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Expedition: Langgaffe Vko. 27,
Jbk67
Lokales und Provinzielles.
»einer Buße von 45 Mk. verletzten minderjährigen ....." te, welcher
n Die t Lebreritelle «t Langendernbach, Amis Haoamar, mir einem decretlichen Gehalte von 900 M. bis zum 15. April c. (Anmeldungen bis
LL ÄBRJÖffi iTÄSMSJEi SVÄ Amts Limburg, mit einem decretlichen Gehalte vo« SM^ML bi« «« ^Mcn c^AnmeldnnHN bis^um 15.
wÄ demnächst auch den Handarbeits-Unterricht zu übernehmen hat. D^Anianasaebalt beträgt 1000 Mk. und steigt von fünf zu fünf Jahren ?m IM MkÄs zum Maximal-Gebalt v°n"1750 Mk. Bewerberinnen wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse bis zum 1. Aprrl c. melden b" '» «t*‘ b«
ä’ffi&Srt.SW’Ä’: Ä"<i“ÄÄSi' ^nn/n !md Torsten zur Abgabe eines Gutachtens über die Anwendung gZÄWSd worden und zu dem Schlüsse gekommen ist daß die damit verbundene Thierqualerer nicht von solcher Bedmtung sei, um ein Verbot dieser Anspannung beiden. wirthschaftlichen Vortheilen derselben für den landwirthschaftlichen Kleinbetrieb rechtfertigen
________,_________Mng einge- I
2° Nach der Beweisaufnahme nun ist der Sachverhalt folgender: Im -Er v. I. war der 14 jährige Gottftied Steigerwald gegenüber der I M Höchst bei den Maincanal-Arbeiten beschästtgt, wahrend der Ange- Mate eine Cantine unterhielt, wo die Arbeiter ihre Lebensmütel be- M. Die Maaren wurden von ihm auf Credst verabfolgt und immer I fflbtn Wahltagen die Rechnungen beglichen. Am 7. Juli v. I. nun I «ta dem Gottftied Steigerwald irrthümlich statt M Pf. für Brod I 1 m 50 Pf. abgezogen. Der Vater des Gottfried St. beschwerte sich I tauf bei dem Aufseher darüber, der ihn aber mit seiner Klage an den Wimnwirth verwies. Der 14Wrige St. forderte alsdann von diesem in etwas unziemlicher Weise die Herausgabe der 1 Mk. und lietz stch durch M beschwichtigen und abweisen, so daß chn schließlich der Angeschul- W am Halse faßte und ihm drohte, er werde ihn rn den Main werfen. Ja ata: der Junge wiederholt die Rückgabe der 1 Mk. forderte, stieß er . M mit der Fußspitze unter das Sinn, so daß der Junge besinmings- M zu Boden fiel Als er wieder zu sich kam, walzte er sich vor Weizen jammernd und stöhnend auf dem Boden umher. Wie die ®e Untersuchung ergab, war durch den Fußtritt der linke Unter« chmerzhast angeschwollen, was dem Jungen mcht möglich machte, ii sprechen und das Oeffnen und Schließen des Mundes, verhinderte. M Zähm waren gelöst und unter dem Kmne befand fich eme 2 Centi- meter lange Wunde. Nachdem ein zwischen dem Vater des Verletzten und ta Angeschuldigten eingeleiteter Vergleich in Folge der hohen Forderung MM.) nicht zum Abschlüsse gekommen war, erfolgte Seitens des Johann Atherwald Anzeige wegen Mißhandlung. .Die Berufungs-Instanz er- citete die von dem Angchchuldigten wider das schoffengeNchtliche Urthell eingelegte Beschwerde als durchaus unbegründet und verurtheilte unter Serwerfung des Recurfcs den Angeschuloigten auch zur Tragung der Saiten zweiter Instanz. - Die Strafsache gegen 5 Burschen von Höchst, velche gleichfalls der vorsätzlichen Mißhandlung angeklagt waren, muhte Sertagt weiden, da ein Angeschuldigter ausgeblieben war und es mcht »Müßig erschien, ohne dessen Anweseuhett bezüglich der übrigen Ange- Mdigien zu verhandeln. Gleichzeitig wurde beschlossen, den trotz ord- Wzsmäßiger Ladung ungehorsam susgebliebenen Angeklagten m Unter- sichimgrhast zu nehmen. . ,„
»(Brandversicherungs-Beitrage für 1885.) Nach Beßlich des ständischen Verwaltungs-Ausschusses sollen von den Versicherten d« Jahres 1885 auf je 1000 Mk. Versicherungs-Capital erhoben werden: in der 1. Verficherungs - Classe 60 Pfg. und dementsprechend von je M Mk. Versicherungs-Capstal in der 2 Classe l Mk. 20 Pfg., m der 3. klaffe 1 Mk 80 Pfg., in der 4. Classe 2 Mk. 40 Pfg., m der 5. Classe 3M. 60 Pia. Im Ganzen sind zu erheben auf l57,803,410 Mk. Capital «der 1. Classe 94,682 Mk. 4 Pfg., auf 124,318,300 Mk. Capital m der S.Klasse 149,181 Mk. 96 Pfg., auf 255,710,010 Mk. Capital m der 3. Classe «0,278 Mk. 2 Pfg., auf 99,791,740 Mk. Capital m der 4. Classe 239,500 Mk. 18 Pfg, auf 956,360 Mk Capital m der 5. Claffe 3442 Mk. W Psg, iusgesammt auf 638,579,820 Mk. Capital 947,(W Mk. 10 Pfg. Ä Brandentschädigungen für 1885 sind 554,47a Mk. 78 Pfg. und nach- traM für Schadenfälle aus früheren Jahren 51,624 Mk. 44 Pfg. zu Wen. Der hiernach über die Bedarfsfumme pro 1885 M Erhebung ge- tangenbe Betrag fließt vorläufig dem Reservefonds als Zuschlag zu. Die Mung ist von dem auf den 1. August d. I. bestimmten Zahlung Armine anfangend durch die Hebestellen (die Landesbank-Hauptkasse tm «mk Wiesbaden, im übrigen Bezirke die Landesbank-Agenturen) binnen 6 Wachen zu vollziehen
* (Schulfeier,)' Das König!. Real-Gymnasium veranstaltet zur Aer der Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers am 22. Marz Morgens
8 Uhr in der Turnhalle, Louisenstraße 31, einen Actus, welchem sich die Entlassung der Abiturienten anschließen wird. Das vaterländische Fest wird durch Gesänge, Declamationen, musikalische Vortrage und Reden der Schüler ausgestattet. Die Festrede hält der ordentliche Lehrer Herr vr. Kuhn.
" (Religiöser Vortrag.) Der am Donnerstag Abend int Castno stattgehabte Vortrag des Herrn Pfarrers v. Seydewitz ausFntnkfurta. M. „Wer ist gebildet?" war noch stärker besucht als der erste. Er fand vor vollständig ausverkauftem Hause statt. Und die Besucher werden es mcht bereut haben, gekommen zu sein. Auf den reichen Inhalt des m der eleganten, feinen Weise des Redners erstatteten Vortrages naher emzu- gehen, verbietet der Raum. Erwähnt sei nur, daß derselbe sich dem Christlieb'schen insofern anzchloß, als er im letzten Th eile zeigte, daß die werthvollsten Bildungselemente int Wort Gotte« gegeben sind, das eigentliche Bildungsideal der vollendete Gottmensch Christus ist. So war es naturgemäß, daß Redner auf die Frage „Wer ist gebildet? zuletzt die Antwort gab: „Der deutsche Christ." Der letzte Vortrag wird nächsten Dienstag den 23. März stattfinden. Herr Pros. vr. Sachsse, nicht blos als ein sehr begabter Redner bekannt, sondern auch ein gründlicher Kenner der Musik, wird den Liebhabern derselben ohne Zweifel einen werthvollen Beitrag zur rechten Würdigung deS Oratoriums liefern.
* (Wohlthätigkeit.) Die Gesellschaft „Sprudel hat in diesem Jahre den Betrag von 1271 Mk. 19 Pf. für Wohlthatigkestszwecke m der öffentlich bereits bekannt gewordenen Weise zur Vertheüung gebracht. Nur die dankenswerthe allseitigste Theilnahme der hiesigen Einwohner, insbesondere der Sprudler, bat es der Gesellschaft ermöglicht, bis heute 21,294 Mark 43 Pf. für gemeinnützige und Wohlthätigkeitszwecke aufzubringen.
* (Der „Wiesbadener Rhein- und Taunus-Club ), dessen Mitgliederzahl stetig wächst und jetzt nahezu 300 betragt, veranstaltet morgen (Sonntag) Abend im „Hotel Victoria einen jener geselligen Familien-Abende, welche sich so rasch unter den Mitgliedern allgemeine Beliebtheit erworben haben. Eine Anzahl tüchtiger Kräfte, dre sich sowohl in declamatorischer wie musikalischer Richtung vleftach bewahrt haben, tragen das Unternehmen, so daß den Theilnehmcrn em äußerst amüsanter Abend in Aussicht, steht, zumal das Programm diesmal ein besonders reichhalt^sein wird.^^ Heilung Mainzer Blätter wird der Director der dortigen Straßenbahn, Herr Karl Scholl, am 15. Mai aus seiner Stellung scheiden und vom gleichen Tage ab die Leitung der hiesigen Straßenbahn übernehmen. t m .
> (Besitz wechsel.) Die Herren I. Backes und Christian Ruß haben ihr Haus Hochstraße No. 3 für 20,500 Mk. an Herrn Fuhrmann 9 “ T* a s ch^Vr'i M ^e r" T o d tc.) Am Donnerstag Abend besuchte die Frau des hier wohnenden Dieners B. die Theater-Vorstellung. Sie hatte sich etwas verspätet und war daher in großer Etle dorthin gegangen. Bald nachdem sie eingetreten, bat sie ihre Umgebung, man möge ihr die I Thüre öffnen, da sie sich unwohl fühle „in Folge des raschen Gehens . I Die Frau gab dem Logenschließer ihren Namen an und ersuchte ihn um I Beschaffung einer Droschke. Dem Kutscher vermochte die Bedauernswerthe nur noch kurz ihre Wohnung anzugeben, denn am Hause angekommen, war sie bereits eine Leiche. Herzlähmung soll die Todesursache sem. Daß der traurige Vorfall in keinem Zusammenhänge stehen kann mit dem an I anderer Stelle besprochenen „Theater-Scandal , geht aus der Thatsache I hervor, daß Frau B. erst am Platz erschien, als dieses unerwartete „Vor- spiel^schon geendest- Anstalt) $ie Agl. Regierung hat dem practischen I mrzte Herrn Dr I G A. Loh zu Niederwalluf die Genehmigung er- t®, filtern daselbst belesenen Hause, genannt „Rheineck", eine Privat- Krankenanstalt einzurichten und zu betreiben.
I -k- (Schulnachrichten.) Herr Lehrer Nicolaus Schneider I su Johannisberg ist nach einer fast 50jährlgen Dienstzeit auf feinen Antrag vom 1. Juli c. ab in den Ruhestand versetzt und ihm von diesem I Keitvunkie an die gesetzmäßige Pension aus dem Pensionsfonds für die S und Elementarlehrer bewilligt.- Mit Versehung der neuerrichteten I Lehrerinnenstelle zu Geisenheim (7. Schulclasse) wurde die Lehrenn ,rrl. I Agnes Faßbender aus Ems, zur Zelt ttn Lehner scheu Tochter- I Institut zu Frankfurt a. 'M., vom 1. Ium c. ab beauftragt.
I ♦ (Leh r er - Stellen.) Es sollen anderweitig besetzt werden. I -n Die 1 Lebrerstelle zu Langendernbach, Amts Hadamar, mit etnent decreUichenTehaltavkn A bis zum IS. Avisil c. (Anmeldungen bis
, meffentlidbe Sitzung der II. Strafkammer des Kal. u ridit8öotn2O. März.) Vorsitzender:HerrLandgenchts-Dlrector
Beamter der König!. Staatsanwaltschaft: Herr Staatsanwalt ! [er - roaingeHagte traten zunächst ans der Taglöhner Adam Ä ® von Sindlingen und der frühere Garinergehulfe und ^^-r^rikarbeiter Philipp Gottfried Sch. von da wegen vorsätzlicher LNung im Sinne des §. 223a des Strafgesetzbuchs. Am Sonn- 2 Psingsien, am 31. Mai v. I. Abends gingen die beiden Ange- -i u dem auf dem Nachhauseweg befindlichen Andreas Hutmacher unter Lum von Schimpsworteu auf dem Fuße nach. In der Nahe des kamen M. und Sch. ganz dicht auf Hutmacher zu, welchen •. S tfentlid) mit dem Schimpsworte „Fulder" belegten. Dieser aber Ü, sich um und stellte den M. zur Kede. Sofort griffen sich Beide Seift? an, Sch., der zur Seite stand, versetzte darauf mit der Faust, Ä n einen Sch/agring oder einen Siem hatte, dem Hutmacher einen X Ä« Wl“W- d°ß derselbe blutend zurücktaumelte Die
Tn Angeklagten, sowie Con orten der elben schlugen darauf so lange Ä Lutmacher los, bis derselbe auf die Straße fiel. Von dem Kömgl. MMmneriSt in Höchst wurden M. zu 2 Monaten 8 Tagen, fern Com- Äoi 2 Monaten 14 Tagen Gefängniß und beide Angeschuldigten Kgung der Kosten des Verfahrens verurtheilt. Die von chnen wider M Urtheu eingelegte Berufung wurde unter Verurtheilung der Reeur- ninbe Kosten auch der zweiten Instanz a s unbegründet verworftu, 5 mit der Maßgabe, daß Sch. nicht schuldig ist die dem Hutmacher MM Körperverletzung mittelst eines gefährlichen Werkzeuges begangen Km - Ebenfalls wegen vorsätzlicher Mißhandlung ist der Cantlnen- »Ä Ludwig D. von Wall au, früher m Höchst, fetzt in Schwanheim Saft, von dem König!. Schöffengerichte zu Höchst a. M. gu.einer Wgmßstrafe von 7 Tagen, sowie zur Zahlung einer «dm Johann Steigerwald, als den Vater des verl-t «Mied Steigerwald, verurtheilt worden. Der Angeschuldigti Mich dieses Urtbeil übermäßig beschwert fühlte. hat B^n
