinzen verlaufen. Vormittags fand in Paris auf dem Stadthausplatze eine Revue der Schüler-Bataillone statt, bei welcher die Volksmenge lebhafte Hochrufe auf die Republik ausbrachte. Ein aus der Patrioten-Liga und anderen Gesellschaften bestehender, etwa 2000 Personen zählender Zug, mtt Döroulede an der Spitze, konnte es sich nicht versagen, Vormittags nach der Place de la Concorde zu marschireu und an der Statue der Stabt Straßburg Kränze niederzulegen. Die auf dem Platze versammelte Menge nahm die Kundgebung mit Beifalls­bezeugungen auf, anderweite Demonstrationen fanden aber nicht statt. Dann begab sich der Zug zu der Statue der Jeanne d'Arc, wo ebenfalls Kränze und Blumensträuße niedergelegt wurden. Präsident Grövy verließ Nachmittags 31/. Uhr das Elysee, um sich zur Truppen-Revue zu begeben. In seiner Begleitung befanden fick sämmtliche Minister. Auf dem Wege nach Longchamps wurde der von Kürassteren escortirte Zug mehrfach mit Hochrufen auf Grevy begrüßt. Bei der Ankunft Grövh's und der Minister in Longchamps wurde aus der Volksmenge zwar an einigen Stellen der RufVive Boulanger", auch einiges Pfeifen laut, die Kundgebung war aber vereinzelt und unerheblich und wurde weit überwogen durch Hochrufe auf die Republik. Der Vorbeimarsch der Truppen begann um 4 Uhr 10 Min. und endete um 5 Uhr 40 Min. Die Volksmenge begrüßte die Truppen wegen ihrer guten Haltung. Beim Ausgang aus dem Bois de Boulogne versuchte ein etwa 300 Personen zählender Haufen Wagen anzuhalten und die Insassen zu Hochrufen auf Boulanger zu nöthigen; die Polizei schritt sofort ein und verhaftete etwa zehn Personen. Grevy wurde bei der Rückfahrt auf's Lebhafteste begrüßt. Grevy richtete an den Kriegsminister folgendes Schreiben:Die Revue, welcher ich bei­wohnte, war eine glänzende, ich habe die kriegerische Haltung der Truppen und die vollendete Bestimmtheit ihrer Bewegungen bewundert und bitte Sie, denselben meine Glückwünsche zu übermitteln und hohe Anerkennung auszusprechen." - Depeschen aus den D e p a r t e m e n t s constatiren, daß das Nationalfest dort ohne jede regierungsfeindliche Kundgebung verlief.

* Die bulgarische Deputation, welche den Prinzen Ferdinand von Coburg zur baldigen Uebernahme der Regierung einladen soll, ist in Wien angekommen und sollte gestern Nachmittag auf Schloß Ebenthal empfangen werden. Der Prinz soll übrigens daran festhalten wollen, die Krone Bulgartens nur dann anzunehmen, wenn alle Signaturmächte seiner Kandidatur zustimmen. Unter diesen Umständen wird es als frag­lich angesehen, ob der Prinz überhaupt nach Bulgarien geht.

Amtliche Beglaubigung. Worms. Bescheinige W »int, hiermit gerne, daß die mir s. Z. zugesandten Apotheker R. BrM Schweizerpillen gegen meine Magenbeklemmungen vorzüglich gewirkt, NR > und ich verspürte nach Gebrauch einer halben Schachtel Pillen (regel® Morgens nüchtern und Abends vor dem Schlafengehen genommen) i1® wesentliche Besserung und ich bin jetzt von meinem unangenehmen LA vollständig befreit, was ich Ihnen mit Vergnügen bestätige. Ad. HolteM Unterschrift beglaubigt. Großh. Hessische Bürgermeisterei. (L. 8.) ÄpE R. Brandt's Schweizerpillen sind ä Schachtel 1 Mk. in den erhältlich, doch achte man r" dem Namenszug R. Brandt'

. , Marktberichte. Der gestrige Fruchtmarkt zu Mainz verlief ber starkem Angebot der Eigner und großer Zurückhaltung der Mühlen nahezu aeschäftslos. Wir nottren: 100 Kilo hiesiger Weizen 19 Mk. 50 Pf. bis 20 Mk., ditto Korn 14 Mk. bis 14 Mk. 50 Pf., ditto Gerste 14 Mk

Die Perle vom OragslenT

cartonnirt. Preis 1 Mark. In allen Buchhandlungen zu haberr^M i. - Für die Herausgabe verantwortlich: Louis Schellenberg in WiesM-s

(Die heutige Stummer enthält 16 Seite«-)

* Krupp in Esten f. Am Donnerstag Abend starb bei $1 Commerzienrath Als 1.....s'' m'w" ' I..

Er war geboren zu Wen am 26. April 1812. Sein Vater Friedrich besaß in der Nähe von Wen ein durch Wasser getriebenes kleines werk und beschäftigte sich dort seit 1810 mit Versuchsarbeiten zur U findung eines guten Verfahrens zur Herstellung von Tiegelgußstahl, jfi dem tat Jahre 1826 erfolgten Tode Friedrich Krupp's wurde die W von dessen Wittwe unter Lettung des ältesten Sohnes Alfred fortgM dem sie 1848 ganz übertragen wurde. Unter Alfred Krupp's ZeL wurde aus der kleinen Fabrik im Laufe der Jahre das größte GuW werk der Erde, das fich allmählich von anderen Fabrikanten ganz «G hängig machte, indem Krupp eigene Eisenstein- und Kohlengrube« M eigene tzochofenwerke erwarb und anlegte und fich so den Bezug i gleichmäßigen Rohmaterials sicherte. Nach einer Aufnahme vom 3* 1881 waren auf der Gußstahlfabrik 11,211, auf den Hütten und Bw werken 8394, im Ganzen 19,605 Arbeiter beschäftigt, welche 45,776 Familw

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Unterjacken, Unterhosen, Strümpfe, Socken, »ormal-He11* Wet

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Angehörige hatten . Alles zusammen 65,381 Personen. Alfred hinterläßt einen einzigen Sohn Friedrich Alfred Krupp.

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bis 16 Mk., Saxünska-Weizen 20 Mk. bis 20 Mk. 50 Pf., Redrni^ v"11 Weizen 20 Mk. bis 20 Mk. 25 Pf., Milwaukee-Weizen 19 Mk. 25 $f7 ___

19 Mk. 50 Pf, russisches Korn 13 Mk. bis 13 Mk. 50 Pf.