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Nr. &io. Mittwoch, 4. November 1814. WieskmdMeV TegblE«.

ist ihm eine terra incognita; noch viel weniger aber hat er einen Begriff von Deutschland und -Lsterrcich- Ungarn, mit welchem er er weiß nicht, warum nach dem Willen des Zaren im Kriege liegen soll. In einer Art Halbschlaf dämmert er seine Tage dahin. Selbst die Kriegstrompete vermag ihn nicht vollständig aus seinem dumpfen Brüten aufzurütteln. Und so folgt er denn nur den: äußeren Zwange, der Angst vor der Knute, wenn er, dem Befehl seines obersten Kriegsherrn folgend, zu den Waffenplätzen eilt. und so ein Heer bilden Hilst, Las in seiner chaotischen plumpen Massenhaftigkeit sich selbst zur größten Ge­fahr wird.

Wie anders die Truppen, welche Deutschland Legen seine Feinde ins Feld führt. Kein einziger Sohdat, der sich nicht seiner Pflicht voll und ganz be­wußt wäre, kern einziger, der nicht auf Grund seiner Schulbildung den Ernst der Lage in seiner ganzen Schwere zu erfassen vermöchte. Wer_ von uns kennt nicht sein- Vaterland und seine überreiche geistige und wirtschaftliche Kultur? Wer nicht unsere Feinde, die in gelbem Neide uns zu einer weltbeherrschendcn Großmacht enrpovwachsen sähen und nun olles daran- setzen, den mißliebigen Konkurrenten zwischen ihren ehernen Armen zu erdrücken? Und wem endlich wäre unbekannt geblieben, welch ein heißes Ringen und Kämpfen nötig war, bis sich unser deutsches Volk aus roher Barbarei zur ersten Kulturnation der Erde ernporgcschwungen hatte? Der großen Mehrheit unserer Volksgenossen mögen wohl bisher die Ge­stalten der Geschichte nicht viel mohr als ver­schwommene blasse Schatten gewesen sein; jetzt^aber im Zeichen des Krieges erhalten sie Leben und Farbe und stehen uns bei als kräftige Mahner wider unserer Feinde Wüten und Dräuen. Jeder aus unserem Volke erlebt glcichsain ganz Deutschland mit der vollen Inbrunst eines deutschen Herzens, und aus diesem titanischen Erleben wächst dann wieder jenes heilige nationale Pathos hervor, das sich im Angesichte des Feindes, in schlagende Wetter verwandelt. Aus. der Tiefe seiner Brust und ihrer Ewigkeit sangt der Deutsche seine Kraft; darum kann ihn auch nichts er­schüttern, und stünde selbst die ganze Welt Wider ihn auf in Waffen. Ein Heer aber, das von einem solchen Geiste beherrscht wird, ist nicht mehr eine trage, schwerfällige Masse, die nur durch ben Druck von außen vorwärts bewegt wird, sondern ein lebendiger Organismus, in welchen: jedes Glied, und sei es das kleinste seine sinnvolle Eigenbewegung und Eigenkrasr besitzt. ' In jedem Element Po« dieselbe heiße Leiden- schaft, in jedem brandet derselbe ungestüme Kampfcs- mut: keinem mangelt das rückhaltslose Vertrauen zur obersten Heeresführung, welche, alle drängenden Kräfte planmäßig z:i einer allgewaltigen Gesaintentwialnng zusammenfaßt. Deshalb setzt sich denn auch, unsere riesige Kriegsmaschinerie geradezil spielend m Be- iw-eauuH. Der Geist des Führers schlägt in jedem Soldaten seine Wellen. Deutschland steht auf wre em

'^Unsere Überlegenheit gegenüber imjcren Feinden beruht mithin nickst bloß auf unserer hochmtwickelün Kriegskunst, unserer Technik und unserer Wirtichafio- organisation, sondern nicht zuletzt, ^uf uyserein einzig aus gebauten Schulwesen, welches jede Kraft weckt und bis i:i die untersten Volksschichten hinein, den Geist der Selbständigkeit und eines aufopfer,ungSsahigen Idea­lismus begründet. Auch heute gilt iioch, wa^> .riiaste in seinenReden an die Deutsche Nation tn tue Flammenworte prägte!ist ich t d,:e G ewalt d e r Arm e noch die Tüchtigkeit d er W uffen , sondern die Kraft des Gemüts i st c s w elches Sie ge er kämpft." Je großer ßw Zahl unserer Feinde, desto hoher wachst unser Mut. Be­geisterung ist alles.

Deutschem Reich«.

* DerKulturbund deutscher Gelehrter und Künstler

bittet uns. mitzuteilen, daß alle Zu,christen nicht an den Vor­sitzenden Gcheimrat Professor Tr. WaUeyer. wndern. ohne BeisüMNii des NamensWaldetzer", an dw, Geschäftsstelle des Kulturbundes Berlin kl IV. 7, llnter den Linden 38, im Ge­bäude dcr Akademie der Wissenschaften, zu richten sinb wenn unnütze Verzögerung in der Beantwortung der Zuschriften verraieden werden soll. .

Helft unseren tapferen Fliegern!" Dank dem überaus liebenswürdigen Entgegenkommen unserer deutschen Proste . m unsere Sammlung für die Familien der rm Felde siehenren Flieger, und Luftfahrermannsckaften sowie für Verwundete bezw. die Hinterbliebenen gefallener Nnlitarpersoiien der Deutschen Luftflotte" bisher einen recht günstigen Erfolg ge- Labi Soll die Samnrlung aber ihreii guten Zweck , ganz er­füllen so darf die Gebelust, des deutschen Volkes für unsLe fctjyferßtt ßuftöitoten, die £edinguns'lsIo§ tfjr koken dem tßat&c* lande opfern, nicht erlahmen. Wir bitten daher herzlichit, weitere Spenden mit dem VermerkBeitrag zur Kriegsluft­flotte" an die Hauptgeschäftsstelle des Deulscyon Luftflotten­vereins. Berlin W. 57. Frobcnstraße 27, zu senden. Post­scheckkonto Berlin 17456.

Heer und §lotte.

Personal-Veränderungen. Fritz (Wiesbaden). Zickel, Lobmever Schweinfurth (1 Frankfurt a. M.), Feiling, Klinglür. Müller, Schardt sLimburg a L) Werner, Höhn (Oberlahnstcin), Giebel er, Kils'eriing (Siegen), Vizefeldw. im Res.-Jnf.-Negt. M 87 zu Leuts, der Res. befördert. * Btrkner. Haus, Svielman. Rodde, Schien. Tesdorf. Rau (Hanau) Henkel (2 Berlin), Rühl (Gießen), Vizefeldw. im Res.-Jnf-Regt. Nr. 88. zu Leuts, der Res. befördert. Kühn (Wiesbaden), Vizefeldw. des Vion.-Bais. M 11. zum Leut der Res befördert. * G e i b c l (Wiesbaden), Vizewachtm. im Res.-Feld-Art.-Regt. Nr. 26. zum Leut, der Landw.-FolL- Art 1 Anfgeb. befördert. * Schmer Heck, Vizefeldw. im Inf.-Regt. Nr. 16. zum Leut, befördert. (Dies ist der erste Fall im gegenwärtigen Feldzuge, daß eiu aktiver Unteroffizier wegen Tapferkeit vor dem Feinde nachdem er bereits mit dem Eisernen Kreuze zweiter Klasse ausgezeichnet war zum aktiven Offizier befördert worden ist.) * Putzler. Lberleut. der Landw.-Jnf. 1. Aufgcb. (Wiesbaden), * Thoene (Meschede), * Körb er (Siegen). Oberl-euts. der Landw.-^ns. 2. Ansgeb jetzt alle drei im Landw.-Jnf.-Regt. Nr. 80. zu Hcrnptl. befördert. * v. Luck. Leut, der Landw.-Jnf. 1. Auf­gebots (Wiesbaden). * Aschenborn.. Leut, der Landw.- Jnf. 2. Ausgob. (Siegen), jetzt beide im Landw.-Jnf.-Regt. Nr. 80. * Lüdicke (Limburg a. L.). Saberskh (2

Frankfurt a. M.), Leuts, der Lmidw.-Jnf. 2. Aufgab., jetzt alle zwei im Landw -Jns.-Regt. Nr. 81. zu Oberlauis. befördert. Glabn. Müll (Wiesbaden), Naumann. Becht, Landers, Müller (Höchst), Horb erg. Schneider, Du de nhe,u s on , Bu blitz. (Siegen)., Mittelmann, S trat mann (Meschede). Vizefeldw. im Lanüw.-Inf.-Regt. Nr. 80. zu Leuts, der Landw.-Jnf. 1. Aufgeb. befördert.

B r ü n i n g h a u s (Siegen), Bagageführer im Landw.-Jnf.- Regt. Nr. 80, zum Leut, des Landw.-Trains 1 . Anfgeb. be­fördert. * Faber. Leut, der Landw. a. D. (Wiesbaden), zu­letzt der Laiidw.-Feld-Ari. 1 Anfgeb. (Kartsruhe), jetzt in der 2. Landst.-Battr. der 49. gem. Jnf.-Brig., zum Oberleut, be­fördert. * Voigt (Limburg a. L.). Oberleut. der Landw. a. D-, zuletzt von der Landw.-Jnf. 1 Aufgeb., jetzt beim Grenz- und Bahnschntz-Kommando Schröder. zum Hauplm befördert. ^ Hooß, Leut, der Landw.-Feld Art. 2. Aufgeb. (Limburg a. L.), jetzt bei der Ref.-Jnf.-Mun.-Kol. 32, zum Oberleut, befördert. ______

Bus Stabt und Land.

Wiesbadener Nachrichten-

Das Eiserne Kreuz.

Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: der

Stabsarzt Dr. Ernst Vogelsbergcr vom Infanterie-Re­giment Nr. 167 in Kassel, Söhn des verstorbenen Wiesbadener Oberingenieurs Will). Vogelsberger; der Landrat des Kreises Usingen Bac meist er; der Feldwebel im In­fanterie-Regiment 87 Otto S ch in i d t aus Wiesbaden; der Oberleutnant der Reserve 'Regierungsassessor Ziemssen im 1. Garde-Artillerie-Regiment, Sohn des praktischen Arztes Dr. Ziemssen in Wiesbaden, der ebenfalls Inhaber des Eiser­nen Kreuzes ist; der Unteroffizier der Landwehr im Infan­terie-Regiment 80 Paul Ruprecht aus Piebrich a. Rh.; der Kanonier im 23. Artillerie-Regiment Johann Horchen aus Oberlahnflein; der Unteroffizier im Infanterie-Regiment 80 Karl Wettlauf er aus Biebrich a. Rh.; der Feldwebel der Reserve Karl Christian aus Nied; der Oberleutimnt im Landwehr-Jnfanterie-Regimeilt 80 Hermann Naglo aus Biebrich a. Rh.; der Offizierstellvertreter im Reserve-Jnfan- terie-Regiment 87 Chemiker Heinrich Wirth aus Limburg; der Musketier Ludwig Heniitutnnn aus Holzappel; der Musketier Johann Kunger aus Rüdesheim a. Rh.; der Feldwebel Kreisrechnungssteller A. Holstein aus Rüdes- heim a. Rh.

Ein Sonntag in Zerndsslcmd.

Unter dieser Überschrift erhalten wir von einem Gefreiten der Reserve bei der Fernsprecherabteilung des 18. Armeekorps folgenden Bericht: Wir befinden uns in A., einem kleinen französischen Dörfchen. Von der Höhe des Kirchberges genießt man eine wunderbare Aussicht über das" reich bewaldete Tal mit seinen fruchtbaren Äckern und Wiesen. Die Kriegslage hat es mit sich gebracht, daß dieses Dörfchen in die Kampf­front hineingezogen wurde und das Generalkominando mit seinem ihm untergeordneten Heer von Verwaltungsbeamten beherbergt. Es ist Sonntag heute, der, so weit es die allge­meine Lage und der Dienst gestattet, trotz des in den vorderen Linien dröhnenden Kanonendonners und Gewehrfeuers wür­dig begangen wird. Gegen 8 Uhr 45 Min. vormittags marschie­ren größere und kleinere Krupps unserer Feldgrauen ver­schiedener TruppengattungeM unter Führung von Vorgesetzten durchs Dorf. Ihre Stiefel sind sauber gefettet, ihr Anzug ist appellmäßig instand gesetzt. So marschieren sie ohne Gewehr oder Karabiner gehobenen Hauptes nach einer wcitgestreckten Wiese univeit des Dorfes hin, um heute nicht ihrer harten kriegerischen Arbeit, sondern ihrem religiösen Bedürfnis nach- zukmnmen. In einem großen offenen Viereck wird hier ord­nungsmäßig Aufstellung genommen. In der Mitte dieses Vierecks steht ein einfacher weißgedecktcr Tisch, aus welchem sich ein Kruzifix sowie zwei einfache Messingleuchter befinden. Punkt 8 Uhr erscheint der kommandierende General mit seinem Stab und begrüßt seine Feldgrauen mit einem kräf­tigenGuten Morgen, Kameraden!", ivas mit einem donnerndenGuten Morgen, Exzellenz" beantwortet wird. Darauf tritt der amtierende Feldgeistliche an den aufgestellten Tisch heran, um die Amtshand­lung zu versehen. In einer ergreifenden und packen­den Rede versteht es der katholische Pfarrer. zugleich seinen evangelischen Zuhörern gerecht zu werden. Mit dem allen beiden Konfessionen wohlbekannten LiedHarre nieine Seele" schließt die erhebende Feier, die wohl mancher Krieger, auch solche, die früher nicht viel für die Kirche übrig hatten, für immer im Gedächtnis behalten lvird. Pg.

Pakete, die nicht ankommen.

Von vielen Klagen über nichteingetroffene Sendungen für im Feld stehende Soldaten geben wir noch die folgenden wieder:

Seit September schicke ich durch Vermittlung der Sam- melstelle in der Lorcherschule Pakete an einen im Feld stehen­den Angehörigen im Reserve-Jttfanteriie-Regiment Nr. 80. Fünf Pakete habe ich schon versandt wöchentlich eins, und noch ist kein einziges angekominen, trotz sehr guter Ver­packung, richtiger Adressierung usiv. Wohl aber schreibt mir mein Angehöriger, daß er sämtliche Briese, Feldpostbriefe bis 260 Gramm und auch Pakete aus dcr Kölner Gegend' erhalten habe, die Wiesbadener Pakete dagegen würden sich wahrschein­lich unter den in einer Scheune zu Sedan aufgestapelten Paketen befinden. Man sollte es nicht für möglich halten: Der Kronprinz telegraphiert aus dem Feld wegen Liebesgaben, und hier stapelt man die Liebesgaben in einer Scheune auf! Ich möch>te mir nun die weite Kreise gewiß interessierende An­frage gestatten:Wie verschickt man von Wiesbaden aus am besten Pakete an das Reserve-Regiment Nr. 80?"

Wir benutzen die Gelegenheit, um wiederholt auf die Not­wendigkeit ganz sorgfältigster und genauer Adressierung der Feldpostssindungen und Pakete für im Feld stehende Soldaten aufmerksam zu machen. Wiederholt konnten wir feststellen, daß allein die falsche oder mangelhafte Adresse schuld war, wenn eine Sendung nicht oder mit großer Verspätung ankam. Der Reichsverband deutscher Städte hatte eine Beschwerde über die Feldpost an den Feld-Oberpostmeister gerichtet; in der Antwort des ML-Oberposrmeisters heißt es: Die Feldpost versagt nicht, sic tut alles, was sie unter den schwierigen Verhältnissen tun kann. Öffentliche Klagen können nur weiter verbitternd wirken und in keinem Fall hel­fen. Ich wäre dem Reichsverband deutscher Städte dankbar, wenn jeder einzelne, der klagt, darauf hingewiesen würde, seine Beschwerde bei mir v o r z u b r i n g e n, vorher aber die Adressen nochmals s o r g f ä l t i g auf ihre Richtigkeit prüfen zu lassen." Eine amtliche Mittei­lung aus Berlin schiebt ebenfalls der falschen Adressierung einen großen Teil der Schuld an dem zahlreiche Angehörigen

Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 5.

von Soldaten in die größte Auftegung und Sorge versetzeudeni Übelftand zu:Nach wie vor sind zahlreiche FÄdpostsMdimgeL unrichtig und undeutlich adressiert cHer mangel­haft verpackt. Wenn noch jetzt Klagen laut werden, daß Feld­postbriefe Heeresangehörige dauernd nicht erreichen, ist dies in der gtegel nur darauf zurü^uführen, ^daß die angewandten Feldadvessen unrichtig waren. Hierin Wandel zu schaffenl, ist vor allem Sache der Heere sangehörigen selbst. Die Militärverwaltung hat deshalb schon toiedeicholt die Truppen durch ihre Vorgesetzten auf die Notwendigkeit Hinweisen lassen, nur richtige Feldadressen nach Hause mitzuteilen. Die Post- behörde unterstützt ihrerseits das Publikum gern insoweit, afö in den Fällen, in denen die angewandte FÄdadreffe augen­scheinlich unrichtig war, die Feldadresse postseitig auf Wunsch nach geprüft wird. Derartige Anträge sind an die nächste Postsammelstelle oder Oberpostdirektion zu richten.^

Ein noch nie dagcwescncs Jubiläum." Unter dieser Überschrift meldet eine hiesige Korrespondenz: Gestern waren es 50 Jahre, daß der Kellner August Michler aus Winkels im Oberlahnkreis ununterbrochen als Restaurations­kellner im hiesigen Kurhaus tätig ist. Daß ein Kellner in ein- und demselben Betrieb 50 Jahre ausgehalten hat, steht in der Geschichte des internationalen Gasthof- und Restaurations­betriebs einzig da. Der Pächter des Kurhauses, Herr Ruth c* hatte zu Ehren des seltenen Jubilars, der bereits bei Eröff­nung des neuen Kurhauses durch Verleihung des Allgemeinen Ehrenzeichens ausgezeichnet wurde, im Weinsalon eine Feier veranstaltet, zu der zahlreiche Kollegen und Freunde Mchlers erschienen waren. In einer Ansprache an den Jubilar betonte Herr Ruthe, daß sich Michler in seiner langen Dienstzeit stels durch freundliches Benehmen und feine Pflichterfüllung die Gunst der Gäste und das Vertrauen seiner Arbeitgeber, deren fünfter der jetzige Kurhanspächter ist, in höchstem Matze er­worben habe. Als Zeichen seiner Anerkennung überreichte er dem Jubilar eine goldene Uhr. Kommerzienrat H ä f f n e r (Wiesbaden) beglückwünschte sodann Michler namens des In­ternationalen Vereins der Gasthofbesitzer und übergab ihm eine goldene Kette sowie ein entsprechendes Diplom. Fol­gende Angestellten, die bis zu 24 Jahre in: Kurhans-Restau- rantbetrieb tätig sind, erhielten ebenfalls Diplome: ^ die Restaurationskellner Birk aus Merenberg, Ohly (Hausen), Kah (Geilnau), Klaner (Wambach), Hnntze (Barfeld), Kahle (Schönhain), Gohrmann (Siegen), Hergenhahn (Mengers­kirchen), Voigt (Krimitschau), Boos (Ramschied), Armleder (Donaueschingen), Orfen (Gaubischofshxim), Günther (Paulendorf); Küchendirektor Edel (Stahweter); Buchhalter Travers (Wiesbaden); Oberkellner Rau (Kasiel); Prokurist Carle (Worms); Hausmeister Mühlfeldt (Mellrichstadt) und Küfer Sahm (Künzelsau).

Wiesbadener Sanitäter. Heute sind 26 Pfleger von der hiesigen Sanitätskolonne des Roten Kreuzes zur Einkleidung nach Kassel abgegangen. Von Kassel gehen die Mannschaften auf den Kriegsschauplatz ab, wahrscheinlich auf den westlichen, wo sie bei der 4. Armee Verwendung finden sollen.

Ein neuer Bcrwunbetcntransport traf gestern abend kurz nach 8 Uhr hier ein. Es handelte sich dabei um meist leicht Verwundete. Drei Franzosen befanden sich bei dem Transport, darunter einer von der ffanzösischen Kolonial­truppe aus Madagaskar. Insgesamt waren es 365 Verwun­dete. 100 davon wurden in hiesigen Lazaretten untergebrnckit, 100 erhielten Nachtquartier in der Gutenbergschule, von wo sie heute vormittag in den Rheingau weiter befördert wurden.

Personal - Nachrichten. Generalintendant der König­lichen Schauspiele Graf v. H ü l f e n - H ä s e l e r ist cmS Berlin zu einem kürzeren Aufenthalt hier eingetvosten.

Kleine Notizen. Die Firma Otto N i e t s ch m a n n Nachf, Mag«in für Hans- und Küchengeräte, teilt uns mit: Auch 'mein Personal hat trotz eingegangener Vereinbarung für Oktober volles Gehajlt ausgezahlt erhalten. Ich habe auch für August volles Gehalt gezahlt und nur für September einen sehr geringen Prozentsatz gekürzt. Am 18. November findet im Wartburg "-Saal ein Konzert des blinden Pianisten Hartung statt. Wie uns von interessierter Seate, mitge- teilt wird, bezieht sich auf dieses Konzert die in der gestrigen Abend-Ausgabe unter der ÜberschriftUnter falscher Flagge" veröffentlichte Warnung nicht. Ein größerer Teil dos Reinortvags wird denr Roten Kreuz zu-- gewiesen.

vorbörichte über Nun st. Vorträge und Verwandtes.

* Königliche Schauspiele. In der nächsten Wiederholung vonHans Heiling". welche Samstag stattfiiidet, wird Frl. Bvmmcr dieKönigin der Erdgeister" und Frl. Schmidt die

Anna" zmn erstennial singen (Abonnement D). Morgen Donnerstag gelangtTiefland" zur Niifführung (Abonne­ment C). Am Sonntag geht im Wonnoment A.Tonnhäusew mit Herrn Forchhammer in der Titelrolle in Szene. Dre , Elisabeth" singt diesmal Fräulein Frick. dieVenus" Frcmllern Englerth, den ..Wolfram" Herr Geisse-WinkÄ.

* Kurhaus. Richard Breitenfeld. welcher zur gesanglichen Mitwirkung in dem 2. Kurhaus-Zvklus-Konzerte am Freitag dieser Wache gewonnen ist, wird die Arie des Hans Hemng .An jenem Tag" sowie drei Lieder mit Klavlerveglaitung, und zwar:Auf dem Kirchhofe" von I. Brahms,Der Dappst- günger" undDer Wanderer" von F. Schubert zum Dorrcagö bringen. Ferner wird sich der ^Organist der Thomaskirche in Leipzig Prof Karl Straicbe. solistisch betätigen., und zwar durch den Vortrag zweier Bachschen Komvositionen:Paffacaglia" in C-Moll undToccata" in A-Moll. Musikdirektor Karl Schuricht wird eine eigene KompositionHerbststücke" und Sinfonie m D-Dur von W. A. Mozart zur Aufführung bringen.

Kus dem Vereiitsfebsn.

vorverichte. Vereinsverscnnmlungen.

* Im ,.Franenklub" findet am SamStag.

7 Uhr, zum Besten der Kriegshilfe ein Bottragsabend von Eise v. Levetzow aus Haniburg statt.

prGVMZ Hessen-Nassau.

RegrerAKgsLszirÄ Wiesbaden.

r. Ans dem Rheingau. 1. Nov. Dab unsere Seima^nM : letzter Stelle steht, wenn es gilt, ^ beweist fol­gere wackeren Vatevlandsverteidiger zu stifte:. ^

ndes: In den letzten Tagen gi-men m du Front o».

rar Strümpfe. 469 Hemden, 169 Paar^Pul w ^ 4 ^ 0 | c

rtbert. 48 Verdandstucher. 61 .Paar nrn A 6 BiSStr aus Astüche^13 Unterjacken. Dn O ^^e^ Bekleidungs- sterem &au m baä Rote Kreuz g H^deri, 225 Unter, ide betragt: sW Paar StEvN^.^, 632 Puls.

aber. 145 Lechbmden. 1 ^,Agcher. E Verbandstücher, 481 mr F'utzlapmn Außerdem gingen 5 Kisten mit Kleider und

ä f L-ttdrat v. Zitzewitz, der- in tnlrö chicn Seitenschuß verwundet wurde, 'cS und im Reservelozarett des städtischen

£&ä¥unLucbva*t worden Wie wir hören, ist sein - w Umständen nach zurinederistellcnv.