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Wiesbadener Tsgblslt.

Auflage: 9000. Gegründet 1852. Auzeige«:

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M 68. Dienstag -en 22. März 1887.

Zum

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Du greifet Held! wo war ein Leben Wie deines reich an Müh' und Fleiß? Doch wo errang ein edles Streben Auch einen höhern Siegesprris? B schau umher! und jene Wolke, Die ernst auf deiner Stirne thront, Wird schwinden, stehst du wie im Volke Noch fest die deutsche Treue wohnt.

Da aus des Herrschers mildem Blicke Bricht's warm hervor wie Sonnenstrahl: Wem wird vergönnt wohl vom Geschicke, Den Lens )u schauen neunzig Mal? And doch gleich einem Traum verflogen Dünkt ihm die lange Wanderzeit, Verrauscht wie flücht'gc Meerrswogen Im Strome der Vergangenheit.

Aufs Neue bringt sein Her) entgegen Dies Volk dir heut', das pt dir steht And Gottes Schutz und reichsten Segen Auf dein getiebtes Haupt erfleht. Du aber, der fo ost vernommen, Wie Sturm dem Frühling ging voran, Weißt auch, daß Stürme müssen kommen, Eh' Völkersrühting werden kann.

s braust aus stucht'gem Sturmrsrosse Der Frühling wiederum in's Land, And am Berliner Königsschlosse Klopft laut er an mit kecker Hand.

Grüß' Gott, du Königsheld, du greiser! Dein Freund, der Lenz, naht leichtbeschwingt, Der Deutschlands edlem Heldenkaiser Zum Fest die Blüthengabe bringt!