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««spiele.

Königliche

Herr Ruffeni.

Herr Walther.

Büerols,

Mrich der Schreiber,

des Landgrafen

Vierter

Dienstag, 16. Mär, (neu einst.): Wallenstein's Lager. - Neu einst.: Die Piccolomini. (Anfang « Uhr.)

A. Rubinstein.

A. Jensen. Beethoven.

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Personen:

Hermann, Landgraf von Thüringen . .

Sieger. Warbeck. Kauffmann. Börner.

Reimar von Elisabeth, Ni Venus . •

Aglrtzky. irl. Baumgartner, ftl. Nachtigall.

Frl. Pfeil.

Frl. Graichen.

Frau Baumann. Frl. Hartmann. Frl. Danninger.

Sonntag, 14. März. 61. Vorstellung. (105. Vorst, im Abonnement.)

Hannhäuser

ttttb der Sängerkrieg auf Wartönrg.

Große romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner.

Curhaus zu Wiesbaden.

Sonntag den 14. März.

lymphonie-Concert des städtischen Cur-Orchesters unter Leitung des Capellmeisters Herrn Couis Ctistner.

Lokales und Provinzielles.

, < (Oeffentliche Sitzung der II. Strafkammer des Kgl. r°ndaerichtr vom 12. Marz. Schluß.) Zur Verhandlung gelangte toa die Strafsache wider den Landmann Heinnch Wilhelm Renz von

Tannhäuser,

Wolfram von Eschrnbach,

Programm.

1 Conccrt-Ouverture i« B-dur, op. 60 . .

Zum Erstenmale: Hochzeitsmustk (Festzug — Brautgesang — Reigen — Notturno) . . .

(Für Orchester bearbestet von R. Becker.)

3. Symphonie pastorale (No. 6, F-dur) . .

Anfang 4 Uhr.

Ein junger Hirte .

Erster

Gr Edelknabe

Thüringische Ritter, Grafen und Edelleute, Edelfrauen, Edelknaben, altere und jüngere Pilger, Sirenen, Najaden, Bachantinnen.

Ort der Handlung im 1. Akt: Das Innere des Hörsel-(Venus) Berges bei Eisenach, in welchem der Sage nach Frau Holda (Venus) Hof hielt: dann Thal am Fuße der Wartburg. Im 2. Akt: Die Wartburg. Im 3. Akt: Thal am Fuße der Wartburg. - Zeit: Anfang des 15. Jahrhunderts.

Anfang 0'1», Ende nach »'/- Uhr._____

AMMM von y-jwuiuuuj, Walther von der Vogelwerde, Ritter und — - Sänger

Tages-Kalender.

.«.rftfame Ärtskrattkenkaffe. Die Kassenärzte wohnen Schwalbacher- i 22 Mld Louisenstraße 17. Sprechstunden von 8-9 und 2—3 Uhr.

.«»emeiuer Manken-Kerei«. G. K. Meldestelle: Schwalbacherstr.45, Prt.

Wntkaffe für Kraue« n«b Jungfrauen. K. K. Caffenamt:

vo. Grafe, Webergasse 32. I. Vorsteherin: Frau Luise Donecker, Schtvalbacherstraße 63.

Sonntag den 14. März.

«schule zu Mervaden. Vormittags von 8—12 Uhr: Gewerbliche

Krauenverein „Hemikuth Ghesed". Nachmittags 3 Uhr: Generalversammlung im „Hotel Schützenhof".

Montag den 15. März.

. .„«,Mttre ,» MerSaden. Vormittags von 8—12 und Nachmittags

$ 2-6 Uhr: gewerbliche Fachschule; Vormittags von 10-12 Uhr:

Mdcken-Zerchenschule; Abends von 8—10 Uhr: Wochen-Zeichenschule; ? n 8-10 Ubr: Gewerbliche Mendschule.

-J£n ser Makler und Mnkfrennde. Abends 7 Uhr: Dritte

^rtL;ree für Kammermusik rat Saale des „Hotel Victoria".

^«i-er-Innung. Abends: Gesellige Zusammenkunft.

D«<uüer-Snnnng. Abends 8 Uhr: Zusammenkunft im ev. Vereinshause.

««in AiesSadener Mildhauer. Abends 8'1« Uhr: Versammlung.

EitHbu Abends S-/2 Uhr: Tumm der Altersriege.

«»„ner-Turnverein. Abends 8'/- Uhr: Kürturnen.

^ittkabener Surn-Hesellschaft. Abends 8'1» Uhr: Riegenfechten.

r-«Äe"»-Kesanaveret«I Abends 8'1» Uhr: Probe.

W.Maft „Kraternitas". Abends 9 Uhr: Gesangprobe.

Iri jemteln ,,Kermania-Kllemaunia'‘. Abends 9 Uhr: Gesangprobe

ias Bäuerlein auf

>er

Limbach, geboren daselbst am 16. Juni 1865, verheirathet, im Sommer v. I. wegen Körperverletzung und Beleidigung i)vü —? hiesigen Strafkamm mit 3 Monaten Gefängniß vorbestraft. Am 24. October v. I. genery vr. Anaeschuldtgte in einer Wirthschaft in Kirberg mit dem Pflasterer Christlai' Kuhn aus Strinz-Trinitatis in Strett und konnte nur durch die Ve- Mhungen des Herrn Bürgermeisters Weber von Bechtheim von Thätltch- ketten abgehalten werden. Diesem Letzteren gelang es auch, den Angeschul­digten zu bewegen, daß er sich auf den Heimweg machte. Einige Zeit darnach, um unterwegs einen abermaligen Angriff Seitens des R. zu ver­meiden, verließen auch der Bürgermeister Weber und Kuhn das Wirthshaus. Während sie auf der von beiden Seiten von Wald begrenzten Chaussee gingen, kam plötzlich R. hinter Bäumen hervorgestürzt, eilte unter lauten Schimpfworten auf Kuhn los und begann denselben mit seinem Dornstock zu schlagen. Er stieß ihm dabei dermaßen aus die Brust, daß Kuhn für einen Augenblick besinnungslos zu Boden fiel. Nachdem Kuhn von dein Bürgermeister Weber wieder aufgerichtet worden war, schlug R. von Neuem auf Kuhn los und brachte ihm eine stark blutende Wunde am Kopfe bei. Dabei stieß er fortgesetzt Drohungen aus, er werde Kuhn todtstechen und ihm den Hals abschneiben, und beruhigte sich erst, als es Kuhn gelungen war, davonzueilen. Zu Hause angekommen, währte cs etwa eine halbe Stunde, als plötzlich die Frau des R. um Hülfe rief. Die in demselben Hause wohnende Frau Mehl ging nach R.'s Wohnung und sah hier, wie dessen Frau mit ihrem Säugling auf dem Schooße vor der Thüre ihres Wohnzimmers, in dem ihr Mann sich befand, auf dem Boden saß und die Thüre mit aller Kraft zuhielt. Frau Mehl nahm chr das Kind ab und beide Frauen flüchteten sich hierauf vor dem wüthend nachstürzenden R. die Treppe hinauf nach der Mehl'schen Wohnung. Aber noch ehe sie hier angelangt waren, feuerte R aus einer Flinte in der Richtung nach der Treppe einen Schuß ab, welcher jedoch Niemanden traf. Gleich darauf kam er selber, in der einen Hand die geladene doppelläufige Flinte, in der anderen einen Prügel haltend» die Treppe heraufgestürmt und rief: „Das Sp.........muß sterben!"

Der Ehemann Mehl rief ihm zu, er solle doch sich und seine Frau nicht unglücklich machen, worauf R. sich gegen Mehl wandte und ihm mit dem Prügel auf den Arm schlug; auch drohte er ihm, er werde ihn nieder- schietzen. Mehl gelang es jedoch, den R. Jammt seiner Flinte und seinem Prügel die Treppe hinunter zu werfen, ohne daß die Flinte sich hierbei entladen hätte, Nach wenigen Minuten kam R. indessen wieder und hatte außer der Flinte ein großes Tranchirmesser bei sich. Nur mit Mühe konnte sich Mehl unverletzt in seine Stube zurückziehen. Er verschloß die Thüre, welche er in Gemeinschaft mit den beiden Frauen fest zuhielt. R. stieß jedoch mit dem Gewehrkolben die eine der oberen Thürsüllungen em und schnitt die andere mit dem Messer heraus. Durch die Oeffnung steckte er die Flinte und drückte den Hahn ab — das Gewehr aber ver­sagte. Mehl rief nun von dem Fenster aus dem in der Nachbarschaft wohnenden Ortsdiener Philipp Scherf zu, er solle doch den Bürgermeister holen. Darüber ergrimmte R. nur noch mehr und drohte, nun müßten alle Drei sterben. Durch das Toben des R. und die Hülferufe der Be­lagerten war mittlerweile die ganze Nachbarschaft alarmirt und auch der Landmann Heinrich Großmann aufgeweckt worden. Dieser eilte kühn entschlossen zu R., suchte denselben zu beruhigen und vor Allem die ge­ladene Flinte in seine Gewalt zu bekommen. Zu diesem Zwecke faßte er dieselbe oben an dem Laufe au, während R. sie am Kolben festhielt und mit ihr in der Lust herumfuchtelte. Plötzlich krachte der Schuß - er war in die Wand gegangen und hatte Niemand verletzt. Mit vieler Mühe gelang es Großmann, dem R. zuerst die Flinte und bann das Mester zu entreißen, worauf er den plötzlich wieder nüchtern gewordenen R zu Bett brachte. Wegen der in Rede stehenden Strafthaten wurde der Angeklagte zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängniß vernrtheilt. - Am 18 October v. I., als der Feldschütze Ruppert den Johann Philipp Albus von Ketternschwalbach wegen einer von ihm am 12. October begangenen Feldpolizei-Uebertretung zur Rede stellte, äußerte A. dem Feldschützen r-' -----™ gar nicht. Wegen

gegenüber: er sei ja gar kein Feldschütze, er kenne ihn gi Beleidigung eines Beamten erkannte das Gericht gegen bi 3 Mark Geldstrafe, im Nichtzahlungsfalle auf einen Taa Gefängniß. Die Berufung bes A. toiber dieses Urtheil wurde unter Lerurtheilmig des Recnrreitten in bie Kosten auch ber II. Instanz als unbegrünbet verworfen.

* (Zur beabsichtigten neuen Stabt-Anleihe.) Der Ge- meinberath hat dem Bürgerausschuß bie nachstehenbe Berechnung über bie Ergänzung ber Stadt-Anleihen bis Ende 1883 bezw. über etne neu auf- snnebmenbe Anleihe für 1886 bis 1888 als Unterlage bei den Berathuugeu über die Aufnahme einer 3-Millionen-Auleihe zugehen lassen. Wir ver­öffentlichen dieselbe insbesondere aus dem Grunde, weil sie zum besseren Berständniß der Debatten in der jüngsten Bürgcraus chuß-Versammlung beiträgt. Die Berechnung lautet: l. Für bereits ausgcfuhrtc unb tn ber Ausführung befinbliche Neubauten. 1) In ber Berechnung vom 13. November 1882 über bie 1883er Anleihe von 3,088,200 Mk. waren für ben Ankauf bes Kulpp scheu Hauses unb bes Volftei-Gefängnisses am Markt 90,000 Mk. vorgesehen, gezahlt ftnb aber 76 M Mk unb 1^006 Mk, zusammen 93.500 Mk. und noch auszubrinacn 3500 Mk • 2) als Baukosten-Rest für bie neue Elementarschule an br CMellsttatze waren in berselben Berechnung 280,0MMkvorgesehen; 45 ooo Mk für ben Bauplatz waren bereits aus alteren Anleihen bestritten unb ber Bau zu üLhaupt 325,000 Mk. veranschlagt. Die Ausführung tticl ber Straßeuaulagekosten hat jedoch 347L00 Mk. erfordert, also mehr 22800 Mk - 3) für die Schlachthaus- unb Viehhofsanlage waren tn ber» selben Berechnung 615,000 Mk. vorgesehen unb bie ganze Anlage incl. {,er bereit» au” Leren'Anlechen bestrittenen 79 692 < in 694,6§2 Mk. veranschlagt. Die Ausführung hat jebod) runb 747 992 Mk. erfordert, somit mehr 53,3M Mk.; 4aMür ben Rathhaus-Neubau waren, in der- elben Berechnung 700,000 Mk. und für Straßen-Anlagen in ber Um- aebiina bes Rathhauses 100,000 Mk. vorgesehen, welche Beträge nach ben KnAven Anschlägen sich um 300,000 Mk. bezw. 20,000 Mk. erhöhen, so