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Gegründet 1852

Ex-edition: Lauggasse 27.

DonrrerstKg -e« 16, Ium

M 137

Die Ausgaben für Gehalte, Ausrüstung, Werthzeichen, Briefkasten rc.

Auflage: 9000.

Erscheint täglich, außer Montag».

AbouuementspreiS

pro Quartal 1 Mark 50 Pfg. excl. Postaufschlag oder Bringerlohn.

Porti's für Briefe und Packete . .

J?casso-Provision.......

Anzeige»:

Die einspaltige Garmondzeile »der deren Ran« 15 Pfg.

Reclamen die Petitzeile 30 Pfg.

Xoteo ery omngen Sttwau.

1887.

Ueberschuß 3,296 50

Die Ecsparniß gegen die Portosätze der Reichspost betrug für den Briefverkehr allein 15,465 Mk., welcher Betrag den die Privat-Post benutzenden Personen zu Gute kam.

Der Betrieb der Privat-Post war seither ein in jeder Beziehung pünktlicher und zuverlässiger. Vereinzelte Unregel­mäßigkeiten abgerechnet, welche bei der Reichspost ebenso gut vorkommen wie bei der Privat-Post, hat unsere Anstalt Anlaß zu Klagen nicht gegeben, wie dies auch speziell die Königl. Polizei-Direction in einem Berichte an die Ober-Post-Direction zu Frankfurt a. M. hervorgehoben hat. Unsere Briefträger werden besser bezahlt wie die Hilfsträger der Reichspost, sind zum Theil schon ein Jahr in Dienst und finden bei der Privat-Post ihren dauernden Lebensunterhalt, wenn sie ihre Pflicht thun. . m . Um nun auch fernerhin den Betrieb der Privat-Post in promptester Weise zu unterhalten, um die Neu-Uniformirung der Briefträger durchzuführen, um die Zahl der Briefkasten zu vermehren und sonstige Verkehrs-Verbesserungen zu treffen, werden wir vom 1. Juli d. I. ab das Porto für geschloffene Briefe anf 3 Pf. und für offene Briefe (Druck­sache») auf 2 Pf. erhöhen.

Bei Postkarten bleibt der seitherige Satz von 2 Pf. Bei Massenversendungen reduciren wir diese Portobeträge.

Die Ersparnist gegen die Portosätze der Reichspost beträgt alsdann immer «och 60, refp. SSVg0/©.

Da gerade die Porto-Ausgaben bei manchem Geschäftsmanne jährlich einen ziemlichen Posten ausmachen und jedesmal verdient ist, was gespart wird, so hoffen wir, daß das Publikum auch für die Folge unserer Anstalt dar Vertrauen bewahrt wie seither und, unbekümmert um etwaige Nörgler, dieselbe benutzt.

Werden Unregelmäßigkeiten constatirt, so bitten wir gütigst um sofortige Mittheilung, damit Abhülfe erfolgen kann, vor allem aber bitten wir um genaue Angabe der Briefadreffe und die Reclamationen werden ganz aufhören.

Wie wir bereits früher mitgetheilt, gewähren wir dem Absender für jeden richtig adressirten Brief, welcher nicht inner­halb 45 Stunden nach der Abstempelung im Besitz des Adressaten ist, eine Entschädigung von 1 Mk., welche in diesem Falle anstandslos von uns ausbezahlt wird.

Die noch in den Händen des Publikums befindlichen Via Pf.-Marken werden bis 30. Juni c. auf unserem Bureau gegen weiter coursirende Werthzeichen umgetauscht, refp. gegen Baar eingelöst.

Die Briefbestellungen finde« täglich «m 8 Uhr Vormittags ««d 3 Uhr Nachmittags statt.

Bezüglich der Abgrenzung der Bestellbezirke verweisen wir noch auf unsere Bekanntmachung vom 7. April d. I. Wiesbaden, den 16. Juni 1887.

Wiesbadener Transport-Anstalt: Ludwig.

(Privat-Post.)

* Wir bringen die Details in dieser Bekanntmachung, welche sich selbstverständlich nur auf den Betrieb der Privat-Post und nicht auch auf ei?,; anderweitigen Geschäftszweige beziehen, nur deßhalb zur Kenntniß des Publikums, weil wir der Ansicht find, daß dasselbe berechtigt ist, von «new allgemeinen öffentlichen Verkehrs-Institute, wie cs die Privat-Post ist, solche zu verlangen. B 20850

12,233 Mk. 75 Pf.

8,937 25

. . 11,995 Mk. 75 Pf. n ,,

Bekanntmachung.

Am 1. Juli d. I. tritt die Wiesbadener Privat-Post in ihr zweites Existenz-Jahr. Als die erste derartige Anstalt in Deutschland, außer Berlin, hat sie das Loos ihrer zahlreichen Colleginnen, welche kurze Zeit nach ihrem Entstehen wieder eingingen, nicht getheilt, sondern sich, Dank der allseitigen Benutzung durch die hiesigen Einwohner, fortwährend aus­gedehnt und sich zu einem gesunden, zuoerlässigen und wohlthätigen Institute gestaltet.

Es wurden vom 1. Juli 1886 bis 15. Juni 1887 befördert: 283,400 geschlossene Briefe ä 2 Pf., 212,250 offene Briefe (Drucksachen) ä l1/» Pf. und 126,000 Postkarten ä 2 Pf., im Ganzen 621,650 Sendungen. Von dieser Summe wurden ein­geliefert: Im Monat Juli 8,480, August 33,700, September 42,715, October 78,850, November 63,720, Dccember 114,000, Januar 105,600, Februar 22,780, März 35,115, April 55,250, Mai 41,425 und vom 1.14. Juni 20,005 Stück.

Packete wurden befördert: Innerhalb der Stadt 863 und nach außerhalb (Biebrich, Castel und Mainz) 1460 Stück mit einem Porto-Ertrage von 624 Mk.

Die gemachten Jncasso'S erreichten den Betrag von 14,410 Mk. und die Auszahlungen (Anweisungen) 1355 Mk.

Die Einnahme« betrugen: