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Nr. 510.

Samstag, 31. Oktober 1914.

Wiesbadener TagblirkL»

Abend-Ausgabe. Erstes Blatt.

Seite 5*

äfirit muß angegeben werden; und das um so mehr, als dle wirtschaftliche Lage der Bäckermeister in den letzten Jahren durchaus keine günstige ist.

Gleichzeitig ersucht die Innung das Publikum um grotzt- mLalichste 'N a ch s i ch r, wenn bei dem sich jetzt immer mehr fühlbar machenden Mangel an guten und eingearbeiteten Ar­beitskräften und bei der oftmals weniger guten Qualität des Mehls, verursacht durch das Ausbleiben der Auslandsfrucht, das Aussehen und die Qualität der Backwaren nicht immer den seither gewohnten Ansprüchen und Anforderungen ent­richt.

Das Eiserne Kreuz.

* Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: der

Restaurationskellner und Unteroffizier der Reserve Max Metzler im Nes-erve-Infanierie-Regiment 80; der Küfer und

Reservist Heinrich Bartl, im Reserve-Jnfanterie-Regiment SO, beide Angestellte der Firma 28. Ruthe iiv Säi-eSbiaben'; der Leutnant . der Reserve Ludwig Mayer, Fahrtleiter eines Panzerzugs, Sohn des Pfarrers Mayer em. in Wiesbaden; der Unteroffizier Willy N e um an n, Sohn des Restaurateurs Jean Reumann in Schierstein; der Leutnant der Reserve und Ordonna,fzoffizier im 9. Bayerischen Feldartillerie-Regrment Dr. Theodor Geis aus Höchst a. DU, ^whn de-, hiesigen Gene­ralagenten Wilhelm Geis; der Gefreite der Reserve Sch.

Mayer vom 87. Infanterie-Regiment, Sohn des Metzger- meisters Hch. Mayer, Schwalbacher Straße 2, tu Wiesbaden; die Leutnants der Reserve im Nassaui,chen Feldartillerie-Re­giment 27 Ernst L a u tz und Qtto L a u tz, sowie der Unter­offizier der Reserve in demselben Regiment Horm. Lautz, alle aus Wiesbaden.

Kuskunflstelle für Seldpostsendungen.

Die Benutzung der wochentags von 9 bis 12 Uhr und von 2bis 7 Uhr geöffneten Ausknnsts-(Beratungs-)stelle Hellmund­straße 43 (Fernsprecher Nr. 6236) ist vollständig uneutgelt- l i cb. FZ wurden in ihr sachgemäß Feldpostkarten und -Briefe sowie Postanweifungen an Kriegsteilnehmer adressiert oder die mitgebrachten Adressen ergänzt oder berichtigt und in Fwcifelssällen an jedermann Rat und Auskunft erteilt. Ferner wurde bst der feldpostmäßigen Herrichtung der Päckchen zu 250 ©ramm und 500 Gramm und der Pakete bis zu 5 Kilo­gramm Beihilfe geleistet, und dazu fast das gesamte Pack- matcrial gratis gestellt. Dergestalt wurden in deii ersten zivei Monaten des Bestehens, d. i. vom 18. August bis 17. Oktober, rund 5500 ' Hilfesuchende beraten, 2800 FelÄpostpäckchen und 2500 Pcheie hergerichtetz ihnen als Gratisbeipack 200 Tafeln Schokolade 500 Rollen Pfefferminz, 1500 Zigarren, 2500 lstgarettem 300 Rollen Kautabak, 100 Luntenfeuerzeuge bei peqe^ ^ Kann &eIb&riefiimW>ISfw> imh' Keldbrieivost kart Mid

Ferner

-rriu -Oci-efvavioi.' lun- 111 »'-* J o^ ,ivv -.

>0 Postkarten an die Auskunftsstellen der deutschen Kriegs- minisierien und 100 Postanweisungen für dritte ausgefertigt. In der letzten Zeit wurde der Brief-, Geld- und Paketverkehr mit den Krisasaesangenen in den Bereich der Betätigung ein­bezogen und dazu sämtliche nötigen Übertragungen ins Fran- zösischr und Englische bewirkt. Die Wohlfahrtseinrichtung vornehmlich für Unbemittelte bestimmt wird von allen Schichieu der Bevölkerung in Anspruch genommen; Unbe wuitetten sie gelegentlich das Brief- und Paketporto für ihre 5g Gramm überschreitenden Feldpostsendungen aus eige­ne» Mitteln gewährt. Leider mutz in Zukunft von der Gratis- hergäbe des Packmaterials abgesehen werden, da dessen Kosten

einen unverhältnismäßig hohen Betrag .erreichten. Pakete minien in völlig oder nahezu völlig fertigem Zustand zur Leiterbehandlunq eingeliefert werden. Hunderte von Briefen

!** Post-'und «SiSfKSÄ

Beinck^ s ^ "rskunftsstelle betrug durchschnittlich täglich 100, es w^^brer aber auch schon bis 160 gezählt. Die Post- b e .ui'vs r n vom Reichspostamt bis zum hiesigen Postamt

stellen sich freundlich und entgegen! o m m c n d zu der AuMunstsstelle und fördern sie und ihre Absichten, wo sie nur können 'in der Erkenntnis, daß eine gut geleitete Aus- kunstsstelle für Feldpostsendungen wesentlich den Betrieb der Postam'tÄtcn entlastet. Die Auskunftsstelle steht außerdem in ständiger Verbindung mit der von der Firma Klinisch u. Co. in Frankfurt a. M. unterhaltenen Auskunftsstelle für Feldpost- sciwungen, und mit der Kviegsschreibstube des Vaterländischen FravenvereinS für Feldpostsendungen in Köln, die ihre Orga­nisation nach dem Wiesbadener Muster aufgebaut hat. Was hier mitgeteilt wurde, ist nur das wesentlichste aus der um­lassenden Tätigkeit der rührigen Auskunftsstelle, die in dan­kenswerter Weise auch von hiesigen Geschäften unterstützt wurde. So haben ihr die Firmen Eickmeyer Nnchf.. Wil-

helmfttaßc 52, A. Haybach, Wellritzstraße 24, und Möbel­handlung Schüler, Bleichstratze 15, wiederholt Liebesgaben zur Bereicherung der Soldatenpaketchen übergeben.

_ D . H. Maurer, unser ehrwürdiger früherer General- iupiknintendent, feiert heute seinen 80. Geburtstag in großer körperlicher und geistiger Frische. Wir _ haben das ^cbenswerk D. Maurers anläßlich seines Ausscheidens aus dem Dienst eingehend gewürdigt. Geboren am 31. Oktober 1884 in Langenschwalbach, wurde er 1858 Kaplan in Hoch­heim, 1863 Pfarrvikar in Herborn, 1865 dortfelbst 2. Pfarrer, 1879 i. Pfarrer. Seit 1879 bekleidete er die zweite Professur am theologischen Seminar, feit 1883 verwaltete er das Deka­nat. Nachdem er Präsident der Bezirkssynode geworden war, erhielt er 1897 den Ruf als Gcneralsuperintendent nach Wies­baden. 1908 zum Winkl. Oberkonsistorialrat, 1913 zum Wirkl. ®cn; Oberkonsistorialrat ernannt, trat er am 1. Oktober 1918 in dtu Ruhestand- Möge dem hochverdienten alten Herrn noch manches Jabr bescksteden fein!

yrnstc R°dcn in schwerer Zeit. Der 3. der vomKauf- nränukschen Verein Wiesbaden" zum Besten der Kriegsfür­sorge veranstalteten Vorträge findet am Mittwoch, den 4. November, statt. Als Rednerin ist die aus dichterischem wie auch durch ihre Arbeiten auf sozialpolitischem Gebiet weithin bekannte Schriftstellerin Frau Lilly Braun Mr- üui gewonnen worden. Ihr Thema:Die Frauen und der ilrieg" dürfte allseitig und nicht zuletzt bei den Frauen gro­ßem Interesse begegnen und der temperamentvollen Rednerin wieder eine zahlreiche Zuhörerschaft zuführen.

_ Wiesbadener Sanitäter im Kriegsdienst. Aus Katto -

- wih 1D trb uns von Mitgliedern der Wiesbadener Samtäts- iolonne ein Gruppenbild zugeschickt, das eine Aufnahme bon Mitgliedern der F t a n k f u r t e r und Wiesbadener Sanitätsmannschaften darstellt, lvelche sich in den Dienst der freiwilligen Krankenpflege vom Roten Kreuz ge­stellt haben und dir mit noch »«deren SßtreaM&cn. aus Kassel,

Thüringen, Fulda und Marburg in Kassel eingeklerdet, mn-

exerziert und zu einem großen Lazarettrupp vereinigt worden sind, der der 9. Armee angeschlossen werden soll. Er ist «reu» nach dem Osten unterwegs. Der ganze Trupp zerfällt in zwe: Züge von je 41 Mann, einschließlich Zugführer, Zugführer­stellvertreter und je drei Sektionsführern. Die Wiesbadener stellten als Zugführer Herrn S i e f e r t zur Verfügung, einen umsichtigen, besonnenen, und !vas die Hauptsache ist, in diesem Krieg bereits erprobten Mann; außerdem Herrn Heitz, wel­cher die Führung einer Sektion erhielt. Auch letzterer war schon auf dem westlichen Kriegsschauplatz tätig. Die Frank­furter stellten Herrn Dr. Re ich har dt als Zugführerstell­vertreter, außerdem drei Sektionsführer: die Herren Reiß, Müller und Hamburger. Alle diese Herren sind auf dem Bild, das in dem Durchgang zur Schalterhalle des «Tag­blatthauses" ausgestellt ist, kenntlich an den Tressen am linken Arm.

Wiesbadener Lazarctic. Der Verwundelenliste der Auskunftsstelle über im Feld stehende nassauifche Soldaten (Loge Plato") von gestern entnehmen wir die folgenden Namen von Verwundeten aus unserer engeren Heimat: Peter Adam (Rndesheim), Jnf.-Regt. 80; Friedrich Bauberger (Eberbach), Res.-Jnf.-Regt. 80p Heinrich Becker (Schwarz), Res.-Jnf.-Regt. 80; Peter Bockius (Wiesbaden), Jnf.-Regt.

80; Karl Braun (Massenheim), Res.-Jnf.-Regt. 80; Hermann Brüder (Frankfurt), Res.-Jnf.-Regt. 80; Wehrmann Heinrich Crämer (Niedersfeld), Landw.-Jnf.-Rcgt. 80; Hauptmann Oskar Eger (Harburg), Jnf.-Regt. 88; Karl Meinecke (Kriftel), Landw.-Jnf.-Regt. 80;-.Gefreiter Jakob Montanst Jnf.-Regt. 80; Heinrich Müller (Elwcrsbnrg), Res.-Jnf.-Regt. 80.

Dienstjubiläum. Am 1. November begeht der Königl. Lok-omot'ivführer Kai?t Velten, Sch-effelftvatze 4, sein riges Dienstjubiläum. Da zurzeit die zwei söhne des Jubi­lars im Feld stehen, auch vor eiuigcii Wochen Trauer in der Familie eintrat. wird das Jubiläum iu aller Stille gefeiert.

Gewerbe- und Kaufmannsgcricht. Um Neuwahlen und den dadurch bedingten Agitationen der beiden Interestenten- gruppen aus dem Wege zu gehen. ist die A m t s d a u e r der Beisitzer der Gewerbegerichte und der K auf mann v- gerichte, so weit sie vor dem 31. Dezember 1915 abläuft und die Neuwahlen nicht bereits stattgefunden haben, bis zum 31. Dezember 1915 verlängert worden.

Zum Fall Lingemann. Es haben sich bereits verschie­dene Personen bei der Polizei eingefunden, welche einen ueil der bei Lingemann erhobenen Gegenstände als ihnen abhan­den gekommen, anerkannten. In einer ganzen Aiizahl von Fällen kann der Mann daher schon heute als überführt ange­sehen werden. Lingemann lebte ans ziemlich großem Fuß und ließ sich besonders in der.Kleidung nichts abgehen, Was er auf dem Leib trug, scheint er grundsätzlich zusammengestohlen zu haben. Er pflegte sich früh am Abend in,sein Zimmer zu­rückzuziehen und nachts seine Diebeszüge zu unternehmen.

Gasautomaten. Wie sehr die Stadtverwaltung durch die Gasautomaten einem vorhandenen Bedürfnis entsprochen hat, erhellt die Tatsache, daß die Zahl der von der Stadt aus­gestellten Gasautomaten sich heute auf mehr als 9000,beläuft. Diesen 9000 Automaten stehen etwa 15 000 sonstige Gasver- braucher gegenüber.

Der Hund als Helfer. Eine arme Frau von hier, die Kundengelder sammelte, verlor ihre Geldbörse mit 45 M. In­halt und konnte sie trotz der Unterstützung mitleidiger Per­sonen nicht fiiifc.cn. Da fam des Wegs ein junger Manu mii einem Schäferhund und Bat die Frau,, seinen, Hund auf die Suche schicken zu dürfen, was ihm natürlich gern gestattet wurde. Das Tier lief durch die Sonnenberger Straße und die Wßlerstrahe nach der Schönen Aussicht, wo es tut Laub die Geldbörse fand. Das findige Tier, das angeblich Herrn Ritzel in der Ludwigstraße gehört, 'wurde von den zahlreichen Beobachtern des Vorfalls gebührend bewundert, am meisten von der Verliererin des Geldes!

Schwindel. Man teilt uns mit: Heute morgen kam ein junger Mann, mit dunklen Haaren und mit grüner Loden­joppe bekleidet, in das Kaufhaus Haeudel in Dotzheim, wo er eine Auswahl Herrenhemden mit Einsatz für eine bestimmte Familie verlangte. tzlls man den Geschäftsinhaber rufen wollte, bat der Mann, man möge die Waren doch lieber zum Pfarrer schicken, der die Auswahl treffen wolle. Dem Pfarrer war von der ganzen Sache nichts bekannt. Es scheint sich hier also um einen versuchten Schwindel zu handeln. Nach­träglich erfahren wir noch, daß derselbe Mensch in einem ZigarrLngeschüft: >in Dohh^nn in derselben D-ei^e vorging, ^ler hatte er Glück; es gelang ihnr, 100 Zigarren zu erwischen.

Diebstahl. Aus einer Rollkutsche wurde unlängst auf dem Weg von der Westefnd- durch die Gnetsenaustratze bis zur Göbensiraße ein 28 Kilogramm schwerer Korb mit Obst ge­stohlen Wer Nachrichten über den Verbleib geben kann, lvird gebeten, das auf Zimmer 5 des Polizeidirekt,ronsgebaudef zu tun,.

Pcrsonalnachrichten. Wieder angenommen ist Ober- postafsistent a. D. B r i n k m a n n in Wiesbaden. Dem Post- inspektor N a ck in Limburg ist eine Vizepostdirektorstelle dort- selbst und dem Postsekretär L ö w ans Usingen eine _ Post­meisterstelle in HerMeske.il übertragen. dem Zollasststent a. D. Ludwig Gosse, ist das Verdienstkreuz in Gold ver liehen worden.

Naturhistorisches Museum. Die Sammlungen de NÄurihistorischen Museums WilhelmDmtze 24. 1 -, Stock, sind von Sonntag, den 1. November, ab, Sonntags und Mittwochs von 11 bis 1 Uhr bei freiem Eintritt geoftnet.

Kleine Notizen. Das erste Bild des Kaisers in feldarEr Uniform, das in Bornn die beste Aufnaihme ge- fuilden bat, ist in der Kunstbandlung von Albert Schafes Faulbruiinenstratze 2. Ecke Kipchgasse, ansgehellt. t~ er kannte Münchener Maler Richard Har c mann, d^ auch viele Jahre zur Worpsweder Malerkolome gehörte, ist nach Wiesbaden übergesiedelt. Er har hier^ in ver Kapelleuft.abe, inr früheren Bctsaal der griechilchen Kirche, die Leitung mner Malschule für Damen und Herren ubsmoinmeu

Vorberichte über ttunst, Vorträge und verwandtes.

* Kurhaus. Das 2. Kuü'bans-Zyklns-Konzerst findet am kommenden Freitag statt. Der .Kartenverkauf beginnt nwmen Sonntag, vormittags 9 Uhr, an der Dageskaffe im Kurhaus.

* Im Verein der Künstler und Kunstfreunde wird der Königl. bayr. Kammersänger Paul Bender aus München, der berübmte erste Bassist des dortigen Hostheaters, ni. dem am 3 November, abends 8 Ull:. im Zivillasino itattsindenden 2 Vereinskonzert singen. Der Künstler, der ein Kind Nasmu» ist lat ein vielseitiges Programin zufammengestellt. Neben Brahms. Wolf und Löwe sind auch Jieuere Kompoiiisten ver- KZeii In der Schlutzabteilung sind -- dsr Zeitstimmuns Rechnung tragend patriotisch krwgeniche Lieder enthalten.

* Die städtische Gemälde-Sammlung und Ausstellung des Nassanifchen Kumtvererns ist täglich, mit Ausnahme des Samstags/ von 11 bis 1 Uhr geöffnet.

B.us dem Landkreis Wiesbaden.

Biebrich 31 Okt. Der Betrieb auf der St ratzen-

am Montag, den 2. November, ivieder auf. Unterrncht-loikal iis die Klei nkinLerfchuIe. . .. . ._

Heues aus aller Welt.

^p+htnn aus Seenot. W. T.-B. Bremen. 30. Olt. (Nichtamtlich) Die Rettungsstation Horumersiel der Deutschs Gesellschaft zur Rettung F^iffbruchlger relegmphiert. Sm s.,. m heirtfifien Schoner .Friederike , Kavrtan ^anveii. ge LL''aNer Ldokantk mit Kies Bnm-rhaven nach So umersiel bestimmt, wurden zwei Personen durcy das RettungsbootMeta Härtmann" der Station gerettiü. Der Sturm kam aus Ostsüdost. Das. Boot lvar vrer Stunden unterwegs. Der Kapitan uiid seriie Fvau stns gererrel.

Die Rettungsstation .Helgoland der Deutschem Gestüschaft Rettung Schiffbrüchiger telegraphiert: Am 29 - ^Itob« wno-M

nS^&nen &' das°M° mMettnngsboch .Irene"

Lttet. '"Von^ dem deutschen^Fischdampfer »Greta" gestmndÄ

auf den Seehnndsklippen 26 Joenonen ^ Ivjfmoot

RettungsbootIrene" gerettet: Sturm aus Sudost. -a* -voor

31. Okt:. . In ganz Oft«

preutzen ist bei scharfe m^Nordostwmd^ Fro st eingetreten.

Letzte DrahtLerichLe.

Die Türkei und das Vorgehen (Griechenlands und Italiens.

IV. T.-B. Konstantttiopel, 31. Okt. (Nichtamtlich.) Die türkischen Blätter besprechen das Vorgehen ^MenÄ in Valona und die Besetzung von Eprrus durch Griechenland und beben die Wichtigkeit beider Ereignisse hervor, ü-ne können sich aber die Gle ichz e 1 1 1 öI e 1 1 und die Ahnu lichkeit der von Italien und Griechenland angegebenen Gründe iiicht erklären.Tamn" glaubt darin em Abkom­men zwischen Griechenland und Italien zu sehen. Jkdam" ist der Meinung, daß ein Sturm aus dem Bal­kan naht. ,

Die Beschlagnahme deutscher Guthaben.

-m.T.-B. Marseille, 30. Okt. (Nichtamtlich.) Der Staats- anwa-lt bat die Beschlagnahme von drei, Deut s ch e n gehören- den großen Hotels sowie die Beschlagnahme der -l'lial.e der Raffinerie von Wallach in L e m b e r g angeordnet Ferner ,Um eben 160 000 Franken beschlagnahmt, die auf einer Bank deponiert waren, - aus donr Nachlaß-eines gissen Hermann B i l f i n g e r stammen und an dessen Erben fallen sollten.

Die Verlegung des internationalen sozialistischen Bureaus.

Sr. Amsterdam, 31. Okt. (Erg. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Gester-i waren als Delegierte des Exetutivkomitees des internationalen sozialistischen Bureaus HYSmans und Ber- trand in Amsterdam, um mit Holland zu verhandeln über die Verlegung des Bureaus nach Holland wahrend der Kriegsdauer. Auf Vorschlag des internationalen Eyerntiv- komitees wurde beschlossen, daß das Bureau zeitweilig rm Haag seinen Sitz haben soll.

Der Friedenspreis der Nobelstistung.

Sr. Christiania, 31. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Blm) Gegenüber dem Vorschlag des BlattesSozialdemokrat, ben Friedenspreis der Nobelstiftung dieses Jahr auf spatere Zmt anfznfpären, beantragt das BlattTidens Tagn", den Preis der holländischen Regierung zum Zweck der Linderung der Not der belgischen Flüchtlinge zu überreichen.

Wetterberichte.

Deutsche Seewarte Hamburg.

SS. OUlofter, 8 Uhr vormittag*.

1 r=- sehr leicht. 2 = leicht, 3 = schwach, 4 miatig, 5 = frisch, 6 = stark, 7 = steif. 8 stürmisch. 9 Sturm, 10 -- starker Sturm.

Beob­

achtungs-

Station.

Bauern.

Wind- 1

[Richtung!

u.-Stärke

Wetter I

Therm. I Celsius ]

752,2! osos

bedeckt

4-4

755,3

ONO 5

>

+3

Swinemünde

760,5

OSO 5

+2

7S9,h

SO 4

Aachen .. ..

740,4

81

volkig

+7

Hannover . .

756.3

0 5

badeckt

+3

753.0

02

h&lbbed.

-t 7

758,2

0S04

bedeckt

44

744.5

NO 2

wolkig

+10

740.9

NO 2

bedeckt

4 8

Karlsruhe, B

749,0

sswi

wolkig

"W

München .

753.1

NW 4

+10

Zugspitze . Valencia. ..

521,1

SO 6

bedeckt

2

Beob­

achtungs-

Station.

.5

"S.!

S d

st

I Wetter

«2 ja o BO

748,2

767,1

Beobachtungen

von der Wetterstation des N

Christiansund 3kagen....

Kopenhagen.

Stockholm. . 772.3 Haparanda . 771,2 Petersburg Warschau . .

'A/ien.754,1

3om.

lorenz.....

Seydisfjord.

in Wiesbaden.

ass. Vereins litr Naturkunde.

osos

OSO 6

SSO 2 NW2

SO 2

vralkig

bedeckt

+i«

+«

±1

+10

30. Oktobor

7 Uhr morgens.

2 Uhr

nachm.

9 Uhr

abends

7.9.4

738,5

737,2

749,5

746,4

747,2

7,7

14,8

12,3

8.8

7.8

83

70

73

NO 2

NO 1

NO 3

2,0

Mittel.

737.7

747.7 11.8

7,7

.3

Niedrigste Temperatur 6,8.

Barometer auf 0° und Normalschwere Barometer auf dem Meeresspiegel . .

Thermometer (Celsius) .. ..

Dunstspannung (mm) ..

Relative Feuchtigkeit (°/o).

Wind-Richtung und -Stärke.

Niederschlagshöhe (mm). j

Höchste Temperatur (Celsius) 15.1.

Wettervoraussage für Sonntag, 1. Nov. 1914, i

von der Meteorologischen A bteilnng des Physiltal. Vereins zu Frankfurt a. M.

Wolkig, trocken, keine wesentliche Temperaturänderung, südöstliche Winde.

Wasserstand des Rheins

am 30. Oktober

Biebrich. Pegel: 1,1? ra e eKen M? m a _ ra gestrigen Vormittag.

1,52 m 0,15 m

1,54 m 0,44 m

Reklamen. =

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A. Schwab jr., Darmstadt