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M einmal die Theaterplatz-Frage betr.
Von einem Techniker.
In verschiedenen Artikeln des „Rh. Kurier" ist die Möglichkeit einer zweckentsprechenden Erweiterung der Cursaalräum- lichkeiten nachgewiesen worden; es dürste daher die Errichtung eines zweiten problematischen Cursaales rc. binter der neuen Colonnade (Kostenbetrag ca. eine Million) in Wegfall kommen. Ist dies richtig, so wäre der Platz hinter der neuen Colonnade für den Theater-Neubau gewonnen.
Die Bedenken, die in dem Artikel des „Rh. K." vom 14. Januar gegen diesen Platz erhoben werden, fallen- nicht in's G-wicht. Die daselbst angegebenen Höhenmaaße bedürfen einer Berichtigung dahin, daß, wenn der Plattenboden der Colonnade mit dem Tiefpunkt vom Parquet in eine Höhe zu liegen kommt und die Rampe zwischen Parquet und Bühne um 1 Meter den Tiefpunkt des Parquets übersteigt, der Boden des Maschinenraumes alsdann ca. Metrr unter dem Plattenboden der Colonnade liegen wird, wie auch in dem Artikel des „Rh. K." vom 9. d. M. angegeben ist. Was ferner die in der Hoffmann'schen Theaterskizze eingezeichneten Nizza- Plätze betrifft, so brauchen dieselben nicht um das Theater herum zu laufen, sondern können, wenn überhaupt wünschens- werth, zwischen dem Theater und den Eckpavillons der Colonnade angelegt werden. Die daselbst Ruhe Suchenden würden deß- halb keineswegs vom Hämmern und Pochen beim Arrangiren der Bühne, noch vom Hin- und Hertransportiren der Coulissen incommodirt. Die bezeichneten geräuschvollen Arbeiten fallen überhaupt weg, wenn das Theater, wie zu erwarten steht, mit den Einrichtungen versehen wird, die durch die Firma Asphalaia (Theater-Reform der Gesellschaft zur Herstellung zeitgemäßer Theater) beim Opernhaus zu Budapest und dem neuen Hallenser Theater zur Ausführung gelangt sind. Auch wird hiernach ein abgesondertes Coulissenhaus entbehrlich. Die Utensilien rc. können theils im Unterbau vom Theater und theils im Souterrain der Colonnade, nach erfolgter Trockenlegung desselben, untergebracht werden.
Ein Theater der Gartenstraße gegenüber (tobte Ecke) würde die Parkanlage mitten durchschneiden. Wird das Theater mit seiner Längenachse hinter die alte Colonnade parallel mit derselben gestellt, so daß sich ein schmaler Zwischenraum (Reul) zwischen beide Gebäude einschiebt, so wird augenscheinlich ein arger architektonischer Mißstand hervorgerufen; ebenso wenig kann dasselbe mit seiner Längenachse senkrecht auf die Mitte der Colonnade stoßen, weil es sodann in die Sonnenbergerstraße einschneiden müßte. Außerdem würde in beiden Fallen der schöne schattige und sehr frequente Promenadeweg, d-r von der Trinkhalle aus nach dem Cursaalpark führt, in die Brüche fallen.
Nach dem Vorgetragenen wird jeder Unbefangene damit einverstanden sein, daß der Platz hinter der neuen Colonnade, wenn nicht zu anderen Zwecken bestmmt, vor allen anderen in Vorschlag gebrachten Plätzen zur Erbauung eines neuen Theaters der geeignetste ist. Das Theater würde, was nicht zu unterschätzen ist, durch den Anschluß der beiderseitigen Colonnade« an den Cursaal, mit letzterem in unmittelbare Verbindung treten und zweifellos die wenigst besuchte Partie vom Warmen Dammpark in Anspruch nehmen.
Wir wiederholen daher: Da man auf eine längere Reihe von Jahren die Carsaalräumlichkeiten, welche lediglich an ihre gegenwärtige Stelle gehören, entsprechend erweitern und verbessern kann, und da gleichsam der geborene Platz für unser neues Theater sich hinter der neuen Colonnade befindet, so wird schließlich unser Theater an letzterer Stelle figuriren, oder noch eine Reihe von Jahren in der Luft schweben müssen. Wir sind genöihigt, den relativ besten Platz zu wählen, oder wie einst da» durch seinen Verstand berühmte Abdera wegen zu vieler Plätze auf ein Theater zu verzichten.
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