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'.) Die Thron-

iammer über den

nungen

litcctur,

brutale Wesen des Attmtäters, dessen That dem Gericht angezeigt ist, endlich einmal eine energische Bestrafung.

*(Der Erbgroßherzog von Baden) hat an den Staats­minister ein Schreiben gerichtet, welches dieser veröffentlicht und worm der Fürst in dem Augenblicke, wo er sich nach glücklich überstandener Krank­beit zu völliger Wiederherstellung nach Nauheim begibt, für die zahlreichen Beweise der Liebe und Anhänglichkeit wahrend seiner langen Krankheit den herzlichen Dank ausspricht. - Das erbgroßberzogliche Paar mit Ge­folge ist inzwischen in Nauheim emgetroffen und in der „Villa Wagner abge^FAxst Bismarck) ist am Samstag Abend von Varzin wieder nach Beilin zurückgekehrt. ,

♦ (Die Enthüllungen in der bayerischen Kammer.) Die Verhandlungen, die in der bayerischen ReichSrathskammer über den Thron­wechsel und die vorangegangenc Katastrophe gepflogen worden waren, sind in der Abgeordnetenkammer in sehr wesentlichen Punkten ergänzt worden. Das Referat des Abgeordneten Bonn bot durch Vorführung einer Fülle der traurigsten Details einen tiefen Einblick in den beklagenswerthen Zu­stand des Königs Ludwig, dessen einst so ideale Gestalt dadurch eine ungeahnte Trübung erfahren mutz. Der Münchener Special-Correfpondent des B T." telegraphirt: Der Referent Bonn bemerkt zunächst betreffs der Äegierungsunfähigkeit des Königs Otto datz nach den Depositionen der Aerzte und Sachverständigen Prinz Otto schon tat 17. Jahre an qual­vollen Aengsten und Hallucinationen ge ittm, gereut und zu Gewaltthatig- keiten geneigt gewesen. Sest 1878 sei etu Geist vollständig umnachtet und habe die Kuratel eintreten müssen. Jede Aussicht auf Besserung sei aus­geschloffen. Ungleich schwieriger sei die Frage der Reflierungsunsahigkest bei König Ludwig zu lösen, obschon feststeht, daß er seit Jahren an ähn­liche» Zuständen wie sein Bruder Otto litt. Redner gibt nun eine hoch­poetische Darstellung der ersten Regierungsjahre des Königs wo alle Welt auf den in der Blüthe der Jugend und Schönheit prangenden, für alles Große und Schöne schwärmenden Fürsten mit den geblickt habe. Musik, Poesie, Theater, Kunst, Kuns...

Alles schien neuen Aufschwung zu nehmen; in dem geplanten Richard Wagner-Theater wollte König Ludwig ein neuer Olympia schaffen, zu dem die kunstbegeisterten Deutschen au8 allen Gauen pilgern sollten. Als aber der Plan an den unmätzigen Kosten scheiterte, zog sich der König zuruck und wurde erst mißmnthig und dann einsam und menschenscheu. Nicht im Sinne seines Großvaters pflegten die Kunst, sondern Alles, was erschaffen ließ, mutzte im Geheimen bleiben, durfte durch kein profanes Ange entweiht werden. Man erfuhr viel von den nächtlichen Ritten und Fahrten des Königs auf einsamen Gebirgspfaden. Die Separatvorstellungen, die ver­schwenderischen Geschenke an einzelne Künstler blieben fern Gehemmch. Im Dunkel der Nacht zog er in der treuen Residenz München em, ttn Dunkel der Nacht verließ er sie. Die Nacht ward zum Tage verkehrt, und Vieles, was man erfuhr, erregte schon damals Zweifel an der vollen geistigen Ge­sundheit des Königs. Da kam das Jahr 1870, und als der König dem siegreichen König von Preußen die Kaiserkrone antrug, da jubelten ihm

* (Aus Ems), 26. Juni wird gemeldet: Der Kaiser hörte gestern nach dem Diner den Vortrag des Wirklichen Geheimen Legattons-Raths von Bülow. Gestern Nachmittag um 3 Uhr traf der König vonDSnemark mit dem Prinzen Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksbnrg mittels Extrazuges von Wiesbaden zum Besuch des Kaisers ein, welcher die hohen Gaste auf dem Bahnhofe empfing und nach dem „Russischen fSnf" aetotrie Um 4 Uhr fand zu Ehren des Königs und des Prinzen bei Sr Majestät ein Diner statt. Abends 71A Uhr kehrten der König und der Prinz nach Wiesbaden zurück. Heute machte der Kaiser eme Cur- promenade und nahm spater die Vorttäge des Ober-Hofmarschalls Grafen Perponcher und des Chefs des Militärcabinets, General-Lieutenants 13011 *^(An^s'Limbu rg), 26. Juni wird der „Franks.^tg." geschrieben : Wie mir soeben mitgetheilt wird, wurde der frühere Stadtrechner ans Diez Kaufmann C., der schon seit Jahresfrist diese Stelle mcht mehr be­kleidet in das hiesige Landgerichtsgefäugniß emgebracht. Es soll sich um nicht unbedeutende Unterschlagungen handeln.

Kunst und Wissenschaft.

(Herr Ewald Grobecker), der Altmeister unseres Schauspiels, ist von Sr. Majestät dem Könige von Dänemark unter den huld­vollsten Worten der Anerkennung seiner künstlerischen Leistungen mit der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft (am Bande zu ra9*n)(Reeperto°ir-Enttourf der vereinigten Stadttheater rn Frankfurt a. M. bis zum 5. Juli.) Opernhaus: Dienstag ten 29. Juni: „Lucia von Lammermoor"; Ballet. Mittwoch den 80. (Gastspiel der k. k. Kammersängerin Frl. Emma Turolla): „Der ffiÄWFÄSÄSf schäft des k. k. privil. Theaters an der Wien zu Wien) zum Erstmmale wiederholt: „Der Zigeunerbaron". Außer Abonnement. Samstag den 3. (Ensemble-Gastspier der Gesellschaft des k. k. pnvil. Theaters an der Wim ju »Bien'» • Die Fledermaus". Außer Abonnement. Sonntag den 4. (Ensemble-Gastspiel der Gesellschaft des k. k. privil. Theaters an der Wien zu Wien): „Der Zigeunerbaron". Außer Abonnement. Montag dm 5. (Ensemble-Gastspiel der Gesellschaft des k. k. privil. Theaters an der Wien jU Wien): „Die Fledermaus". Außer Abonnement.

«Ns dem Reiche.

theilung an dieser Stelle schon bemerk gewesen, von dem „Kranken- und Sterbe-Verein" zu Sonnenberg auf vergangenen Sonntag in den „Frank- furterßof" nach Hattersheim eingeladen worden, um über Absendung einer Petition an den Reichstag zu berathm, in welcher um einige Abänderungen des Gesetzes bett, die Krankm-Versichernng der Arbeiter ersucht werden soll. Von 113 cingelabenen Kassen hatten 62 tare Vertreter -»gesagt, von nur 46 aber waren solche erschienen. Von Wiesbaden hatten Abgeordnete gesandt der „Allgemeine Kranken-Verein", die „Krankenkasse für Frauen und Jungfrauen", die „Krankenkasse der Schreiner und Glaser die „Steinhauer-Krankenkaffe", die „Schlosser-Krankenkasse" und der „Local- Krankm-Verstcherungs-Vereta". Von unseren Nachbarorten waren vertreten Biebrich, Sonnenberg, Dotzheim, Schierstem, Rambach, Aurmgen und Heßloch. Zunächst ist zu conftatiren, daß das Vorgehen des „Kranken-und Sierbe-VeieinS" zu Sonnenberg allseitig die gebührende Anerkennung fand. Sämmtliche Redner waren darin einig, daß durch die Neugestaltung der Verhältnisse den Krankenkassen, welche seit 20 und mehr Jahren in fegens- reicher Weise gewirkt, ein schwieriger Standpunkt insbesondere gegenüber den mit einer sehr großen „Machtfülle" ausgesta teten Ortskrankenkaffen erwachsen sei und daß man alle gesetzlichen Mittel anwenden muffe, um das aus freier Entschließung und oft unter großen Opfern ms Leben gerufene Werk der Selbsthilfe nicht untergehen zu lassen. Nachdem der vom „Kranken-und Sterbe-Verein" zu Sonnenberg verfaßte Entwurf einer Petition verlesen und in ausführlicher, von den Erlebnissen in dm ein­zelnen Vereinen gewürzter Discnsfion besprochen war, gelangte ein Antrag des Herrn C. Röt Herdt (Wiesbaden) zur einsttmungm Annahme, ans den anwesenden ca. 200 Vertretern durch Zuruf eine Funfzehner-Commiffion zu wählen, welcher das bis jetzt vorhandene Material an bte öanb gegeben wirb, um 1) eine Petition in obmgedachtem Sinn an den Reichstag zu entwerfen, 2) bk Gründung eines Verbandes der Krankenkaffen in's Auge zu fassen, und 3) die Statuten der eingeschriebenen Hilfstassen unseres Regierungsbezirks einem Vergleich zu unterziehen und event. Abänderungs­vorschläge zu machen resp. sie in möglichste Ueberemsttmmung zu bringen Die Commission, welche ihre Vorschläge auf geeignetem Wege zur Kenntmß der betheiligten Kassen zu bringen und überhaupt dar zunächst Erforder­liche in der ganzen Angelegenheit zu tierantaffen haben wird, besteht aus den Herren PH. Dörr (Sonnenberg», C Rotherdt (Wies­baden), M et st e r (Oberursel) Voruhof f (Frankfurt a M.), Hunger (Frankfurt a. M.), Heck (Rödelheim), S ch ardt Gjbftem), T eckel- meyer (Ufingen), Kietz (Heddernheim), Carl Schmidt (Biebrich), Bartenheier (Hattersheim) (zugleich Vorsitzender der heutigen Ver- fammlungl, G. Schäfer (Wiesbaden), Romer (Schierstem), Pier (Griesheim) und Meiß (Sosimheim). Mit der Erhebung von den Sitzen zum Zeichen der Anerkennung der dankmswerthm Initiative des „Krankm- unb Sterbe-Vereins" zu Sonnenberg schloß bte Versammlung, nachdem der Ausschuß noch seine erste Zusammenkunft auf Sonntag dm 18. Juli na**^J^obna?”n.)a6err Landrath Schreiber, früher in Sangen= schwalbach und dermalen in Marburg, ist als Ober-Regrerungsrath an die Regierung nach Stettin berufen worden und wird daselbst das Deeernat für Schul- und Kirchen-Angelegenheiten übernehmen. — Herr Caplan Hilpisch dahier ist zum Drreetor (Pfarrer) an der Liebfrauenkirche zu Fra"*kf(T o°de?f all°»"Gesterne^Früh starb.dahier, 81 Jahre alt, Frau Gmeral-Musikdirector Mey erbeer, die seit langen Jahren in unserer Stadt wohnende Wittwe des berühmten Compomstm des „Robert , "d"E(Li"Ä^ewerb°eschule) erfreute sich am Sonntag Morgen de» Besuches einiger auswärtiger Mitglieder der „Gesellschaft für Verbreitung von V°lkMdung" unter denen die Herren Schuldireetoren Rudolph von Chemnitz und' Kloß von Waltersbausm sich befanden, welche sich sehr lobend über die Leistungen und Einnchtnngen der Anstalt aussprachen.

'(Das Feld berg fest) war diesmal leider wiederum, durch die Ungunst der Witterung beeinträchtigt. Die hiesigen Turnvereine, hatten zu demselben 14 Preisturner gestellt, und zwar der „Turnverein 5, der Männer-Turnverein" 6 und die „Turn- Gesellschaft" 3. Preise errangen vom^Turn-Verein" Karl Horz den 12., August Horn dm 17., Robert Seib Len 23. und Friedrich Schwarz dm 30.; vom „Männer-Turntierem Schmidt den 26. und August Stegmuller den 29.; von der „Turn- Gesells^st Lon^SuCathannuS dm^e^oglich »affguifchen Hoffriseur a. D. Herrn W Brühl soo., früher hier, jetzt zu Blebnch wohnhaft wurde Ke Ehre zu Theil, zur Bedienung Sr. Majestät des Königs von Dänemark und Sr. Hoheit des Prinzen Johann von Schleswig-Holftein- Sonderburg-Glücksburg befohlen zu werden.

* (Befidwechfel.) Herr Bauunternehmer Johann Elchhorn hat sein Haus Wötthstraße 1 an Herrn L. Rüsch dahier verkauft. .

* (Kleine Notizen.) Ein hiesiger Metzgermeisier, dessen einer »RitHrfif ibn dieser Tage verließ, mutzte nachträglich die unangenehme Erfahrung machen daß dieser sein Vertrauen in schnöder Weise mißbraucht mdfeineCasieim Laufe der Zeit um eine beträchtliche Summe geschmälert batte - Die Adlerstraße war am Sonntag der Schauplatz wüster Seenen. Am Vorrntttag war cs ein bekannter Trunkenbold, welcher trotz der frühen Morgenstunde sich bereits in einen solchen Grad der Berauschtheit versetzt batte daß er unter dem Gejohle der Jugend mehrfach nähere Bekanntschaft mit dem Erdboden machte. — Abends gegen 9 Uhr lieferte ein Hausbesitzer der Adlersttaße eine große Seme, m- dcin er der sehr aufgeregter Natur und öfter auch ta seiner Familie' Streitigkeiten in einer die Nachbarschaft in höchstem Maße be- lLstiaenden Weise zum Austrag bringt, einem aus fernem yanse kommenden jungen Mann ohne jede Veranlassung mit einem scharfen Instrument Nu Schlag"uf dm Kopf versetzte, so daß der Getroffene betäubt. nieder- tEttte und eine klaffende Wunde baoontrug. Hoffentlich ftnbet das