Einzelbild herunterladen
 

DE-t 8G

Miesd«-e«er L«g»'L«LL

M». »84

j. »eil

© Haar - Ketten ©

19582

werden geflochten etc., mit Goldbeschlag von 6 Mk. an.

Trauringe auf Lager.

JEL. Liedhuj, Goldarbeiter, Elleribogengasse 16.

Ball- Strümpfe

in den modernsten Farben empfiehlt in reicher Auswahl von

20

20181

Pf. an

Bahnhofstrasse, 0(11*1 CläOS, Rh^instrasse.

ßnmA« und Kinder-Kleider werden geschmackvoll und ImlUvil" billig angefertigt Wellritzstraße 32, 2 St. 183 8

Wachtmeister Wilms.

Novellette von Johanna Feilmann.

(7. Forts.)

Gewaltsam hat er sich von ihr losgerissen. Jetzt steht er ihr gegenüber, hochaufgerichtet:Ich gehe, Du selbst müßtest mich verachten"

Da fährt es wie ein Strahl über ihr marmorbleichcs Antlitz. Ja, Du sollst gehen, aber nicht allein, wo Du bleibst, da bleibe auch ich.*

Du kannst den weiten Weg nicht nochmals zurücklegen; Du bist ermattet."

Ich Dich verlassen, Anton, nie und nimmer!"

Und Angesichts der Rettung treten Beide nochmals den surchtbaren, mitternächtlichen Weg an, Hand in Hand, vor sich eine unheilvolle, trostlose Zukunft.

Und Elsbeth fühlt ihre Kraft erlahmen; vorher, ja, da lieh die Hoffnung ihr Kraft; sie wollte, sie mußte den Geliebten in Sicherheit wissen, doch jetzt hängt sich der Kummer bleischwer an ihre Glieder. Wie groß und edel erscheint der Geliebte neben ihr und er er aus der Anklagebank, den feindlich gesinnten Zeugen gegenüber er in's Zuchthaus, in der Sträf­lingsjacke! ....

Sie muß dem überquellenden Gefühle Ausdruck geben, aber für solches Weh findet die Zunge keine Worte. Immer wieder drückt sie seine Hand an ihre Lippe.

Ja, Anton hat Recht; die Ehre des Vaters muß gerettet werden die Ehre ist.ja dem Manne, was die Keuschheit der Frau Wie ost hat sie 'die Mutter es sagen hören, kein Hauch dars darauf fallen; aber schwer ist das Opfer, ach, so unendlich schwer. ,

Immer wüthender rast und tobt der Sturm, und als ste an den Fluß hinabsteigen, da gurgelt das Wasser am Rande und quillt schäumend über das verdorrte Wintergras und schlüpfrige Schilfrohr.

Sie achten nicht daraus; weiter, weiter, hinweg über die Schneehaufen und die fchwarzen Wafferlachen. Tief sinkt der Fuß ein doch was ist das? Ein surchtbares Getöse, das wächst und anschwillt, ein gewaltiges Dröhnen und Donnern, ein Rollen und Krachen. Dicht vor ihnen spaltet sich das Eis O, Entsetzen, da, dort, nach allen Seiten hin. Auf spritzt das Wasser und überschüttet sie mit Gischt. Die ganze Eisdecke hebt sich, wie wenn von unten emporgedrängt, und jetzt senkt sie fick, wie hinab- ipiogen in einen bodenlosen Abgrund. Todesgrausen erfaßt die

Beiden. Wohin sich wenden? Umbraust vom Sturm, schwankend auf der losgelösten Eisscholle halten sie sich fest aneinander geschmiegt.

In dem Chaos der entfesselten Elemente erwacht in ihnen neue Lebenslust nein, sie wollen nicht untergehen sie st jung, so schön er, so stark, so voller Thatkraft---

Wild ersaßt Anton die Geliebte ein Sprung er war gewagt, hinweg über den schaurigen Riß, hinweg über das aus­gurgelnde Gewäffer; jetzt auf die nächste Scholle sie neigt sich das Wasser zischt empor, zieht sie hinabVater im Himmel, wir sind verloren."

Elsbeth!"

Weithin trägt der Sturm den gellenden Schrei der 33er. zweiflung über die schaurigen Gefilde.

Wachtmeister Wilms ist heimgekehrt, gesenkten Hauptes und mit schwerem Herzen, denn alle Nachforschungen find vergebens. Die arme, arme Elsbeth! Wie er sich in dem Character seiner Schwiegersohnes getäuscht. Ein Feigling ist er, ein Erbärmlicher, der nicht weiß, was Männerehre erfordert.

Leise öffnet er die Thür. Ob Elsbeth schlummert? Ob die Mutter ihr die Wahrheit enthüllt? Sein schönes und gutes Kind! Welch ein Jammer, so nah dem Ziel, und nun dieses furchtbare Unglück. Aber sie wird einen Besseren freien, einen, der ihrer würdig ist. Wie war es nur möglich, daß Anton, auf den er solches Vertrauen gesetzt, ihm diesen entsetzlichen Streich gespielt. Ja, morgen wird es durch das ganze Land heißen: Wachtmeister Wilms hat seinen Schwiegersohn entwischen lassen.

Auf den Zehen gehend, nähert er sich dem Alkoven; er muß seine Tochter sehen, Elsbeth's Anblick wird ihm wohlthun. Wie fest und ruhig sie schlummert; nein, die Mutter hat ihr nichts mitgetheilt, armes, armes Kind. J

Vorsichtig lüftet er den Vorhang. Doch was ist das? Sein Auge starrt auf ein unberührtes Kissen nur flimmernde Mondcsstrahlen, die darüber huschen. W

Da blickt er um sich die Kommode geöffnet übmll kleine Gegenstände umhergestrrut; auf dem Tisch neben dem nieder, gebrannten Lichte ein Zettel die großen, deutlichen Buchstabe« färben sich blutroth und tanzen ihm vor den Augen er steht und kann nicht glauben, daß er sieht.

Lebt wohl, lebt wohl; nur über meine Leiche hinweg wird Anton verhaftet. Ich selbst trage die Schuld an seiner Flucht.'

Ueberwältigt, wie vom Blitz gerührt, so steht Wachtmeister Wilms. Elsbeth, seine schöne, keusche Elsbeth entflohen, in der Nacht entflohen mit ihm, die Ehrvergessene mit dem Ehrvergeffeneu. Wie sein Blut wallt und kocht! Als ob von allen Seiten wilde Wellen herangebraust kämen, so saust es ihm in den Ohren. Dai Weiß der Augen särbt sich roth und seine Nüstern beben, wie er drohend die geballte Faust erhebt. An der Wand hängt die geladene Pistole, er reißt sie herunter, wild lachend, als ob der Wahnsinn ihn gepackt. Wohin, wohin sind sie entflohen?

Und er sucht und spürt und spürt leise, daß sein schlaseii. des Weib nicht erwache. Er will keine Thränen sehen, kein Weh­klagen hören; er will Gerechtigkeit üben, er will seine beschimpfte Ehre retten oder rächen; er will zeigen, was es heißt, Wacht­meister Wilms in seinem Amte beleidigen.

Nein, nichts ist ihm heilig, dem Räuber seines Glückes, dem Schänder seiner Ehre. In der Kammer des geliebten Sohnei hat er sich verborgen gehalten da, noch steht die Schrankthilr angelehnt, wie konnte er es über sich gewinnen in den Kleider« seines Fritz, der den Heldentod starb, ist der Elende entflöhe«. Weh' ihm, weh', wenn der empörte Vater ihn erfaßt.

Am Birnbaum weht ein blauer Fetzen dort in d« schmelzenden Schnee find Fußspuren, zwei große und zwei klein dicht daneben auf, ihnen nach; das Roß gesattelt, an die E» sie entgehen ihm nicht er wird, er muß sie finden!

Und wieder sattelt Wachtmeister Wilms seinen Rappen M» reitet wie auf Sturmesschwmgen über die weiten Schneegchlde - hinweg über die aufklatschenden Pfützen, hinweg über Dom- dusch, Gräben und Gestrüpp. Er denkt nicht; wüst ist sem Hu«- nur hin und wieder murmelt die Lippe:Verflucht, die Ehrlose«.

So reitet er einem Dämon gleich durch die stürmische Warz- nackt bis die im Mondlicht schimmernde Ems sich wie eine breit schwarze Schlange von den weißen Feldern abhebt. (Forts, f-)

Uns d /l thel

Äste des 6 I« 4°/o Zn Wiesbadl

M

Mouta 10 Uhr t Himmel Amtlich i tuchenes ( M buchet l Raumme

Auf Ver itember näd

Lamm, jkanzelbv

Wiesbad-

Die Lies ßece der Wnaunge Im Verwi Mn we> Algebote msehen bi 12 Ubr l «folgt spät Wiesbad!

Ci

Cyelue

Montag d

fierte

Herr Rittei

Hei

1. Abend: , II Abend: , Eintr toervirter Bill et s (ni od Pension

Karten-' ll Freitai

All

Beim Ra lieb gewvrd Hirtenkinde die sich

Bewus Wen. U >ie Güte u ollen wir spenden c tesonders tl

Zur An firne berei

Frau Justi von . F' de Wt