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Expedition: Langgafse No. £7.

Leite 7

| Königliche Schauspiele.

! Aonutag, 11. Januar. 9. Vorstellung. 64. Vorst, im Abonnement. : Zweite und letzte Gastdarstellung des Herrn »iignst Knapp ; tont Großherzoglichen Hof- und National-Theater in Mannheim.

Die Meistersinger von Würnöerg.

Oper in 3 Akten Von Richard Wagner.

>' In Scene gesetzt v»n C. Schultes.

Personen:

i Haus Sachs, Schuster, l . . * » *

i Veit Pogner, Goldschmied, 1 . . Herr Russen!.

; K«nz Voaelgesana, Kürschner, I . . Herr Roscher.

! Konrad Nachtigall, Spengler, i . . Herr Dornewaß.

: Sixtus Beckmesser, Schreiber, I . . Herr Rndolph.

Fritz Kothncr, Backer, \ Meister- . . Herr Aglitzky.

; Balthasar Zo«, Zinngießer, / singet . . Herr Borner.

- Ulrich Eißlinaer, Würzkrämcr, 1 . . Herr Kauffmaun.

: Augustin Moser, Schneider, 1 . . Herr Spieß.

Hermann Ortel, Seifensieder, 1 . . Herr Berg.

< HanS Schwarz, Strumpfwirker, I . . Herr Geiscnhofer.

> Hans Foltz, Kupferschmied, / . . Herr Schneider.

! Walther von Stolzing, ein junger Ritter aus Franken............Herr Zobel.

; David, Sachsen's Lehrbube Herr Warb eck.

Eva, Pogner's Tochter.........Frl. Nachtigall.

; Magdalene, Eva's Amme Frl. Radcckc.

< Ein Nachtwächter ........... Herr Winka.

; Bürger und Frauen aller Zünfte. Gesellen. Lehrbuben. Mädchen. Voll Nürnberg: Um die Mitte des 16. Jahrhunderts.

» * * * Hans Sachs .... Herr August Knapp.

1 Nach dem 1. und 2. Akte findet je eine Panse von 15 Minuten statt.

Erhöhte Preise.

Anfang « Ende io*/i Uhr. ;

........ -

Montag, 12. Januar. 10. Vorstellung. Bei aufgehob. Abonnement. ;

; Gastdarstellung der Frau Frnnzhk« Kllmenreicli

1 von München.

: A e d 0 r a.

Drama in 4 Akten von Victorien Sardou. Deutsch von Paul Lindau. In Scene gesetzt von C. Schultes.

Person ent

!

Gewöhnliche Eintrittspreise.

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*

Beck.

Reubke.

*

Herr Herr Herr Herr

Gäste der Gräfin. Dienerschaft.

Der 1. Akt spielt in Petersburg. Die 3 letzten Akte spielen in Paris. Zeit der Handlung: Gegenwart.

* * * Fedora . . Frau Franziska Ellmenreich.

. . Herr Dornewaß. . . Herr Geisenhofcr. . . Herr Bethgc. . . Herr Grobeckcr. . . Frl. Lipski.

. . HerrLaughammer. Ierr Winka.

err Schneider, rl. Hempel, err Brüning, irr Schott, err Spieß, irr Strecker, irr Scheer, err Stengel.

irr Roscher.

Fürstin Fedora Romazoff Graf Lons Jpanosf..........

de Sinex, Attache an der französischen Botschaft Gretsch, Polizei-Commissar. .

Jpanoff'z Freund

Gräfin Olga eoufareff. . . Frau de Toumis.....

Baronin Ockar......

Rouvel..... .

Dr. Lorreck........

Boleslav Lasinski, Pianist. . . Desirde, Kammerdiener .... Tschileff, Juwelier.....

Dmitri, Groom Cprill, Kutscher.......

Ein Portier........

Basil, Kammerdiener I ,

Mar/a, Kammerfrau s bt Sebora

Jwam Polizist Dr. Müller Gehülfe des Dr. Lorreck . . .

|Sdter i >u"g-r Herr ' '

Zweiter j Polizci-Ageut ' ; '

Köchy. i Rudolph. . . Frl. Butze. . . Frl. Widmann. . . Frl. Trabold. . . Herr Neumann.

Anfang Ende »V- Uhr.

Dienstag, 13. Januar lz. E. wieder!).): Acnnchcn Von Tharau

Lokales und Provinzielles.

V (König!. Regierung. Sitzung vom 10. Januar.) Vor­sitzender: Herr Ober - Regierungsralh Mollier. Schriftführer: Herr Rdgierungs-Secrctär Knop. -- Herr Johannes Inng in Oberrad, der am Äl. Dcccmber v. I. verstorben ist, hat im October v. I. den An­trag auf Ertheilung der Concession zur Schankwirthschaft, gestellt, wurde jedoch von Seiten der Polizei-Directwn abschläglich beschieden, und nun hat seine Ehefrau sich beschwerdeführend an die König!. Regierung ge­wendet. Sie machte geltend, sie habe 5 lebende Kinder, bte sie zu ernähren außer Stande sei, wenn die Concession ihr verweigert werde. Da aber durch dm Tod ihres Mannes der Recurs hinfällig geworden ist, so wurde ihr anhcimgegeben, mit einem neuen Gesuche sich an die König!. Polizei- Direction in Frankfurt zu weudeu. Der Catharina Ebcnig aus Malrneiieich ist der Wander-Gewerbeschein pro 1885 versagt worden, weil sie wegen Kindesmords mit 3 Jahren GefängNiß bestraft und der polizei­lichen Aufsicht unterstellt ist. Ihr Recurs wurde als unbegründet abgc- wiesen. Dem Dienstmann Carl Klein dahier (Saalgasse 26) ist die Concession zur Ausübung des Dienstmanngewerbes aus Veranlassuilg eines Vorfalles am 17. November v. I. entzogen worden. Er ist damals von dem hiesigen Stadtvorstcher Berlv, von dem er engagirt war, Gepäck nach dem Bahnhof zu tragen, angezeigt worden, daß er so total betrunken gewesen sei, daß Herr B. sich genöthigt sah, einen anderen Dienstmanu zu nehmen. Auch tm klebrigen ist constatirt worden, daß Kl. dem Tranke ergeben ist, und wurden zur Illustration mehrere Thatsachm vorgeführt, die Kl. indeß in Abrede zu stellen suchte. Sein Recurs wurde abschläglich beschiedeu. Mangelnden Bedürfnisses halber wurde das Gesuch des Herrn Weigand Böss er aus Friedrichsdorf um Ertheiluug der Con­cession zur Gastwirthschaft abschläglich beschieden. (Stattgegeben wurde dem Anträge des Herrn Heinrich Großmann in Schlangenbad auf Ertheilung der Genehmigung znr Einrichtung einer Gastwirthschaft. Nathan Goldschmidt in Bierstadt war um den Wünder-Gewerbescheiu 1885 für seinen Sohn Nathan eingekommen und abschläglich beschieden worden. Sein Recurs wurde zurückgewiesen, da Nathan G. in einem solchen jugendlichen Alter steht, daß er zum Hausirhandel gesetzlich nicht zll- gelassen werden darf. - Genehmigt wurde das Gesuch des Herrn Johann Becker in Neuenhain betreffs Fortbetriebs der Gast- und Schankwirth­schaft in dem Hansezur Landlust". Ebenfalls genehmigt wurde das Recursgesuch des Herrn Heinrich Nied end ach zu Eibelshausen, dem der Betrieb der Gastwirthschaft versagt worden war. (Nächste Sitzung am 24. Januar Vormittags 11 Uhr )

* (Theologisches Exainen.) Bei der am 6., 7. und 8. d. Mts. hier abgehaltenen theologischen Prüfung pro ministerio sind die beiden Candidaten, die Herren Ebhardt von Weilburg und Hammanu von Hertenrod bei Gladenbach, für bestanden erklärt worben.

* (Die Stanley-Feier.) Wohl selten, wenn je, ist die Ankunft eines Mannes in so herzlicher, begeisterter Weise begangen worden, als die, jvelche vorgestern Abend zu Ehren des berühmten Forschers und Dteifcnben des Herrn Stanley int hiesigen Casino ftattgefunben hat. Sie zeugte unverkennbar von dem hohen Interesse, welches die ganze deutsche Nation an der civllisatorischen Mission nimmt, feeren, sichere Resultate, tote toir überzeugt sind, einen in der Zukunft so mächtigen Einfluß aus- üben werden auf feen Wohlstand und Verkehr unseres deutschen Vater­landes mit den bisher unbefannten und verschlossenen Regionen Afrikas. Die weiten Räume des Cafino-Saaleswaren auf das Schönste ausgeschmückt, die Büste unseres erhabenen Kaisers sah mit Freuden auf die glänzende Versammlung, die fete Sonnennähe des großen Mannes ganz uttb voll auf sich eiutotrkeu ließ. In rücksichtsvollster Weise war auch für Damen ein Thcil des Saales reservirt.. Und als endlich Herr Stanley selbst in Begleitung der Herren Prof. I r. Grimm, Elliot Shepard aus New-Bork, von Bodeustedt u. A. in dem Saale erschien, da er­schollen begeisterte Hochrufe ohne Ende. Der erste Toast, der ausgebracht wurde, war feer fees Polizei-Präsidenten Herrn Dr. von Strauß und Torney auf Se. Majestät den deutschen Kaiser.Meine Herren, der berühmte afrikanische Reisende Herr Stanley, der Felsenbrecher des schwarzen Contments, hat der hiesigen Sectiou des Colonial-Vereins die Ehre erwiesen, als ihr Gast hier zu erscheinen. Wir sind hier vereint, ihm unsere Huldigungen bomb ringen. Sein Erscheinen in Deutschland trifft und es ist kein Zufall zusammen mit einer mächtigen Colonial- bewegung, bte durch ganz Deutschland geht, und mit einem großen Ercigniß, zu dem er feen Grund gelegt hat, der Congo-Conferenz in Berlin. Meine Herren, es war der Weisheit unseres Kaisers Vorbehalten, den Weg zu finden nnd mit den anderen Mächten zu beratheu, um auf friedlichem Wege feen großen unbekannten Erdtheil, ben unser Gast in seinen Reisen eröffnet hat, allen Nationen zum friedlichen Mitbewerbe zugänglich zu machen. Meine Herren, wir leben in Deutschland in einer großen Zeit und sie gipfelt in unserem großen, erhabenen Kaiser. In ihm sehen toir verkörpert, was unsere Sehnsucht war und unser Ideal tst, wir lieben ihn nicht nur aus vollem Herzen, wir sind auch stolz auf ihn als Deutsche. Es drängt uns auch heute, vor Allem dieser Liebe und diesem Stolze Ausdruck zu geben, erheben Sie deßhalb mit mir die Gläser und stimmen Sie ein in den Ruf:Unser geliebter, erhabener Kaiser, er lebe!" Begeistert stimmte die Versammlung ein und die Capelle intonirte die Nationalhymne, die stehend angehört wurde. Daraus begrüßte Herr Professor Dr. Grim m Herrn Stanley u. A. in einer Rede, worin er den Muth, die Beharrlichkeit, den klaren Blick des großen Reisenden, sowie die tausend Mühseligkeiten und Gefahren schilderte, denen er hatte trotzen müssen auf seinen Wanderungen durch bisher unerforschte Regionen, der aber dabei unermüdlich des alten Spruchesfortes foriuna juvat" gedacht habe. Nicht als Eroberer sei er ausgezogen, nicht als Abenteurer, sondern als Freund, feer nur die Segnungen des Friedens,