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gelegt worden. Man habe auch den Man eines Attentats gegen den Statthalter ansgsdeckt. dessen Rücktritt bevorstehe. Die russische Presse beurteile die Lage als sehr ernst.

Die letzten Drohungen an die Türkei.

hd- Kopenhagen, 1. Nov. Der „Times"-Korrespondent m Konstantiiwpel erfährt: Der dortige englische Botschafter habe die Pforte darauf aufmerksam gemacht, daß ein An» griff auf Ägypten von England als feindliche Hal­tung angesehen würde.

Wichtige diplomatische Besprechungen in London.

hd- Christiania, 1. Nov. Aus London wird dem .Morgen bladed" gemeldet: Hier haben gestern wichttge diplomatische

Besprechungen stattgefunden. Der italienische und türkische Botschafter haben stundenlange Besuche im Auswär­tigen^ Amt abgestattet. Das Reuterbureau erfährt, dass die Verbündeten der Pforte eine Note überreichten, in der eine Erklärung des Angriffs im Schwarzen Meer ver­langt wird, es wurde weiter gefordert, dass die deutschen Mannschaften von den türkischen Schiffen und ebenso dass die Kreuzer „Gocben" und „Breslau" entfernt würden, im entgegengesetzten Falle würden die diploma­tischen Beziehungen abgebrochen werden. Bis jetzt sei auf die Note noch keine Antwort erteilt worden.

Ungarische Stimmen zum Eingreifen der Türkei.

_ W. T-B. Budapest, 31. Okt. (Nichtamtlich.) Sämtliche Blätter besprechen mit grosser Genugtuung das Eingreifen der Türkei. Der „Budopesti Hirlap" sagt: Wenn

die Türkei das Schwert zieht, wirft sie den zündende n Funken in die mohammedanische Welt. Frank- lcich wird in Algier, England in Ägypten und Indien und Russland in Persien die Stöße des Erdbebens zu fühlen be­kommen, das die islamitische Welt erschüttert.

Das „Neue Pest er Journal" schreibt: Die Tür­kei steht nicht allein; sie wird nicht vergebens an den Patriotismus der Ägypter appellieren. Sie hat nicht um­sonst einen Bund mit Persien und Afghanistan geschlossen und Boten nach Indien geschickt. Die Türke, hat einen heißen Kampf vor sich, aber sie hat auch Freunde in der Not.

Der Eindruck in Sofia. w Kd. Sofia, I. Nov. Der Ausbruch der »türkisch-russischen »-eindsekigkeiten hat wie ein D o n n e r s ch l a g aus h e i t e rem Himmel gewirkt. Radoslawo ließ die anberaumie Sobranjesitzung aussetzen und berief einen Ministerrat ein. Er teilte mit. dass sich Rußland in dem neuen Konflikt mit der loyalen Neutralität Bulgariens zufrieden gäbe. Der Ministerrat beschloß in diesem Sinne.

Die bulgnrisch-serbische Spannung.'

y. T.-B. Wien, 1. Nov. Die ..Südslawische Korrespon denz" meldet aus Sofia: Die Spannung zwischen Bulgarien und Serbien scheint sich in letzter Zeit verschärft zu haben. Die Sprache der offiziösen Blätter gegen Serbien ist überaus heftig. Man verlangt in diesen Kreisen immer ^ringender die Aktion des Vorgehens gegen Serbien, um den Leiden der Bulgaren in Mazedonien ein Ende zu be­reiten.^ Es ist bemerkenswert, daß hierbei immer darauf hingewiesen wird, dass auch die mohammedanische Be- volkerung in gleicher Weise wie die Bulgaren von dem ser- l'i,chen Terror getroffen werde und daß auch die Türkei gezwungen sein würde, gegen Serbiens Millkürherrschaft aufzutreten. D,e Stimmung der bulgarischer, Öffent­lichkeit gleicht der vor Beginn des zweiten Balkankrieges.

Reine Aenderung in der Jjoltung Rumäniens.

K6. Bukarest, 1. Nov. Der russisch-türkische Konflikt dürste in der bisherigen Haltung Rumäniens kau m eine Änderu-m herbeasuhren, sobald die übrigen Balkanstaaten neutral 0 lerben.

Rumänisch-bulgarische Verhandlungen

_ M-.jRont, 1. Nov. Wie von gut unterrichteter Seite ver­lautet. ichwebcn zwischen Rumänien und Bulgarien für eine etwaige spatere gemeinsame Aktion Verhandlungen. Diese reich wenden^ ^^SUgefiigt, werde sich nicht gegen Öster-

lin Kutscher Protest gegen den Mißbrauch der Rathedrase von Reims durch die §ränzosen.

. , 4 r \" B - ^ um ' 81. Okt. Da die französische Heeres­

leitung wiederum eine Batterie vor der Kathedrale von Reims aufgestellt und einen Veobackstungsposten auf dem K^edrale eingerichtet hat. hat im Auftrag des Reichskanzlers der preußische Gesandte am Vatikan be, der Kurie wegen des b ar bar i sch e n Mißbrauchs von Gotteshäusern einen förmlichen Protest ein- gelegt. Die,Franzosen allein trügen die Verantwortung für eine etwa eintretende Beschädigung; sie den Deutschen zur ~crft zu legen, )ex etn<e Heuchelei.

Der pariser Optimismus.

Br. Genf, 1. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Alle Pariser Nachrichten svrechen sich in äußerst optimistischem Sinne über den Ausgang der Kämpfe im Norden aus und halten die große deutsche Offensive bereits für m i ss l u n g e n Einen beruhigenden Eindruck machte in Paris namentlich der amtliche französische Bericht von gestern nachmittag, der be­sagte, ,n der . französischen Front kämpfe eine n e u f o r - or/ 2 Brigade von 6000 Marinesoldaten mit einer ^Ma>chinengewehrabteilung sowie ein Regiment von 2000 Mamnekanomeren unter dem Befehl des Admirals Ronarch. Oer amtliche französische Rriegsbericht.

,,, ^ 31. Okt. (Nichtamtlich) Nachmittags

3y 2 Uhr wurde folgender amtliche Bericht ausgegeben: Der ^,ag wurde charakteristisch durch einen allgemeinen Offensiv versuch der Deutschen auf der ganzen F r o n t von N,e up ort bis Arras und durch heftige An­griffe aus alle ^.eile der Schlachtlinie von Nieuport bis zum Kanal von La Bassee. Es gab abwechselnd Vorwärts- und Rückwärtsbewegung; südlich Nieuport wurden die Deutschen die Ramscapelle nahmen, durch einen Gegenangriff vertrieben. Südlich Dp res verloren sie einige Stützpunkte (Hollebets und Zandoovoral), rückten vrber östlich Dpres gegen Tachcndarl vor. Zwischen La Bassee und Arras'wur­den alle Angriffe der Deutschen unter großen Verlusten zurück- gewiesen. In der Gegend von Chanluis rückten wir bis Lihans vor und nahmen Le Ouesnah. In der Gegend von Arras sind wir ebenfalls auf den Höhen des rechten Ufers stromabwärts Soiffons vorgerückt, müssen aber bis V a i l l y z u r ü ck g e h e n. (V a i l l y ist bekanntlich von den Deutschen schon gestürmt.) Wir sind in der Gegend von Sonain vorgerückt. Im Argonnerwald und in der Woevre -st ein heftiger Kampf entbrannt. Im Wald von Le Prete haben wir weiteren Boden gewonnen.

Die Rückkehr der französischen Regierung nach Paris am 20. November?

lick. Mailand, 1. Nov. Der „Corriere della Sera" meldet aus Paris: Die Regierung hat ihre Rückkehr nach Paris aus den 2 0. November festgesetzt. Die Kammer wird ungefähr am 15. Dezember zu einer kurzen Reihe von Sitzungen znsam- mentreten. Drei Tage vorher wird sich die Budgetkommission zur Beratung der von der Regierung vvrZulegenden Finanz entwürfe versammeln.

Zranzösische Ammenmärchen.

W.T.-B. »erlitt, 1. Nov. (Nichtamtlich.) Der „Petit Parisien" erzählt die Geschichte, hie auch in anderen französischen Blättern schon gestanden hat: Als die Deutschen in bie Stadt X. eindrangen, folgten, wie auch schon in anderen Orten geschehen war, ihren Marschkolonnen die F r a u e n der Offiziere im Auto. Sie nahmen in Leiterwagen mit, was sie unterwegs ausgesunden hatten: Wäsche, Porzellan und andere Möbel, die sie finden konnten, dann steckten stie die Häuser in Brand. Am Tage nach der Schlacht fand man im Walde von P. bei einem deut­schen Generalstabsossizier Schriftstücke, in denen ihm befohlen war, alle Spinnereien und Wehe­re i e n dey Gegend zu zerstören. Wie denn auch in der .Tat fast säintliche verbrannt worden waren. (Es genügt, dies verächtliche Machwerk französischer Ver- leumdnngstechnik niedriger zu hängen.)

Das französische Erzgebiet von Lsngrvy und Briep unter deutscher Verwaltung,

W. T.-B. Metz, 31. Okt. (Nichtamtlich.) Das die Erz­becken von Longwy und Brieh umfassende französische Okkupationsgebiet ist auf Befehl seiner Majestät des Kaisers durch Anordnung des Reichskanzlers unter

deutsche Zivilverwaltung gestellt worden. Mit der

Verwaltung ist unter dem Befehl des Gouverneurs von Metz, General der Infanterie v. Oven, der Bezirkspräsident von Lothringen, Freiherr v. Genningen - Hornberg, und unter diesem die Kreisdirektoren von Metz, v. L ö p e r, und von Diedenhofen-West, Bostetter, beauftragt worden. Die Verwaltung der Angelegenheiten der Zivilverwaltung des Okkupationsgebietes beim Gouvernement ist dem Regie­rungsrat Liebermann übertragen worden. Für die Erz­gruben und Hüttenwerke in diesem Gebiet ist eine beson­dere Schutzverwaltung eingerichtet worden, welche die Sicherung der teilweise verlassenen oder mit unge­nügendem Personal angetroffenen Werke und Gruben über- nommen hat und besonders für den Fortbetrteb der Wasserhaltung sorgt, um den wertvollen r u b e n b e r e i ch vor dem Ersaufen zu schützen. Die Schutzverwaltung ist unter dem Bezirkspräsidenten dem Bergrat Dr. Kohlmann, dem Bergmeister Hönig und dem Bergassessor Horten übertragen worden. Zur Beratung des Gouverneurs in Angelegenheiten der Schutzverwaltung ist e,n ständiger industrieller Beirat aus Vertretern der deutschen Schwerindustrie berufen worden, die an dem französischen Minenbesitz mit Kapital beteiligt ist Der Beirat besteht aus den Herren: Kommerzienrat Louis

Röchling (Saarbrücken), Geh. Kommerzienrat v. Os- Wal dt (Koblenz), Generalleutnant v. Schubert, Exzel­lenz (Berlin), Geh. Kommerzienrat Kirberg (Mülbeim, Ruhr), Kommerzienrat S p r i n g o r u m (Dortmund). Kom> merzrenrat Klöckner (Duisburg) und Bergrat Frie- l i n g h a u s, Mitglied des Direktoriums der Firma Kruvd in Essen. rr

Neue Ehrendoktoren der Universität Bonn.

W.T.-B. Berlin, 1 . Nov. Den Morgenblättern zufolge hat die philosophische Fakultät der Universität Bonn den Herrn Krupp v. Bohlen und Halbach sowie das Mit­glied des Direktoriums, Professor Raufenberger, den Konstrukteur der schweren Geschütze, in Anerkennung der großartigen Leistungen dieser Geschütze zu Ehrendoktoren ernannt.

Der Präsident der Reichsbank v. Havenstein erhielt die gleiche Auszeichnung als Anerkennung der finanziellen Fürsorge für die KrieBbereitschaft des Reiches.

MeSerbelegung der französischen Garnisonen an der italienischen Grenze?

Lu. Genf, 1. Nov. (Eig. Drahtberrcht. Ktr. Bin.) Der „Courier" meldet: Die französischen Garnisonen an der italienischen Grenze sind in den letzten drei Wochen wieder neu belegt worden, nachdem fast sämt­liche Trirppenstandpunktc gegen Italien Ende Septem­ber zur Verstärkung der französischen Front an der Marne geräumt worden waren.

Umbildung des italienischen Ministeriums.

Rom, 8t. Okt. (Agenzia Stefane) Der Schatzmeister R u b i n i gab heute den Entschluss kund, von seinem Amt z u- rückzu treten. Infolgedessen entschied sich das ganze Kabinett dahin, gleichfalls aus dem Amt zu scheiden. Ministerpräsident Salandra teilte dem König diesen Ent­schluss mit. Der König behielt sich seine Entscheidung vor.

W. T.-B. Rom, 1. Nov. (Nichtamtlich) „Giornale d'Jtalia" meldet: Schatzmeister Rnbini wollte, daß das Kabinett von der Kammer 2- bis 300 Millionen neue Steuern fordere, um militärische Ausgaben zu bestreiten. Ministerpräsident Salan­dra und andere Minister waren aber der Ansicht, dass der gegenwärtige Augenblick dafür nicht geeignet sei. Das Blatt glaubt, daß Salandra mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragt werden wird.

Der österreichische amtliche Rriegsbericht vom 7. November.

Nene Kämpfe in Russisch-Polen. — Ein vollständiger Erfolg bei Stary-Sambor.

. W.T.-B. Wien, 1. Nov. (Nichtamtlich.) Amtlich wird verlnutbart vom 1. Nov., mittags: In Russisch- Polen entwickeln sich neue K ä m p f e. Angriffe ans unsere Stellungen wurden z n r ü ck g e s ch l a g e n und ein feindliches Detachement zersprengt.

Die mehrtägige erbitterte Schlacht im Raume nordöstlich Turka und südlich Stary-Sambor führte gestern zu einem vollständigen Siege unserer Waffen. Der hier Vorgel,rochenc Feind, zwei Infan­teriedivisionen und eine Schützenbrigade, wurden aus ihren Stellungen geworfen. Czernowitz wird von unseren Truppen behauptet. Das namentlich gegen die Residenz des griechisch-orientalischen Erzbischofs ge­richtete Artillericfeuer der Russen blieb ohne nennens­werte Wirkung.

Gefterreichische Fortschritts am San.

»r. Wien, 1. Nov. (Eig. Dvahibericht. Ktr. Bln.) Aus Krakau wird gemeldet, die Russen seien über den San znrück- geworfen. Lezajsk ist von den Russen ftei; unsere Truppen rückten nach der Befreiung von Lezajsk 20 Kilometer gegen Osten vor.

Die Kämpfe zwischen Drina und Sawe.

W. T.-B. Budapest, 31. Okt. Die Kämpfe im sogenannten Marsagebiet. das von der Drina und Sawe umschlossen ist, dauern fort. Unsere Truppen gehen mit großem Mut gegen den stark verschanzten Gegner, der in betonierten chützengräben liegt, vor.

Eine unwahrst einl'che Meldung über einen Umscbwuna in der Haltung Italiens.

Ein Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Italien und Frankreich und England?

Br. Zürich, 1. Nov. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln) italienischen Telegrammen zufolge meldet der „Mcssag-

gcro" aus ausgezeichneter Quelle: Di; Abreise der

Botschafter Frankreichs und Englands aus Rom

scheint b e v o r z u st c h e n.

Die amerikanisch-englischen Beziehungen.

W. T.-B. London, 1. Nov. Die „M orningpost" mel­det aus Washiirgton: Die Politik Englands und Amerikas stehen im Gegensatz zueinander. England wünscht natür­lich zu verhindern, daß Güter nach Deutschland gehen, die ihm als Kriegsmaterial von Nutzen wären oder ihm helfen würden, gewisse Industriezweige zu erhalten. Die amerikanische Regierung würdigt die Lage Englands, sieht sich aber nichtveranlaßt.EnglandaufKostendes amerikanischen Handels zu unterstützen) Es fühlt sich vielmehr verpflichtet, alles zu tun, was in seiner Macht steht, um den Auslandsmarkt für amerikanische Er­zeugnisse zu sichern. Es wird sehr bald deutlich werden, dass die Verhältnisse auf einen Zusammenstoß hintreiben, der nur durch Takt, Rücksichtnahme sowie durch gegen­seitige Zugeständnisse^ und eine großzügige vornehme Diplomatie auf beiden Seiten verhindert werden kann.

Einspruch der vereinigten Staaten gegen dke Festnahme des Dampfers „Rronland".

W. T.-B. Washington, 1. Nov. Die Regierung hat be­schlossen, gegen die Fesssetzung des Dampfers „Kronland" in Gibraltar Einspruch zu erheben und zu fragen, ob der Grund dafür gewesen sei, daß der Dampfer Kupfer ge­laden habe oder weil er feindliche Reservisten an Bord habe. Amtliche Kreise vertreten die Auffassung, daß das Schiff entweder freigegeben oder bald vor ein Prisen­gericht gebracht werden mutz.

Der Arger über die Minen an der irischen Rüste.

W. T.-B. London, 31. Oft. (Nichtamtlich.) Der Marine­mitarbeiter der „Times" erörtert (wie schon kurz gemeldet) das neue deutsch eM inenfeld an der Nordwesttüste Irlands und die Schwierigkeiten, die sich infolge der Privilegien der neutralen. Schiffahrt für das Pa­troullieren in der Nordsee ergeben. Die Privilegien bestünden hauptsächlich dank der Rücksichtnahme, mit der die Neutralen zu behandeln zweckmäßig erscheine. Es müsse aber die Zeit kommen^ wo es notwendig werde, zu erwägen, ob es nicht wesentlich sei, dem neutralen Handel in jener Gegend drastischere Beschränkungen aufzuerlegen. ' Es besteht kern Zweifel, daß diese „P e st m asch i n e n" von den Deutschen gelegt würden, um die Bewegungssähigkeit der englischen Flotte lahmzulegen. Damit werde die doppelte Absicht verfolgt, die Entfernungen, welche die englischen Schiffe zur Erreichung gewisser Punkte zurücklegen müßten, zu verlängern, und die Routen gefährlich zu machen. Wenn daher nicht Gegenmaßregeln ergriffen würden, würde England sich in einer unbequemen Lage befinden, wenn die Zeit kornme, einem deutschen Seeangriff zu begegnen. Einst­weilen erleide der britische und der neutrale Handel durch die Seeminen fortdauernde Verluste.

KuZLand.

Die Wiedererrichtung der Flotte. W. T.-B. Madrid, 1. Nov. (Agence Hävas.) Die Kammer nahm die vom Marineminister eingebrachte Vorlage zur Reorganisatton der Flotte an und bewilligte 4 schnelle Kreuzer, 28 Untersee­boote, 3 Kanonenboote, 18 Küsienwachschiffe, Minen und andere Unterseeverteidigungsmittel für 9 Millionen, Mate­rial fiir Unvorhergesehenes, 6 Millionen, fiir den Bau von Kais, für Depots usw. in el Ferrol 8 Millionen, desgleichen in Eadiz 9 600 000, in Earthago 6 375 000, 'für Häsen und Zufluchtsstellen für Torpedo- und Unterseeboote 9 Millionen, schwimmende Kais 8 800 000, schwimmendes Material, Schlepper usw. 6 478 000.

Naröomerika.

Ein vorläufiger Präsident in Mexiko. W. T.-B.

Washington, 1. Nov. „Associated Preß" meldet aus EI Paso: Die Friedenskonferenz hat beschlossen, Carranza

und Villa ihrer Macht zu entsetzen; es soll ein vorläufiger Präsident ernannt werden, der ermächtigt werden soll, die Klagen Zapatas abzustellen.

lvestinöien.

Flucht des Präsidenten von Haiti. W. T-B. Wnshina» ton, SO. Okt. (Nichtamtlich.) (Reutermeldung.) Das Staatsdepartement hat einen Bericht erhalten, daß der Prä­sident der Republik Haiti Port au Prince verlassen mußte und an Bord eines holländischen Dampfers flüchtete.

Ku§ Sia5t und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

— König Friedrich August von Sachsen ist gestern nach­mittag, vom westlichen Kriegsschauplatz und Belgien kom­mend, mit großem Gefolge im Auto hier eingetroffen und im Hotel „Rose" abgestiegen. Der König reist heute nach dem östlichen Kriegsschauplatz, und zwar in seinem Hofzim, der seit gestern hier bereit stcmd.

Verantwortlich für die Schriflleitung: Hauptschriftleiter A. Hegerhorst.- Druck und Verlag der L. S ch e l I e n b e r"schen Hofbuchdruckerei in Wiesbaden '