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Wiesbadener Tagblatt.
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ny ivn *■ u v *■ *• v UKfp iml -— - intber.) Opern.häuMj /v I Eulenspiegel" (enttä6t(H i|| iocf) den 24. Nachmittag I "Z
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igelt erschienen, die zu dem Gediegensten eser vielbesprochenen Frage bis jetzt geschriebh bbiner Dr. Lehmann) zeigt an der Hand de
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Dmck und «erlag derL. Schellenberg'schen Hof-Buchdruckerei inWiesbaden. Für dieHerausgabe verantwortlich: Louis Schellenberg in Wiesvab«"
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(Die heutig« Rümmer enthält 48 Leite«.)
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30 Pfennig die einspaltige Petitzeile.
Unter dem Titel: „Die Existenzberechtigung des israelitisch«« Volkes" ist int
L * (LandWirthschaftliche Versammlung.) Nächsten Samstag ^aTecember Vormittags IO'/) Uhr findet im Gasthause zum „Frauf- furter Hof m Hattersheim die dtechahrtge Herbst-Versammluna des laudwirtzschaftlichen Bezirks-Vereins für dm Äaingauswtü Rr7General- Secrctar Muller aus Wiesbaden wird bei dieser Geleaenbeit einen Vortrag halten über „Die moderne Bodencultur und deren Mfsmittel unter Berücksichtigung des Kleinbetriebes". Auf der Tagesordnung steht ferner die Vorlage der Rechnung pro 1884 und die Neuwahl von Vorstandsmitgliedern. Wie wir vernehmen, soll nach der Versammlung die neu= erbaute Zuckerfabrik Hattersheim besichtigt werden.
Kunst und Wissenschaft. f
— (Repertoir-Entwurf der vereinigten Stadttheg^- zu Frankfurt a. M. bis zum 28. Decemb 1 Dienstag den 23. Nachmittags 1j-A Uhr: „Till C / Preise); Abends 7 Uhr: „Die Jüdin". Mttwoch oen 24. macymcktaä JA4 Uhr: „Till Eulenspiegel"; Abends geschlossen. Donnerstag den $ Nachmittags 7-4 Uhr: „Till Enlenspiegel"; Abends 7 Uhr: „Migno? Freitag den 26. Nachmittags 7-4 Uhr: „Till Eulenspiegel": Abends 7 Uhr „Trompeter von Säckingen". Samstag den 27. Nachmittags 7-4 M „Till Eulenspiegel"; Abends 7 Uhr: „Die Regimentstochter". Sonnte» den 28. Nachmittags 7-4 Uhr: „Till Eulenspiegel"; Abends 7 Uhr: „A, Favoritin". — Schauspielhaus: Dienstag den 23.: „Goldprobe" Mittwoch den 24. geschlossen. Donnerstag den 25.: „Feenhände". Freite» den 26.: „Die Journalisten". Samstag den 27.: „Der Richter vonZalame? Sonntag den 28.: „Reif-Reiflingen".
dieselben von der Expedition verlangen. Man abonmrt bei allen 4"' ämtern und Buchhandlungen, auch vierteljährig. Preis für das 6®Y Jahr 12 Mk. Franco-Zusendung unter Streifband 14 Mk. AnzE i finden im „Israelit" hie weiteste Verbreitung. (P. ä 192/12.)_J«ii
Aus dem Reiche.
* (Dank Bismarck' s.) Die „Post" veröffentlicht folgenden öffentlich«, Dank des Fürsten Bismarck: „Berlin, den 21. December 1884. Aus Anlch des Reichstagsvotums vom 15. d. sind mir aus allen Theilen des Reichs 0 zahlreiche Kundgebungen zugegangen, daß ich außer Stande bin, ei« ede derselben besonders zu beantworten. Dem Mißtrauensvotum, welche )ie Mehrheit des Reichstages durch Ablehnung dienstlich unentbehrliche Mittel mir ertheilt hat, stehen zahlreiche Beweise des Vertrauens gegenübe, mit welchen das deutsche Volk die von mir vertretene auswärtige PolU Seiner Majestät des Kaisers $u unterstützen bereit ist. In den Kuck gedungen der im Volke lebendigen nationalen Gesinnung finde ich die fe muthigung, auch bei abnehmenden Kräften auszuharren im Kampfe gem die Parteien, deren Unverträglichkeit untereinander und der EinmüthtM im Widerstande gegen jede staatliche Leitung die Entwickelung des ReiÄ hemmen und unsere mit schweren Opfern von der Nation erkämpfte Ei» beit gefährden. Alle Diejenigen, welche mir in der gegenwärtigen PW dieses Kampfes ihr Einverstandniß kundgegeben und ihren Beistand zH sagt haben, bitte ich, meinen verbindlichsten Dank auf diesem Wege * gegennehmcn zu wollen, v. Bismarck." |
Vermischtes.
— (Hochverraths-Prozeß.) Das gestern Mittag um 12 Uhr hl Leipzig verkündete Urtheil des Reichsgerichts m dem Hochverraths-Prozch wegen des Niederwald-Attentates lautet: Gegen Reinsdorf Todesstoß und 15 Jahre Zuchthaus und Ehrverlust: gegen Bachmann 10 Ich Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust; gegen Rupsch Todesstrafe, 12 Ich Zuchthaus und Ehrverlust; gegen Küchler Todesstrafe, 12 Jahre Z«- haus und Ehrverlust; gegen Holzhauer 10 Jahre Zuchthaus, 10y* Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Söhngen, Rheinbach und Töllmt wurden freigesprochen.
— (Eingräßlicher Vorfall) wird aus New-Jork unterm 20. De cember wie folgt berichtet: „Vorgestern Abend brach in dem Waiseninstitut H Knaben in Brooklyn eine Feuersbrunst aus, die, wie erst jetzt bekannt tom zahlreiche Menschenverluste verursachte. Bis jetzt sind 13 Todte constaH außerdem werden noch 110 Knaben vermißt. Man hofft, daß die meiH derselben, wenn nicht alle, Unterkunft in der Stadt fanden, jedoch ist Ä ihren Verbleib bisher noch keine Mittheilung erstattet."
* Schiffs - Nachrichten. Die Dampfer „Eider" von Bre« „Rhynland" von Antwerpen und „Schiedam" von Rotterdam am 20.» cember in New-Jork, „Amerika" von Bremen am 20. December'« Baltimore angekommen.
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seine Feuerprobe bestanden, denn in diesem Jahre waren zum ersten Male Mitglieder des Stenographen-Vereins bei größeren Versammlungen in und außer Wiesbaden als berufene Stenographen thätig und ihrer beflügelten Feder entging fast kein Wort. Aus recht bescheidenen Anfängen hervor- geqangen, hat sich der Wiesbadener Steuographen-Verein jetzt soweit entwickelt, daß er sich nicht allein hier, sondern auch weiter hinaus eine be- achtenswerthc Stellung errungen hat. Die Ausbreitung der Schnellschrcib- kunst nimmt in unserer Stadt einen erfreulichen Fortgang, denn der im Dctober eröffnete Cursus erfreut sich einer großen Theilnehmerschaft. Auch bei unserer städttschen Behörde hat der hohe Werth der Stenographie Anerkennung gefunden, indem für die Beamten ein besonderer Cursus eingerichtet wurde. Redner ermahnte die Mitglieder, in ihrem bisherigen Streben fortzufahren und für die Verbreitung der Stenographie zu wirke», damit die Worte Meister Gabelsberger's: „Die Stenographie soll Gemeingut aller Gebildeten werden", immer mehr zur Wahrheit würden. Mit einen: Hoch auf den Altmeister Gabelsberger, in welches die Versammlung begeistert einstimmte, schloß Redner. Nach einem einfachen, gemeinsamen Abendessen, für welches der „Mohren"-Wirth Sorge getragen hatte und bei welchem es auch an den obligaten Toasten und Reden nicht. fehlte, begann die gemüthliche Unterhaltung. Einen ganz besonderen Genuß gewährte die Musik-Kapelle, welche innerhalb des Vereins sich geblldet hat, nur ihre Existenz bisher geheim zu halten wußte. Sie intonirte die Kinder- Symphonie, die zwar etwas starke Nerven voranssetzt, dennoch aber von der Versammlung mit rauschendem Beifall ausgenommen wurde. Jedenfalls darf den Fortschritten der Kapelle bis zur nächstjährigen Versammlung mit Spannung eistgcgengesehen werden. Auch die Christbaum-Ver- loostmg brachte manch' heitere Scene und ebenso trug der als Gast anwesende Herr R. durch seine trefflichen Vorträge zur heiteren Stimmung bei. Nicht unerwähnt dürfen die Commerslieder bleiben, durch welche die auch in sonsfiger Beziehung im Vereins-Interesse so regen Mitglieder, die Herren Ä. und B., sich um den Wend verdient gemacht haben. Erst nach Mitternacht fand die schöne, in allen Theilen wohlgelungene Veranstaltung ihren Abschluß.
""(Weihnachtsfeier.) Die Abendunterhaltung, welche der Gesangverein „Liederkranz" am zweiten Weihnachtsfeiertage tm oberen Saale des „Deutschen Hofes" arrangirt, besteht aus Concert und Wristbaum-Ver- loosung. Bet ersterem kommen Männerchöre, Doppel- und Solo-Quartette, Lieder, Couplets, sowie ein von dem Mitglieds Herrn Q. inscenirtes Juden- Terzett zur Aufführung. Die Verloosung wird eine sehr reichhaltige und mannigfache sein. Bemerkt sei noch, daß ein ausgezeichnetes Glas Frankfurter Lagerbier ä 15 Pfg. verabreicht wird.
* (D e r „S P ru d e l"), unsere berühmte heimische Carnevals-Gesellschaft, wird, getreu dem in der letzten Sitzung der vorigen Session gegebenen Versprechen des Präsidenten, auch in der herannahenden Faschingszeit wieder auf seinem Posten sein — eine Nachricht, die zweifellos von vielen Seiten gern vernommen wird.
* (Blumen-Ausstellung im „Hotel Taunus.") DieBlumen- AikSstellung der vereinigten Gärtner, auf welche wir vorbemerkend bereits hingewiesen haben, verdient vollstes Lob. Reichblühende Camelien, Hyazinthen, Maiblumen, Tulpen, Blumenkörbchen 2c. wechseln mit saftgrünen Palmen und Blattpflanzen anmuthig ab, so daß es jedem Besucher, welcher seinen Weihnachtstisch mit den Kindern Floras schmücken will, nicht schwer fallen dürfte, Schönes und Billiges hier auszusuchen. Zu bemerken ist noch, daß der Eintritt Jedermann unentgeltlich gestattet ist.
* (Personalie.) Der bisherige Amtsrichter Schwing aus Frankburg ist bei dem hiesigen Landgerichte als Rechtsanwalt zugelassen worden.
* (Droschkenhalteplatz.) Vom 1.Januar 1885 ab haben, polizeilicher Verfügung gemäß, an der Alleeseite der Schwalbacher-, zwischen der Wellritzstraße und dem Faulbrunnenplatz, täglich 4 Droschken aufzufahren.
* (Ersenbahn-Retourbillete.) Diesmal tritt der selten wieder- N.rendc Fall ein,, daß die am Tage vor dem Weihnachtsfest gelösten Elsenbahn-Retourbillete eine viertägige Gültigkeit haben, und zwar von Mittwoch bis Samstag incl. Wer die Gelegenheit benutzt, kommt ausnahmsweise billig weg.
* (Haus-Versteigerung.) Bei der gestern Nachmittag abgehaltenen zweiten Versteigerung der den Erben der Esther und Julie Ten dl au dahier gehörigen Hofraithe No. 537 des Lagerbuchs, bestehend 7"?. zweistöckigen Wohnhause, einem einstöckigen Hofgebäude, einem cmstockigen Holzstall und 9 Rth. 80 Sch. Hofraum und Gebäudefläche, belegen m der Nerostraße 14 blieb Herr Kaufmann JohannOttmüller imt 22,500 Mk. Meistbietender.
. * Ar c m d e n - Ver k e h r.) Zuaang in der verflossenen Woche laut der täglichen Listen des „Bade-Blatt" 77 Personen.
* (Arhaftung.) A"r Sonntag Vormittag wurde in einem Hause an der Morltzstraße em Bettler so zudringlich, daß die Bewohner des Hauses die Hülfe eines Schutzmannes in Anspruch nehmen mußten. Als ersterer abgefuhrt wurde, ergab sich daß Hessen Ueberführung in das städtische Krankenhaus nothwendlg; der Betreffende war blödsinnig
eilte Reihe von Abhandlungen erschienen, die zu dem Gediegensten, u" Besten gehören, was in dieser vielbesprochenen Frage bis jetzt gefdmcW wurde. Der Verfasser (Rabbiner Dr. Lehmann) zeigt an der Hand dr Wissenschaft und oer Geschichte die großen Aufgaben, die Has JudentW jum < bereits erfüllt und noch zu erfüllen hat. Seit einem Vierteljahrhundu sucht der „Israelit" Wissen und Erkenntniß zu verbreiten und zu eim» solchen Leben und Streben anzuregen, das Gott und Menschen W gefällig ist. Der „Israelit" ist die verbreitetste jüdische Zeitschrift, M einzige in Deutschland, die zweimal wöchentlich erscheint. GelstvM leitende Artikel, Nachrichten aus allen Ländern der Erde, herzgewmnem 17716 Erzählungen aus dem vollen und reichen Leben der Gegenwart tote o , Vergangenheit geschöpft, gewinnen dem „Israelit" stets zahlreia^ Freunde in allen Schichten der jüdischen Bevölkerung, in allen Laiweu in denen deutschredende Israeliten wohnen. Neu eintretende AboimeM erhalten die Anfänge der interessanten Erzählung „Der Courier", W die oben erwähnten Aufsätze srauco und gratis nachgeliefert, (060101
